Freitag, 4. Mai 2012

verschwundener Weg



Weiß-blauer Beinwell, ein gemulchter Weg
mit verwachsener Katze und Gedenkemein
überzogen mit reichlich Waldmeister.

Hier unter den Obstbäumen an der Nordseite wünschte sich
meine Mutter vor etwa 10 Jahren, als sie noch häufiger zu
uns nach Hannover zu Besuch kam, einen Weg, um an den
Stauden und Sträucher bequemer entlang gehen zu können.
Und noch
im Februar 2011 habe ich den Weg über den Hoch-
wald, entlang des Grünkompostes bis zur Mirabelle vor der
Ligusterhecke freigelegt
. Aber ich benutze ihn nur noch selten
und dann nur in Gummistiefeln zum Gießen und Schneiden.
Herr Hein geht dort nur ab und an zum Fotografieren lang.
Maus braucht keinen Weg. Allegra hält sich dort eh' nie auf.
Und meine Mutter kommt trotz neu gewonnener Freiheit nun 
doch seltener als als erwartet in unseren Garten. Außerdem
hätte ich Bedenken, dass sie sich aus diesem Bereich un-
bewusst ein winzig kleines 'Andenken' vom Gartenbesuch
mitnehmen könnte. Also wächst der Weg nun allmählich
wieder zu und der frühere Trampelpfad kehrt zurück.
Nur die Katzenfamilie braucht jetzt bald
einen anderen Aufenthaltsort
...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Liebe Silke
zuerst einmal herzlichen Dank für deine lieben Zeilen und Gedanken zu meinen letzten Posts. Es wäre wirklich einfach, wenn ich all den "Rasen" nehme könnte für neue Gartenbeete. Nur hat da eben mein lieber Mann auch noch ein Wörtchen zu sagen ;-) ! Und ein kleines Stückchen Grünfläche muss ich ihm, dem Nicht-Gartenmenschen, doch zugestehen ;-) ! Meine Phantasie ist echt gefordert auf dem Terrain rund ums Haus Platz für die Pflanzen zu finden. Aber irgendwie wird's schon werden.
Apropos Trampelpfade....ich liebe solche. Sie geben das kindliche Gefühl für die Möglichkeit Neues und Unbekanntes zu entdecken. Ich habe deinen Garten seit Anfangs meiner Blogzeit "bildlich erwandert" und doch ist immer wieder so vieles Neu. Vielleicht gerade deshalb weil nicht alles von und durch Wege einsichtbar ist. Die Natur nimmt sich auch schnell zurück wo Menschenhand nicht ordnend eingreift.
Oops, sehe gerade, dass es ja von dir noch soooo viele Posts zu lesen gibt. Also hüpfe ich mal weiter.
Einstweilen lieber Gruss
Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Na, dann hoffe ich, dass Dein Nicht-Gartenmensch trotzdem die Rasenpflege übernimmt, damit Du Dich in den verbleibenden Gartenbeeten vergnügen kannst!

Ja, die Trampelpfade. Ich hatte mich auch lange geweigert dort extra für meine Muter einen Weg anzulegen. Aber dann gab ich nach. Und für die Zeit der 'offenen Pforte' war das auch garnicht schlecht. Wer weiß, was die Besucherfüße sonst alles an kostbaren Pflänzchen unbewußt erwischt hätten!
Denn die Erfahrung musste ich ja auch in der Wiese und vor allem im Steinfeld am Teich machen: Für manche war das nur eine Schotterfläche mit Unkraut, über die man zum Hochbeckenrand gelangen konnte. Doch da standen schon damals Binsenlilien, Eisenhut, China-Sommer-Anemone usw.

Die Fläche unter den Obstbäumen wirkt jetzt jedenfalls wieder großzügiger. Und die Bodendecker durchmischen sich. Vorher ergab sich eine fast klare Grenze zwischen Beinwell und Gedenkemein. Sowohl Weg als auch die große Fläche haben ihren Reiz, aber zur Zeit ist ein Trampelpfad auf jeden Fall pflegeleichter. Denn ich habe noch reichlich Gartenbereiche, wo ich mal wieder etwas mehr Hand anlegen muss ...