Freitag, 4. Mai 2012

Unter dem Buchenhimmel



Wandlungsfähige Blutbuche. Im Frühjahr ist es wirklich fast
jeden Tag aufs Neue ein Erlebnis vom Haus aus Richtung Norden
zur
Blutbuche unseres Nachbarn zu schauen. Und ganz besonders
reizvoll finde ich das heutige Farbspiel im Hochwald: Unten sind
die Blätter grünlich-gelb und darüber leuchtet es rot-orange.

Allerdings war ich schon erstaunt, als ich in die Äste schaute
und feststellen musste, dass sich die Buche inzwischen schon
bis zu 6m auf unserem Grundstück breit macht. Vom Haus aus
sieht es noch nach weniger aus. Aber gerade dieser ausladende
Grenzgänger macht aus unserem Hochwald erst einen herrlichen
Mischwald! Und im Herbst profitieren wir dann hoffentlich
auch wieder von den Bucheckern ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Frauke hat gesagt…

hallo liebe Iris, danke für deine so aufmerksame Kommentierung.
Sie hat meinen Frust wieder in beginnende Lust verwandelt und mich doch nachdenklich gestimmt ---
abzuwarten hat auch etwas,ich bin immer leicht ungeduldig
und zu deiner Rotbuch bin ich zweispältig, wie weit ist sie von deinem haus entfertn?
wir haben ein sehr große Eich, die uns aber nur zeitweise am späten Nachmittag beschattet,
ich kenne alte Blutbuchen, die sind so riesig, dass dies Grundstücksgröße füllt und beschattet!
Frauke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Schön, dass Dich mein Kommentar etwas umstimmen konnte. Auch wenn ich seltener, bei Dir vorbeischaue, so lese ich dann gerne länger in Deinen Posts nach.

Als ich 2000 den Teich gebuddelt habe, sind mir zumindest noch keine Wurzeln der Blutbuche begegnet. Unser Teich beginnt ca. in 4 bis 5m vom Stamm entfernt. Das ist auch in etwa die Entfernung zur Teichmauer. Und bis zur nicht unterkellerten Kleiderkammer sind es vom Stamm aus mindestens 7m. Als wir den Teich anlegten, hatte unser Nachbar ein paar der unteren Äste entfernt. Irgendwann müssen wir da wohl mit vereinten Kräften nochmals ran. Aber zur Zeit bekommt der Bereich noch genug Südsonne. Nur leidet der Teil des Gartens unter Trockenheit. Doch die ist eher den Wachholdern an der Grenze zuzuschreiben, die wir mit dem Garten übernommen haben. Da sind wir in der Pflicht die zu kürzen, da wir unseren Nachbar damit die Sonne nehmen. Auch unsere Suerkirsche müssen wir wohl allmählich mal köpfen. Bisher haben wir nur ihre allzu üppigen Grenzgänger-Äste weggenommen. Aber der sonnige Sitzplatz unserer Nachbarn hinter dem kürzeren Haus wird immer schattiger. Doch zum Glück schätzen wir alle die grüne Grenze und können uns problemlos einigen, wenn etwas dann doch mal zu wild wird ...