Montag, 29. April 2013

Die Wiese ist ihm nicht genug!



Nicht nur, dass der Hopfen bereits einen großen Teil der Wiese 
durchwurzelt hat, jetzt ist er auch noch Richtung Garage auf 
Expansionskurs! Wie ich den nun in seine Schranken weise, ist 
mir absolut schleierhaft. Wahrscheinlich müssten wir dazu die 
Wiese ca. 20cm tief abtragen. Also bleibt vorerst nur schneiden, 
schneiden, schneiden. Denn seine jungen Triebe tauchen jetzt 
überall in der Wiese und im Wäldchen auf - dort vereinnahmen 
sie in Windeseile alle Flächen, Bäume, Sträucher und Pflanzen. 

Auf jeden Fall muss ich in Zukunft versuchen seine Saatstände 
spätestens in diesem Stadium im September möglichst komplett 
aus dem Garten zu entfernen. Auch wenn er gerade dann 
besonders reizvoll aussieht ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Einen Hopfen wollte ich ja schon immer mal. Nur leider wurde der in meinen Gärten nie etwas.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Und ich wäre heutzutage froh, wenn seine Saat nie vom nördlichen Nachbarn herübergeweht wäre. Aber damals wußte ich leider nicht, wie stark er den Boden durchzieht und wie schwer es ist seine Wurzeln zu roden ...
Ich muss in den nächsten Tagen dringend durch den Garten und die ca. 1m lange Ranken schneiden bzw. versuchen die Wurzeln herauszubekommen - das sind schon diverse Quadratmeter. Leider komme ich im Moment nicht mit der Gartenarbeit hinterher. Doch zumindest scheint meine Reaktion auf Liguster abzuklingen. Das wäre echt der Horror für meine Gartenarbeit ständig mit tränenden Augen und Triefnasse im Garten zu stehen :-(

Herz-und-Leben hat gesagt…

Da hast Du natürlich recht. Und mit dem Efeu ist es ähnlich. Dem konnte ich in L. damals kaum beikommen. Während Hopfen bei meinen Schwiegereltern wucherte. Sie wohnten in der Nähe des Schulgartens. Dort waren die Bedingungen für ihn wohl ideal.
Hier muß ich mich eh entscheiden, was ich am Zaun letztendlich zulasse, was nicht. Denn der Platz dort ist schließlich nur begrenzt. Nur schnell hoch und dicht soll es werden. Und das teste ich ja gerade aus. Ilex scheint da nicht so recht zu wollen. Er kümmert vor sich hin, während der Kirschlorbeer zum Vorgarten hin am Zaun jetzt ganz gut kommt. Den knipse ich bald mal. Er ist ja noch klein, aber er schaut gut aus, zeigt schon junge Spitzen. Während der Ilex grün-bräunlich daherkommt.
Die Rosen sehen ganz gut aus, da heißt es abwarten. Die Wilden werden meist immer was. Nur die edleren Migenommenen, da muß ich halt abwarten, was aus ihnen wird. Noch lebt jede ...
Einen Sauerkirschbaum würde ich gern noch pflanzen. Ich liebe den Kirschblütenduft um diese Zeit und die erfrischenden Sauerkirschen, die ich gleich vom Baum am liebsten esse. Die vermisse ich jetzt hier! Aber das muß nun wohl leider bis zum Herbst warten ...
Der Boden hier ist sehr "fett" ;-) Nicht leicht zu handhaben! Das Mähen extrem anstrengend (sagt mein Mann) trotz Benzinmäher. ;-) Da gings im Waldgarten einfacher. So hat jeder Garten so seine Tücken.

Bist Du allergisch auf Liguster? Wußte gar nicht, daß Du unter Pflanzenallergien leidest. - Bei mir wars eher der Duftschneeball. - Ich hab' zwar Pollenallergie, aber den Liguster kann ich gut riechen. Ich liebe seinen Duft geradezu! Erinnert mich so an meine Kindheit. Hier fehlt er leider, aber ich wollte ihn auch nicht unbedingt, da er diese Absenker bildet, wenn man nicht aufpaßt ... dann hat man bald den ganzen Garten voll davon ...
Naja, was rede ich - irgendwas ist immer und ob Efeu, Liguster, Hopfen oder sonst irgendwas ... vieles wuchert, wenn man nicht ständig "am Ball" bleibt ... Garten ist eben mit Arbeit verbunden, so oder so. Aber solange es Spaß macht ... und ich mach' es doch auch gern. Hier ist es ja jetzt überschaubar vom Arbeitsaufwand. Das Einzige, was mich sehr stört, ist, daß er sehr frei und einsehbar ist (noch!) ;-) Bin nicht gern auf dem Präsentierteller und habe gern mein Refugium mehr für mich ... doch so 3 Jahre braucht das schon . . .

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Deinen Kommentar habe ich eben erst zufällig gesehen.

Früher kribbelte beim Shreddern von Kirschlorbeer die Nase. Und das Ligusterproblem kenne ich erst seit dieser Schnittaktion. Wobei das Schneiden mit der Rosenschere keine Probleme bereitet, wohl aber das Shreddern - wenn die Blätter angeschnitten werden. Das hat mich fast 1 1/2 Wochen bei der Gartenarbeit & sogar bei Gartenspaziergängen behindert. Vielleicht lag das dann auch am verstreuten Mulchmaterial.
Was ich bisher noch nicht wusste: Meine Mutter bekommt beim Heckeschneiden mit der elektrischen Heckenschere schon seit Jahren heuschnupfenähnliche Erscheinungen - neben ihrem 'normalen' Heuschnupfen.
Wie die Mutter, so die Tochter ;-) Ebenso wie Arthrose in den Händen & im Knie - und noch ein paar 'nette' andere Wehwehchen ...

Nimm' Dir doch als wucherndes Füllmaterial die wilde Waldrebe. Die müsste schneller loslegen, macht dicht, hat im Winter die silbrigen Puschel und lässt sich später wahrscheinlich auch besser wieder entfernen, wenn die anderen Pflanzen den Präsentierteller dicht gemacht haben. Oder Du setzt Korkenzieherweiden und Hartriegel dazwischen - nach 2 oder 3 Jahren lassen sich solche bewurzelten Zweige noch ganz gut entfernen ...

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Ich denke allerdings schon, daß es nicht wirklich die Pflanzen sind sondern andere Ursachen ... aber wir reagieren halt auf das Unmittelbare, eben die Pflanzen ...
Wobei es durchaus sein kann, wenn man in größerer Menge, wie beim Schreddern, gewisse (Duft-?)Stoffe einatmet, daß da eben auch die Dosis das "Gift" ausmacht. Schreddern ist ja kein so natürlicher Vorgang, strenggenommen ...
Wir haben schon ewig nicht mehr geschreddert, hatten in L. mal so ein Teil. Aber der war immer zu laut, Nachbarn beklagten sich. Seither haben wir immer abfahren lassen.
Das mit dem Mulchen hat eben auch seine 2 Seiten (z.B. lassen die Katzen sich - zumindest im neuen Garten - allzu gern in dem Material nieder. Und ich möchte keinen Katzenkot in den Beeten.
Aber das mit Mutter und Tochter kenne ich natürlich auch. Gewisse Dinge sind erblich, obwohl - wozu haben wir von jedem die Hälfte mitbekommen, die Hälfte von Mama, die Hälfte von Papa??

An die wilde Waldrebe habe ich auch schon gedacht. Nur sind alle Pflanzen ja noch so niedrig, wo sollte sie da hochwachsen?? Wir müßten Masten aufstellen. Bzw. mein Mann und bis der mal in die Pötte kommt ... Du kennst das ja! ;-)
Im Moment bin ich auch wieder zu viel unterwegs und kann mich kaum um Garten kümmern. Wer weiß, wann das mal anders wird oder ob wir dann hier noch bleiben können. Bin ja hier total aufs Auto angewiesen ...
Aber ich lasse es auf mich zukommen ...

Liebe Grüße und schöne Pfingsttage
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich vermute, Du machst Dir wirklich keine Vorstellungen, was da für Ligustermengen zusammengekommen sind. Teilweise habe ich 3m lange Zweige aus der Hecke geschnitten ...
Und als ich am Dienstag dann bei meiner Mutter Liguster an der Nordgrenze schnitt, war alles noch ok - bis ich dann shreddern musste ;-)
Wahrscheinlich hat mich der ausgestreute Mulch in unserem Garten zusätzlich gereizt. Darum hat es so lange gedauert bis ich mich davon erholt habe. Nachdem die Ausdünstungen verflogen sind, besteht keine Reizung mehr, wenn ich mich in der Nähe der gemulchten Flächen befinde.
Also sollte Wolfgang zukünftig das Shreddern der Abschnite übernehmen, oder ich muss es ins frühe Frühjahr verlegen, wenn die Hecke weniger Blätter trägt.
Da wir einen Leiseshredder haben, könnten wir theoretisch sogar am Sonntag damit arbeiten. Denn so manche Gartenpumpe in der Nachbarschaft ist lauter. Aber da wir Nachbarn haben, die sonntags bei schönstem Gartenwetter sogar die Benzinmotor-Kettensäge anschmeißen, möchte ich durch das Shreddern nicht provozieren, dass sie solche Aktionen noch häufiger auf einen Sonntag verlegen ...

Wie schon geschrieben: Dünne in Wasser bewurzelte Weiden oder Hartriegel als Erstbegrünung pflanzen und später wieder entfernen. Oder abgetrocknete Weidenzweige der Waldrebe als Kletterhilfen anbieten. Mit den Jahren werden die Zweige brüchig und können problemlos mit den überzähligen Ranken der Waldrebe entfernt werden.

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Doch, denn wie ich schon schrieb, es kommt sicherlich auf die Menge drauf an. Da auch hier wohl die Dosis "das Gift" ausmacht.
Und Liguster enthält ja Glykoside und Alkaloide, ist in allen Teilen giftig. Zumindest ein Kontaktekzem ist bekannt, jedoch nicht, ob allergisch oder aus anderen Gründen

http://toxcenter.org/artikel/Giftpflanzen-Dr-Daunderer-5-10-Korrektur-Giftliste.php

Ich glaube da eher, daß es das Gift ist, auf das man reagiert, denn Gifte kann man auch auf dem Atemwege oder über die Haut aufnehmen. Da wäre ich dann wirklich vorsichtig! Und ich denke, ob der Strauch Blätter trägt oder nicht, da er insgesamt ja giftig ist, spielt das nicht die entscheidende Rolle.

Das mit der Waldrebe und Weidenzweigen werde ich mir mal überlegen, sofern ich es schaffe. Komme schon so zu "nichts" - selbst bei den bereits angepflanzten Sachen, da müßte ich dringend jäten - doch wann!??

Liebe Grüße, frohe Pfingsten!
Sara