Montag, 11. Februar 2013

noch von Weihnachten stehen geblieben



Während überall die Frühlingsblumen in den Gärtnereien und 
Gartencentern bereit stehen, ticken bei mir die Uhren nun 
seit einigen Jahren langsamer. Einerseits, da wir endlich mal 
wieder Winter haben, die es verhindern erste Primeln und 
Zwiebeltöpfe bereits Ende Januar in Körbe und Beete im 
Außenbereich zu pflanzen. Und andererseits finde ich es auch 
nicht mehr so wichtig gleich bei den ersten milderen Tempera-
turen in die Vollen zu gehen. Die Natur geht es normalerweise 
auch etwas langsamer an - wenn ich mal von unseren viel zu 
frühen Lenzrosen absehe ...

Und die wunderschöne Christrose, die ich Anfang Januar von 
einer Nachbarin geschenkt bekam, die leidet jetzt wieder 
im dunkelen Hausflur. Töpfe raus, rein, hin und her. Welche 
hochleistungs-gedüngte Pflanze mag das? Vielleicht, wenn 
ich den geeigneten Unterstellplatz hätte, würde ich das noch 
etwas anders sehen. Aber die Erfahrungen der letzten Jahre 
haben mir auch gezeigt, dass nur wenige der Pflänzchen und 
Zwiebelblumen tatsächlich im Garten weiterleben. Meist 
überstehen sie die Zeit bis sie ins Beet dürfen nur schlecht. 
Und dann kommen die Schnecken.

Also erfreue ich mich lieber an den ersten Schneeglöckchen 
an den Lenzrosen. Und die Zinksäule am Haus darf einfach 
ganz schlicht winterlich bleiben. Wenn das Wetter wieder 
milder wird, thront darin dann die Christrose im Topf ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Gartenfee hat gesagt…

Hallo Silke,
hier sieht es auch noch sehr unfrühlingshaft auf der Terrasse aus, da steht noch die Erika vom Herbst mit Sterndeko auf dem Tisch und vorm Haus sieht es auch nicht besser aus...;-) Auch wenn ich vom tristen Winter wirklich genug habe, kommen mir Primeln & Co. jetzt nur ins Haus!

Liebe Grüße, Bärbel

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Hmm, ich hab' meine Christrosen schon ausgepflanzt vor einer Weile. Ob das richtig war? Keine Ahnung.Wird sich ja dann zeigen. Dachte, die sind generell winterhart.

Liebe Grüße
Sara

Ute hat gesagt…

Liebe Silke,
ich glaube inzwischen auch, dass die Pflanzen, die es im Gartencenter oder Supermarkt gibt, nicht wirklich dazu geeignet sind, länger zu leben. Ich habe im Januar zwei kleine Mini-Rosen geschenkt bekommen und ich gebe zu: ich bin kein Fan davon. Trotzdem habe ich sie gut gepflegt. Mit dem Ergebnis, dass inzwischen beide so aussehen, als würden sie bald eingehen. Sie wurden wohl nur dafür gezüchtet kurzzeitig hübsch zu blühen, und das wars dann.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bärbel
Und so winterlich, wie es bei uns noch ausschaut, wenn ich in den Garten sehe, dann verspüre ich auch noch gar keine Lust im Haus auf Frühling umzudekorieren. Komisch, früher konnte mir das auch oftmals nicht schnell genug gehen, aber inzwischen passt sich meine Dekolaune immer mehr der Natur an ...

@ Sara
Also ich hätte mich das nicht getraut. Da es sich bestimmt um vorgezogene Gewächshausware handelt.
Und selbst die Lenzrosen, die man jetzt wieder überall kaufen kann, haben wir meist bis März/April im Topf gelassen und bei Frost ins Haus geholt. Manche haben wir dann sogar erst im Herbst gepflanzt, wenn nicht vorher zu viele Blattläuse über sie hergefallen sind ...

@ Ute
Mit Topfrosen hatten wir Anfang 2011 auch die Erfahrung gemacht. Die bekam meine Mutter geschenkt und hatte Mühe sie bis zur frostfreien Zeit durchzubringen. Als es milder wurde kamen sie in den Wintergarten, ansonsten standen sie an einem kühlen Ort im Haus. Da frage ich mich dann auch, was man von Blumen hat, die kaum durchzubringen sind oder die man kaum sieht ...
Das hält mich nun auch immer mehr von Blumensträußen sowie Priemeln und Co im Haus ab. Entweder ich stelle sie kühl und habe kaum etwas davon oder sie leiden sehr schnell ...

Und Primeln, Hornveilchen & Co, die ich kaufe um sie in den Garten zu stellen, damit mache ich den Schnecken eine Freude ;-)