Sonntag, 25. September 2011

Ein Paket Ixogon Zeckenrollen ...




... haben wir uns gleichzeitig mit der Zeckenfalle vor einiger Zeit
bei amazon bestellt. Und durch unsere diversen Zecken-Posts sowie
den Hinweis auf die
informative Seite der Ixogon Zeckenrollen zur
Gestaltung von Gärten in Zeckengebieten, erhielten wir eine Mail
der Firma, die uns eine Probepackung anbot. Dieses Angebot nahmen
wir gerne an, um
unsere Nachbarn auf dem nördlichen Grundstück
auch gleich mit zu versorgen. Denn Mäuse, Igel, Katzen, Eich-
hörnchen, allerlei andere Kleinsäuger, Vögel und selbst Amphibien
lassen sich nicht mehr von unseren in die Jahre gekommenen

Grenzzäunen abhalten. Und daher nützt es nur wenig, wenn wir
versuchen die Zecken aller drei Stadien (
Larven, Nymphen und
weibliche
bzw.
männliche Zecken) in unserem Garten aufzu-
spüren und zu bekämpfen, wenn sie jederzeit aus den Nachbar-
gärten immer wieder über Wirte einwandern können. Gerade
jetzt im Spätsommer, wenn im Nachbargarten die Wallnüsse
vom riesigen Baum fallen, lohnt es sich für die Plagegeister an
dieser strategisch günstigen Stelle am Boden auf potenzielle
Wirte zu warten. Das musste ich vor einigen Tagen ja sogar

beim Aufsammeln unserer Fälläpfel
feststellen. Und nachdem
ich nun schon beobachten bzw. mehrfach feststellen musste,
dass sich
vollgesogene Zeckenweibchen an strategisch sehr
günstigen Stellen mit viel 'Wildwechsel' zur Eiablage von
Katzen oder Igeln fallen lassen, wären solche Plätze mit Fall-
obst und anderen Früchten gerade im Herbst ideal für eine
weite Reise quer durch alle Gärten ...

Die Ixogon Zeckenrollen konzentrieren sich allerdings bei der
Zeckenbekämpfung nur auf die Mäuse. Und wie das funktionieren
soll, wird sehr anschaulich in der kleinen aber informativen
Begleitbroschüre beschrieben:

Ob allerdings unsere Mäuschen die Röhren bzw. die darin
in der Mitte versteckte und mit Permethrin behandelte
Baumwolle wirklich zum Nestbau verwenden werden?



Heute habe ich nun endlich unsere ersten 5 Rollen ausgelegt.
Nach der Beschreibung im Heft
zwar eigentlich zu spät im Jahr,
doch mir sind ab und an auch in den letzten Tagen Nymphen
begegnet. Und ich gehe davon aus, dass die Mäuschen gerade
jetzt ihre Nester für den Winter neu auspolstern. Und zur Zeit
ist es noch angenehm warm für alle drei Zeckenstadien ...

Die kleinen Papp-Rollen fügen sich recht gut in unseren Wald ein.
Diese Rolle liegt gleich
hinter den Stufen zum Hochwald, dort
wo ich vor einigen Monaten Zeckenlarven an einer Mulchtasche
entdeckte. Und damit es sich für ein Mäuschen überhaupt lohnt
hier vorbeizuschauen, gibt es gleich daneben einen Fallapfel.
Ansonsten sind im Hochwald & auf dem Komposthaufen nur
Grünschnitt, Laub und Totholz zu finden.


Auf der anderen Seite vom Weg befindet sich
das nächste Röhrchen mit einem 'Köder'-Apfel.


Hier, an dem alten hohlen Kürbis vom Vorjahr scheinen
sich ab und an einige Insekten zu tummeln. Vielleicht ein
interessanter Platz für eine Maus? Ganz in der Nähe

rechts seitlich vom Weg befinden sich mindestens
2 Eingänge zu den Igel-Winterquartieren unter dem
Hochwald. Und vielleicht befindet sich da irgendwo
ja auch eine Mausebehausung?


Dieser Platz auf dem Grünkompost müsste
doch ideal für solche Rollen sein!


Schließlich steht hier unsere Kleine Maus häufiger

Und nachdem 4 der Zeckenrollen im Hochwald verteilt waren,
kam noch eine
in die Nähe vom Küchentisch an den Wiesenrand
vor
die abgeerntete Kermesbeere. Dort vor der Efeumauer
könnte sich auch ein Mausebau befinden. Auf jeden Fall gibt es
da jetzt herabfallende
Hagebutten der Rosa Canina vom Deko-
Schnittgut. Und diese reifen Früchte fressen Mäuse sehr gern.

Ob die Rollen nun tatsächlich zur Zeckenbekämpfung beitragen
werden, kann ich wohl kaum überprüfen. Auf jeden Fall werden
sie in unserem Garten nicht zu einem schnellen Erfolg führen
können. Dafür scheinen schon an zu vielen Stellen Zecken aller
drei Stadien in unserem Garten zu lauern. Aber es ist einfach
auch ein Versuch gegen Zecken vorzugehen ...

Fotos: S.Schneider



Vor ein paar Tagen habe ich die für mich bisher ausführlichste
und interessanteste
Seite zum Thema Zecken & Borreliose
von Andreas Hartwig
im www gefunden, die allerdings dem
Leser zeitweilig reichlich Ausdauer & Durchhaltevermögen
abverlangt. Aber trotzdem möchte ich diese private Internet-
seite allen ans Herz legen, die immer noch der Meinung sind,
dass man nur auf
die recht auffälligen erwachsenen Zecken-
weibchen
in der Natur oder auch im Garten achten muss.
Oftmals reicht es eben leider nicht mehr aus, wenn man sich
am Abend nur nach
den Tierchen mit dem roten Hinterleib
absucht
.
In diesem Text wird endlich mal erklärt, welche
Gefahren gerade auch von den winzigen Nymphen ausgehen
.

Und selbst die durchsichtigen
Zecken-Larven können den Menschen
befallen und sich festsaugen
. Das wird leider immer noch gern in
vielen Texten zum Thema Zecken bestritten, aber das habe ich nun
seit Mai 2008 immer mal wieder am eigenen Leib erfahren müssen.

Und einen Punkt habe ich hier auf dem Blog zum Thema Borreliose
bisher auch noch nicht geschrieben, der am Rande
in dem Buch von
Frau Dr. Hopf-Seidel
erwähnt wird: Katzen sollen angeblich nicht
an Borreliose erkranken. Aber trotzdem können sich im Katzen-
speichel Borrelien befinden, die somit beim Biss auch auf den
Menschen übertragen werden können. Leider hat
Herr Katze im
Jahr 2010 bei meiner Mutter und mir so manches Mal in Panik
kraftvoll zugebissen. Aber eine normle Antibiotika-Gabe hätte
dann wahrscheinlich auch nicht gegen die eventuell damit
übertragenen Borrelien geholfen ...

Also sollte man bei Beschwerden ungeklärter Ursache, die
vielleicht erst Jahre nach einem Tierbiss auftreten können,
eine Borreliose als mögliche Ursache mit in Erwägung ziehen.
Denn die Liste der Borreliose-Symptome ist ganz schön lang.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und? Wie ist es ausgegangen mit den Fallen? Gab es einen spürbaren Effekt?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anonym
Wiso hier unter diesem Post die Frage nach der Zeckenfalle? Oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden? Die Zeckenfalle werden wir jedenfalls nicht noch einmal bestellen. Eher traue ich mich doch noch an den Buttersäure-Test mit der Wärmflasche heran, um die Zecken aus den Verstecken zu locken.

Ob die Rollen funktionieren, wird niemand beurteilen können, da die Anfangsmenge unbekannt war. Auch ist nicht nachzuvollziehen wie viele Zeckenester/Nymphen im Laufe der Zeit dazugekommen sind oder eventuell vernichtet wurden. So ein Prozeß findet nun mal meist im Verborgen statt. Die Baumwolle wurde jedenfalls an diversen Stellen im Garten immer mal wieder herausgezuppelt. Und da es bisher keine effektive und einigermaßen umweltverträgliche Alternative gibt, um das Problem eventuell einzudämmen, werden wir neben dem Absammeln weiter darauf hoffen, dass uns die behandelten Mäuse im Kampf gegen Zecken unterstützen ...

Anonym hat gesagt…

Und worin liegt jetzt der Sinn dieses Artikels (mal abgesehen von der Werbung)?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anonym
Klar kann man das nur als Werbung betrachten. Die Rollen, die wir dann aber an unsere Nachbarn weitergaben, wurden uns jedoch ohne Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Ich hätte hier also nicht darüber berichten müssen …

Außerdem hatte ich mit der Firma anschließend noch Kontakt aufgenommen und wurde mit manchen Fragen zu unbequem, da ich von der Wirkungsweise nun mal nicht sofort überzeugt sein konnte. Schließlich ist die Wirkung - wenn es um die Bekämpfung von Larven und Nymphen geht, langfristig. Kurzzeitig Erfolge sind eigentlich kaum wahrnehmbar.
Außerdem war ich davon überzeugt, dass die Rollen kaum von Mäusen besucht würden - aber in den Folgeposts habe ich die Rollen teilweise gezeigt und dadurch im Garten die Orte gefunden, wo es sinnvoll ist sie auszulegen.
Klar kann man es als Werbung betrachten, aber für Betroffene sind meine inzwischen gesammelten Erfahrungen seitdem vielleicht auch eine hilfreich. Denn oft sehe ich in unserer Blogger-Blogstatistik, dass Leute im www nach Erfahrungen mit den Zeckenrollen suchen. Denn Amazon hat viele merkwürdige vollmundige Bewertungen, bei denen die Schreiber noch nicht einmal das Wirkprinzip verstanden haben. Und in den meisten Texten in zu Zeckenrollen schreiben die Journalisten nur die Inhalte der Pressetexte ab.
Das Produkt ist zumindest durchdacht.
Bei der Zeckenfalle, die wir aus Verzweifelung ebenfalls getestet hatten, habe ich das Gefühl sie ist nur ein Nepp, der die Angst der Gartenbesitzer ausnutzt.
Wobei es bei den Zeckenrollen meiner Meinung nach auch einen Denkfehler gibt, auf den ich aber erst vor eingen Wochen gestoßen bin: Permethrin zerfällt recht schnell unter Sonneneinstrahlung. Bei der Bekämpfung wird jedoch von nachtaktiven Mäusen ausgegangen. Also half unserer Tischmäuschen am Futterhaus, das mittags kam nicht wirklich. Und bei meiner Mutter lief vor einigen Tagen auch tagsüber ein Spitzmäuschen im Garten umher. Also ist es fraglich, wie viele Larven und Nymphen im Mausefell auf diese Weise tatsächlich bekämpft werden können, bevor der Wirkstoff zerfällt …

Schade, dass das Thea Zecken im Garten noch immer so ein Tabu-Thema ist, dass ich hier sogar auf eine anonyme Anfrage reagieren muss. Ich hatte mir etwas mehr Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffen gewünscht.