Montag, 30. April 2012

Ententeich



Mit einem großen Platsch erschienen sie gegen Mittag auf dem Teich.

Tauchten mit den Schnäbeln ins Wasser ...

und schwammen ganz selbstverständlich im Teich umher. 

Im ersten Moment war ich mir nicht sicher, ob ich das Stock-
entenpaar
nicht lieber vertreiben sollte. Doch sie ließen sich
von uns überhaupt nicht stören. Maus, Allegra und ich saßen
vor dem Haus. Die grauen Damen grasten im Steinfeld am
Teich, gingen irgendwann über den Steg, und ich konnte die
Badenden problemlos vom Teichrand aus fotografieren. Ganz
leise war die ganze Zeit eine quakende Unterhaltung zu hören
und es schien, als ob das Paar sich gern am Teich einquartieren
wollte. Denn selbst der schon sehr dicht bewachsene Bereich
mit Schilf und Igelkolben wurde genauestens inspiziert.

 Irgendwann hatten sie wohl genug von den feuchten Füßen.
Denn plötzlich standen sie nebeneinander auf dem Steg.

Aber das war einer Maus dann doch zu viel. Im Teich waren
die Enten für sie uninteressant, allerdings der Steg gehört nun
mal der Maus!
Und selbst Allegra hat dort nur eingeschränktes
Wegerecht.
Also schlich sich die kleine graue Katze ganz vor-
sichtig an die großen Vögel heran, wurde aber trotzdem viel
zu schnell bemerkt. Mit einem Platsch saßen die Enten wieder
im Teich. Einige Zeit blieb die Maus dann aus Prinzip auf ihrem
Steg sitzen, verzog sich aber bald darauf nach hinten auf die
Betonfläche. Die beiden Enten schwammen nahezu unbeein-
druckt weiter und blieben dort fast 4 Stunden.

Was sie dann plötzlich dazu bewegte mit aufgeregtem Quaken
in die Lüfte zu steigen, das habe ich nicht bemerkt. Allegra
schlief derweil im Haus und Maus & ich waren hinten im Garten.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Donnerstag, 10. Mai 2012:
Noch 3x bemerkte ich das Entenpaar seitdem auf dem Teich.
Doch es waren nur noch Kurzbesuche. Und inzwischen wird es
auch für sie problematisch auf dem Wasser frei zu schwimmen,

denn immer mehr Krebsscheren steigen bei wärmerem Wetter
jetzt an die Wasseroberfläche
.


zerpflückte Zeckenrollen


So ganz sicher waren wir uns nicht, ob die Gartenmäuse
tatsächlich die mit Permethrin behandelte Baumwolle
in den Ixogon Zeckenrollen benutzen würden, als wir die
Pappröhren
im letzten Herbst im Garten auslegten. Und bis
zum Winter konnte ich nur an wenigen Rollen im Hochwald
feststellen, dass Tiere sich dafür interessierten. Zumindest
war an einer Röhre etwas Material herausgezuppelt. Aber
es sah nicht so aus, als ob ein Mäuschen das Baumaterial
für den Winterquatierbau verschleppt hätte ...

Im März habe ich nun weitere 7 Rollen ausgelegt. Einige
wieder im Hochwald, da unsere beiden grauen Damen dort
oftmals stundenlang auf der Lauer sitzen können. Zwei noch
dazu an der Schuppenmauer an der Südgrenze, denn nicht
nur wir hatten zeitweilig mal Mäuse in der Garage. Auch im
Schuppen unserer Nachbarn hatten sie vor einigen Jahren mal
ein nettes Quartier gefunden. Unter dem Efeu-Apfelbaum ist
unsere Maus oftmals auch mit der Mäuschenjagd beschäftigt.
Und das Hochbeet am Ende der Betonfläche ist ebenfalls ein
 so geschützter und lauschiger Bereich, in dem sich unsere
Gartenmäuschen gerne aufhalten.


Heute entdeckte ich zufällig, dass am Reisigbündel neben
der Schuppenmauer etwas Baumwolle herausgezogen ist:

An dieser Stelle unter der Korkenzieherweide vermisst
unsere Maus ihren Küchentisch
. Denn hier scheint es
Mäuschen zu geben. Und sogar ein Nest? Auf jeden Fall
würde unsere kleine graue Mause-Jägerin wieder sehr
gern auf dem alten Tisch sitzen, um im Untergrund
nach den Mäuschen zu schauen ...

Diese freiliegende Zeckenrolle am Waldweg
im Hochwald bekam offensichtlich auch Besuch.

Und diese vordere Rolle rechts am Weg unter dem Ilex
wurde schon im letzten Herbst zerpflückt. Da die Wirksamkeit
des Materials angeblich bis zu einem Jahr gegeben sein soll,
habe ich an dieser Stelle im März einfach eine weitere Rolle
dazugelegt.

Ob diese Rollen unser Zeckenproblem eindämmen, werden wir
kaum feststellen können. Dazu müssten wir die Mäuschen, die
unsere graue Maus nach Hause bringt, untersuchen lassen. Denn
an einer noch lebenden ängstlichen aber trotzdem sehr flinken
Maus, die wir im Bad fangen und sofort wieder in den Garten
setzen, können wir nun wirklich keinen Zeckenbefall feststellen.
Und bisher haben wir an den toten Mäusen nichts endecken
können. Aber die Zeckenlarven sind auch so winzig klein, dass
es sehr schwer wäre sie im dichten Mausefell zu entdecken.
Doch vielleicht unterstützen uns die Zeckenrollen zumindest
beim Kampf gegen die Plagegeister. 

Denn nur tatenlos zusehen wie immer mehr Zecken den Garten
bevölkern bedeutet, dass wir auf Dauer die Freude am Garten
verlieren. Bei Zeckennestern werden wir auf jeden Fall das an-
grenzende Pflanzenmaterial um das Nest herum runterschneiden
und verbrennen. Im Umfeld von 1,5 bis 2m kommt dann das
Neudorff Grasmilben- & Zeckenkonzentrat gnadenlos zum Einsatz
,
denn anders ist dem Problem anscheinend nicht beizukommen.   

Allerdings halte ich das Absammeln der Zecken aus der Wiese
am Haus noch immer für die erfolgreichste Methode. Zumal ich
dann auch ein Gefühl für das Ausmaß der Verbreitung bekomme.

Am Besten wäre es natürlich sie bewusst anlocken zu können,
um sie mit starkem Klebeband zu fangen. Denn leider hat die
Zeckenfalle im September in unserer Wiese kläglich versagt
.
Nur an den Buttersäuretest traute ich mich bisher noch nicht
ran. Zumal unsere nördliche Nachbarin in ihrem Garten häufig
Seminare abhält, und wir daher noch keinen geeigneten
Termin finden konnten. Das Material liegt allerdings schon seit
dem letzten Sommer bereit: Eine alte Wärmflasche, die dann
auf 37° temperiert sein sollte und gut in einer Plastiktüte
verpackt wird, dazu ein altes weiches Tuch zum Umhüllen und
die Flasche mit Buttersäure - von der wohl nur ganz wenig
reicht, um die Zecken aus den Beeten anzulocken. Nur braucht
man dann wohl noch eine Atemschutzmaske, um mit Klebe-
band bewaffnet die Tierchen von der Wärmflasche
aufzunehmen ...

Fotos: S.Schneider


Und da ist wieder einer ...




Schon vor ein paar Tagen hatten wir den ersten Tigerschnegel
abends vor der Tür gesehen. Und dieser war plötzlich gegen
10 Uhr morgens im Treppenhaus, als ich gerade vom Garten-
spaziergang zurück kam. Genau an dieser Stelle hatte ich zuvor
meine Gummistiefel abgestellt. Und aus den Rillen der Sohle
war anscheinend etwas herausgefallen, dass das Tierchen tags-
über nun ca. 1m weit über die Betonplatten ins Haus lockte.

Erste Fraßspuren an Pflanzen konnte ich auch schon wieder
feststellen, die aber wohl kaum auf das Konto des Tigerschnegels
gehen
. Nun hoffe ich nur, dass die Nacktschnecken tatsächlich
durch den harten Winter dezimiert wurden, und jetzt vielleicht
ein etwas ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Schnegeln und
Nacktschnecken entsteht ...

Foto: S.Schneider


Sonntag, 29. April 2012

Blütenschnee




Etwa 2 Wochen dauerte die Blüte der Sauerkirsche
hinter der Teichmauer. Und jetzt beginnt es am Teich
ganz leicht zu schneien ...

Foto: S.Schneider


Landgänger



Jetzt beginnt der Fieberklee mit der Blüte. Und wieder
zeigt sich, dass er sich an Land bzw. nur mit teilweise
feuchten Füßen in der Sumpfzone am Wohlsten fühlt. Denn
dort kommen jetzt reichlich Blütenrispen zum Vorschein.
Nur im Hochbecken scheint es ihm leider nicht so gut zu
gefallen.
Ist es ihm da nun zu trocken oder zu sonnig? Und
warum entwickelt er meterlange Ranken in die sonnigere
Tiefwasserzone
, wenn er dort kaum blüht?


Fotos: S.Schneider


arme Schachbrettblumen



 Dieses auffällige rote Insekt an der verblühten Schachbrettblume
ist ein
Lilienhähnchen, dass ich in unserem Garten bisher nur
sehr selten gesehen habe. Das mag wohl daran liegen,dass wir in
unserem Garten schon in der Anfangsphase kaum Glück mit Lilien
hatten. Und ich es deswegen schon früh aufgab blühende Topf-
lilien zu pflanzen bzw. Zwiebeln zu setzen. Aus dem Garten
meiner Mutter hingegen kenne ich die Lilienhähnchen schon sehr
lange - und auch das gnadenlose Absammeln und vernichten. Ob-
wohl die Nacktschnecken in den letzten Jahren weitaus größere
Schäden
an den im Beet befindlichen Lilien bei meiner Mutter
angerichtet haben
...

Ob sich das Tierchen nun vor mir versteckt, oder
findet es sogar auch an Walderdbeeren Gefallen?

In diesem Bild sind nun sogar 3 Lilienhähnchen zu entdecken.
Ich habe sie allerdings nicht vernichtet. Mir reichte es in
2002 & 2003 über 9.000 Nacktschnecken zu morden. Damals
hatte ich noch die Hoffnung, dass ich unseren Staudengarten
mit dieser sehr radikalen Maßnahme retten könnte. Doch im
Jahr 2004 war ich das Töten leid. Und nun muss ich fast tag-
täglich Zecken in Chlorreiniger einlegen. Das reicht mir!
Allerdings, wenn ich mir ansehe, was Lilienliebhabern blüht,
wenn sie Lilienhähnchen dulden,
das wird hier sehr an-
schaulich vorgeführt
. Ich hoffe, an meinen Schachbrett-
blumen finden sie weniger Gefallen ...


Fotos: S.Schneider


erste Hasenglöckchen hinterm Hasen




Jetzt, da die Hasenglöckchen zaghaft erste blaue Spitzen 
vor dem Taxus zeigen, ist der Nachziehhase aus dem vorderen
Bereich
wieder ans Ende vom Wiesenrand umgezogen.


Foto: S.Schneider


Ansitzstange



Seit einigen Wochen haben wir uns wieder die Topfrose
Stacheldraht
auf den Gartentisch gestellt, da wir so von
ihrer sehr frühen Blüte am Meisten haben. Und während
sich an ihr nun langsam erste Blättchen und Knospen-
ansätze zeigen, werden ihre Zweige gern von den Vögeln
als Anflug- und Wartestange genutzt, wenn
auf, im und
am Futterhaus
noch zu viel Betrieb ist ....


Fotos: SchneiderHein


Samstag, 28. April 2012

abgeholt ...




... hat sich eine Meise einen Sonnenblumenkern an der Futtersäule.
Im Gegensatz zu den
Eichhörnchen und auch anderen Vögeln wie
z.B. den Grünfinken, die sich an der Säule ganz gemütlich durch-
futtern, entnehmen die Meisen nur einen Kern und fliegen damit
sogleich ins nahegelegene geschützte Gebüsch.


Foto: W.Hein


Freitag, 27. April 2012

Wiese



Am Wiesenrand treibt die krautige Waldrebe gut aus.

Der Hopfen breitet sich immer mehr aus.
Und am Wiesenrand vor dem Wachholder
sucht er schon wieder Kletterhilfen.

Oben biegt sich Jacqueline du Pré malerisch hinunter.
Und am Boden sprießen Bärlauch und Salomonssiegel.

Ob die liegenden Triebe der Hedi Grimm
in der Wiese inzwischen bewurzelt sind?

Ganz schwach ist der Gundermann zwischen
den halbhohen Gräsern neben dem Steg zu erahnen.

Und vom Löwenzahn sollte es eigentlich nur 2 Pflänzchen
in der Wiese geben. Aber da die Traubenhyazinthen in der
Nähe nur 3 Blütenrispen hervorbrachten, dulde ich nun sogar
4 gelbe Pflanzen. Vieleicht gibt es dann mal Löwenzahn-Salat.
Doch zu Pusteblumen dürfen sie sich nicht entwickeln!

Jedenfalls sehen ihre Blüten sehr schön aus. Auch
wenn es eine Fehlfarbe in unserem Garten ist.

Vom Bärlauch hätte ich gerne mehr in der Wiese.
Zukünftig werde ich daher die überzählige Saat
aus dem Garten meiner Mutter um die Hedi Grimm
herum verteilen ...

Das ist das arg geschwächete weiße Kaukasus-
Vergißmeinnicht
, das fast an der Betonkante steht.

Und das ist die zweite - wesentlich kräftigere weiße Pflanze.
Sie wächst mitten in der Wiese und sieht erstaunlicherweise
auch wesentlich besser aus als die himmelblaue Variante.

Der Sauerklee hat sich in der Wiese sehr gut vermehrt.
Leider brachte er nur eine einzige Blüte hervor. Also hoffe 

ich schon jetzt auf das nächste Frühjahr ...

Fotos: S.Schneider


Auch Kiftsgate lebt!




Eigentlich hatten wir erwartet, dass uns die Ramblerrose Kiftesgate
irgendwann einmal über den Kopf wächst und im Laufe der Jahre
viel Arbeit macht. Denn normalerweise müssten ihre Ranken überall
durch die Wachholder wuchern. Aber genau das Gegenteil ist leider
der Fall. Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat, bis sie im
letzten Sommer links vor dem Eingang zum Hochwald immerhin die
'stattliche Höhe' von ca. 1,8m errreicht hatte. Diese Höhe ist jetzt
jedenfalls komplett weg. Und lange Zeit schien es sogar, als ob sie
eingegangen wäre. Doch nun fängt sie bei Null wieder an. Die
Blüten-
büschel dieser Rose
kennen wir bisher nur aus dem Europa-Rosarium
in Sangerhausen. Und jetzt sind wir noch gespannter, ob unsere
Kiftesgate jemals zur Blüte kommt ...

Foto: S.Schneider


Löffel im Wasser




Es ist wirklich erstaunlich, wie überlebensfähig manche
Wasserpflanzen sind: In den beiden Hochbecken hatten
wir im Winter den Wasserstand stark abgesenkt, so dass
nur noch eine schmale Kiesschicht vermischt mit etwas
Laub im tieferen Teil des Beckens blieb. Und trotzdem
steigen nun die schmalen Blättchen des
Froschlöffels -
Alisma plantago-aquatica
aus dem Wasser.

Foto: S.Schneider


Fitte Fische ...



... tummeln sich im Teich.

Doch es gibt auch Frühjahrs-Opfer, die zwar den harten Winter
noch überstanden haben, aber nun Probleme mit den wärmeren
Temperaturen bekommen. Vielleicht war dieses Moderlieschen
allerdings auch nur altersschwach ...

Zur Zeit haben wir noch nicht überprüft, ob die Teichpumpe,
die mitten im Winter irgendwann unbemerkt ausgefallen war,
nun kaputt oder nur total verschlammt ist. Denn seitdem auch
die beiden Kois die wochenlang geschlossene Eisdecke nicht
überlebt haben, gibt es im Moment keinen guten Grund mehr
die Teichpumpe anzustellen und das Wasser zu filtern. Der Teich
ist noch immer klar bis auf den Grund, die Teichbakterien bauen
den Teichschlamm ab
, und die Pflanzen filtern das Wasser. Und
wenn dann noch ab und an
etwas Grund- und/oder Regenwasser
den Teich auffüllt
, dann müssten wir noch einige Zeit ganz gut
ohne Teichpumpe & mechanische Filter auskommen können.


Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 26. April 2012

klassisches Aprilwetter




Unsere blühende Sauerkirsche zusammen mit
der Blutbuche in Nachbars Garten vor grauem Himmel.

Vor 3 Jahren gab es einen ganz anderen Baumblick
...

Foto: S.Schneider


Eine Etagere für die Vögel ...




Auch wenn dieses Foto mit trinkender Meise längst nicht
so aussagefähig ist wie dieses Meisenbild, so möchte ich
es hier trotzdem als kleine Erinnerungsstütze einstellen.
Denn so ähnlich saß sich vor ein paar Tagen ein Grünfinken-
paar auf der mittleren Schale der Etagere gegenüber und
trank abwechselnd daraus Wasser ...

Foto: S.Schneider


der ist tot




Ich hatte es schon im Herbst vermutet, dass nicht nur
der hintere Apfelbaum
mit dem Garten-Mobile an der
Nordgrenze eingegangen ist. Nun bestätigt sich, dass
auch
der vordere, so markant schräge Apfelbaum den
trockenen Sommern und kälteren Winter nicht mehr
gewachsen war. Inzwischen wird er nun schon vom

Specht
behauen und von allerlei anderem Getier
besucht. Daher bleibt er als Totholz solange stehen,
bis er zusammenbricht. Und im Untergrund gibt es
Efeu,
wuchernde Waldrebe und die Rosa arvensis.
Ich bin gespannt, wer ihn als erstes erklimmt, und
wann er zusammenbricht. Denn ohne ihn fehlt der
Fläche hinter dem Hochwald zur Zeit das markante
Etwas. Und vielleicht kommt irgendwo am Stamm
ja doch noch ein junger Trieb zum Vorschein ...


Foto: S.Schneider


Blütenteppiche



Vor den drei Buchsbaumkugeln steht am Rand der Betonfläche
etwas
Beinwell mitten im Waldmeister. Eigentlich müsste es
der cremefarbene sein. Aber mir scheint, dass es sich hier um
einen Auswanderer handelt, der normalerweise etwas weiter
hinten unter Mirabelle
beheimatet ist.

Im Moment dominieren unter den Ästen vom Efeu-Apfelbaum
blauroter Steinsame und Waldmeister. Aber im Hintergrund
erhebt sich der weiße Storchschnabel. Und auch die gefüllte
Stauden-Pfingstrose
- Paeonia x lactiflora 'Shirley Temple'
besitzt  zumindest gesundes rotbraunes Laub. Knospenansätze
zeigt sie leider nicht. Im Vordergrund behaupten sich noch
einige Walderdbeeren. Und der kleine
Silberwurz ist leider
seit dem letzten Jahr vom Rand verschwunden. Vor dem
Waldmeister und der ebenso wuchsfreudigen Steinsame war
er zwar schon früh
auf die Betonfläche geflüchtet, aber
dort ist er wahrscheinlich im vorletzten Winter verfroren.

Jetzt blüht die erste Akelei über der Waldmeisterfläche!

 Das Lungenkraut hat sich erstaunlich gut 
von den sonnig-wärmeren Tagen erholt.

Und unter der Scheinakazie hat jetzt 
die
große Sternmiere einen Soloauftritt.

Fotos: S.Schneider


vor & auf dem Hochbeet




Schon vor langer Zeit hatte ich einige wanderfreudige
Walderdbeeren auf dem Hochbeet am Ende der Betonfläche
angesiedelt. Dort haben sie wenig Konkurrenz und fühlen
sich anscheinend auch noch immer wohl. Aber ein Teil der
Pflänzchen hat sich im Laufe der Jahre abgeseilt und
erschließt nun vor der Mauer neue Gebiete ...


Foto: S.Schneider


Blättchen der Scheinhasel


Wenn ein Blog schon über 5 Jahre von einem Garten erzählt,
dann gibt es auch endlich mal die Gelegenheit unscheinbare -
scheinbar unwichtige Details zu zeigen:


So sehen die jungen Blättchen der Scheinhasel aus.

Foto: S.Schneider


unscheinbare Scheinquitte



Im Gegensatz zu meiner bereits über 25 Jahre alten Scheinquitte
im weißen Vorgarten in Braunschweig
hat unsere weiße Quitte
im schattigen Südbeet
nicht so stark unter dem Dauerfrost im
Februar gelitten. In Braunschweig hatte der ca. 3m hohe Strauch
auf der besonnten Südseite bereits reichlich Knospen angesetzt,
die in den darauf folgenden Tagen fast alle verfroren waren.
Doch unsere Scheinquitte im Schatten ist ein echter Spätzünder,
was sich in diesem Jahr jedoch als großer Vorteil erweist.

Allerdings fällt die Zahl der Blüten wieder recht mager aus.

Als Überlebenskünsterlin im Schatten arbeitet sie
seit über 10 Jahren hart daran sich über die wuchs-
freudige Berberitze zu erheben, um dann endlich
genug Licht zur Knospenbildung zu erhaschen.

Ich bin schon gespannt, aus wie vielen der Blüten nun
in diesem Jahr Quitten entstehen. Aber die Quitten
für meinen Dekobedarf
werde ich wohl wieder aus
dem Garten meiner Mutter von ihrer sehr sonnig
stehenden roten Scheinquitte decken müssen ...

Fotos: SchneiderHein


die vorerst letzte Teichfüllung


Im Frühjahr mit Beginn des Austriebs haben auch Teichpflanzen
einen erhöhten Wasserbedarf. In den ersten Jahren befürchteten
wir im Frühjahr immer, dass die Teichfolie über den Winter un-
dicht geworden wäre. Aber trotz extrem wuchsfreudigem Schilf
haben wir seit August 2000, als wir den Teich angelegt haben,
wohl noch Glück gehabt. Allerdings war dieser Anblick im Mai
vor 2 Jahren ein richtiger Schock. Auf jeden Fall sinkt auch an
bedeckten Tagen der Wasserspiegel so sehr ab, dass wir im
Frühjahr meist alle 1 bis 2 Wochen - je nachdem wie oft und
wie viel es geregnet hat, den Teich mit der Grundwasserpumpe
auffüllen müssen. Das kommt auch der Bepflanzung vor dem
Hochwald
zugute. Denn gerade unter den immergrünen Gehölzen
am Waldrand herrscht eigentlich ständig akuter Wassermangel.
Wenn der Teich also überläuft, bewässert er
die Dünenrose am
Steg
und darunter die Bodendeckerrose Diamant, die Moschata-
Hybride
Omi Oswald & Penelope Hobhouse, die Bartblume,
die Wiesenrauten
sowie die Iris sibirica. Und wenn das Wasser
lange genug läuft, profitieren auch die Muschelzypresse, die
Kletterrose
Climbing Schneewittchen, die Clematis viticella
Alba Luxurians
und die Ramblerrose Polstjärnan weiter hinten
vor dem Wald von der Bewässerung.
Und natürlich lockt dieses
feucht-warme Klima dann auch die Zecken aus dem Hochwald
an den Teichrand ...

Nun freuen sich die Fische, dass sie zeitweilig
in die Flachwasserzone schwimmen können.

Das Wasser befindet sich dann auch endlich mal
zwischen den Trittplatten, so wie wir uns das bei
der Planung der Teichanlage gedacht hatten ...

Und die Wasseroberfläche liegt dicht unter der Beckeneinfassung.

So gefällt uns der Teich am Besten. Allerdings hätten wir dafür
die Begrenzung zum Wald - also die mit Folie überdeckten Rasen-
kantensteine höher setzen müssen. Falls wir irgendwann das
Schilf aus unserem Teich verbannen wollen, würden wir diese
Arbeit gleich mit in Angriff nehmen. Doch um diesen Füllstand
jetzt dauerhaft zu erhalten, müssten wir 1 bis 2x täglich für
etwa 30 Minuten das Wasser im Teich auffüllen. Das wäre ein
zu maßloser Umgang mit dem Grundwasser und dem Strom-
verbrauch - nicht nur aus Kostengründen ...

Als der Teich heute diesen Füllstand erreicht hatte, wurde es
Zeit die Pumpe auszustellen. Doch die war erstaunlicherweise
bereits aus! Und wie sich beim Anschalten der Pumpe heraus-
stellte, lief sie zwar noch, aber förderte kein Wasser mehr. Da
ich mit der Pumpe aber schon immer auf Kriegsfuß stand und
auch gutes Zureden sie bei mir nach der Winterpause nie zum
Wasserfördern überreden konnte, hoffe ich nun auf Wolfgang.
Im Schlimmsten Fall ist bereits jetzt schon der Grundwasser-
spiegel so weit abgesunken, dass sie kein Wasser mehr fördern
kann. Oder der Brunnen ist zugesetzt. Das würde bedeuten, dass
wir einen Teil der Fläche vor der Garage und der Wiese auf-
nehmen müssen, um an das Pumpenrohr zu gelangen. Vielleicht
ist jedoch auch nur das Schmutzauffangsieb vor der Pumpe
zugesetzt oder sie muss nur nochmals 'angegossen' werden.
Oder ist nach 12 Jahren jetzt eine neue Pumpe fällig? Denn
ohne diese zusätzliche Wasserquelle würde mir viel zu viel im
Garten eingehen. Denn das Regenwasser von den Dachflächen
reicht bei weitem nicht aus! Und Leitungswasser möchte
ich nun wirklich nicht für den Garten verbrauchen ...

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Sonntag, 28. April 2012:
Die Grundwasserpumpe läuft wieder ganz problemlos!
Der Herr der Technik musste sie nur kurz mit Wasser auffüllen.
Es hatte sich lediglich zu viel Luft im Steigrohr und somit auch
im Pumpenkörper gesammelt.