Donnerstag, 26. April 2012

die vorerst letzte Teichfüllung


Im Frühjahr mit Beginn des Austriebs haben auch Teichpflanzen
einen erhöhten Wasserbedarf. In den ersten Jahren befürchteten
wir im Frühjahr immer, dass die Teichfolie über den Winter un-
dicht geworden wäre. Aber trotz extrem wuchsfreudigem Schilf
haben wir seit August 2000, als wir den Teich angelegt haben,
wohl noch Glück gehabt. Allerdings war dieser Anblick im Mai
vor 2 Jahren ein richtiger Schock. Auf jeden Fall sinkt auch an
bedeckten Tagen der Wasserspiegel so sehr ab, dass wir im
Frühjahr meist alle 1 bis 2 Wochen - je nachdem wie oft und
wie viel es geregnet hat, den Teich mit der Grundwasserpumpe
auffüllen müssen. Das kommt auch der Bepflanzung vor dem
Hochwald
zugute. Denn gerade unter den immergrünen Gehölzen
am Waldrand herrscht eigentlich ständig akuter Wassermangel.
Wenn der Teich also überläuft, bewässert er
die Dünenrose am
Steg
und darunter die Bodendeckerrose Diamant, die Moschata-
Hybride
Omi Oswald & Penelope Hobhouse, die Bartblume,
die Wiesenrauten
sowie die Iris sibirica. Und wenn das Wasser
lange genug läuft, profitieren auch die Muschelzypresse, die
Kletterrose
Climbing Schneewittchen, die Clematis viticella
Alba Luxurians
und die Ramblerrose Polstjärnan weiter hinten
vor dem Wald von der Bewässerung.
Und natürlich lockt dieses
feucht-warme Klima dann auch die Zecken aus dem Hochwald
an den Teichrand ...

Nun freuen sich die Fische, dass sie zeitweilig
in die Flachwasserzone schwimmen können.

Das Wasser befindet sich dann auch endlich mal
zwischen den Trittplatten, so wie wir uns das bei
der Planung der Teichanlage gedacht hatten ...

Und die Wasseroberfläche liegt dicht unter der Beckeneinfassung.

So gefällt uns der Teich am Besten. Allerdings hätten wir dafür
die Begrenzung zum Wald - also die mit Folie überdeckten Rasen-
kantensteine höher setzen müssen. Falls wir irgendwann das
Schilf aus unserem Teich verbannen wollen, würden wir diese
Arbeit gleich mit in Angriff nehmen. Doch um diesen Füllstand
jetzt dauerhaft zu erhalten, müssten wir 1 bis 2x täglich für
etwa 30 Minuten das Wasser im Teich auffüllen. Das wäre ein
zu maßloser Umgang mit dem Grundwasser und dem Strom-
verbrauch - nicht nur aus Kostengründen ...

Als der Teich heute diesen Füllstand erreicht hatte, wurde es
Zeit die Pumpe auszustellen. Doch die war erstaunlicherweise
bereits aus! Und wie sich beim Anschalten der Pumpe heraus-
stellte, lief sie zwar noch, aber förderte kein Wasser mehr. Da
ich mit der Pumpe aber schon immer auf Kriegsfuß stand und
auch gutes Zureden sie bei mir nach der Winterpause nie zum
Wasserfördern überreden konnte, hoffe ich nun auf Wolfgang.
Im Schlimmsten Fall ist bereits jetzt schon der Grundwasser-
spiegel so weit abgesunken, dass sie kein Wasser mehr fördern
kann. Oder der Brunnen ist zugesetzt. Das würde bedeuten, dass
wir einen Teil der Fläche vor der Garage und der Wiese auf-
nehmen müssen, um an das Pumpenrohr zu gelangen. Vielleicht
ist jedoch auch nur das Schmutzauffangsieb vor der Pumpe
zugesetzt oder sie muss nur nochmals 'angegossen' werden.
Oder ist nach 12 Jahren jetzt eine neue Pumpe fällig? Denn
ohne diese zusätzliche Wasserquelle würde mir viel zu viel im
Garten eingehen. Denn das Regenwasser von den Dachflächen
reicht bei weitem nicht aus! Und Leitungswasser möchte
ich nun wirklich nicht für den Garten verbrauchen ...

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Sonntag, 28. April 2012:
Die Grundwasserpumpe läuft wieder ganz problemlos!
Der Herr der Technik musste sie nur kurz mit Wasser auffüllen.
Es hatte sich lediglich zu viel Luft im Steigrohr und somit auch
im Pumpenkörper gesammelt.


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