Montag, 4. März 2013

morgens am Teich



Gestern habe ich hier durch die Hochbecken noch Wasser 
zum Teich laufen lassen. Doch heute trägt die Oberfläche
schon wieder eine Eisschicht. Und im Becken versammeln 
sich jetzt noch einige Saatstände vom runtergeschnittenen 
Froschlöffeldamit nicht alles so kahl und trostlos aussieht.

Dafür durchzieht der Fieberklee mit seinen Ranken 
fast die gesamte Wasseroberfläche. Wenn er dann 
demnächst auch noch üppig blühen würde ...

Der längere Zulauf des Grundwassers hat gestern 
die Wassertemperatur so verändert, dass der Teich nun 
nur in Ufernähe eine leichte Eisschicht gebildet hat. 
Unser Fischthermometer scheint mal wieder unter-
gegangen zu sein, so dass ich die Wassertemperatur nicht
 messen konnte. Hoffentlich haben wir das Teichsystem 
durch die frühen Reinigungsarbeiten und den schnellen 
Temperaturanstieg nicht zu sehr durcheinandergebracht!?

Einige Blätter, abgestorbene Teile und Wasserlinsen 
wurden durch den Wasserzulauf nun doch an den 
Teichrand geschwemmt. Aber es tummeln sich noch 
zahlreiche grüne Blättchen an der Wasseroberfläche 
oder halten sich an den zackigen Blättern der bruch-
empfindlichen Krebsscheren im Untergrund fest. Für 
Wasserlinsen sind die abgetauchten Krebsscheren ein 
ideales Schutzgebiet, wenn man reichlich dieser 
kleinenen grünen Blättchen züchten möchte ...

Aber trotz der wuchernden Wasserlinsen und anderer 
Teichprobleme möchten wir diesen Anblick nicht missen. 

Leider würde das Beheben unserer Fehler, die sich bei 
der Teichanlage im August 2000 unbewusst eingeschlichen 
haben, eine Komplett-Sanierung der gesamten Teichlandschaft 
nach sich ziehen. Denn auch der Steg ist schon länger baufällig, 
die Betonplatten am Teichrand lösen sich, die Hochbecken 
reißen und die Teichfolie in den kleinen Becken wird demnächst 
wohl durch die UV-Strahlung brüchig werden. Und das größte 
Problem: Die Mauer hinter dem Teich wird bald nach hinten 
zusammenfallen, da ihr der Verbund zum früheren Schuppen 
fehlt. Der Versuch das Schilf aus dem Teich herauszunehmen 
würde zur Zerstörung der Teichfolie führen. Denn durch die 
damals zu dicht beeinandergestellte Pflanzgitterkörbe ist ein 
20 bis 50cm tiefes Wurzelgeflecht entstanden, dass sich nicht 
mehr trennen lässt. Wie wir diese ca. 4qm große Fläche irgend-
wann einmal aus dem Teich herausbekommen ist uns noch 
vollkommen schleierhaft. Denn schon im ersten 3qm Teich von 
1996 musste ich im Sommer 2000 so manches Teichpflanzen-
paket auseinandersägen, um die Pflanzen teilweise für den 
neuen Teich weiterzuverwenden. Damals war es die Segge, 
die wir nicht mehr im neuen Teich beherbergen wollten! 

Daher leben wir lieber noch einige Zeit - möglichst sogar 
noch 2 oder 3 Jahre - mit diesen Tücken im Detail. Denn im 
Vergleich zum Bau vor 12 Jahren haben die körperlichen 
Kräfte  doch schon merklich nachgelassen, um so etwas 
nochmals komplett selbst anzulegen. Und eine Sanierung 
ist meist aufwändiger als etwas ganz neu anzulegen ...

Fotos: S.Schneider


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