Dienstag, 23. August 2011

absterbende Taxustriebe




In den letzten Jahren muss ich nun immer häufiger in unserem
Garten, und auch im etwa 70km entfernten Garten meiner Mutter
feststellen,
dass mitten im sonst so gesunden und üppig grünen
Taxus ganze Triebe absterben
. Da ich eigentlich von klein auf mit
Eiben im Garten aufgewachsen bin, finde ich es sehr erstaunlich,
dass erst in den letzten 3 bis 5 Jahren solche braunen Triebe ver-
mehrt auftreten. Werden die Trockenperioden eventuell immer
länger, bzw. brauchen solche großen Taxussträucher doch viel
mehr Feuchtigkeit als ich bisher geglaubt habe, so dass sie nun
unter den geringeren zusätzlichen Wassergaben leiden? Oder gibt
es da eine Taxus-Krankheit, die zum Absterben von Trieben oder
sogar ganzen Ästen führt? Denn an fast jedem Taxus in beiden
Gärten sind solche und auch größere braune Stellen zu finden.

Foto: S.Schneider


Leider habe ich unsere Eiben und
auch die bei meiner Mutter
im letzten Jahr nicht zurückgeschnitten, so dass es zu mühsam
und zeitaufwändig wäre erst die einjährigen Triebspitzen vom
älteren Holz zu trennen und dann noch einen tieferen Form-
schnitt vorzunehmen. Sonst würden wir selbstverständlich unsere
Taxusspitzen bis Ende September wieder für die Aktion
'mit Eiben-
Grünschnitt gegen Krebs'
abholen lassen. Die Gärtnerei naturwuchs
aus Bielefeld hatte uns jetzt nochmals angeschrieben. Allen Teil-
nehmern der diesjährigen Sammelaktion wird für Produkte aus
der
Versandgärtnerei bis Mai 2012 ein spezieller Rabatt in Höhe
von 20% auf den Warenwert gewährt. Und für mindestens 2 Schub-
karren voll Eibenschnitt erhalten die Teilnehmer Anfang Oktober
ein Paket mit diversen Blumenzwiebeln zugeschickt. Abholtermine
(in Hannover jeweils am Samstag) können täglich von 8 bis 19 Uhr
unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800-507 4000
vereinbart werden.


Kommentare:

Pupe*s Fadenkreuz hat gesagt…

... ohje, ... braucht man das auch noch in seinem Garten? :(

Es gibt doch LEIDER auch so MINIERMOTTEN, die sich in die Thujen setzen. Ich glaube, die hat sich unser Mammutbäumchen auch eingfangen, ... er sieht schrecklich aus, ... :(

LG,
Pupe

SchneiderHein hat gesagt…

@ Pupe
Nö, das brauche ich sicherlich nicht auch noch im Garten!
Zumal, wenn es eine Krankheit wäre, dann dürfte ich auch Taxus-Shreddermaterial aus dem Garten meiner Mutter nicht mehr mit nach Hannover nehmen. Wir können ihre Shreddermengen hier gut zum Boden abdecken gebrauchen (vor allem da wir nun wegen der Zeckengefahr leider auf Nachbars Buchenlaub im Herbst verzichten müssen), während der Garten meiner Mutter nun durch die ganzen Shreddermengen langsam zu voll bzw. zu hoch wird ...

Bei der geshredderten Korkenzieherweide haben wir nämlich leider schon so ein Problem mit dem Shreddertransporten von Garten zu Garten: Inzwischen wissen wir zwar, dass es sich beim Absterben der Triebe der Korkenzieherzweige um ein Insekt handelt, aber es wäre blöd, wenn ich mir mit dem Mulchmaterial die Tierchen nach Hannover einschleppe. Früher hatte ich nämlich auch gern die Äste der Weide für die Kompostumrandung und für den Haussockel auf dem Hof mitgenommen, aber das verkneife ich mir nun auch schon seit ein paar Jahren ...

Beim Taxus hoffe ich nun aber noch auf Wassermangel als Ursache. Aber zur Sicherheit halte ich es jetzt mal hier im Gartentagebuch fest!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das ist bestimmt eine Krankheit. Hatten meine Schwiegereltern früher auch. Das ging letztendlich so weit, daß sie gefällt werden mußten.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wenn das mit dem Eibenschnitt nicht so aufwändig wäre ... denn sonst haben wir auch eine Menge. Allerdings weiß ich vorher nie so genau, wann ich mal zum Schneiden komme. Das mache ich spontan, wenn es wirklich mal paßt und dann muß es meist schnell gehen und das ganze Zeug schnellstmöglich von der Wiese verschwinden. Wenn ich mich recht erinnere, sollte man die Abschnitte ja sauber verwahren bis zur Abholung.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich werde die großen Taxuszweige in diesem Jahr lieber für den Winterschutz verwenden. Im nächsten Winter kommen dann wieder andere Immergrüne als Rosenschutz dran.
Auch bei meiner Mutter werde ich es nun doch so handhaben, da nicht gut zu erkennen ist, wo der frische Jahrestrieb der Eibe aufhört. Und den Taxus auf dem Hof mit seinem Formschnitt musste in diesem Jahr endlich mal härter rannehmen. Da kam gleich reichlich altes Holz mit runter, denn sonst wäre er zu breit geworden.
Aber da ich alle Eiben mit der Rosenschere schneide, kommen die Abschnitte normalerweise fast alle gleich ganz sauber in die Sammeltasche. Daher habe ich keine Probleme mit den Verunreinigungen. Und da die Abholzeit von Juli bis September geht, lässt sich das eigentlich ganz gut terminieren, dass ich an einem Freitag schneide, damit für die Samstags-Abholung das Material möglichst frisch ist.
Nur halt nicht in diesem Jahr :-(

Ich hoffe immer noch auf ein Zeichen von Trockenheit, denn ein ganz versteckt stehender Taxus am Hochwald hat kaum braune Spitzen. Aber in dem Bereich muss ich ab und an auch den White Rambler einige Minuten mit dem Schlauch wässern, sonst würden wohl meterlange Ranken absterben - so wie im letzten Sommer nach der Blüte ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Sowas wie eine Sammeltasche benutze ich nicht beim Schneiden. Es fällt hier auch zuviel Material an. Da wäre ich ewig am Ausleeren und Befüllen dieser Tasche. Bei uns kommt alles gleich auf die Schubkarre und dann ab nach hinten in den Garten auf die Sammelhaufen, die jeden Herbst abgefahren werden. Wenn es gar zu viel auf einmal ist, wird's einfach auf dem Erdboden abgelegt und nach und nach per Schubkarre nach hinten gebracht.
Mit den Terminen ist das bei uns so eine Sache, da manches Unverhoffte dann plötzlich kommt, so daß solche - für uns eher unwichtigen Sachen - dann verschoben werden müßten, was bei dieser Sache ja dann doch nicht gut möglich wäre.

In Nachbargärten gibt es auch braune Eiben, die sind aber befallen. Das fängt oft "klein" an. Ähnlich wie diese Buchsbaumwelke in diesem Jahr ...
Aber ich hoffe es für euch natürlich auch!

Da bin ich ja dann ganz froh, daß unser Garten so ist, wie er ist, denn künstliches Bewässern bei der Größe ist ganz und gar unmöglich (ohne Brunnen!) und dafür hätte ich - davon abgesehen - auch gar keine Zeit.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Meine Sammeltaschen sind sogar größer als Schubkarreninhalte. Die sind wohl eigentlich für den Auto-Kofferraum zum Schutz gedacht, sind aber perfekte Gartentaschen. Sonst wäre mir das auch zu mühsam. aber die lassen sich prima durch den Garten zum Shredder ziehen. Und für Taxusabschnitte sind sie geradezu ideal, da das Schnittgut darin nicht so sehr geschichtet wird und bis zur Abholung luftiger liegt.

Ohne Grundwasser & Gartenpumpe würde unser Garten sicherlich auch ganz anders aussehen müssen. Selbst am Cornus Kousa, der freier steht, sind in diesem Jahr Blätter vertrocknet und ganze Zweige sind abgestorben ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Solche Taschen habe ich auch schon mal irgendwo gesehen. So hat jeder sein Vorgehen. Mein Mann macht das noch ganz anders, legt riesige Planen aus, worauf Laub und anderer Gartenabfall kommt und dann wird das darin bis hinten zum Sammelplatz zu Zweit gezogen. Ich mag das ja weniger, da man mit diesen Riesenfolien möglicherweise Büsche und Staude beschädigt ... aber die Männer - alles möglichst rationell ;-)

Mir reicht die Schubkarre vom Format gerade so, wenn sie zu schwer wird, kann , nein darf ich sie eh nicht mehr selbst schieben und ausleeren. Aber meist schaffe ich es noch. Außer wenn sehr viele faule Äpfel drin sind, wie heute ... Wir haben allerdings ein faltbares Leichtmodell, keine dieser schweren Schubkarren. Aber aus einem anderen Grunde. Denn unsere Hecke ist sehr dornig, die ließ ständig die aufgeblasenen Reifen dieser anderen Schubkarren platzen ;-)

Unser Garten ist ja so trocken nie - aber in diesem Jahr hat man es auch hier gemerkt. Hier wächst ja sonst auch viel Moos auf der Wiese, ein Zeichen von Feuchtigkeit. Insgesamt aber ist kaum etwas verdorrt, obwohl ich wirklich wenig bewässert habe. Nur das Allernotwendigste. Aber einige Äpfel sind ziemlich klein.
Bei vielen sehr wertvollen Pflanzen wie bei Euch, überlegt man es sich schon, zu giessen, bei uns kommt es ja nicht so drauf an bei den vielen einheimischen einfachen Arten.

Ja, die Pumpe und der Brunnen, das hatten wir damals auch - war schon ganz schön, aber ich habe, wie ich ja schon schrieb, damals viel zu viel davon Gebrauch gemacht, eben, weil es so schön war ;-)
Da hatten wir aber nicht mal diese Trockenheit wie in diesem Jahr ...

Gute Nacht
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Den Vorteil haben die anderen Gartenblogs und die vielen Posts über unseren Garten ganz bestimmt: Mir wird mein Handeln und Verhalten im Garten viel bewußter. Und vieles habe ich allmählich verändert, da ich im Anfang viel zu verschwenderisch mit dem 'Material' Pflanze umgegangen bin. Ebenso mit dem Dünger. Und Schnecken & Zecken haben mich ohnehin zum Umdenken gebracht. Nun wird eben anders bewässert und der Garten in Teilbereichen anders gepflegt.
Und auch das manchmal nur Beobachten ist so spannend, so dass der Garten sich plötzlich in eine Richtung verändert, die wir nie eingeplant hatten, die aber auch ihre Reize hat. Zum Beispiel das immer noch vorhandene Gartenmobile im Apfelbaum ...

Eine Schubkarre würde bei uns gar nicht durchkommen und würde viel Schaden anrichten. Da sind tragbare Taschen viel leichter zu handhaben. Und inzwischen holen wir uns leber den Shredder an die Stelle, wo gerade geschnitten wird. Das ist für den Garten noch verträglicher als meterlange Rosenranken zwischen den Pflanzen durchzuzirkeln.
Material sammeln und Abfahren praktizieren unsere Nachbarn. Die sind damit beschäftigt fast alle Sammelstellen in und um Hannover anzufahren um ihr Material auf dem Anhänger loszuwerden. Sonst wären diese Mengen kostenpflichtig.
Für uns ist der Leisehächsler von Anfang an eine gute Investition gewesen. Auf das Mulchen mit garteneigenem Material werde ich trotz Schnecken & Zecken nicht verzichten. Und das Totholz bleibt eh' bei uns im Wald für Wegeränder & für die Kompostumrandung im Hochwald. Und an den Grenzen lege ich die dickeren Stämme auch aus, um die Stauden etwas am Grenzübertritt zu hindern.
Selbst das Buchenlaub aus dem nördlichen Nachbargarten könnte ich immer noch gut gebrauchen, aber da ich nicht weiß, ob bei denen sich die Zecken auch schon so tummeln, verzichte ich nun doch lieber darauf. Und das schöne Material wird im November wieder per Container entsorgt ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Anfangs hat sicher jeder vieles im Garten anders gemacht. Man lernt ja nie aus.
Ja, bei uns sind ja relativ große freie Flächen, da kommt man mit der Schubkarre prima durch. Und nah am Haus, wo es eng werden könnte, haben wir es uns soweit freigeschnitten, damit wir vom Vorgarten zum hinteren Garten durchkommen. Aber da wären dann Taschen auch zu klein. Bei dem Material, was anfällt bzw. zu zeitaufwändig. Deshalb macht mein Mann das mit der großen Folie. In unserer nB war neulich sogar Ähnliches abgebildet, nur daß sie die Folie noch mit Gurten zu mehreren zogen. Bei uns wird einfach an die Enden mit der behandschuhten Hand angepackt.

Das mit dem Mulchen bedauere ich einerseits auch. Wir hatten früher mal einen großen Shredder, der war allerdings doch recht laut. Insofern würden wir ihn heute auch nicht mehr wollen. Und der den wir hier haben, bringt es nicht bzw. bei uns fällt einfach viel zu viel an, da könnten wir ewig im Garten stehen und shreddern. Deshalb wird der ganze Kram 1 x jährlich abgefahren und los sind wir ihn. Letztendlich sind hier die Flächen ja ausreichend mit Laub bedeckt.
Aber damals hab' ich gern gemulcht, da wir zu der Zeit nicht viel Laub hatten.
Tja, Laub könntest Du von uns Containerweise bekommen - das ist immer eine Mordsarbeit jedes Jahr. Meine Männer sind schon Tage - Wochen davor grantig ;-) und wären echt dankbar, wenn ihnen jemand diese Arbeit abnehmen würde *lach*

Liebe Grüße
Sara