Mittwoch, 6. Juli 2011

Wir sind keine Profigriller ...



Ach, was für ein herrlicher Morgen! Die Vögel zwitschern,
Maus & Allegra spazieren durch den Garten, etwas Morgenlicht
erhellt den Gartentisch und eigentlich könnte es ein richtig
schöner Sommertag im Garten werden ...

Doch heute geht es nun endlich diesem Stückchen Wiese
neben dem Stegpodest an den Kragen. Eigentlich wollten wir
uns schon gestern gegen 20 Uhr mit der Fläche befassen, aber
ein klein wenig bekomme ich nun doch ähnliche Symptome
wie bei einer Sommergrippe. Daher haben wir die Zecken-
bekämpfung auf den Morgen verschoben. Hier, an der Fuge
der beiden Betonplatten stand
der etwa 15cm hohe Gras-
büschel mit dem Zecken-Larvenbesatz
. Wie weit sich die
Larven aus diesem Zeckengelege nun schon in der Wiesen-
fläche ausgebreitet haben, kann ich nicht beurteilen. Aber
fest steht, dass nun sicherheitshalber auch die beiden
weißen Kaukasus-Vergißmeinnicht
abgeschnitten werden
müssen, um möglichst viele Zecken-Larven zu erwischen.

So viel Fläche konnte ich von den Betonplatten aus problemlos
runterschneiden. Doch danach musste ich die Wiesenfläche
betreten. Und obwohl ich meine Gummistiefel und auch die
Handschuhe mit Anti-Zeckenspray behandelt hatte, krabbelten
einige Zecken-Larven an mir hoch. Daher entschieden wir
diesen Bereich erst einmal mit dem Zecken- und Grasmilben
Konzentrat zu besprühen, damit ich mich dann etwas später
noch weiter in der Wiese vorarbeiten konnte.

Wie viele gute Insekten da nun wohl mit in der Zinkwanne liegen?

Doch dieser, mit fast 40 Zecken-Larven besetzte Handschuh ist
wohl Grund genug den Grünschnitt aus der Wiese zu verbrennen.
Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich die Wegwerf-Handschuhe
irgendwann nicht mehr eingesprüht habe. Denn schon vorher
hatte ich einige Blätter und Halme geschnitten von denen die
Larven sogleich auf mich übersiedelten. Teilweise sind sie so
schnell unterwegs und so schwer zu erkennen, dass Wolfgang
mit dem Absammeln nicht hinterherkam. Daher habe ich dann
so manchen Handschuh gleich mit dem Zecken-Besatz in der
mit Chlorreiniger gefüllten Glasflasche versenkt.

Und nun kam noch ein weiteres Problem auf uns zu: Grünschnitt
verfeuern! Ganz einfach, man nimmt eine feuerverzinkte Wanne,
die noch bis heute früh
so idyllisch im Wald stand. Bringt sich
dabei gleich auf dem Weg ein Zeckenweibchen aus dem kleinen
Waldstück hinter der Wiese mit, wirft etwas Altpapier in die
Tonne, dazu etwas
gut abgetrocknetes Totholz von der Kompost-
umrandung aus dem Hochwald
, schneidet die Wiese runter und
mit einem Stabfeuerzeug geht der Kram dann bald in Flammen auf.

Nö. Nächster Versuch: Küchenrolle mit Brennspirtus tränken und
auf den Grünschnitt legen, einen Ast mit Küchenrolle umwickeln,
das Stück am Holz festdrahten, das Papier auch tränken, Feuer-
zeugflamme dranhalten und es entsteht - eine Stichflamme!
Aber das Grünzeugs brennt immer noch nicht ...

Also zu den südlichen Nachbarn, die fast jedes Wochenende
im Garten grillen, um sich von ihnen etwas Grillkohle und ev.
auch Grillanzünder zu leihen. Aber wie es der Zufall so will,
dort ist die Grillkohle abverbraucht, und es gibt nur noch einen
elektrischen Grillanzünder. Aber zumindest ist die Gelegenheit
günstig unseren Nachbarn an unserer Wiese mal zu zeigen wie
winzig klein die Gefahr ist, die da unter jedem Bodendecker
im Garten lauern kann. So klein hatten sie sich Zecken-Larven
nämlich nicht vorgestellt.

Also nun zu den nördlichen Nachbarn, die auch gerne grillen
und noch dazu eine Feuerstelle im Garten haben. Aber dort
fand ausgerechnet jetzt ein Coaching im Garten statt.

Also musste Wolfgang nun losfahren, um im Supermarkt
eine Grillausstattung zu besorgen ...

Mit einem Paket Grillanzünder konnte er dann wenigstens
das Altpapier und etwas trockenes Gras in Brand setzen.


Eine Maus verbrachte die Zeit derweil im Garten hinter
dem Hochwald zwischen Beinwell und Waldmeister. Dort
wo bestimmt reichlich Zecken lauern. Aber dieser Bereich
ist für kleine Mäuse doch so spannend! Alle paar Tage
ist
die Maus erfolgreich und bringt sich wohl von hier
Spielzeug aus dem Garten mit ...


Inzwischen hatte Wolfgang nun mit Hilfe vom flüssigen
Grillanzünder ein Feuer entfacht. Und ich konnte mich
endlich wieder in die Gefahrenzone begeben ...


Und während ich nun immer mit Blick auf meine Gummistiefel
Grünzeug in der Wiese schnitt und ins Feuer warf, klingelte
es an der Tür. Ausgerechnet jetzt, wo ich mal wieder daran
zweifelte, ob ich wirklich weiterhin in diesem Garten arbeiten
möchte, kam ein Päckchen von einer lieben Gartenfreundin,
die unseren Blog schon seit dem ersten Jahr mitverfolgt. Und
während ich schnippelte, packte Wolfgang die Päckchen aus.


So viel Fläche - etwa 3 qm, habe ich nun sicherheitshalber
runtergschnitten und eingesprüht. Ich hoffe, dass die Larven
nicht schon weiter ausgewandert sind. Aber weiter hinten
in der Wiese wurden meine Handschuhe nicht mehr so stark
besiedelt. Jedenfalls kam es mir so vor, als ob sich in diesem
Bereich sogar zwei Zeckengelege befanden: Das erste gleich
vorne an der Betonkante,
wo ich schon vorgestern den Gras-
büschel samt Zecken im Chlorreiniger vernichtete
. Und dann
noch ein weiteres im mittleren Teil der nun nackten Fläche.

Da ich mir nicht sicher war, ob es unter der Rose, wo
sich unser erstes entdecktes Zeckennest befand
, noch
Zecken-Larven gab, habe ich dort das Mulch-Material
sowie die dort liegenden Äste auch gleich mit entfernt.
Und der 'Grillmeister' hatte die Aufgabe sie zu verfeuern.
Das funktionierte nun auch so gut, dass unser Nachbar

von der gegenüberliegenden Straßenseite bei uns ganz
aufgeregt an der Haustür klingelte, um uns mitzuteilen,
dass es bei uns im Garten brennt ...



Fotos: SchneiderHein



Kommentare:

carola hat gesagt…

oh jeh, Silke das liest sich ja alles ganz furchtbar - und es liest sich ja wohl auch nicht nur so . . .
alles alles gute euch beiden.

vlt solltet ihr das grundstück aufgeben ? - ich weiß, klingt hart - aber ein garten der nicht zu nutzen ist, ja im grunde nicht einmal mehr betreten werden sollte, das ist doch keine wirklich zukunfts-alternative.

ach mönsch, das tut mir so leid für euch.
haben eigentlich die nachbarn auch so einen starken zeckenbefall? - wenn ja, könntet ihr vlt gemeinsam was über das veterinäramt unternehmen ?

oder hast du berechtigte hoffnungen dass doch selber noch eindämmen zu können ?

ich wäre jetzt an dieser, eurer, stelle doch ziemlich niedergeschmettert und ratlos.

*euch mal in gedanken dolle drück*
liebe grüße
carola

Sibylle hat gesagt…

das hört sich bei euch nach der reinsten Sysyphosarbeit an. Ihr solltet mal Kontakt zu Profizeckenwissenschaftlern aufnehmen. Die hätten bei euch das reinsrte Paradies. Ich glaube ihr könnt nur kämpfen und es mit Humor nehmen.

Machen Zecken Winterpause?
Vielleicht das dann eure neue Jahreszeit.
Ach, es gibt aber Schlimmeres. Werde erst mal wieder fit und dann auf zu neuen Strategien. Viel Erfolg
LG Sibylle

Lebenszeit hat gesagt…

Liebe Silke,
habe jetzt erst begriffen, was bei euch gerade passiert. Vielleicht solltet ihr euch Unterstützung von einem professionellen Schädlingsbekämpfer holen.
Und schau mal hier was ihr vielleicht für euch noch zusätzlich tun könnt :

http://www.schuessler-salze-service.de/Forum.7.0.html?&tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=4&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=66

Und dann gibt es das noch :

http://www.storl.de/publikationen/cd-dvd/cd-borreliose-natuerlich-heilen-hoerbuch.html

Ich hoffe das es bei euch bald besser wird.
Liebe Grüße
Rita

wiebke hat gesagt…

wwir hatten jal andwirtschaft mit schafen ,rindern, pferd..aber nie diese zeckenplage..ab und zu brachte ein hund mal eine mit, habt ihr so viel wild ? oder zu viele streunende katzen.,zu viele freilaufende hunde, ..
ich würde da wirklich professionelle hilfe vom pflanzenschutzamt nutzen..einmal chemie mit großer spritze wirkt da wunder.. und danach erst mähen und alles kompostieren. herzlicher gruß wiebke

Herz-und-Leben hat gesagt…

Der reinste Krimi! Und es wird hier immer "bunter" - jetzt sogar mit Feuer ...
Weiß gar nicht, ob wir bei uns im Garten Feuer machen dürfen, da gibts ja gewisse Auflagen - aber in der Wanne ist das wohl noch was anderes ...

Kanntest Du die Seiten schon?
http://forum.planten.de/index.php/topic,3338.0.html

http://www.parents.at/forum/archive/index.php/t-637139.html

Jedenfalls werde ich die Mauselöcher, die ich jetzt in Hausnähe entdeckt habe, gnadenlos bekämpfen, auch wenn die kleinen Mäuse mir leid tun könnten .... wir sind uns eben doch wichtiger ... als diese Tiere ...

Alles Liebe
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Ich gebe ehrlich zu, mit dem Gedanken habe ich auch oft gespielt und habe es als Alternative auch immer noch im Hinterkopf. Denn was nützt mir ein mietfreies Haus, das mich durch seine diversen Schimmelprobleme, die wir aus Kostengründen nicht alle oder wenn überhaupt nur allmählich beseitigen können, uns eh' schon krank machen kann? Und wenn nun der Garten noch andere Gesundheitsrisiken mit sich bringt... Da frage ich mich wirklich, ob es das noch wert ist, in dieses Objekt nun noch viel eigene Energie und eigenes Geld zu stecken. Dafür, dass es uns irgendwie ja doch nicht gehört - und spätestens beim Verkauf das investierte Geld futsch ist. Da meinte meine Erbtante es wohl eigentlich so gut und hat nun genau das Gegenteil erreicht ...

Aber wenn ich wie im folgenden Post hier morgens durch den Garten gehe und eine Maus mich begleitet, oder selbst Allegra sich im Garten jetzt wieder mehr Bewegung verschafft, dann bekomme ich zumindest im Moment wieder genug Energie den Kampf gegen die überall lauernde Gefahr aufzunehmen.
Außerdem stehe ich auf dem Standpunkt, dass wir nur die traurige Vorreiterrolle übernehmen, da wir ziemlich konsequent alles unternommen haben, damit sich in unserem Garten Igel so richtig wohl fühlen. Fast jedes Jahr gab es hier eine Igelfamilie mit 4 Kindern und dementsprechend auch reichlich Zeckenbesatz.
Wenn ich mir ansehe, wie viele Bücher es über Igel im Garten gibt und wie viele Igelstationen. Da rollt in den nächsten Jahren auf viele Gartenbesitzer eine Zeckenlawine zu!
Von daher könnten wir nur in einen Dachgarten umsiedeln. Aber wenn Dein Schatziputzi sich auch schon mit Mausi beschäftigen kann!? Mäuse gehören ja auch zu den bevorzugten Zeckenwirten.Un auch Vögel tragen zur Verbreitung bei ...

Zu unseren östlichen Nachbarn bin ich noch nicht vorgedrungen. Da müssen wir erst noch Herr über unseren unkontrollierten Wildwuchs werden, damit der Smalltalk über den Garten wieder möglich ist. Ich denke mir aber, da hat die Zeckenpopulation auch zugenommen, da es in beiden Gärten Teiche gibt. Und Teiche = Wildwechsel, also ideale Plätze um auf Wirte und neue Transportmittel zu lauern ...
Mit meinen Nachbarn auf der gegenüberliegenden Seite und rechts und links habe ich schon gesprochen. Je mehr ich sie jetzt für das Thema sensibilisiere, um so mehr fällt ihnen auf. Aber ich glaube kaum, dass jemand von ihnen Nymphen oder gar Zecken-Larven erkennen wird. Da müssten sie schon zufällig in ein Zeckennest treten. Sie sind ja auch so winzig klein! Bewußt danach suchen, diese Notwendigkeit ist leider noch nicht in den Nachbarköpfen angekommen.
Leider hatte ich noch nicht den Nerv zum Buttersäuretest. Da muss ich fit sein, und Wolfgang muss mir helfen. Sonst ist mir das zu gefährlich - wenn es wirklich funktioniert. Ich denke mir, wenn der Test Zecken wirklich aus den Beeten locken kann, dann werden die Nachbarn in der näheren Umgebung bestimmt mitziehen. Ebenso ist jetzt in den Köpfen angekommen welche Gefahren die Igelfütterung mit sich bringt.

Da ich mich im Herbst nun doch von den zwei über 40 Jahre alten Fichten an der Südgrenze (mitgeerbter Nachbarschafts-Rechtsstreit)trennen will, brauche ich eine Genehmigung vom Grünflächenamt. Wir haben hier noch die Baumschutzsatzung. Soweit ich weiß, kommen die sogar wieder zur Begutachtung vorbei. Ich denke mir, da macht es Sinn das Zeckenproblem mal anzusprechen. Denn in der Eilenriede - einem Stadtwald von Hannover gibt es noch zeckenfreie Bereiche, aber auch schon seit über 4 Jahren total verseuchte Gebiete ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sybille
Genauso sehe ich das auch!
zuerst werde ich jetzt mal abwarten, was das Grünflächenamt sagt - siehe @ carola.
Ich hoffe ja nicht, dass die Baumschutzsatzung in unserem Garten dazu führt, dass wir pro gefällter Fichte nun auch noch als Ersatz 1 Baum und 2 Sträucher pflanzen müssen und somit unser Verschattungsproblem im Garten noch verstärken ...
Wenn das mit er Buttersäure zum anlocken hinhaut, wollte ich mich mal mit den wissenschaftlern in Verbindung setzen, die das mit der Buttersäure auf dem erhitzten Stein ausprobiert haben. Ebenso wären der Kontakt zu den Herausgeber von Zecke.de bestimmt langsam mal ganz interessant.Und warum ich im www von dem Forschungsprojekt mit Fadenwürmern und Schimmelpilzen seit 2008 nichts mehr finde? Da wollte ich auch mal anfragen, wo das Projekt jetzt steht. Ja, es gibt eine menge Möglichkeiten. Aber ohne die Beiträge im Gartenforum von Harald W., zu dem ich jetzt schon häufiger Mailkontakt hatte, habe ich auch gar nicht geahnt welche langfristig große Gefahr von Zeckennestern ausgeht bzw. schon ausgegangen ist.
Denn die Medien stellen ja überwiegend eigentlich nur das ausgewachsene Zeckenweibchen als Gefahrenquelle für den Menschen dar. Bei mir war es aber eine wohl über einen Tag unentdeckte Nymphe, die mir einen Dosis Borrelien verpasst hat. Und noch dazu war die Wunde erstaunlich gut verheilt. Im Moment geht es mir noch relativ gut. Fast zum Bäume ausreißen. aber ichvermute in den nächsten Tagen werde ich wegen der Antibiotika Magenprobleme bekommen und runterfahren müssen.
Dabei wäre es jetzt optimal mit der Buttersäure zu experimentieren. Denn unsere Nachbarn haben in den nächsten 3 Wochen kein Seminar im Garten. Es ist verdammt schwer einen Termin zu finden, wo Wetter, eigene Verfassung und Nachbarveranstaltungen so einen Test ermöglichen. Bis jetzt haben mich alle gewarnt, dass es fürchterlich stinkt. Aber den Versuch ist es wert. Denn ich vermute an drei weiteren Stellen Zeckennester im Garten. Und laut harald W. sollte ich um so ein nest lieber die Flächen im Umkreis von 2m behandeln. So weit können sich nach seinen Erfahrungen die kleinen Krabbler von selbst ausbreiten, bevor sie auf ein anderes Reisemittel umsteigen ;-)

Zum Glück sind Wolfgang und ich Winterkinder und haben kein Problem damit die Hauptgartenarbeiten im zeitigen Frühjahr und Spätherbst oder gar Winter zu erledigen. Und dann ist es auf der geschützten Bank am Teich auch wieder richtig schön! Vielleicht bleibt uns dann bald wieder der Sommer auf der Betonfläche und vor dem Treppenhaus als Raum zum Genießen - hoffentlich ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Rita
Einen Schädlingsbekämpfer hatte ich im Winter vor 3 Jahren mal im Haus, da sich ein Mauswiesel unsere Zimmerdecke als Wohnquartier ausgesucht hatte. In 2 Einsätzen wurden 5 Köderschalen auf dem Dachboden verteilt. Da haben wir wohl sämtliche Ratten, Mauswiesel usw. auf unser Dach gelockt und die Umgebung vom Ungeziefer befreit. Danach wurde die Fehlstelle im Dach geschlossen. 2 Winter war Ruhe in der Zimmerdecke. Und nun wurde die versiegelte Stelle von Tieren wieder freigelegt, und sie haben noch ein paar Eingänge ins Dach gefunden ...
Abgesehen davon, dass ein Schädlingsbekämpfer wohl auch nur flächendeckend den Garten bis zu einer Höhe von 70cm bis 1m mit dem Neudorff-Mittel oder etwas noch extremeren einsprühen könnte, und diese Prozedur mehrmals wiederholen müsste, würden dabei viele nützliche Tiere umkommen. Daher verwende ich das Mittel nur in der Umgebung von Nestern. Nymphen und ausgewachsene Zecken lassen sich ganz gut Absammeln. Und falls es doch demnächst eine Möglichkeit gibt mit Fadenwürmern Zecken zu bekämpfen, dann hätten sie bestimmt nicht mehr die idealsten Bedingungen in unserem Garten, wenn wir zu viel Spritzmittel verwenden. Außerdem wäre es wohl ähnlich, wie jetzt mit den Bewohnern in unserer Zimmerdecke, die wieder eingezogen sind. Genauso würden die Zecken aus den Nachbargärten nachrücken ...
Das Problem muss langfristiger und nachbarschaftsübergreifend angegangen werden bzw. wir müssten unseren Garten zumindest gegen Igel und Mäuse abschotten ...

Die Links werde ich mir mal ansehen. Aber im Moment sehe ich es als sinnvoll an die 20 Tage Antibiotika zu nehmen und mich dann testen zu lassen. Zum Glück ist es 21 Jahre her, dass ich mal 1 oder 2 Wochen Antibiotika nehmen musste. Salze und Globulis nehme ich sowieso schon, wenn der Magen rebelliert oder Migräne, Dauerhusten bzw. die Knie- & Handgelenke mich nerven.
Und für die Zeit danach werde ich eh' mal zusammen mit meiner Hausärztin überlegen müssen, wie ich zukünftig mit Zeckenstichen umgehe. Denn das wird trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und dem gut trainierten Zeckenblick bestimmt nicht mein letzter verseuchter Stich sein. Und bei Wolfgang auch nicht - er hat sich noch nicht testen lassen, kommt aber das nächste Mal mit. Daher müssen wir zukünftig auch noch viel mehr für unser Immunsystem tun ...

Laut Harald W. - der aus dem Gartenforum - ist es bei ihm nach 2 Jahren konsequentem Zeckensammeln nicht mehr so schlimm im Garten. Aber ich habe mir bis jetzt ja nur einen Teil der kleinen Wiesenfläche vorgenommen. Und dort bis jetzt schon fast 2.000 Tierchen - aber überwiegend Zecken-Larven! - herausgefischt. Der Rest des Gartens - also etwa 620qm ist so gesehen noch unbeobachtet. Ich werde bestimmt länger brauchen. Und muss - anders als bei den Schnecken - immer am Ball bleiben, solange wir uns im Garten auch über 5° aufhalten wollen ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Wiebke
Ich glaube inzwischen habe ich alles in meinen vorhergegangenen Kommentaren erklärt warum ich gegen einen Schädlingsbekämpfer bin und warum ich das auch als wenig erfolgversprechend empfinde - siehe @ Rita.
In dem Post 'Zecken im Rindenmulch': http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.com/2009/11/zecken-im-rindenmulch.html
Gibt es einen Link zu einem anderen Post von Renate Blaes, in dem Beate Eickelmann über den Einsatz des Neudorff Zecken- und Grasmilben Konzentrates in ihrem Garten berichtet. Dazu nimmt auch Karin Greiner Stellung. Beate Eickelmann hatte den Vorteil, dass sie den neu ausgebrachten Mulch einfach entfernen konnte, der ja wohl bei ihr das Zecken-Übel war. Bei uns sitzen die Nester = die langfristige Gefahr aber gut geschützt in der Mulchschicht. Ich hatte hier mal in einem meiner Zeckenkommentare einen konsequente Zeckenbekämpfung durchgespielt: Dabei müsste der gesamte Mulch (inzwischen geshreddertes Eigenmaterial) aus dem Garten entfernt werden. Ganz ehrlich, das wäre nicht mehr ein Garten, in dem ich mich aufhalten möchte.
Also werde ich es mit Babyschritten probieren und den Garten weiterhin beobachten. Und soweit als möglich Igel & Mäuse - hier wohl die Hauptwirte - auszusprerren. Freilaufende Katzen gibt es zwar reichlich, aber dort scheinen alle Besitzer auf Zecken zu achten. Gegen Eichhörnchen, Vögel und Mauswiesel oder Marder werden wir hier in den Siedlungsgärten wohl kaum etwas unternehmen können ...
Außerdem bin ich gespannt, was das Grünflächenamt sagt, wenn sie zur Baumbegutachtung kommen (siehe @ Carola)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Die Links schaue ich mir gleich mal an ...

Unsere Nachbarn machen häufiger Lagerfeuer. Da gab es noch nie Ärger. Aber wir müssen halt noch lernen, wie man Feuer macht. Doch dazu werden wir wohl im Laufe der
Jahre noch reichlich Gelegenheit bekommen! Und das nächste Mal fragen wir vorher unseren Nachbar-Profi - der war nur leider nicht da!

Die Mäuse werden durch Maus inzwischen gut in Schach gehalten. Es scheinen wirklich mehr Mäuse geworden zu sein, denn 1 bis 2x pro Woche bringt sie sich jetzt Spielzeug mit. Und so leid es mir auch tut, nun darf sie auch mit ihnen spielen. Meist kommen sie jetzt eh' schon geschädigt in der Wiese an.
Die Mäuschen sind wohl dank des Futterhauses auf dem Gartentisch gut über den Winter gekommen. Wenn ich jetzt konsequent Zecken bekämpfen will, muss ich das Fallobst vergraben und darf im Winter keine Vögel = Eichhörnchen & Mäuse füttern. Und eigentlich sollten wir unseren Teich = Wasserstelle für die Tiere auch gleich mit abschaffen ...
Ob uns diese 360° Drehung in der Garteneinstellung allerdings gelingt???

carola hat gesagt…

Silke, ich noch mal wegen der Igel und der Vögel.
also Vögel mit zeckenbesatz das ist schon etwas abwegig. und sollte an und für sich in einem normalbereich auch gar nicht vorkommen.
aber offenbar ist das bei euch - und ich meine damit nicht nur euren garten, sondern auch die umgegend,ja eben kein normalbereich.
da ist wohl in der tat das gesundheitsamt gefragt, bzw gehört diees problem endlich auch einmal richtig massiv öffentlich gemacht.

UND JETZT NOCH EIN WORT ZU DEN IGELN:
da ich ja nunmal ein ausgemchter Igelfan und schützer bin, kann ich auch in diesem falle nur das gleiche vortragen wie bei den Vögeln zuvor.
im AK Igelschuzt Berlin werden jährlich tausende Igel aufgepäppelt und durch den winter gebracht. und längst nicht jeder Igel hat zeckenbefall, und schon gar nicht in einer "bedrohlichen" menge.
also auch das muß an umweltbedingungen liegen.

und "unsere" mausi hat keine zecken - weil wir hier keine haben.
keine allereinzigste.
und ich hatte in den vorjahren ja auch des öfteren das zweifelhafte vergnügen kleine, ganz kleine und ausgewachsene begraben zu müssen - nicht eine einzigste zecke sah ich jeh an einer von den dutzenden.

nein, bitte nicht andere tiere, die ohnehin auch nur opfer und nicht täter sind, jetzt verdammen.

zumal gerade der Igel sich überwiegend von larven /Käfern ernährt - da dürften schon auch zeckenlarven dabei sein.

es muß also ein nützling fehlen der zeckenlarven vertilgt - hat das schon mal einer unter/ver-sucht?
da ich bislang -gsd- keine notwendigkeit sehe, mich da hinein zu knien, weiß ich das nicht - und wüßte auch gar nicht bei wem und /oder wo ich da das reherchieren anfangen müßte.
mir scheint, der von dir angedachte, kontakt zu den wissenschaftlern der sinnvollste weg.

nichts für ungut und liebe grüße
carola

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Die Mäuse sind hier sicherlich an der Verbreitung schuld. In einem der früheren Zecken-Posts hatte ich dazu einen Link von Eva Scholl veröffentlicht: http://www.evascholl.de/texte/Zecken%20PCN%20oct06.pdf
Und wenn ich mir ansehe, wie winzig klein und schnell Zecken-Larven & Nymphen sind, dann betrifft so ein Befall jedes Säugetier und auch Vögel - alle, die auch nur kurz Bodenkontakt haben, also auch den Menschen! Der angeblich eine zu dicke Haut für die Larven haben soll ... ;-)
Bei dem in einem früher schon beschriebenen Nachbarshund waren es sogar um die 140 Zecken-Larven, die der Tierarzt entfernen musste.

Bei den Igeln habe ich nicht nur hier, sondern auch bei meiner Mutter im Garten, schon seit einigen Jahren verstärkt Zeckenbefall an Igeln feststellen können. Ich hatte auch schon vor einigen Jahren mit unserem Tierarzt darüber gesprochen. Aber da standen wir leider noch auf dem Standpunkt, dass Zecken nun mal zur Natur gehören und es ja kaum durchführbar wäre alle Gartenigel in regelmäßigen Abständen mit Frontline - in welcher Dosis? zu behandeln.
Also hier waren jedenfalls vor 3 Jahren Igel mit bis zu 4 oder gar 7 erwachsenen gut sichtbaren Zeckenweibchen gleichzeitig am Kopf & zwischen den Stacheln keine Seltenheit. Sie waren ja keineswegs scheu, sondern kamen sogar mehrmals ins Haus. Wie viele Nymphen und Zecken-Larven sich dann noch zusätzlich auf ihnen befanden, dass habe ich bis jetzt noch nicht festgestellt. Aber sie waren & sind ganz bestimmt da!

Allerdings ist es im Nachhinein vielleicht sogar ein Vorteil, dass sich der Zeckentreffpunkt (Partnerbörse für erwachsene Zecken) durch unser Katzenfutter überwiegend in der Nähe der Wiese und des Hochwaldes konzentrierte. Das macht die Bekämpfung nun vielleicht leichter.
Denn nachdem ich das Katzenfutter nicht mehr rausstelle sondern 2x am Tag trotz 2 Katzen nun einen halbe 85g Dose bzw. 1/2 100g Beutel wegwerfen muss, versammeln sich die erwachenen Zecken an den höheren Halmen in Stegnähe. Und nicht mehr wie früher vor dem Treppenhaus am Wiesenrand zur Betonfläche. Da habe ich vor etwa 2 Wochen bestimmt über 30 Männchen bzw. Weibchen problemlos absammeln können. In den letzten Tagen sind dort trotz zeckengünstigem Wetter keine mehr auf den Halmen zu sehen.

Außerdem befürchte ich, es ist in den Gärten wirklich eine Frage des genauen Hinschauens ist. Denn der weiße Tuchtest, der auf Zecke.de empfohlen wird, brachte auf der Wiese bei uns kaum ein Ergebnis. Aber mein Testsocken leider schon. Allerdings hängt das Ergebnis auch extrem vom Wetter, der Besonnung und der Tageszeit ab.

Und inzwischen befürchte ich, bringt sich Maus die Zecken auch aus Nachbargärten mit. Die geht nämlich mindestens 3 Gärten weiter ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola - Teil 2
Bei Euch, in dem Bereich mag es keine oder kaum Zecken geben, aber vom Grunewald hatte ich auch schon einen älteren Artikel im www gesehen, wo vor Zecken gewarnt und wohl etwas geforscht wird. Es sind wohl bestimmte Gebiete, die zuerst mehr betroffen sind, aber von denen breitet es sich dann wahrscheinlich allmählich aus. Denn Fressfeinde haben diese Tierchen mit dem extrem schwer zu knackenden Panzer anscheinend nicht. Mit diesem Vorteil hat die Natur eben nicht nur die Nacktschnecken ausgestattet ;-)

Wie schon geschrieben, muss ich in den nächsten Tagen eh' Kontakt zum Grünflächenamt aufnehmen, damit ab Oktober die beiden Fichten gefällt werden können. Ich bin mal gespannt, was die zu dem Problem sagen. Aber wahrscheinlich nichts. Denn seitdem wir an der offenen Pforte teilnehmen, weisen wir auch auf unsere Zecken im Garten hin - selbst noch im gedruckten Veranstaltungskalender 2010, als wir das letzte Mal an der offenen Pforte teilnahmen.
Denn dieses Problem ist nun mal eng mit dem zukünftigen Verhalten im Garten verbunden und verdient genauso seinen Platz unter den Gartenthemen wie Schneckenplage, Läusebefall, Rasenpflege, Gemüseanbau, Kompostieren oder Spezialthemen wie Hosta, Rosen oder Hauswurze ...
In diesem Sinne werde ich hier noch einiges unter dem Label Zecken berichten, verlinken und mit dem Thema nerven. Natürlich werde ich auch Kontakt zu den Wissenschaftlern aufnehmen, die hoffentlich noch an dem Thema dran sind!

Und leider stehen wir nun, nach all' den gelesenen Infos, auf dem Standpunkt, dass Igel im Siedlungsgarten nix mehr verloren haben. Früher hat Wolfgang einen Igel, der vor der Tür saß in den Garten gebracht, und heute würden wir einen Igel wohl in den nahegelegenen Wald bringen. Da gehören Igel nämlich hin. Hier haben sie inzwischen zu kleine Reviere und vermehren sich anscheinend auch viel zu gut. Schließlich haben wir mit unserer Gartengestaltung dazu beigetragen, dass hier oft genug kleine Igel entstanden, erfolgreich aufgezogen wurden und auch gut über den Winter kamen.
Mir fällt diese 360° Drehung sehr schwer, aber die ist mir immer noch lieber, und ich finde sie ökologischer als jetzt den ganzen Garten mehrmals über Jahre hinweg mit Gift zu bombardieren ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Hallo liebe Silke,
das sehe ich auch im Grunde so wie Carola. Ich würde mich an die betreffenden Stellen wenden. Es gibt sicherlich auch Kammerjäger für den Außenbereich.

Ich denke auch, bei Euch ist das schon ein Sonderfall. Zumal wenn die gesamte Gegend verseucht ist, wie Du schreibst. Denn in der extremen Anzahl, die Du hier beschreibst und auch fotodokumentarisch zeigst ist das ganz gewiß schon ein Fall, den man den Behörden melden sollte.
Wir hatten früher auch immer Igel, aber niemals überhaupt Zecken oder gar solch ein Ausmaß an Zecken. Was ich aber auch glaube, ist, daß Igel wie überhaupt alle Tiere entsprechend geräumige Reviere brauchen, in denen alle anderen Bedingungen stimmig sind. Sobald sich da etwas zu dicht drängt, besteht Seuchengefahr. Und es ist gewiß auch nicht gut, Igel mit Katzenfutter, das ja kein artgerechtes Futter darstellt, durchzufüttern. Wie überhaupt auch zuviel Vogelfütterung nicht gut ist. Die Tiere werden faul, sie sollen draußen ja selbst ihr Futter erjagen!

Und gerade auch Mäuse oder gar Ratten zumindest in Hausnähe sollten ohnehin nicht sein. In der Natur, im Wald, ist nichts dagegen zu sagen. Aber am Haus ist doch immer noch einmal etwas anderes.

Und auch folgendes - denn irgendwelche Haufen im Garten, wo das Zeug lange vor sich hin gammelt kann ja auch nicht gut sein ... ich räume unseren Garten daraufhin derzeit auch gerade auf - auch zuviel Laubhaufen - alles was zu dicht ist - man muß bedenken, daß das kein Wald in dem Sinne ist sondern ein Garten am Haus und da will man nun einmal kein Ungeziefer haben!

http://www.schadeberlin.de/aktuelles.php

Ratten und Fliegen finden in falsch angelegten Komposthaufen ideale Lebens- und Brutbedingungen

Herz-und-Leben hat gesagt…

140 Zecken oder -larven, so etwas habe auch ich noch niemals im Leben gehört! Wenn ein Hund mal 3 Zecken hat, ist das schon sehr viel - so kennen wir das. Alles was ein "Mehr" ist, das sehe auch ich so, da stimmt etwas grundlegend nicht und das ist dann ein Fall für Fachleute und den Seuchenschutz.

Eine Katze meiner Mutter, die früher auch mal draußen herumlief, da sie ausgebüxt war, brachte zwar keine Zecken, dafür aber jede Menge Flöhe mit - so unterschiedlich ist das.

Was Vögel betrifft, hier habe ich z.B. etwas über Taubenzecken gefunden

http://www.lagus.mv-regierung.de/land-mv/LAGuS_prod/LAGuS/Gesundheit/Infektionsschutz__Praevention/Publikationen/Allgemeine_Publikationen_-_fuer_Buerger/Taubenzecken.pdf

Das Ganze kann aber auch mit dem Katzenfutter zusammenhängen, denn wie Du ja geschrieben hast, ernährten sich auch andere Tiere, wie auch Igel davon. Und ich glaube nicht, daß das gut ist, wenn man diese mit noch dazu nicht artgerechtem Futter durchfüttert.

Lebensräume der Zecke ist sicher auch noch ganz interessant

http://www.zecke.ch/fsme/fsme_p002_03.asp?nav=2&subnav=2

und da steht es auch, daß Zecken ertrinken bzw. ersticken im Wasser. Da ist auch von den natürlichen Feinden zu lesen, z.B. eine Vogelarten. Oder Fadenwürmer, Sumpfschildkröten, Miniwespen Ixodiphagus


Lieber Gruß
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Und falls Dir das mit der Uni Hohenheim noch nicht bekannt sein sollte


http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-44910.html

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich finde Du übertreibst, denn Hannover kennt das Problem schon länger. In diesem Text steht was von 15 Zecken pro qm und das bereits im Mai 2008: http://www.rockszene.de/News04/Vorlagen/news-280508_1.html

Und wenn ein kleiner Hund auf ein Zeckenest trifft, dann hat er bei etwa 140 Zecken-Larven sogar noch Glück gehabt, wenn eine Zecke 500 bis 3.000 Eier legt.
Von daher kann mich meine Zahl von fast 2.150 Tierchen (die darin enthaltenen Larven kann ich nur schätzen) nicht mehr schocken, seitdem ich den Beitrag von Harald W. in dem Gartenforum gelesen habe. Ich weiß, Du zweifelst seine Angaben an. Aber ich finde sie nach meinen jetzigen Erfahrungen durchaus plausibel.
Bei ihm scheint das konsequente Handeln nach 2 Sommern übrigens zum Teilerfolg geführt zu haben.

Außerdem ist in dieser Region das Problem recht neu, aber was sollen die Leute in Südhessen, Baden Württemberg und Bayern sagen? Die haben noch dazu das FSME-Risiko.

Dass wir hier eine Reihe von Fehlern gemacht haben, bestreite ich nicht, aber deswegen brauchst Du mich auch nicht weiter in Bezug auf die Igelfütterung belehren. Ich denke mir, jeder der hier noch mitliest wird es sich in Zukunft mehrfach überlegen, ob er einem Igel im zeitigen Frühjahr oder Herbst noch Futterhilfe leisten sollte. Und ich muss nun ja leider auch seit einigen Wochen reichlich frisches Katzenfutter in die Tonne treten. Dann bedienen sich die Drosseln eben wieder mehr am Fischfutter ;-)Denn leider haben auch den Fehler in der ersten Garten-Euphorie gemacht Kois anzuschaffen, die auch nach 11 Jahren bzw. 14 Jahren immer noch in unserem zugewachsenen Teich überleben.

Zum Thema Ertrinken und Zecke hast Du wahrscheinlich eine veraltete Seite erwischt. Schau mal hier - nach neuesten Tests überleben Zecken bis zu 3 Wochen unter Wasser: http://www.zecken.de/forschung/zeckenhaertetest/

Uns geht es jetzt darum hier über die möglichen Gefahren und Fehler zu berichten, die wohl leider aus Unwissenheit bei der Anlage eines naturnahen Gartens entstehen können. Aber aus Fehlern kann man lernen. Und unsere angrenzenden Nachbarn haben wir schon vor Jahren über dieses Problem informiert ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ah, da hast Du ja noch einen älteren Text zu dem Thema herausgefischt ...
Ich kenne nämlich den Stand vom Oktober 2007: http://www.bio-pro.de/magazin/wissenschaft/archiv_2007/index.html?lang=de&artikelid=/artikel/02099/index.html
und Juni 2008, wo es wohl spannend war, ob es noch Fördergelder gibt: http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Verbraucher/Neue-Bio-Methoden-zur-Zeckenbekaempfung-entwickelt_article1213117211.html

Darum bin ich auch gegen Schädlingsbekämpfer und zu viel chemische Keule.

Und ich bin natürlich weiterhin für jeden Tipp dankbar!

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Na, aber Du nennst schließlich diese Wahnsinnsmengen, da kann einem ja angst und bange werden und die stellen ja nun mal eine Gesundheitsgefahr für euch dar, die ihr direkt in dem Inferno wohnt! Insofern …

Also ich habe von so viel Zecken wirklich noch nie gehört, auch nicht bei Tieren. Deshalb wundert es mich immer wieder aufs Neue! Wenn ich das alles von Dir nicht gehört hätte, hätte ich es nicht gewußt.

Sicherlich sind auch mir Zecken keine Unbekannten, aber eben nicht in dem Ausmaß. Und es gab Jahre, in denen wir von ihnen überhaupt nichts mitbekamen, trotz Gartens!

Ich werde z.B. das Vogelfüttern auch wieder auf ein geringes Maß beschränken, nämlich nur bei Wetterlagen, bei denen diese überhaupt nichts selbständig finden können. Es ist eben Natur ... mit Belehren hat das ja nichts zu tun - war nur eine Feststellung. Ich bin ja selbst so blauäugig, weil es ja auch so nett ist, die Vögel zu beobachten ...

Als wir früher mal im Mitleidswahn einen vermeintlich verlassenen Jungvogel in unserem Garten fanden und ins Tierheim bringen wollten, wurde uns bedeutet, daß wir den da mal schön lassen sollen. Die Natur hilft sich selbst. Am anderen Morgen war er tot. Angefressen! Aber so geht es in der Natur - man will das immer nicht wahrhaben und es tut einem leid ...

Zecken.de … na gut, aber die Waschmaschine ist sicher nicht mit der Toilette vergleichbar. Darin überlebt ja auch manches andere. Ich weiß es zwar nicht, da ich selbst es noch nicht ausprobiert habe, aber die Seite war wohl die eines Kammerjägers ...

Wie auch immer - gezielt gesucht speziell danach hatte ich da jetzt auch nicht, ich fand das von der Uni nur nebenbei. Zumindest gibts ja natürliche Feinde, das ist ja schon mal was!

Liebe Grüße
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Huch, die Mails kommen heute aber unregelmäßig rein. Eben kam eine von einer Antwort von Dir von viel weiter oben ;-) Aber Blogger hat schon wieder massive Probleme ... diesmal sogar mit Chrome, was noch nie der Fall war.

http://www.google.com/support/forum/p/blogger/thread?fid=554cc4d4f1787ae00004a7b8e0ff33c5&hl=de

Da ist heute der Wurm drin!

Ach, naja, übertreiben muß man es auch nicht, denke ich. Aber AM Haus, da ist schon was dran, daß man besonders in dem Bereich (bis zu einem gewissen Umkreis) aufpassen "muß" (also jetzt ganz ohne Besserwisserei und daher auch in Häkchen ...) Es ist eben die Frage, wie man seinen Garten benutzen will. Wenn man das größte Dickicht betritt, kann man sich natürlich etwas einfangen. Ich vergleiche das immer mit dem Urwald, in dem ja diverse Gefahren lauern. Und man auch ohne Tropenkleidung á la Daktari sich da kaum reinwagen würde mit sonstigen Utensilien ausgestattet ...
Und je wilder ein Garten wird .... auch wenn Du schreibst, Nachbarn mit ausgefegtem Garten hätten ebenso viele Zecken ... aber da, denke ich, spielt der Gesamtzusammenhang aller Gärten in dem Bereich mit eine Rolle.

Wie auch immer, Mäuse am Haus ... dazu schrieb ich ja - habe hier auch Mauselöcher entdeckt und demnächst wird was besorgt, damit sich das Problem erledigt. Mäuse am Haus wollten wir noch nie, auch wenn ich sie sonst possierlich finde und sie mir einerseits auch leid tun. Aber da geht's halt nach dem Motto die Maus oder wir ...

Und das kenne ich schon seit meiner Kindheit, daß meine Großmutter dagegen was unternommen hat. Sie bewirtschaftete zwar einen Nutzgarten, der kaum Wildwuchs aufwies. Jedoch hatten wir durchaus auch eine wilde Ecke und es gab auch Igel, die da fest wohnten, auch Kröten. Nur Mäuse, Ratten, so etwas durfte bei uns nicht ansatzweise in den Garten, da wurden Fallen aufgestellt und Gift ausgelegt mit Erfolg. Wenn ich's auch schrecklich fand - damals ...

Man möchte gern mit allem in Eintracht leben, aber ganz so geht das wohl leider nicht. Die Geschichte von dem Buddhist, der sich nicht traut, auf Mikroorganismen zu treten ... der würde letztendlich wohl verhungern oder so - wie sollte das gehen? ;-)

Renate hat gesagt…

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo nach jedem Ausflug bis zu einem Dutzend Zecken pro Katze auf deren Fell rum krabbelten, gibt es dieses Jahr sehr wenige. Was mich sehr freut.

Ich weiß, weiß wie unangenehm eine Zeckenplage für Tier und Mensch ist und wünsche viel Erfolg bei der Jagd nach diesen fiesen Blutsaugern!

Liebe Grüße
Renate