Sonntag, 2. Oktober 2011

Allmählich Abschied nehmen ...




Zwar steht der Fälltermin für die beiden Grenzfichten auf der Südseite
noch nicht fest, aber so traumhaft schön wird das Wetter zum Foto-
grafieren bestimmt nicht wieder werden. Und auf den Balkon unserer
Haus-Mitbewohnerin komme ich auch nicht alle Tage. Die beiden
mächtigen Bäume werden nicht nur uns im Garten fehlen. Auch dieser
Blick gegen den Wald wird sich ohne sie erheblich ändern ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Pupe*s Fadenkreuz hat gesagt…

Hallo,
mir und den Vögeln, fehlen unsere Eiben - in meinem jetzigen Farnbeet - auch noch. ... aber wie Göga schon immer sagt: Nadelbäume, haben in einem Garten nichts zu suchen. ... irgendwie ja auch wahr! Seit die Tanne im "Vorgarten" nicht mehr da ist, habe ich auch endlich mehr Licht im Wohnzimmer. ... ;)

LG,
Pupe

SchneiderHein hat gesagt…

@ Pupe
Das sehen Eichhörnchen ganz bestimmt anders ;-) Nun kann man zwar behaupten, dass Eichhörnchen bei uns im Garten auch nichts zu suchen haben, aber da wir ganz in der Nähe eines Friedhofes mit alten Fichten wohnen, kommen zu uns auch Eichhörnchen auf Besuch. Ich vermute, hier in der Nachbarschaft gibt es sogar mindestens ein Nest pro Jahr. Wohl auch, da im Garten unserer Nachbarn zwei Wallnußbäume stehen. Gut, auf die Tauben, die sich gern in den Fichten aufhalten, kann ich gern verzichten. Aber die suchen sich dann halt' die Bäume auf der anderen Seite im Hochwald ...

Ich hatte gerade gestern in einem Blog gelesen, dass Tujas keinen Gartennutzen haben. Komisch, gerade in den Wachholdern bei uns und im Garten meiner Mutter sowie auch in den Eiben finden wir die meisten Nester, wenn ich die immergrünen Gehölze mal wieder etwas in Form bringe. Gerade weil sie so beliebte und geschützte Brutplätze bieten, schneide ich pro Jahr immer nur einen Teil der Gehölze zurück, damit immer genug Plätze für die Vögel übrig bleiben.

Auch die Igel ziehen für ihre Winterquartiere Plätze unter immergrünen Gehölzen vor, da sie mehr Wetterschutz bieten.

Aber mir scheint, dass das eben auch eine Erscheinung unserer Zeit ist, dass lieber Nistkästen & Igelhäuser aufgestellt werden ...

Gerade in diesem Sommer haben wir es noch mehr als in den Jahren zuvor genossen im Schatten der Bäume bzw. Fichten zu sitzen. Wenn wir wieder so einen teilweise heißen Sommer bekommen, werden wir uns wahrscheinlich kaum noch auf der Betonfläche aufhalten, da ich ja nun die schattenspendende Grenzbepflanzung einkürzen musste. Unter einem Sonnenschirm in der brütenden Sonne mochte ich noch nie gern sitzen.

Und da unser Küchenfenster zur tristen Straße zeigt, genieße ich es einen grünen Vorhang aus verschiedenen Wachholdern statt Gardinen zu haben. Dazu gab es ein Drossel- & ein Taubennest. Und dann kommt im Winter wieder eine Sternen-Lichterkette in die Zweige. Allerdings haben wir in dem Raum auch den Vorteil, dass wir noch ein Fenster zum Süden haben.
Es hängt eben sehr stark von der Lage des Grundstücks und der bebauten Fläche ab wo welche Pflanzen hinpassen.

Mizi B. hat gesagt…

Liebe Silke,
Jetzt hab´ich hier mal gestöbert. Euer Garten ist ja ein wahres Paradies!
Deine Trauer über das Fällen der beiden Fichten kann ich nur zu gut nachvollziehen. Und wenn man wie ich die Energien der Baumwesen spürt und die Trauer, die rüberkommt, wenn eine Fällung bevorsteht, dann ist es doppelt so schlímm. Bei mir ist ja im Nachbargrundstück wegen eines Neubaus sehr viel gefällt worden. Auch ich mußte 2 Fíchten fällen lassen, damit die Zufahrt zur Tiefgarage gebaut werden konnte. Die Energie von Wut, Angst, Verzweiflung und Trauer war teilweise so dicht, dass ich nicht an die Bäume rangehen konnte. Das hat sich wie eine Wand angefühlt, wie ein enrgetisches STOP!
Ich habe mit den Bäumen gearbeitet und die Baumwesen befreit. Das hilft schon. Aber der Aufruhr über den Neubau und die Verwüstung des Gartens hat sich immer noch nicht gelegt.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mizi B
Ich habe das Thema lange vor mir hergeschoben, da ich mich eigentlich nicht von den Bäumen trennen möchte und noch jeden Sommertag ihren Anblick genossen habe. Und seit Freitag leide ich nun noch viel mehr: Der Baumfäller wollte mich am Liebsten davon überzeugen sie stehen zu lassen. Und als er mir im Unterholz dann zeigte, wie viel Schaden der Teil des Gartens wohl selbst beim Abseilen der Äste nehmen wird, wurde mir ganz anders. Daher empfahl er sie in 3 Teilen mit dem Kran rauszuheben, da bei uns alles sehr eng ist. Aber das werden einige Tausend Euro. Ich fürchte nach dem Eingriff es wird wirklich sehr lange dauern, bis der Garten wieder das wird, was mir so viel bedeutet ...

Barbara hat gesagt…

Oh, da würde mir auch das Herz bluten. Nun ist der Baum sicher gefällt...und wie sieht es jetzt aus. Kannst du dich mit dem neuen "Anblick" befreunden?
Liebe Grüsse
Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Erst am Montag habe ich ihr Todesurteil unterschrieben und am 5.12.2011 sieht es dann wohl abends ganz anders aus. Zum Glück haben wir eine Firma gefunden, die die Fichten in 3 oder 4 Teilen mit einem Kran heraushebt. Sonst würde darunter wohl fast die ganze rechte Seite des Gartens leiden.
Aber noch kann ich mich ein paar Tage über die tobenden Eichhörnchen in den Fichten erfreuen ...

Mizi B. hat gesagt…

Liebe Silke,
wenn du die Bäume fällen läßt und der Wurzelstock im Erdboden bleibt, dann brauchen die Baumwesen Hilfe. Sie können nämlich nicht weg, sind wie gefangen. Wenn du Hilfe brauchst, dann sag es mir. Ich kann versuchen, die Baumwesen über das Photo zuu befreien.
Ganz liebe Grüße, Mizi

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mizi B.
Ich gebe zu, dass ist eine Welt, mit der ich mich nicht so recht anfreunden kann. Aber trotzdem habe ich seit Deinem Kommentar ein schlechtes Gewissen, dass ich bisher noch keine Fotos der beiden 3 bzw. 4m hohen Baumstümpfe hier gepostet habe. Allerdings fehlt mir auch noch immer ein entsprechendes Bild von dem extremen Grenzgänger am Zaun. Aber ich werde das hoffentlich bald nachholen ...