Samstag, 6. August 2011

Es war einmal ein Cornus Florida




Nun hat dieser blühunwillige, aber eigentlich traumhafte
Cornus florida nach 15 Jahren wirklich aufgegeben. In
den letzten Jahren verlor er im Winter immer häufiger
einige Zweige. Und im Sommer litt er oftmals unter
dem heißen trockenen Wetter.

Als wir in pflanzten, stand er noch recht frei. Denn
die Hemlocktanne links neben ihm hatte wohl etwa
die gleiche Höhe wie der ca, 1,5m hohe Strauch
voller strahlend weißer Blüten. Und rechts stand ein
kleiner weißer Sommerflieder. Ja, da hatten wir uns
im zweiten Gartenjahr einen besonderen Luxus vom
Hochzeitsgeld geleistet! Aber wie der Cornus florida
da so in voller Blüte in der Baumschule stand, waren
wir seinem Charme sofort erlegen - auch wenn der
Topf damals wohl um die 150,- DM kostete. Die erste
Enttäuschung kam dann allerdings mit dem Blattaustrieb:
Wir hatten nämlich nur seine Blüten gesehen,
aber nicht
das panaschierte Blatt
! Und ich bin eigentlich so gar
kein Fan von
panaschierten Blättern. Vielleicht war das
damals auch der Grund, dass er etwas in den Hintergrund
abgeschoben wurde. Im zeitigen Frühjahr hätten wir uns
immer noch an seinen weißen beeindruckenden Blüten
erfreuen können, und in den Sommermonaten würden seine
Blätter hinter dem Flieder weniger auffallen.
Außerdem
sollte er ja sehr groß werden
! Groß wurde er nicht. Er
wurde lediglich etwas breiter
, aber in der Höhe blieb er
fast so, wie wir ihn damals gekauft hatten. Und im Laufe
der Jahre wurde er wieder schmaler durch seine ab-
sterbenden Triebe. Aber zum Umpflanzen war er uns
zu schwach. Außerdem hatte er sich in all' den Jahren
sicherlich gut mit der Hemlocktanne verwurzelt. Also
versuchte ich ihn in den letzten Jahren mit reichlich
Wassergaben und Dünger zu versorgen. Aber ich gebe
ehrlich zu, die Zecken sind indirekt daran schuld, dass
er immer mehr vernachlässigt wurde: In den letzten
2 Jahren, die für alle unsere Gartenpflanzen durch
kältere Winter und trockenere Sommer recht hart
waren, habe ich das Gießen auf ein Minimum re-
duziert. Alle Pflanzen, die ich nur noch gut verhüllt
und möglichst mit Anti-Zeckenspray eingenebelt, auf-
suchen konnte, haben seitdem häufiger unter Wasser-
mangel gelitten. Denn die Randbereiche des Gartens
kann ich leider nicht problemlos auf der Betonfläche
stehend mit dem Wasserschlauch erreichen. So lichtet
sich der Garten nun wohl immer mehr 'von selbst aus'.

Aber die herrliche Laubfärbung und
der frische
panaschierte Austrieb
vom Cornus florida werden
mir an dieser Stelle am Wegesrand sicher fehlen!


Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Schade immer sowas. Aber ich könnte mir denken, daß es für ihn dort zu dunkel war.

Die Blüten sind ja herrlich! Doch so ist das mit alteingewachsenen Gärten - irgend etwas muß immer zugunsten anderer weichen. Die Blätter finde ich nun wiederum sehr schön. Hatte früher mal so einen Tick für viele panaschierte Pflanzen, als ich noch Pflanzen sammelte, doch das ist lange her ;-)

Da fällt mir gerade ein - Wasserschlauch - wir könnten ganz hinten im Garten auch nicht sprengen mit dem Schlauch, wenn wir ihn nicht verlängern würden. Normalerweise wird im hinteren Waldgarten auch absolut nie künstlich bewässert. Alles kommt problemlos von allein zurecht, was da wächst. Doch in diesem extrem trockenen Frühsommer sah ich mich schon wegen der Kirschen gezwungen ... wenigstens ab und an mit dem Schlauch ein bißchen Leitungswasser zu spendieren. Wenn wir da nicht mehrere Schläuche zusammenstecken würden, ginge es auch überhaupt nicht. Aber so ist es dann kein Problem.
Ist halt nur blöd, wenn so lange Schläuche in der Gegend herumliegen, aber was solls. Ist ja nur für kurze Zeit im Jahr.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich habe Deinen Kommentar eben erst gesehen! Aber ich bin ja immer mal wieder für Backlinks in alten Post unterwegs ;-)
Das mit dem Bewässern wäre bei uns überhaupt kein Problem, denn nachdem die verschiedenen Bereiche 1996 im Garten feststanden, habe ich fast im ganzen Garten normale Wasserschläuche mit diversen Anschlußstellen im Boden verlegt. Das System ist an unsere Gartenpumpe angeschlossen. So benötige ich immer nur kurze Schlauchstücke, mit denen ich sogar die hintersten Ecken im Garten erreichen könnte. Außerdem habe ich einige kürzere Schläuche-ca- 7 bis 10m mit den entsprechenden Verbindern, die ich dann lieber bei Bedarf hintereinander addiere. Die sind handlicher und richten weniger Schaden beim Bewässern an den Pflanzen an. Das selbstgebaute System ist für unseren Garten wirklich optimal.
Lediglich die ganzen Zeckengebiete halten mich davon ab dort häufiger zum Bewässern hineinzugehen. Und außerdem ist das feucht-warme Klima zu ideal für Zecken. Daher müssen unsere Pflanzen nun teilweise leiden oder gehen sogar ein ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, das kenne ich auch. Man kommt nicht immer dazu - obwohl die Kommentare ja im Dashbord alle sichtbar wären, aber ich schaff's oft auch nicht.

Mein Mann wollte hier auch schon Schläuche verlegen, aber er ist eher ein Schreibtischtäter und so bleibt beim Planspiel, wie in früheren Gärten auch ;-) Und für mich ist sowas gar nichts, solche Verlegearbeiten ;-) Schade zwar, weil ich es anders auch schöner gefunden hätte. Aber so haben wir immer nur mit einem gaaanz langen Schlauch bewässert, wenn es notwendig war. Früher auch etwas zu viel - da hatten wir dann auch mal etwas mehr Zecken. Aber im jetzigen Garten hält es sich wirklich in Grenzen. Ich bin oft halbnackt draußen und sogar im Dickicht, wie neulich wieder. Da waren zwar ab und an Mücken, aber keine einzige Zecke.


Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Sara