Mittwoch, 2. Mai 2012

Ein harter Kampf ...


... ist es für den linken Apfelbaum hinter dem Hochbeet
noch etwas Freiraum für seine Blüten zu erhaschen:


In diesem Jahr hatte ich mir eigentlich einen anderen Anblick
hinter dem Hochbeet erhofft. Aber Arbeit geht vor. Und daher
konnte mir Wolfgang auch in diesem Frühjahr nicht helfen
den Schlingknöterich
endlich mal wieder zu Boden zu zwingen.
Nun werden es die beiden Apfelbäume in diesem Sommer
noch schwerer unter ihm haben ...

Aber einen Vorteil hat es doch, dass der Knöterich noch nicht
wieder in seine Schranken gewiesen wurde: Es ist zur Zeit
fast der einzige geschützte Platz, an dem Vögel in unserem
Garten brüten können: Auf der Nordseite sind viele der Gehölze
vertrocknet. Der Efeu-Apfelbaum ist noch immer fast efeulos.
Und die Taxus-Säulen im Süden entlang der Grenze mussten
schmalgeschnitten werden. Der große aber sehr locker ge-
wachsene Taxus im ehemaligen Wald hat sein schützendes
Fichtendach verloren, der blaue Wachholder auf der Südseite
ist geköpft und die Hemlocktanne weiter hinten im Süden
musste als Grenzgänger bis zu einer Höhe von 4m auch wesent-
lich schmaler werden. Gerade diese immergrünen Gehölze,
die von reichlich Sträuchern umgeben waren, waren noch im
letzten Sommer beliebte Brutplätze. Da wäre es schade, wenn
wir den Tieren nun auch noch das schützende Blätterdach des
Schlingknöterichs über den Apfelbäumen genommen hätten!

Foto: S.Schneider


Kommentare:

carola hat gesagt…

ja, was so eine Fällaktion und andere rodungsmassnahmen doch alles nach sich ziehen . . . und das schon in so einem kleinen bereich.
wie relevant wird sowas erst im großen stil ?? (Brasilien) - da mag ich gar nicht drüber nachdenken; muß ich ja auch nicht: das wetter zeigt uns ständig wie relevant sowas ist.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Gut, unter dem Aspekt sind solche Überlegungen wie die in unserem Garten wirklich null & nichtig. Aber wie war das mit dem Apfelbäumchen, was man vielleicht trotzdem noch vor dem Weltuntergang pflanzen sollte ...

Aber es ist wirklich kein Wunder, dass sich alle Tiere hier wohlfühlen. Denn bis auf den Garten zur Nordseite sind die angrenzenden Gärten alle sehr übersichtlich bis leer. Da gibt es kaum noch geschützte Plätze. Dafür aber vielleicht besonnte Nistkästen ;-)
Und wenn ich mir anschaue, wie mir hier in den Kommentaren vorgeschlagen wurde doch auch endlich unseren Garten auszulichten, damit wir mehr Platz für empfindlichere Pflanzen haben bzw. auch im großen Stil einen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen, damit sich angeblich dann auch die Zecken verziehen ...

carola hat gesagt…

ja, das mit dem "fast leer" kenne ich von den insgesamt 38 vorgärten, Terrassen in unserer wohnanlage auch zur genüge. ( bei uns sind allerdings von 34 "unbewirtschafteten" auch noch 20 ziemlich vermüllt.
anststt sie sich über das bisschen innerstädtischem grün hier feuen und es hegen und pflegen, wird abgesäbelt und gift gestreut wo und wie nur geht.
der hammer ist ein vorgarten in dem anstelle von "echtem rasen" künstlicher rasen liegt . . .
manchmal komme ich mir hier auch sehr exzentrisch vor mit meiner dauerhaften begrünung der terrasse und des balkons . . .
**********
was anderes: ich habe jetzt eine bahncard, und kann dann "einfach mal so" hin-und herfahren ;-) vlt klappts ja dann mal eher und spontan mit uns ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Bei den Gartenbeispielen, die Du nennst, könntest Du wohl gut einiges Bildmaterial zu den 'asozialen Gärten' auf dem Permakultur-Blog beitragen: http://permakultur-blog.de/beobachtungen/asoziale-garten-8

Ich hatte auch schon an Dich gedacht, da wir letzten Mittwoch im mit DekoGerümpel-Kisten vollgestellten Treppenhaus Urlaubs-Besuch von Amrum hatten. Und das hatte einen kuriosen Strandhütten-Flair :-) Auch Allegra kam erstaunlich gut damit zurecht. Nun ist sie allerdings immer noch etwas 'verstellt' - die zeitversetzten Nachwirkungen ...
Die nächsten beiden Wochen bin ich schon gut verplant. Doch ab Mitte Juni müsste es möglich sein. Könnte allerdings passieren, dass es hier dann immer noch ostert, da ich zur Zeit fast nur zu den Gartenfotos komme. Außerdem hatte die Osterzeit bei mir ja mal wieder später angefangen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

sieht ja wirklich ziemlich dicht aus! Erntet Ihr da eigentlich noch Äpfel?
Bei uns brütet auch kaum etwas, seit die Hecke im Vorgarten mal heruntergeschnitten wurde. Das dauert dann wieder Jahre. Aber hinterm Haus habe ich die Kerrien auch heruntergeputzt. Denn der Ausblick ist uns dann doch wichtiger, als auf die davor stehenden Büsche zu gucken, nur damit die Vögel in ihnen brüten können. Denn das können sie zumindest bei uns auch in der Nachbarschaft tun und kommen im Winter dennoch hierher.

Aber hoch in den Baumkronen brüten wohl Tauben, Raben und Elstern ;-)

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Nein, dieser Apfel ist meist verschorft. Und der daneben - ev. ein Cox Orange war im letzten Jahr schlecht zu erreichen - darunter befindet sich Zeckenland ... Ab und an pflücke ich mal einen, den ich vom Weg aus erreichen kann und der Rest bleibt für die Tiere. Denn mein lieber Herr Hein kauft leider lieber Äpfel im Supermarkt als mal zur Erntezeit im Garten von der Hand in den Mund zu leben ...

Vom Efeu-Apfelbaum hatte ich im letzten Jahr einiges für meine Mutter gepflückt. Aber da habe ich immer das Problem, dass ich mir mit dem Apfelpflücker ausgerechnet die Äpfel aussuche, die entweder schon von oben von den Vögeln angepickt sind oder es sind welche, die zwar groß sind, aber noch so fest am Ast sitzen, dass mir 5 andere dabei runterfallen. Die hohe Kunst der Apfelernte beherrsche ich wirklich nicht. Doch sobleibt mehr für die Tiere! Allerdings die Äpfel, die ich erwische, reichen für meine Mutter bis zum Februar. Und deswegen mag ich auch nicht mit der unhandlichen Aluleiter zusätzliche Äpfel ernten - zumal wir auch nicht mehr den entsprechenden Lagerraum im Keller dafür haben (den dafür günstigsten Raum hat unsere Haus-Mitbewohnerin - die restlichen Räume sind zu warm oder zu kalt zur Lagerung von Obst & Gemüse.

Tauben haben wir auch mehr als genug. Die Raben & Elstern brüten wohl auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Da gibt es auch noch ein Grundstück mit altem sehr hohem Baumbestand. Aber in unserem Bereich sind es nur der nördliche Nachbargarten & unserer, die noch geschützte Brutplätze bieten. Und bei uns ist es immer schwieriger für die Vögel, da durch unsere Maus manche Ecken als Brutplatz ja auch sehr ungünstig wären. Daher ist es wirklich sinnvoll immer nur Teilbereiche in unserem Garten auszulichten.
Und auf den freien Blick auf die 2 Hausgiebel im Osten bin ich auch nicht so scharf. Aber es wird mal Zeit, da uns sonst irgendwann die Apfelbäume eingehen. Und einiges auf & neben dem Hochbeet leidet inzwischen auch schon unter dem wuchsfreudigen Knöterich bzw. deswegen unter Licht- & Wassermangel ...