Freitag, 4. Mai 2012

sehr altes Totholz


Als wir 1995 den Garten übernahmen, lebte dicht
am nördlichen Grenzzaun unter der Blutbuche
eine
Japanische Zierkirsche
. Mindestens 1x konnten wir
uns an ihrer Blüte erfreuen, doch dann starb sie
immer mehr ab. In diesem Bereich hatten wir in der
Anfangszeit nicht viel verändert - höchstens die grenz-
nahen Wachholder etwas gekürzt und das Dickicht
zwischen den Nadelbäumen ausgelichtet. Und da es
dort im Sommer immer sehr trocken war, wässerte
ich auch ab und an. Aber es half nichts. Die Kirsche
trieb zwar neu aus, aber ihre frischen Zweige ver-
trockneten wieder. Nach und nach brachen ihre Äste
ab, aber der Stamm war so markant, dass wir uns ent-
schieden ihn stehen zu lassen. Denn die Eichhörnchen
nutzen ihn gern
als bequemen Grenzübergang zum
nahegelegenen Buchenstamm
.

Inzwischen hat allerlei Getier hier gearbeitet.
Und trotz des langen Risses ist das Holz noch immer
erstaunlich standhaft. Im unteren Bereich steht nun
schon seit einiger Zeit
ein Akazienbündel zwischen
Zaun und Stamm
. Daran sollte Geißblatt klettern,
und Ilex-Sämlinge sollten zum Höhenwachstum
motiviert werden ...

Doch das Grenzgebiet ist und bleibt wohl schwierig.
Aber nun wohnt zumindest eine Katze am toten Stamm.

Fotos: S.Schneider


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