Sonntag, 10. März 2013

Bitte etwas mehr!



Während im Norden schon über reichlich Schnee geklagt wird, 
hat sich in den fast 2 Stunden, seitdem es hier nun etwas mehr 
schneit, noch nicht viel geändert. Der männliche Hopfen über 
dem Ilex ist überzuckert, und auf den gedrehten Zweigen der 
Korkenzieherweide hält der Schnee noch nicht.

Ob das Eichhörnchen seinen ausgepolsterten Kobel 
im Wachholder gestern schon bezogen hat? Oder wohnt 
es noch immer am Birnenstamm unter dem Efeu?

Hier links hinter dem Säulentaxus konnten wir das Eichhörnchen 
gestern mehrmals beobachten, wie es ca. 50cm unter der Wach-
holderspitze mit dem Baumaterial in den Zweigen verschwand.
Auf jeden Fall scheint der Platz wesentlich geschützter zu sein.

Noch haben wir Temperaturen um den Gefrierpunkt. 
Erst ganz allmählich ist eine leichte Eisschicht auf dem Teich 
zu erahnen. Und weiter hinten auf der Betonfläche bleibt 
der Schnee nur stellenweise liegen.

Etwas mehr Schnee wäre für die Pflanzen im Garten ganz gut. 
Denn wenn der Wetterbericht stimmt, dann gibt es in unserer 
Region mindestens 1 Woche lang Nachtfröste. Ob die sich nun
 im ein- oder zweistelligen Bereich bewegen, da scheinen sich 
die internetten Wetterfrösche nicht so ganz einig zu sein ...

Der Winterjasmin im Kübel wird jedenfalls wohl mal wieder 
eine Winterpause einlegen. So ein Wetter ist selbst ihm zu kalt!

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Gartenfee hat gesagt…

Hallo Silke,
die dünne Schneeschicht wird wahrscheinlich nicht ausreichen, da muss Frau Holle die Kissen noch etwas fester ausklopfen...;-) Ich war eben noch schnell im Garten und habe Laub von den Beeten zusammengekratzt und auf stark ausgetriebene Pflanzen geschichtet. Ich frage mich, wieviel Minusgrade die bereits ausgetriebenen Frühlingsblüher und Stauden denn so vertragen...

Liebe Grüße, Bärbel

Im Waldhaus hat gesagt…

Oh, das Eichhörnchen baut bei euch ? Das ist ja wundervoll... schööööön... unseres kommt jeden Tag und haut sich den Bauch voll. Aber es wird sicherlich bei uns keinen Bau machen. Mhm, das mit den Nachtfrösten ist natürlich nicht gut. Aber Stauden und Zwiebelblüher dürften diese Temperaturen nichts anhaben, außer bei vorgezogenen Pflanzen oder Topfpflanzen, diese haben kaum Chance im Freiland. Wir hatten im letzten Jahr in diesem schrecklich kalten Februar ja auch keinen Schnee und -27°C. Es hatten durch das vorangegangene Wetter schon viele Stauden ausgetrieben und durch den superstarken Frost keinen Schaden genommen. Die Rosen sind vertrocknet - das haben Fachleute ja verkündet. Der Herbst 2011 war zu trocken, im Januar 2012 hat es kaum geregnet und war dazu zu warm und dann kam dieser herbe Februar. Den Rosen hat schlichtweg das Wasser gefehlt und dadurch sind sie vertrockent. Ich denke, dass es jetzt bei dir einfach einen Wachstumsstopp geben wird bzw. eine Unterbrechung. Die Pflanzen müssen sich erst erholen nach den kalten Temperaturen und brauchen somit länger, um wieder weiterzuwachsen. Das ist sehr ärgerlich, aber bei dem Thema Wetter sind uns ja leider allen die Hände gebunden...
Ich drücke dir die Daumen, dass es keine zweistelligen Minusgrade werden !!! GGGGGGLG, Christine

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bärbel
Im letzten Jahr war es ohne Schnee ja ziemlich extrem. Ich glaube, da waren es bei uns meist um -10° und fast 2 Wochen Dauerfrost. Das hat alle Lenzrosenblüten zerstört, den Kirschlorbeer vertrocknen lassen, der Taxus wurde stellenweise braun, das Efeu verlor wieder reichlich Blätter und die übermütigen Rosen froren fast bodenbündig zurück.
Zwiebeln und Stauden sind bei uns eh immer vom Mulch umgeben und wenn da nun noch etwas Schnee drauf kommt, wird da kaum etwas passieren. Zumal sich die Schneeglöckchen bei Kälte zum Boden neigen.
Also sind es wieder die Lenzrosenblüten und vorschnellen Rosentriebe, die in Gefahr sind. Ich habe bei den Lenzrosen jetzt mal Frau Holle gespielt ;-)
Bei den Rosen hätte ich teilweise vielleicht noch mehr Pflanzen mit Reisig umstecken müssen. Aber am Freitag hatte ich nach 2 Stunden im feucht-kalten Garten genug - und am Samstag im Eisregen!? Inzwischen gehe ich davon aus, dass ich meine Liste unserer Rosen auf der Sidebar mal wieder anpassen muss. Da wandert wohl in diesem Sommer noch einiges zu 'es war einmal'. In der ersten Rosen-Euphorie glaubte ich eben, dass mehr möglich ist. Aber das ist nun mal natürliche Auslese ...

@ Christine
Einen Kobel haben wir weiter links im Wald in einer Fichtenspitze. Ich wußte gar nicht, dass die Tierchen so viele Behausungen für verschiedene Eventualitäten besitzen. Auf jeden Fall beförderte das Tierchen beim Eisregen mindestens 10x Polstermaterial von der Birne zum Wachholder. Seitdem konnte ich keine Bauaktivitäten mehr feststellen.
In der Nähe hatten wir wohl schon häufiger Nester, denn bis zu 4 Junge tobten hier die Stämme rauf und runter. Gut, dass ich noch Erdnüsse & Sonnenblumenkerne nachbestellen konnte :-)

Ich hoffe auch, dass dieser Winter feucht genug war und daher weniger Gefahr besteht. Zumal es ja tagsüber minimale Plusgrade geben soll und ab Samstag wohl sogar wieder nach oben geht. Gestern sah ich fürs Wochenende -1/+4°. Kein Vergleich zu fast 2 Wochen Dauerfrost im letzten Jahr!
Aber ich vermute einige Rosen bekommen da nun doch wieder Probleme. Aber dann soll es halt so sein. Die, die dann schlapp machen, waren wahrscheinlich eh' nicht für unseren Garten geeignet.
Als ich mich ab 2004 für Rosen begeistern konnte, sah der Garten auch noch etwas anders = luftiger aus. Da gab es noch Standorte, die ich heute nicht mehr wählen würde.
Zumal sich seitdem auch unsere Vorstellung/Möglichkeiten der Gartenarbeiten nochmals verändert haben: Zeitweiliger Zeitmangel, ab und an mal heftige Zipperlein und Zecken in vielen Bereichen lassen den Garten jetzt häufiger verwildern als das ursprünglich mal bei der Anlage angedacht war.
Und trotzdem möchte ich hier jetzt nicht radikal eingreifen und alles verändern. Denn das würde bedeuten ständig gegen die Natur anzukämpfen. Also leben wir überwiegend mit dem, was sich hier wohl fühlt und zu unserem Wetter passt ...

Iris hat gesagt…

Hallo Silke,

Etwas mehr Schnee ist es bei uns geworden. Es sieht jetzt mal wieder ungefähr so aus http://bit.ly/YWmZec
Für meine bereits austreibenden Pflanzen bin ich schon froh, dass die Schneedecke sie etwas vor den eisigen Nachtfrösten schützt, aber ich selbst hab das Weiß ehrlich mittlerweile über. Ich will jetzt endlich auch draußen Frühlingsfarben sehen! Meine Anfang letzter Woche frühlingshaft bepflanzten Kübel und Körbchen musste ich wieder mal drinnen in Sicherheit bringen. :o(

Herzliche Grüße zund Toi Toi Toi für Deine empfindlichen Pflanzen,

Iris

SchneiderHein hat gesagt…

@ Iris
Auch ich hatte mich seit letzter Woche Mittwoch eigentlich auf Frühling eingestellt. Aber ich weiß, dass ich im letzten Jahr um diese Zeit auch sehr genau überlegen musste welche Frühjahrsblüher ich überhaupt kaufen sollte, da der Boden noch total gefroren war. Dafür kam ich in diesem Jahr von Ende Februar bis vorgestern noch problemlos in die Erde.
Klar gab es auch Zeiten, da standen schon im März die Fuchsien bei meiner Mutter im Wintergarten. Und ich hatte ihr sogar schon mal Ende Januar Priemeln in die Beete gepflanzt. Aber eigentlich ist es so doch noch relativ normal. Und da uns Frau Holle nun wohl fast alle Pflänzen verhüllt hat, wird es hoffentlich nicht so schlimm wie im letzten Jahr. Wir und unsere rühlingstöpfe brauchen eben noch etwas Geduld ...