Sonntag, 2. Oktober 2011

Ein sonniger Morgen auf dem Balkon



Es ist ein ganz besonderes Licht, wenn die Sonne
am Vormittag an den Fichten gerade vorbeistreicht,
und der Wald wieder im Dunkeln liegt.

Ich hatte mich in den letzten Wochen - wenn ich vom Steg
zum Gründach schaute
- schon immer gewundert, warum
das trockene Weidenröschen noch immer im Kübel steht.
Nun weiß ich es: Von hier aus betrachtet sieht es im Sonnen-
licht recht reizvoll aus. Nur werde ich dafür im nächsten Jahr
unzählige Sämlinge des
Weidenröschens am Teich und auf
dem Gründach entfernen müssen ...


Inzwischen ist von der Urbepflanzung auf dem Gründach
über dem Treppenhaus nicht mehr viel geblieben. Das gelbe
Blümchen -
wahrscheinlich ein niedriges Fingerkraut, ist auf
den Süd-Hof geflüchtet
. Im Schatten der Korkenzieherweide
fühlen sich Moose sehr wohl. Wahscheinlich sind ein paar
pinkfarbene Storchschnäbel aus dem Balkonkasten aufs Dach
ausgewandert. Und
der ausgesamte Schnittlauch hat es jetzt
bis in die letzte Ecke des Daches geschafft.
Ab und an taucht
auch mal etwas Feinstrahl in der Fläche auf
. Und ein paar der
überhängenden Walderdbeer-Ausläufer aus dem Topf, die
schon zwischen den Holzrosten wurzeln wollten, habe ich
heute spontan auf dem Dach ausgesetzt ...

Fotos: S.Schneider


Und während ich so umherschaute, hatte Allegra eine ganz
besondere Begegung auf dem nahegelegen Dachfirst
.



Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Diese besonderen Augenblicke und Ansichten mag ich auch sehr. Im Frühjahr und Herbst wirkt all das ganz besonders schön in diesem weichen schräg einfallenden Licht.

Weidenröschen habe ich inzwischen auch mehr als genug, sie versamen sich enorm.

Danke auch für Deinen Kommentar und das Kompliment!
Ist aber nicht so schlimm - ich denke, die, die es wirklich interessiert, werden dem näher folgen und ansonsten werde ich das Ganze im nächsten Jahr wiederholen. Oder evt. mal einen Fest-Link setzen. Eigentlich schade, wenn naturwuchs noch keine Website haben.

In Riddagshausen sind wir mindestens 1 x im Jahr. In diesem Jahr wars das 2. Mal ;-) Du weißt ja, mir wärs nur zu Hause einfach auch zu "langweilig" (obwohl mein Mann immer sagt, ich hätte genug zu tun *lach* - aber zu tun zu haben und Langeweile sind eben zwei Paar Schuhe)

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Doch, naturwuchs hat eine Seite und sogar einen gut gemachten Online-Shop. Nur die Sache mit der Eiben-Grünschnitt-Samlung konnte ich dort noch nicht entdecken. Dafür wird das Material, was ich per Post jedes Jahr bekomme ausführlicher. Aber vielleicht liegt es sogar an der Zielgruppe. Eibenhecken haben vielleicht auch nur noch Leute eines bestimmten Alters, die noch reale Post bevorzugen. Klar gibt es Ausnahmen, aber mich hat es auch verwundert, wie lange es gedauert hat, bis Hannover die Daten der Offene Pforte ins Internet gestellt hatte. Da setzt man auch noch überwiegend auf Papier.
Außerdem macht sich wohl immer mehr die Meinung breit, dass Nadelgehölz nichts im Garten zu suchen haben - siehe den Kommentar im Post darüber ...

Komisch, mir kann es hier kaum zu langweilig werden. Wie heißt es so schön 'Man geht nie zweimal in denselben Garten'. Und da ich im letzten Herbst ja nun oftmals wegen Herrn Katze bei meiner Mutter war, und sich hier nun bald einiges ändern muss, nutze ich es aus - solange der Garten noch viel von dem Charme hat, warum wir hier überhaupt wohnen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, die Seite habe ich inzwischen auch gesehen. Werde ich auch mal verlinken. Ich finde auch, daß es dafür eine Extra-Seite - zumindest deutliche Hinweise mit auf einer Seite - geben sollte.

DAs mit der Internetnutzung der Senioren ist ganz unterschiedlich. Es gibt so einige Verweigerer, andere sind DIE Freaks.

Apropos Nadelgehölze - das fand ich damals so interssant, als ich nach Berlin durch die ehemalige DDR fuhr - wie die Gärten dort sich optisch von den unsrigen unterschieden. Hier gabs ja fast nur Nadelbäume, während man da viel Obst und Gemüse hatte. Nadelgehölze habe ich da kaum entdeckt.

Naja, von der Warte aus gesehen, ist es sicherlich immer anders im Garten. Aber mir wäre das dennoch zu wenig. Nur im Garten und Haus, das könnte ich nicht. Aber das ist ja bei jedem anders und Du hast ja letztendlich auch Dein Fahren zu Deiner Mutter recht oft. Da ist man dann vielleicht wirklich froh, wenn man die übrige Zeit zuhause sein kann, zumal Du ja auch beruflich tätig bist. Das ist bei mir ja anders, wenngleich ich auch ziemlich oft, u.a. auch mit und wegen meiner Mutter unterwegs bin.

Und klar - ich finde es auch immer schade, wenn die Leute großartige Häuser und Gärten besitzen, wenn sie doch kaum, oft nicht einmal am Wochenende, Zeit dafür haben. Da bräuchte ich kein Haus. Wenn ich kaum Zeit hätte, das zu geniessen und hauptsächlich nur zum Schlafen dort wäre.

Liebe Grüße
Sara