Montag, 1. August 2011

Kaffeepause



Nach einer durchzechten Nacht brauchen unsere Nacktschnecken
erst einmal etwas Kaffee, um dann munter an den
weißen Kaukasus-
Vergißmeinnicht
im freigeschnittenen Wiesengrund zu arbeiten ...

Seitdem ich vor einigen Jahren gelesen habe, dass Schnecken
Pflanzen, die mit Kaffeesatz umgeben bzw. mit Kaffee gegossen
werden, meiden sollen, wandert das gesammelte Pulver unseres
Kaffeekonsums vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein in den
Garten. Zuerst an die gefährdeten
Funkien an der Garagenwand
sowie
an die Hosta-Pflanzen hinter dem Teich und nun auch seit
einigen Wochen an die mit der Wiese fast bodenbündig herunter-
geschnittenen Kaukasus-Vergißmeinnicht. Aber mir scheint, dass
der Kaffee fast eher ein roter Teppich für unsere Nachtschnecken
ist. Ein verendetes Tier konnte ich noch nirgends entdecken.
So einen Erfolg durch den Einsatz von Kaffeepulver stellt jedoch
der Nabu in Aussicht! Also werde ich noch so manchen Morgen
meine Kaffeereste weiterhin in die Wiese bringen.

Aber danach bekommen dann lieber wieder die Rosen den
Kaffeesatz und auch unsere Bananenschalen zur Stärkung. Denn
dieses Hausmittel führte bei der
Rose Lykkefund auf dem Blog
'Meriseimorion' zu traumhaften Blühergebnissen ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Elke hat gesagt…

Ich habe noch keine abschreckende Wirkung von Kaffeesatz gemerkt...
Allerdings fressen sie immerhin meine Kaukasusvergissmeinnicht nicht!
Überhaupt mögen sie meine Borretschgewächse meistens nicht sooo gern.
VG
Elke

Borkergarten hat gesagt…

Hallo Silke,
in namhaften "wissenschaftlichen" Tests hat der engl. Gärtner Alan Titchmarsh in einer Fernsehsendung "nachgewiesen", dass nichts die Schnecken aufhält. Als hiöft nur Sammeln, ein hartes Herz und ein scharfes Messer, vG Manfred

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ich beobachte ja nun schon einige Tage den Schneckenfraß in dem sehr freien Wiesenstück am Haus. Dort habe ich schon reichlich Kaffee verteilt und trotzdem auch schon so manche Schnecke von den beiden zerfressenen Pflänzchen abgepflückt. Ich vermute, dass es die schwächere Staude wohl nicht überleben kann. Irgendwie sind die Schnecken wohl auf diesen Platz konditioniert, da es dort immer Katzenfutter gab. Und viele kommen sogar ins Haus - wohl in der Hoffnung, dass es dort interessanteres Futter geben könnte.
Borretsch hatte ich ganz früher mal. Aber da fielen die Schnecken sogar über die hochgestellten Töpfe her. Manchmal kommt es mir so vor, als ob wir Fakir-Schnecken hätten: Je rauher die Oberfläche um so besser. Oder warum schleimen sie sogar auf den trockenen Nadelfilzfliesen im Treppenhaus rum!?

@ Manfred
Das vermute ich ja auch schon lange!
Sammeln - ja. Doch das harte Herz spare ich mir jetzt lieber für die vielen Zecken auf. Schnecken habe ich vor 8 Jahren genug gemordet ...