Donnerstag, 3. Mai 2012

Weiß in der Dämmerung



Besonders reizvoll ist es zu dieser Zeit im schon recht
dunkelen Bereich an der Nordseite. Hier erscheinen
hinter der Waldmeisterfläche unter dem toten Apfel-
baum
erste Blüten des Spierstrauches. Er nutzt die
Korkenzieherhasel als Stütze für seine weichen über-
hängenden Zweige. Nur leider ist dieser Strauch, der
sehr trocken und auch zu schattig steht, nicht so

blühfreudig
wie seine besonnteren Verwandten ...

Im zeitigen Frühjahr hatte ich mir vorgenommen die
aufstrebenden braunen Ausläuferbögen der Steinsame
links hinter dem Aluteich
zu entfernen. Aber dann ent-
wickelte sich die Natur so schnell, dass sie plötzlich
überwachsen waren. Und nun streben die frischen Triebe
der Steinsamen schon wieder zum Wasser. Sie sind
wirklich sehr expansionsfreudige Pflänzchen. Alles, was
nicht die Höhe von ca. 20cm erreicht, wird von ihnen
überwuchert. Als zusätzliche Bepflanzung solcher Flächen
eignen sich wohl nur sehr früh blühende Zwiebelblumen,
die darunter ganz in Ruhe ihre Blätter einziehen können.
Aber vielleicht wäre es selbst ihnen dort zu dunkel ...

An der Stirnseite des Teiches blühen jetzt Salomonssiegel,
Akeleien
. Und ganz versteckt ist eine Helleborus foetidus
zu erkennen. Und jetzt dauert es auch nicht mehr lange, bis
die Rosen in dem Beet alle Blicke auf sich ziehen werden.

So sieht die südliche Grenze in der Abenddämmerung von
der Betonfläche betrachtet aus: Links oben die Scheinakazie,
darunter der Flieder mit Rankrose Belvedere & wildem Wein.
In etwa 2m Entfernung dahinter steht die Scheinkerrie und
im Hintergrund haben wir 1996 die Hemlocktanne gepflanzt.
In ihr klettert nun die Rosa helenae. Die beiden Fichten ganz
hinten stehen im Nachbargarten schräg gegenüber. Weiße
Blüten in der Mitte des Bildes liefert der kleine Apfelbaum aus
Nachbars Garten. Und auf der rechten Seite sind Rubus Tridel
Benenden, Liguster, grüner Hartriegel, ein blauer geköpfter
Wacholder, Felsenbirne und Clematis alpina zu entdecken ...

Foto: S.Schneider


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