Sonntag, 4. September 2011

feuchter Buchsbaum


Morgens gegen 8 Uhr im Garten:

Die Nacht war trocken und der Buchsbaum ist an dieser Stelle
trotzdem feucht. Das kann also nur eine Katze gewesen sein,
die mal wieder sagte 'Ich war hier!' Oder war das sogar unsere

Allegra
, die nun durch ihre teilweise erblichen Diabetes-Urin-
mengen
zu einer neuen kleinen Nachbarskatze 'Verschwind'
aus meinem Garten!' sagte?

Jedenfalls findet das unser ehemals kugliger Buchsbaum
am Ende der Betonfläche
überhaupt nicht witzig, dass
er von allen Katzen aus der Nachbarschaft offensichtlich
zu einem Notizblock gemacht wird. Zuerst wollte ich
diese markante braune Stelle im Juli 2008 großzügig
herausschneiden, da ich befüchtete, dass es sich um
die Buchsbaum-Krankheit handelte. Doch ganz sicher
war ich mir damals nicht. Und wie so oft kam mir mal
wieder etwas dazwischen, so dass die Kugeln nun seitdem
nahezu unbeschnitten wachsen durften und somit luftiger
im Wuchs wurden. Das führte im Januar 2010 allerdings
auch dazu, dass sich
die drei Kugeln unter der Schneelast
teilten
! Aber selbst davon haben sie sich erstaunlich gut
erholt. Nun werden sie mir am Ende der Betonfläche
jedoch zu groß und strukturlos. Nur würde ich sie wegen
der Zecken in diesem Gebiet am Liebsten erst im Spät-
herbst in Form bringen. Doch das Hauptproblem mit dem
Pilzbefall an Buchsbäumen scheint wohl wirklich im zu
dichten Formschnitt zu liegen, der das schnelle Abtrocknen
der Triebe verhindert und somit die Pilzausbreitung be-
günstigt. Denn bis auf diese beliebte Katzen-Markierungs-
stelle sehen unsere 3 Kugeln noch erstaunlich gesund aus.

Und auch fast alle anderen Buchsbäume im Wildwuchsgarten,
die ich seit einigen Jahren nur noch sehr locker in Form halte
und nur sehr selten schneide, weisen bisher kaum absterbende
Triebe auf. Lediglich im unteren dicht bewachsenen und sehr
schattigen Bereich, der weniger belüftet ist, konnte ich schon
häufiger braue Stellen ausmachen.

Aus den Erfahrungen mit
der Monilia an der Sauerkirsche in
unserem Garten
und auch im Garten meiner Mutter, habe ich
nun ganz bewußt darauf verzichtet, bei den Buchsbäumen
sofort alles abgestorbene Material zu herauszuschneiden.
Meiner Meinung nach verursachen immer neue Schnittwunden
nur perfekte Eintrittspunkte für Krankheitskeime oder setzen
die Pflanze zumindest immer mehr unter Stress, da sie ständig
neue Wunden schließen muss.

Bis jetzt ist mir noch kein Buchsbaum eingegangen. Nur ein eher
buschiger Buchsbaum, der hinter der Teichmauer sehr schattig
und schlecht belüftet steht, ist bis zu einer Höhe von ca. 1m ver-
trocknet. Aber in diesem Bereich sind mir in den letzten Jahren
bereits eine Zuckerhutfichte, diverse Rosen, eine Clematis und
fast alle Stauden eingegangen. Auch der Wachholder daneben
kümmert im unteren Bereich. Dort muss es also eine andere Ur-
sache für das Absterben geben. Vielleicht ist sogar das Wasser,
das wir zum Ausspülen des Teichfilters verwenden daran schuld?

Fotos: S.Schneider


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