Montag, 30. April 2012

Ententeich



Mit einem großen Platsch erschienen sie gegen Mittag auf dem Teich.

Tauchten mit den Schnäbeln ins Wasser ...

und schwammen ganz selbstverständlich im Teich umher. 

Im ersten Moment war ich mir nicht sicher, ob ich das Stock-
entenpaar
nicht lieber vertreiben sollte. Doch sie ließen sich
von uns überhaupt nicht stören. Maus, Allegra und ich saßen
vor dem Haus. Die grauen Damen grasten im Steinfeld am
Teich, gingen irgendwann über den Steg, und ich konnte die
Badenden problemlos vom Teichrand aus fotografieren. Ganz
leise war die ganze Zeit eine quakende Unterhaltung zu hören
und es schien, als ob das Paar sich gern am Teich einquartieren
wollte. Denn selbst der schon sehr dicht bewachsene Bereich
mit Schilf und Igelkolben wurde genauestens inspiziert.

 Irgendwann hatten sie wohl genug von den feuchten Füßen.
Denn plötzlich standen sie nebeneinander auf dem Steg.

Aber das war einer Maus dann doch zu viel. Im Teich waren
die Enten für sie uninteressant, allerdings der Steg gehört nun
mal der Maus!
Und selbst Allegra hat dort nur eingeschränktes
Wegerecht.
Also schlich sich die kleine graue Katze ganz vor-
sichtig an die großen Vögel heran, wurde aber trotzdem viel
zu schnell bemerkt. Mit einem Platsch saßen die Enten wieder
im Teich. Einige Zeit blieb die Maus dann aus Prinzip auf ihrem
Steg sitzen, verzog sich aber bald darauf nach hinten auf die
Betonfläche. Die beiden Enten schwammen nahezu unbeein-
druckt weiter und blieben dort fast 4 Stunden.

Was sie dann plötzlich dazu bewegte mit aufgeregtem Quaken
in die Lüfte zu steigen, das habe ich nicht bemerkt. Allegra
schlief derweil im Haus und Maus & ich waren hinten im Garten.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Donnerstag, 10. Mai 2012:
Noch 3x bemerkte ich das Entenpaar seitdem auf dem Teich.
Doch es waren nur noch Kurzbesuche. Und inzwischen wird es
auch für sie problematisch auf dem Wasser frei zu schwimmen,

denn immer mehr Krebsscheren steigen bei wärmerem Wetter
jetzt an die Wasseroberfläche
.


Kommentare:

Seifenfrau hat gesagt…

Entenbesuch ist doch nett!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Na, das ist doch mal schön! :-)
Vielleicht quartieren sie sich doch noch bei Euch ein, dann habt Ihr bald einen kleinen Zoo *lach*
Bei uns auf dem Dorfteich schwimmen ja auch Enten.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Gine
Das war auch so ein Tag, wo ich wieder feststellte, dass es kaum gute Gründe gibt Haus & Garten zu verlassen ;-) Was mich besonders faszinierte war das ganz leise Quaken, mit dem sich das Paar fast die ganze Zeit unterhielt. Soetwas habe ich an öffentlichen Ententeichen noch nie wahrgenommen.
Blöd ist nur, wenn Schnecken, Molchs-& Froschlaich und kleine Fische zu Futter werden. Daher bin ich jetzt nicht böse, dass sie kaum noch Platz zum Schwimmen finden. Denn von der Wasserlinse haben sie kaum etwas gefuttert.
Aber das war wirklich ein Natuererlebnis der besonderen Art :-)

@ Sara
Stimmt Euren kleinen Dorfteich habe ich im letzten Sommer zufällig gesehen. Da ganz in der Nähe 'An der Wasche' ist das Elternhaus meiner Großmutter. Aber unser 'Ententeich' ist um einiges kleiner. Und ich möchte nicht wissen, was unsere Maus mit den Entenkindern anstellen würde. Außerdem wäre es schade um unseren einzigen winzig kleinen Shubunkin-Nachwuchs, wenn der Entenfutter würde! Den habe ich allerdings unter den Wasserlinsen schon lange nicht mehr gesehen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Schade, dann hätten wir uns ja da fast begegnen können ...
Goldfische hat es inzwischen dort auch.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das kam sehr spontan, dass wir dort mal hinfuhren. Und ich war erstaunt, wie umständlich der Weg dorthin inzwischen ist. Früher über die Felder am Funkturm vorbei kam mir das irgendwie schneller & der Weg netter vor. Wobei früher wohl Anfang der 80er war ;-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wo wart Ihr denn da langgefahren? Sicher Autobahn? Ich fahre ja nie Autobahn, mag die Landstraße lieber. Aber den früheren Weg kenne ich natürlich auch noch bis zum Fernmeldeturm. Der ist schon lange für Autos gesperrt. Würde auch nicht mehr ausreichen, bei dem Verkehrsaufkommen. Außerdem ist das jetzt ein wunderschöner Spazierweg.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
In der Erinnerung führte der Weg quer über alle Schnellwege. Meine Mutter, die schon über 5 Jahre nicht mehr Auto gefahren war spielte mein Navi - war sich aber auch nicht ganz sicher, wo der Weg nun am Besten langführte ;-) Irgendwie ging die Fahrt über die Dörfer zurück. Aber ich hatte alles viel pusseliger in Erinnerung. Doch ich konnte mich ja auch noch besser an den Schweinestall gegenüber am Friedhof erinnern als an neuere Baugebiete. Und auch die Anbindung ans Wäldchen ist ziemlich zugebaut.

Meine Großmutter hatte da wohl theoretisch sogar noch eine aktuellere Erinnerung an ihr Dorf. Denn meine Mutter war mit ihr etwa vor 10 oder 12 Jahren nochmals hingefahren. Aber da hatte sie sich wahrscheinlich kaum mehr orientieren können und hat lieber auf Kindheit umgeschaltet: In der Schuhmacherei bei ihrem Vater und auf Wiesen und Felder rund ums Dorf ...
Eventuell wäre meine Mutter auch mal allein mit dem Bus dorthin gefahren. Aber bei der Anbindung ist das ja eine Weltreise!