Donnerstag, 3. Mai 2012

Bärlauchblüte




Vor vielen Jahren hatte meine Mutter von einer Nachbarin
Bärlauch-Pflänzchen geschenkt bekommen. Dort hatten sie sich
gut entwickelt. Und als wir 1996 mit unserem Garten begannen,
zogen auch bei uns sogleich ein paar Ableger von dem Bärlauch
mit ein. Zuerst kamen einige Pflänzchen unter die Obstbäume.

Und später kamen neue Bärlauch-Ableger und reichlich Saat aus
dem Garten meiner Mutter in das Beet der 'vergessenen Gemüse':
Denn nachdem unsere Haus-Mitbewohnerin feststellte, dass der
von uns für sie angepflanzte grüne Spargel auch gedüngt und ge-
wässert werden muss. Und man ihn erst nach 3 Jahren Wartezeit
endlich ernten kann, da hatte sie schnell die Lust am extra für
sie eingerichteten Gemüsebeet ganz im Osten unseres Grund-
stücks hinter der Ligusterhecke verloren. Also ließen wir den
Spargel dann einfach wachsen und ernteten noch die ein oder
andere Stange für Rohkost-Salate. Inzwischen ist der Spargel
jedoch komplett aus unserem Garten verschwunden. Später
war Wolfgang ganz begeistert von einer Box mit Sämereien
zum Thema 'vergessene Gemüse' - natürlich von
Manufactum!
Die bekam er dann auch umgehend von meiner Mutter zum
Geburtstag geschenkt. Die Aussaat musste ich dann allerdings
schon ich übernehmen. Und vom 'guten Heinrich' war trotz
Freihalten der Saatfläche und Bewässerung kaum etwas zu
sehen. Bald darauf wurden die Saatpackungen dann lieber an
eine talentiertere Gärtnerin mit Gewächshaus verschenkt.
Aber dahinter - unter der Mirabelle, legten wir uns ein Beet
für Bärlauch, Zwiebeln und Knoblauch-Varianten - nochmals
eine besondere Mischung von Manufactum - an. Zuerst hatte
sich das Beet auch gut entwickelt. Aber im Laufe der Jahre
wurde es dort unter dem Obstbaum oftmals zu trocken. Und
nach und nach unterblieb dann auch das Wässern in der
hinstersten Ecke des Gartens. Ich glaube den Knoblauch
haben wir nie geerntet. Und der Bärlauch reichte kaum
für ein üppiges Pesto ...


 Aber am Wiesenrand in der Nähe der Betonfläche vorm
Treppenhaus kommen nun endlich auch ein paar Blüten!
Und dort werde ich jetzt immer die Saat verteilen, die
meine Mutter in ihrem Garten nicht mehr gebrauchen kann.

Auch neben der Teichmauer unter der White Flight
wohnen seit einigen Jahren diese Zwiebelblumen.
Der Platz scheint ihnen zu gefallen.
Allerdings hat sich
auch hier schon der Waldmeister eingeschlichen ...

An der Nordgrenze hingegen - gleich links neben Ribes,
Baumpäonie und Magnolie
- unter den hohen Wachholdern
ist es dem Bärlauch leider viel zu trocken. Dort kümmert
auch
der Aronstab, den ich im Frühjahr aus dem Topf hier-
her pflanzte. In diesem Bereich gedeihen
wohl nur sehr
frühe Frühlingszwiebeln
wie die hellblauen Scilla, Schnee-
glöckchen und Märzenbecher.

Und hier, links vom Efeu-Apfelbaum, geht der Bärlauch
im Blütenmeer des Waldmeisters einfach nur unter.

Da ist er unter der Mirabelle in Kombination mit dem
Salomonssiegel schon besser aufgehoben. Allerdings
blüht der Salomonssiegel am Wiesenrand jetzt schon
und der Bärlauch fängt dort erst allmählich an ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Dass Bärlauch trockene Lagen nicht mag, wusste ich nicht. Er wächst bei uns in einer schattigenMulde auf der Grenze zum Nachbarn und wird von uns beiden fleissig geerntet. Er hat noch nie Wasser oder sonstige Pflege erhalten, im Gegenteil, er wächst ungestört und fleissig. Er war einfach plötzlich da...dafür haben wir leider keinen Waldmeister (den müssen wir im Wald für die Bowle holen!).

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Den Waldmeister würde ich wirklich im Wald lassen! Zumal er bei uns schon weit vor der Zeit der Maibowle blüht ...

Der Bärlauch gedeiht bei meiner Mutter auch vollsonnig, allerdings bekommt er dort auch Regen. Und das ist bei uns unter den Obstbäumen wohl das Problem: Das Blätterdach ist zu dicht, lässt kaum Licht durch und mir sind im letzten Sommer sogar die Farne unter den Bäumen vertrocknet.