Donnerstag, 11. August 2011

immer wieder verunsichert ...


Die Schnittwunden in der Wiese vom 4. Anti-Zeckennest-Einsatz
verheilen trotz des feuchten Wetters nur langsam und erinnern
so jedes Mal beim Blick in den Garten an die mögliche Zecken-
gefahr. Doch zur Zeit sind es erstaunlich wenig Plagegeister, die
mir oder unseren Katzen begegnen. Wahrscheinlich haben in-
zwischen fast alle Larven, Nymphen und ausgewachsenen Zecken
einen Wirt gefunden und ruhen nun gemütlich bis zum nächsten
Stadium am Boden bzw. haben bereits erfolgreich Eier gelegt.
Und um die winzigen Larven zufällig irgendwo im Garten zu ent-
decken, dafür habe ich mich in den letzten Wochen zu selten
in Gefahr begeben.

Rückblickend sind wir froh, dass wir nur den offensichtlich
mit Zeckenlarven befallenen
Teilbereich der Wiese radikal
runtergeschnitten und das Schnittgut verbrannt haben
. Denn
auf diese Weise haben wir neben der Infoseite
Zecken-
wetter.de
unserer garteneigenes 'Zeckenbarometer' in der
Wiese. Meist reicht schon ein genauerer Blick zu den Gräsern
und Pflanzen am Wiesenrand oder vom Steg aus in die Wiese,
um die aktuelle Gefahr einzuschätzen. Ich bin mir sicher, dass
sich dort im Bewuchs noch so mancher blutsaugende Krabbler
in Bodennähe aufhält und bei günstigen Wetterbedingungen
eine höhergelegene Warteposition erklimmt. Natürlich be-
nutzen wir diesen Gartenbereich nicht wie eine Wohnfläche,
sondern eher wie ein wildes Gartenbeet. Nur ab und an werden
die
Schale mit Wasserpflanzen und der Rosentopf an der Sitz-
gruppe vor dem Wald
gegossen. Und dann mache ich mich
sicherheitshalber auch nur in Gummistiefeln zu ihnen auf den
Weg. So können in der Wiese viele Pflanzen nahezu ungestört
wachsen. Allerdings werden sie bei günstigem Zeckenwetter
manchmal mehrmals am Tag kritisch beäugt, und ab und an
auch einige von ihnen mit der Kamera festgehalten:

So, wie zum Beispiel die ausgesamte Wasserminze,
aus dem Hochbecken vom Teich, die nun auch wieder
vereinzelt zwischen den Grasbüscheln erscheint.

Und in der Nähe Tischgruppe wächst der

Zwischen Efeuranken und Gundermann-Blättern
hat sich auch der Ruprechts-Storchschnabel noch
ein Plätzchen als Lebensraum erobert.


Die Bertramsgarbe will auch in diesem Jahr nicht blühen,
aber dafür gedeiht die
Zitronenmelisse fast überall!

Und was sind das da für schwarze winzige Punkte
an den Spitzen der
Spitzwegerich-Blätter? Bei ganz
genauer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich
um Kaffeesatz handelte, der beim Gießen der ange-
knabberten
Kaukasus-Vergißmeinnicht wohl hoch-
gespritzt war!


Auf den ersten Blick vermutete ich auf dieser Position
eine Zecke. Doch hier baute nur eine Spinne gerade an
ihrem Netz. Und an anderen Halmen finden sich oftmals
winzig kleine Fliegen oder Krabbelkäfer. Es lohnt sich
also vorher immer ganz genau hinzuschauen.


Doch dieses ist nun ein Zeckenweibchen! Und die fehlende
Spitze vom Wegerich zeigt, dass hier vor einiger Zeit auch
schon eine Zecke lauerte. Denn am Einfachsten ist es für
mich den Halm oder das Blättchen auf dem die Zecke sitzt
samt Zecke abzupflücken und sogleich in die Flasche mit
Chlorreiniger zu werfen. Leider musste ich feststellen, dass
Nitroverdünner wesentlich schneller zum Tod führt, als der
Chlorreiniger. Aber bei den Mengen an Tieren, die ich zeit-
weilig vernichten musste
, ist dieses Mittel einerseits kosten-
günstiger und verursacht beim Einatmen auch weniger Kopf-
schmerzen. Denn bei günstigem Zeckenwetter lohnt es sich
in unserem Garten beim Einsammeln mehrerer Tiere die
Flasche über einen längeren Zeitraum geöffnet zu lassen.


Nun aber wieder zu etwas Schönerem! In der Wiese
haben sich jetzt auch Walderdbeeren eingefunden.


Und Hedi Grimm ist nicht nur eine herrliche Strauchrose,
sondern auch wie erhofft eine Wiesenrose. Ganz versteckt
kommen nun überall wieder Knospen zum Vorschein.


Und die erste Blüte vom zweiten Flor ist auch schon da!

Fotos: S.Schneider


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