Sonntag, 22. April 2012

Waldmeister im Baumschatten




In den letzten Tagen sind die Flächen unter den Obstbäumen
sehr schnell grün geworden. Und nun fängt der Waldmeister
auch im Schattenbereich schon an zu blühen.


Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Hier blüht er schon längst. Ich komme mit dem Posten leider auch nicht mehr nach.
Aber er verbreitet sich wirklich schön! Ich werde von ihm etwas mitnehmen, da ich Bodendecker gern mag - da hat man nicht zu viel zum Jäten.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das Bild ist ja auch schon über 1 Woche alt und noch dazu im Schatten! Es war erstaunlich, als ich morgens in den Garten ging, stand ich plötzlich vor einem weißen Blütenmeer :-)
Nur komischwerweise duftete es gar nicht so sehr nach Waldmeister, wie ich es sonst gewöhnt war, obwohl die Sonne schien. Oder braucht Waldmeister statt Sonne hohe Luftfeuchtigkeit, um Duft zu entwickeln? Denn bei feuchter Witterung fällt mir der Waldmeisterduft viel mehr auf - auch schon wenn er gerade aus der Erde kommt.
Mag aber auch sein, dass mein Geruchssinn teilweise Aussetzer hat. Zeitweilig kann ich auch weniger schmecken :-(

Wie Du siehst, ist er bei uns ein echtes Unkraut. Das hängt aber wohl auch stark vom Boden ab. Da jedoch bei uns alle Flächen gemulcht werden, fühlt er sich natürlich sehr wohl. Nur extrem trockene Bereiche meidet er. Inzwischen ist er überall und wir werden damit Leben, dasser viele Pflanzen überrolllt. Ich wäre an Deiner Stelle sehr vorsichtig bei der Standortwahl und würde ihn gut im Auge behalten ...
Außerdem sollte er im zeitigen Frühjahr abgeschnitten werden, wenn man ihn nicht mit einer Mulchschicht überdeckt.

Barbara hat gesagt…

Liebe Silke
Waldmeister haben wir leider keinen im Garten, doch dafür jede Menge Bärlauch der unter den Nadelgehölzen und Büschen wächst. Hast du schon mal Waldmeisterbowle gemacht? Hier ein beliebter Trunk im Mai!
Danke für deinen netten Kommentar. Du hast Recht, es fällt schwer, zumal der Entscheid nicht ganz freiwillig war (gesundheitliche Gründe). Die Vernunft siegte, obwohl das Aufgeben ein paar Jahre zu früh kommt, dafür war aber die Gelegenheit/der Zeitpunkt der weiteren Nutzung durch die Tochter ideal. Also denke ich nicht zuviel nach und versuche das Beste aus der neuen Situation zu machen.
Liebe Grüsse, Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Waldmeisterbowle gab es bei uns früher am 1. Mai zur offenen Pforte. Obwohl wir zu dem Zeitpunkt schon immer Mühe hatten noch Pflänzchen ohne Blüten zu finden ...
Ich glaube, dass Du keinen Waldmeister im Garten hast, ist nicht schade. Denn dann hättest Du ständig sehr viel Arbeit mit ihm oder irgendwann fast nur noch Waldmeister, wenn er sich bei Dir im Garten wohlfühlt! Ich hatte ihm erst das Erdbeerfeld zugestanden. Dann die nördliche Seite des Gartens. Ok, im ehemaligen Gemüsebeet, das eh' nicht wie geplant nutzbar war, durfte er sich dann auch austoben, als es dem Bärlauch dort zu trocken war. Dann tauchte er im Waldstückchen auf der Südseite auf, denn die kleinen Saatkugeln sind Kletten sehr ähnlich und werden durch Katzen & Mäuse im Fell verbreitet. Und nun hat er den Betonplattenweg überschritten und sich bis zum Aluteich vorgearbeitet.
Gegen eine solche Invasion kommen Buschwindröschen, Bärlauch & Walderdbeeren nicht an. Doch die Steinsame scheint ein guter Gegner zu sein! Nur hat der Waldmeister den Vorteil, dass er fast immergrün ist. Also kann ich Dir nur empfehlen ihn gut isoliert im Topf zu halten ...

Wie Du weißt, habe ich ja nun auch immer mehr unter mangelnder Gartenfitness zu leiden. Wie viel mehr konnte ich noch vor 10/15 Jahren schleppen, schieben, buddeln oder tragen! Nun passen Plan & Wirklichkeit immer weniger zusammen. Und schon jetzt denke ich immer häufiger über einen 'altengerechten' und pflegeleichteren Garten nach. Denn Wolfgang kann mir kaum eine Hilfe sein und einen 'Hilfsgärtner' zu finden, der mit mir den Garten so korrigiert, dass die Gartenarbeit danach kaum sichtbar ist, der wird nur schwer zu finden sein.
Aber wenn der Garten nur noch unter Schmerzen zu erhalten ist. Oder zeitweilig gar nichts geht und man zuschauen muss, wie alles nur leidet oder von dominateren Pflanzen überwuchert wird und irgendwann kläglich eingeht, so ein Garten macht auch keinen Spass.

Daher ist für Dich vielleicht gut gerade jetzt diesen Schritt zu gehen, um mit Deinem Erfahrungsschatz und noch ausreichend körperlicher Energie diese Umgestaltung/einen Neubeginn anzugehen.

Bei meiner Mutter im Garten haben wir schon lange den Plan auf Rasen zu verzichten und dafür gut begehbare breite Wege und Sitzflächen anzulegen. Denn ihr fällt mit Arthrose in den Händen das Rasenmähen immer schwerer. Aber andere damit zu beauftragen, heißt die Beete zu verändern. Denn welche Gartenhilfe würde die Stauden, die auf dem Rasen liegen vorher vorsichtig aufstellen, um sie vorm Abmähen zu schützen? Und einen handgemähten Rasen, so wie ich ihn ihr mähen würde, der gefällt ihr nicht ...
Aber zur Zeit haben wir bei ihr im Haus noch einige Vorhaben. Da kommt die Gartenumgestaltung wohl erst in 2 oder 3 Jahren dran, wenn es gesundheitlich noch geht. Denn die Bäume und Sträucher bei ihr in Form zu halten erfordert auch jedes Jahr schon einiges an körperlicher Fitness von mir. Und meinen Garten gibt es schließlich auch noch, der immer pflegebedürftiger wird!