Sonntag, 4. September 2011

Eine einzige Hill



Ich war mir im Frühjahr ziemlich sicher, dass
ich dieses zierliche Röschen verloren hätte.

Sie war wie so viele Rosen in unserem Garten fast bodenbündig
heruntergefroren, so dass ich nur zur Erinnerung ihr vertrocknetes
Gerippe
inmitten der großen Sternmiere stehen gelassen habe.
Trotzdem bekam sie im Frühjahr Dünger und ab und an einige
zusätzliche Wassergaben. Und irgendwann kam dann doch ein
wenig Leben zum Vorschein. Und nun, im Spätsommer zeigt sie mir
endlich mal wieder, was für eine schöne etwa 4 bis 5cm große
Blüte sie besitzen kann! Ob daraus nun noch eine
Hagebutte wird?

Auch im Garten meiner Mutter hatte die nahe Verwandete dieser
Cottage-Rose von Poulsen, DK 2004 -
die pinkfarbene Lake, den
Winter sehr schlecht überstanden. Beide kamen im Sommer 2005
in die Gärten und haben nur halbschattige statt der auf dem Info-
schild angegebenen sonnigen Standorte. Im Jahr nach der Pflanzung
litten sie unter Sternrußtau und wurden muckelig. Eine, wie auf
dem Verkaufsschild angegebene flächenbedeckende Rose wollen
beide bei uns anscheinend überhaupt nicht werden. Sie erwecken
eher den Eindruck recht kleiner Beetrosen, die hart daran arbeiten
müssen die angegebenen 40 bis 60 cm Höhe zu erreichen. Aber
schon oft mussten wir feststellen, dass die gerade gekauften so
üppig im Topf blühenden Rosen im Folgejahr kränkeln bzw. sogar
drohen einzugehen. Also braucht es meist viel Geduld bis aus
ihnen wieder etwas wird ...

Auf einen sonnigen Standort mögen die Angaben von
Hill & Lake
wohl zutreffen: Sie sind gesund und winterhart,
blühen den
gesamten Sommer, sind einfach in der Pflege, bedecken schnell
größere Flächen und haben im Herbst dekorative Hagebutten.
Das mit den
Hagebutten trifft auf jeden Fall zu! Und ihr Laub ist
dunkelgrün, glänzend und überwiegend gesund. Aber an den von
uns gewünschten Standorten brauchen sie mehr Pflege und wohl
besser auch etwas mehr Winterschutz!

Fotos: S.Schneider


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