Freitag, 4. Mai 2012

welke Blätter



Inzwischen hat sich das Efeu im Apfelbaum etwas
von den Frostschäden erholt. Ich hatte die langen,
von den unteren Ästen herabhängenden Ranken
, an
denen überwiegend vertrocknete Blätter hingen
im zeitigen Frühjahr alle zurückgeschnitten.
Allerdings nur soweit die Arme reichten ...

Zuerst schien es, als ob all' die Efeuranken im Baum 
verfroren wären, aber jetzt kommen nach und nach
frische Blättchen zum Vorschein. Doch noch immer
vertrocknen Blätter
. Und der Garten wirkt in diesem
Bereich eher herbstlich denn frühlinghaft.

Noch schlimmer sieht es am Stamm aus. Aber den Anblick
ertragen wir zur Zeit gern. Denn es dauert Jahre, bis Efeu
zur Blüte kommt. Und
dieses Erlebnis vom letzten Herbst
würden wir uns kaputtschneiden, wenn wir die kahlen
Ranken am Stamm aus optischen Gründen entfernen ...

Außerdem sorgen zur Zeit Waldmeister & Steinsame
für eine bezaubernde Ablenkung!

Fotos: S.Schneider


Und wie wichtig Efeu-Flächen für die Vögel sind, dass ist in
dem Post 'Kinderstuben' auf dem Blog HaBseligkeiten zu sehen.

Unser Herr Zaunkönig musste sich nun schon zum zweiten Mal
einen anderen Garten suchen, um seinen Auserwählten Nester
anzubieten. Denn sowohl der Efeu-Apfelbaum als auch die mit
Efeu bewachsene Schuppenwand unserer südlichen Nachbarn
bieten im Moment keine geschützten Quartiere an. Hoffentlich
wird der nächste Winter milder, so dass sich bei uns das Efeu
mal wieder von seiner immergrünen Seite zeigen kann ...


Kommentare:

carola hat gesagt…

ja Silke,
efeu und ein garten und die tiere - und dann die "anderen" gärtner, für die das unkraut ist . . . das sind eben diese dinge die mir das leben im gartenforum so schwer machen. diese rücksichtslosigkeit, dieses nicht nachdenken können oder wollen.
ich finde, das was heute so als schöner garten angesehen wird, ist doch eher eine grüne armseligkeit. beinahe „alle“ ( mich eingeschlossen) haben die gleichen blühpflanzen, rasen muß gehätschelt werden . . .
bäume müssen niedrig sein, das laub sollte möglichst nicht abfallen, sträucher sollten automatisch bei 2m höhe aufhören zu wachsen, ausbreitung der pflanzen ist nur an bestimmten orten erwünscht und keinesfalls darf es mehr sein als die dafür vorgesehene lücke, und generell sollte sich nur liebreizendes getier im garten befinden . . . wo bleibt da die natur ?

übrigens, mein efeu hat auch wieder alles abgeworfen nach dem februar-frost. jetzt treibt er (langsam) viele kleine grüne frische blättchen und zweige nach. *freu*
seit 20 jahren habe ich den kleinen geklauten zweig, und seit 1995 rankt er da an dieser terrassen-schuppen-tür empor.

ach ja, garten und gärtnern das können auch zwei welten sein.

vollsonnige grüße sendet euch carola

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Unser Efeu sieht jetzt auch schon wieder besser aus :-) Diese Bilder sind ja nun auch schon 3 Wochen alt!

Aber, dass ich am Wochenende mal das Laub auf der Betonfläche weggefegt habe, sieht man jetzt schon wieder nicht mehr. Da kam aus der Baumkrone noch einiges nach. Und leider ist meine Vorsicht nicht mal eben in Sandalen zu fegen, das Laub ohne Handschuhe anzufassen und gleich wieder unter den Sträuchern zu verteilen auch berechtigt. Denn im Sammelkorb saß eine Zecke auf der Korbwand. Und ich möchte nicht wissen wie viele der nervigen Tierchen ich mit dem Laub in den Hochwald befördert habe ...
Früher war das so schön spontan mal hier oder da zu zuppeln, schneiden, gießen oder zu fegen. Das war noch Gartenarbeit bzw. Fitnessprogramm, das Spass gemacht hat. Heutzutage muss ich immer erst zum Haus zurück, rein in die Gummistiefel, möglichst Plastik-Handschuhe anziehen und einen Sammelkorb verwenden. Denn jeder Kontakt mit Stauden und Sträuchern kann schon wieder bedeuten, dass irgendwo eine Zecke auf der Kleidung krabbelt - vorzugsweise auf dem Rücken.

Soetwas kann ordentlichen Gärtnern nicht passieren - meinen sie zumindest! Allerdings die Nachbarin meiner Mutter hatte schon vor etwa 4 Jahren eine vollgesogene Zecke auf dem Rücken. Sie ist der Gruppe der radikalen Aufräumgärtner zuzuschreiben: Wo Gift gespritzt wird und allerlei von dem, was Du hier beschrieben hast praktiziert wird. Und da sind auch nur die Katzen daran Schuld, dass es weniger Vögel gibt ...

Doch den Zecken scheint das egal zu sein, die kommen mit jedem Garten zurecht. Hauptsache es gibt genug Menschen und Haus- bzw. Wildtiere im Garten, die sie als Transportmittel oder Wirte benutzen können. Nur wahrscheinlich wird das vermehrte Auftreten von Zecken jetzt die Aufräumgärtner in ihren Vorstellungen & Idealen noch weiter bestärken. Und einige andere Gartenliebhaber werden sich wohl zur Umkehr bewegen lassen - wieder weg von naturnahen Gartenansätzen.

Ich befürchte, jetzt, wo die Gegenbewegung in den letzten 30 Jahren hin zur Naturnähe und Nachhaltigkeitsgedanken gerade erst richtig in einigen Köpfen angekommen ist, wird es wegen der Plagegeister bald wieder eine radikale Abkehr davon geben. Dabei wäre es viel sinnvoller sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen, das eigene Gartenverhalten den veränderten Umständen anzupassen, nicht nur Nacktschnecken & anderen Pflanzenschädligen auf ökologisch vertretbare Weise den Kampf anzusagen, und den Garten in Teilbereichen zu verändern.

Aber das vergleiche ich gern mit dem vorausschauenden Autofahren: Es gibt immer noch reichlich Leute, die noch schnell Gas geben, obwohl sich schon weiter vorbne im Verkehr abzeichnet, dass sie gleich wieder abbremsen müssen. Da regelt auf Dauer höchstens der Spritpreis das Verhalten ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, der erholt sich wohl wieder, ebenso wie der Kirschlorbeer, der auch böse aussah bei uns.

Tja - und wenn ich da an diese Kiesgärten denke ... im Prinzip nichts dagegen, aber viele legen sie doch deshalb an, weil sie keine Arbeit mehr haben wollen. Insgeheim bin ich dann ein bißchen schadenfroh ob so viel Unerfahrenheit (obwohl man sein Gehirn mal einschalten könnte!) - besonders wenn ich dann die ersten Löwenzähne zwischen die unzähligen Steinchen hervorkommen sehe. Ohje, DIE Arbeit möchte ICH nicht haben! ;-) Und das böse Erwachen ...

Ich mag Efeu auch. Nur am Haus hätte ich ihn nicht so gern, obwohl derart berankte Häuser schon romantisch aussehen können ...

Liebe Grüße nochmal
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Im vorletzten Winter hatte es an der Nordseite einen Kirschlorbeer dahingerafft. Und im letzten Winter den noch größeren Kirschlorbeer daneben. Ich habe ihn zwar noch stehengelassen, doch der scheint keine Kraft meh zu haben. Aber in der Ecke ist mir vor etwa 2 Sommern sogar schon eine Felsenbirne eingegangen. Dort ist es wohl extrem trocken.
Und das ist auch das Problem mit dem Efeu-Apfelbaum: Er bekommt in Dauerfrost-Wintern einfach nicht genug Wasser am Fuß des Baumes.

Gerade am Haus ist Efeu als Wärmeschutzsystem sinnvoll. Aber Du und Krabbeltiere - da kann ich das schon verstehen!
Ich hätte eher Bedenken, dass es über und ins Dach klettert und vorhandene Risse in der Fassade erobert. Daher halte ich mich mit der Fassadenbegrünung noch zurück. Aber auf der Nordseite kommt von unseren Nachbarn an der Garage das Efeu an der Wand lang. Sieht ja viel schöner aus! Zumal es dort im letzten Herbst schon geblüht hatte :-)

Bei Kiesgärten kann ein Vlies im Untergrund wohl gute Dienste leisten. Nur spätestens im Herbst all' das Laub!? Ich bin ja der Meinung, dass deswegen Laubsauger entworfen wurden ;-)
Arbeit macht eigentlich jeder Garten. Es ist nur eine Frage, wie man Arbeit definiert. Mir macht es z.B.überhaupt nichts aus im Steinfeld am Teich die Blätter von den Steinen abzusammeln, versamte Knoblauchsrauken aus manchen Flächen zu zupfen oder Bäume & Sträucher schneiden und anschließend shreddern. Während Rasenmähen & Rasenpflege für mich richtige Gartenarbeit ist, vor der ich mich immer möglichst lange drücken würde. Daher haben wir auch keinen Rasen!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ist ja schade! Bei uns haben sie sich wieder erholt und treiben neu aus.
Ja, da bin ich schon "allergisch" gegen Gekreuche und Gefleuche, vor allem IM Haus! :-) Aber das mit den Rissen ist auch nicht abwegig. Wir müssen hier auf den Blauregen sehr aufpassen, daß der nicht unters Dach kriecht! Der hebt ganze Steinplatten hoch. ;-)

Na, ich weiß nicht! Wenn ich so sehe, wie selbst der Asphalt von "Unkräutern" zuweilen durchbrochen wird ... Nichts gegen Kies im Garten. Aber das ist ja jetzt wieder so ein Trend, der außerdem nach Arbeitsersparnis aussieht. Doch es gibt ja nichts, was nicht auch eine Kehrseite hätte ... Doch diese Erfahrung muß man auch erst einmal machen ...
Und über Arbeit im Garten drehte es sich ja schon mal ... ich hab' auch nichts dagegen, wenn ich die Zeit dafür habe. Dann ist es für mich Entspannung und Erholung. Ich mache das gern, möchte allerdings den Garten ab und an auch einmal nur von der Hängematte aus oder einem anderen Platz einfach nur geniessen können.

Nur wenn man anderweitig unter Zeitdruck ist und die ganze Gartenarbeit dann auch noch machen muß, aber eigentlich nicht die Zeit dafür bleibt, dann bedeutet das, wie so manches andere, was zusätzlich noch getan werden muß, für mich einfach nur Stress. Aber ich kann mir gut vorstellen, in einem Garten zu leben und nur darin herumzupusseln - neben meinen Walkings in der Natur natürlich. Doch vorläufig sieht es leider nicht danach aus. Und dann ist ein kleinerer Garten einfach auch vorteilhafter. Zumal ich ohnehin nicht mehr so schwere Gartenarbeiten machen darf und sich nicht immer jemand Bereitwilliges findet dafür.

Rasenmähen mit den lauten Maschinen mag ich auch nicht. Da wären mir Schafe lieber. Übrigens hatte meine Oma früher sogar ein Schaf! :-) Ansonsten tat es bei uns vor Jahren noch ein Handmäher. Obgleich wir nie perfekten Rasen hatten. Und eigentlich darf ich diese schwere Maschien auch gar nicht mehr führen. Ich mache jedes Mal wieder den Fehler und hinterher bin ich erstmal nicht zu gebrauchen. ;-) Aber irgendwann kann ich es halt auch nicht mehr sehen ... wenn alles zu unordentlich ausschaut. Wiese mag ich eigentlich auch lieber. Aber hier am Haus wirkt das nicht und andererseits will ich auch nicht immer durch hohe Wiese stapfen müssen. Mit den Inseln gefällt es mir daher sehr gut.
"Nagelschere"-Rasen ist eh nichts für mich. Sicher mag ein englischer Rasen, der tipp-topp gepflegt ist, in passendem Ambiente gut aussehen, ich selbst möchte aber keinen, das nicht nur wegen der damit verbundenen Arbeit. Das ist einfach nicht mein Ding. Ich hab' es natürlicher lieber.

Liebe Grüße
sara