Montag, 18. Juli 2011

Jetzt reicht es!


Ich bin zwar überhaupt kein Fan von Schädlings-Bekämpfungs-
mitteln, aber als mir
am Samstagmittag eine Nymphe und gleich
hinterher eine Zecken-Larve über die Hand liefen
, als ich zu
meinem Klemmbrett unter dem Zinktischchen griff, war das
schon heftig. Wenig später erschien noch eine weitere Nymphe,
und plötzlich thronte sogar noch ein winziges Tierchen mitten
auf dem
Tischchen vor dem Treppenhaus. Danach war uns dann
die Lust auf Garten vergangen, und wir zogen den
Blogger-
blick
im Haus vor.

Leider passte es am Sonntag nicht, die Betonfläche und vor allem
den unteren Bereich der Fensterprofile vom Treppenhaus mit dem
Neudorff Zecken- und Grasmilben Konzentrat zu behandeln, denn
unsere grauen Damen waren immer abwechselnd im Garten unter-
wegs, oder der Boden war gerade mal wieder zu feucht vom Regen.

Heute nun, waren beide Katzen müde, schliefen im Haus, und die
Betonplatten waren sogar mal wieder trocken. Und selbst noch
beim Aufsammeln vereinzelter Blätter mit ungeschützten Händen,
musste ich schon wieder eine Zecken-Larve von mir abpflücken
und im Chlorreiniger versenken. Es tut mir leid um jedes Insekt,
das nun wegen der Zecken auch sein Leben lassen musste ...


Aber zumindest ein paar Tage möchte ich hier mal
etwas gelassener sitzen können. Und nicht erst bei
unter 5 Grad Celsius! Auch wenn wir für die kältere
Gartenjahreszeit schon vorsorglich Fleecedecken
angeschafft haben ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Elke hat gesagt…

Ohje, das ist wirklich heftig.
Ich habe jetzt in einer Gartenzeitschrift von einem Produkt gelesen (Zeckenrollen heißt es), das ist mit DEET (glaub ich) getränkte Watte, die sich die Mäuse in ihre Nester mitnehmen, um ihre Zecken abzutöten. Es ist sehr teuer und ich weiß nicht, ob es sich lohnt, denn die Igel werden die Watte nicht attraktiv finden, fürchte ich....
Aber so langsam brauche ich auch eine Lösung...
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ich kann Dir wirklich nur raten in Deinem Fall auch endlich aktiv zu werden. Ich hatte Dir ja schon ein paar nicht ganz leicht durchzuführende Tipps für Deine Garten-Situation gegeben - Zeckenpost vom 4. Juli 2011.
Jeder Garten ist eben anders, und man muss wohl sehr genau beobachten wo und warum sie an bestimmten Stellen auftreten. Denn nur mal eben alles kahl schneiden, verfeuern und die chemische Keule anwenden führt sicherlich schnell zu Resistenzen ... Aber mit Zecken besetzte Tiere suchen danach bestimmt wieder den Garten auf. Es sei denn Du tust danach alles, dass sich kein Vogel, Igel oder eine Nachbarskatze in Deinen Garten begeben kann :-(

Die Zeckenrollen hatte ich auch schon früher im www entdeckt. Da gibt es hilfreiche Infos zur Gartengestaltung, wenn man schon Zecken im Garten hat, bzw. die Gefahr vielleicht schon im Voraus eindämmen möchte.
Aber bei uns gibt es so viel Baumaterial für Mausenester im Garten, dass ich den Gedankenansatz zwar gut finde, jedoch nicht daran glaube, dass unsere Mäuse chemisch benetztes Baumaterial verwenden würden.
Die sind genau wie unsere Schnecken, Igel und Vögel recht anspruchsvoll und verwöhnt ;-)

Ich setzte zunächst auf den sparsamen Einsatz des Neudorff-Mittels. Und dann auf den Buttersäuretest zum Anlocken der Zecken aus den Beeten. Aber bisher hatte ich noch nicht den Nerv es zu probieren. Oder unsere Nachbarn hatten gerade Feiern oder Seminare im Garten! Außerdem brauche ich dazu Wolfgang - allein traue ich es mich nicht. Wenn da wirklich ganze Nester auf die 37° erwärmte Wärmflasche zusteuern sollten, dann brauche ich seine helfende Hand! Auch wenn Harald W. mir den Tipp gab die Zecken dann mit starkem Packband - einfach wie mit einer Fusselrolle vom Stoff abzuziehen ...

Frauke hat gesagt…

Hallo Elke,
Ich würde einen Schädlingsbekämpfer einschalten, und mehr Licht und Sonne in den Garten bringen,
zu Bäumen und Wald siedeln sich nun einmal Zecken an
Forstarbeiter sind fast alle schon erkrankt
herzliche Grüße Frauke,
da genieße ich doch meinen sonnigen offenen Garten

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Da kennst Du wohl leider die Baumschutzsatzung in Hannover nicht ...
Es wird schon spannend, ob ich überhaupt die beiden hohen Fichten, die ganz dicht an der Südgrenze stehen fällen lassen darf. Bzw. wann mein erst am Sonntag gestellter Antrag überhaupt bearbeitet wird. Und ob ich die Genehmigung noch in diesem Jahr erhalte. Da wird mein Zeckenproblem, das ich allerdings erwähnt habe, wohl kaum etwas beschleunigen.
Ich hatte mit dem Grundstück 1995 sogar wegen der beiden Grenzfichten einen Rechtsstreit mitgeerbt. Und durfte nach einer schriftlichen Genehmigung ein paar Äste der Fichten im unteren Bereich entfernen lassen. Die Fotos aus dem Gartenfotoalbum zeige ich hier demnächst mal.
Falls es Dich interessiert, wie schwierig es ist in Hannover in Privatgärten Bäume & sogar Sträucher beschneiden bzw. fällen zu lassen - schau mal hier:
http://www.hannover.de/de/umwelt_bauen/umwelt/nat_schuLHH/baumsch/
und hier:
http://dyn2.hannover.de/data/download/lhh/umw_bau/baumschutz1.pdf
Wahrscheinlich muss ich dann sogar Ersatz pflanzen ...
Die 10.000,- Euro für diese Ordnungswiedrigkeit beim unterlaubten Entfernen zweier Fichten möchte ich nicht investieren ...

Zum Thema Schädlingsbekämpfer und den dadurch entstehenden Resistenzen bei Zecken habe ich hier unter den diversen Zeckenposts nun eigentlich wirklich schon genug geschrieben, werde es aber demnächst nochmals alles in einem Post zusammenfassen.
Und nur mal so für eine Kostenvorstellung: Der Schädlingsbekämpfer, den ich wegen des Mauswiesels in der Zimmerdecke beauftragte, kam 3x für kurze Zeit zur Begutachtung und zum Auslegen von 5 Köderschalen auf dem Dachboden. Das kostete mal eben über 500,- Euro vor 2 1/2 Jahren. Was es dann wohl kosten würde 630qm Gartenfläche zu behandeln? Denn nur 1x würde so ein Einsatz kaum etwas bringen. Und da es ja bestimmt nicht nur bei uns im Garten Nester gibt, würde so eine Aktion bei 500 bis 3.000 Eiern pro Gelege bestimmt 2x pro Jahr über mehrere Jahre durchgeführt werden müssen ...

Außerdem hatte ich heute eine ganz andere Idee - ähnlich der Zeckenrolle für Mäuse, die aber im Idealfall vielleicht auch Igel von Zecken befreien könnte. Da werde ich demnächst mal mit einigen Leuten Kontakt aufnehmen. Eine Möglichkeit, die die 'Transportmittel' der Zecken = Tiere in die Bekämpfung mit einbezieht, erscheint mir der sinnvollere Ansatz zu sein, als nur blindwütig mit der chemischen Keule um sich zu schlagen.
Das sehen übrigens auch alle Nachbarn, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe ähnlich. Deren Gärten sind teilweise sonniger und weniger bepflanzt - mehr Rasen, aber dort gibt es durch viel naturnähe auch Zecken. Und dann wären die Tierchen, selbst wenn wir radikal durchgreifen würden, auch schnell wieder bei uns ...

stadtgarten hat gesagt…

Liebe Silke, ganz lieben Dank für Deinen Kommentar und Deinen Tipp mit den Globuli! Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das sehr hilfreich wäre, aber durch meine Laktoseintolereranz fallen solche Mittel, die mir eigentlich viel ieber wären als Antibiotika, leider meistens weg.
Aber was ich bei Dir über Euer Zeckenproblem lese ist ja wirklich der absolute Horror!!! Ich finde es klasse, dass Du nun so viel forschst und Versuchsreihen startest - sicher sind Deine Erfahrungen sehr hilfreich für uns Andere, die (noch) nicht oder nicht so doll betroffen sind. Ich könnte mir vorstellen, dass ich die Lust an meinem Garten total verlieren würde...
Vielen Dank, dass Du Dich da so engagierst und uns so informierst!
Ich geh jetzt heute noch nal zum Doc, mal sehen, eas der zu meinem Arm meint - ich befürchte aber, er wird mir noch ein paar Zeitschriften verordnen....
Liebe Grüße, Monika

Cat with a Garden hat gesagt…

Mein Gott, diese Zecken-Saga ist ja wirklich höchst ärgerlich. Nichts gegen Wildlife, aber unter den von Euch geschilderten Bedingungen ist Koexistenz gar nicht möglich. Ich drücke die Daumen, dass Ihr Oberhand gewinnen könnt!

Meriseimorion hat gesagt…

Euer Zecken-Drama ist ja wirklich unglaublich. Ich drücke euch auch die Daumen, dass ihr schnellstens irgendeine vernüftige Lösung findet. Ich hab da leider auch gar keine Idee. Gibt es überhaupt natürliche Feinde der Zecken?
Ich wünsche euch eine schnelle glorreiche Idee, die auch noch finanzierbar ist!
Habt trotzdem eine gute Woche!!
Liebe Grüße Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Monika
Soweit mir bekannt ist, bekommt man Arnica doch in verschiedenen Einnahmeformen. Vielleicht wäre in Deinem Fall ja sogar Salbe ganz hilfreich. Bei mir hatte die antiseptische Bepanthen dann später auch etwas Kühlung & Linderung gebracht - war ja im Anfang wie ein riesiger Sonnenbrand. Aber mir schien auf die Arnica-Globulis sprach mein Körper erstaunlich gut an - hatte ja auch nix anderes im Haus und nahm es anfänglich ja auch nicht so wichtig!
Ein paar Tage hatte ich damit aufgehört und gestern nervten schon wieder meine Fußgelenke, als ich aufstand. Mit Arnica ist es jetzt wieder weg. Obwohl es heute feuchter & kälter ist. Da haben sich eventuell ein paar Borrelien wohl doch schon tiefer eingenistet. Noch 4 Tage, dann sind 20 Tage Antibiotika rum. Mal abwarten, was sich dann noch so im Körper anfindet ...
Dir wünsche ich dann noch viel Freude an der Gartenlektüre!

Was meinst du, wie oft ich schon in den letzten Jahren den Kopf im Sand hatte und überlegt habe, wo wir uns ein neues Stück Garten oder besser gleich Dachgarten suchen!
Allerdings, nachdem ich den Artikel von 2008 über Zecken in Hannover las, sollten wir wohl besser die Stadt verlassen ;-) Ich denke mir, jeder Garten, in dem die Besitzer nicht ständig mit der chemischen Keule durchgreifen und wo man nicht ständig damit beschäftigt ist seinen Garten so tierunfreundlich wie möglich zu gestalten, dass kein Vogel, keine Katze und vor allem kein Igel den Garten mehr durchqueren mag, der ist auf Dauer gefährdet. Und Zecken sind erstaunlich zäh - daher habe ich wirklich Bedenken zu viel Chemie zur Bekämpfung einzusetzen.
Bei uns zeigt sich immer mehr, dass die 'Wildwechselwege' entscheidend sind - dort versammeln sich die Zecken regelrecht. Ich wollte dazu schon längst noch einen Post machen, aber zur Zeit überschneiden sich Zecken, Schnecken und meine weißen Rosen. Schließlich soll dieser Blog ja nicht nur zum Zeckenblog mutieren ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Britta
Wir arbeiten daran uns Teilbereiche zurückzuerobern! Aber ich gebe zu, die Erfahrungen vor dem Treppenhaus waren schon heftig. Allerdings hatte mich Harald W. ja bereits vorgewarnt, dass Zeckenlarven sich bis zum Umkreis von 2m selbstständig vom Nest entfernen können. Eigentlich war ich da ja grob fahrlässig, dass wir nicht sofort die Betonfläche mitbehandelt hatten. Aber auch wenn es blöd war, so hatte ich doch gehofft, dass so ein recht karger Bereich nichts für Zecken und ihre Vorstufen ist ...
Aber ich hatte dort im Herbst/Winter und sogar noch nach Ostern sehr viel Deko (Zweige, Moos & Körbe) liegen, unter denen sich die kleine hungrige Igel zwischenzeitlich für eine Futterpause vor dem Treppenhaus verkrochen. Wahrscheinlich war das ein vielversprechender Absprungplatz für vollgesogene Zecken-Larven, die sich dort in Ruhe in Nymphen verwandeln konnten ...
Man muss also noch viel mehr Faktoren berücksichtigen, als wir bisher in Erwägung gezogen haben. Aber wir lernen halt immer dazu.
Noch vor ein paar Wochen hatten wir gehofft bzw. waren uns sicher, dass wir vor dem Haus, gehend auf dem Steg (nicht sitzend, denn dann kommen sie von unten durch die Ritzen in den Balken hochgekrabbelt), auf den verbreiterten Betonplatten und auf einer wieder etwas freieren Betonfläche sicher wären. Aber Zecken haben ein feines Gespür dafür, wo sich Menschen häufiger aufhalten und wo es sich daher für sie lohnt sich aktiv hinzubewegen und zu warten ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
Es wird wohl immer noch am Thema Schimmelpilze, Fadenwürmer & Miniwespen geforscht. Aber großflächig sind diese Möglichkeiten wohl noch nicht im Einsatz. Daher wehre ich mich ja auch gegen zu viel Chemie, denn dann hätten es solche natürlichen Feinde es hier später schwerer.
Ich denke wir müssen einfach viele Dinge unternehmen. Leider wäre die beste Methode möglichst viele Zeckenverbreiter aus dem Garten auszusperren. Aber das ist dann eigentlich kein Garten mehr bzw. widerspricht unserer Gartenvorstellung!

Ich setze viel Hoffnung in das Lockmittel Buttersäure, aber mit angeknackster Gesundheit & rebellierendem Magen ist nun wieder noch nicht der richtige Zeitpunkt für so einen Test gekommen. Aber wenn es klappt, mit Buttersäure die Zecken aus den Beeten zu locken, denn die bewegen sich aktiv auf das Objekt ihrer Begierde zu - das konnten wir nun schon mehrmals bei Larven, Nymphen und Zecken beobachten, dann wäre das die umweltverträglichste Möglichkeit den Garten stückchenweise zumindest etwas von den Zecken befreien. Vom belästigenden Geruch natürlich mal abgesehen ...
Mit den Netzmelonen erzielte ich so in 2002 & 2003 auch die besten Erfolge beim Einsammeln der Nacktschnecken: Innerhalb von 15 Minuten fanden sich an den frischen Schalenresten meist über 20 Schleimer in allen Größen vor den Beeten ein ...
Natürlich müssen wir, falls das eine erfolgversprechende Methode sein könnte, dann trotzdem immer am Ball bleiben. Und sollten wohl auf jeden Fall die mit Zecken befallenen Igel in die Bekämpfungsstrategie mit einbeziehen. Denn ihr Gartenrevier ist groß. Auch ist fraglich, wie stark die Nachbarn in den nächsten Jahren mitmachen oder sich resignierend dem Schicksal ergeben ...

Da Dich in diesen Jahr nun auch schon mindestens 4 Zecken nervten, wie Du mal vor einiger Zeit geschrieben hattest, würde ich an Deiner Stelle den Garten in Zukunft auch genau beobachten.
Bei uns fing es 2004 mit einem nicht bekämpften Nest unter dem Gartentisch in der Wiese und mit vereinzelten erwachsenen Zecken an. Was Nymphen sind, das wußten wir damals noch nicht. Leider ...

Frauke hat gesagt…

Hallo Elke, in einigen Städten ist die Baumschutzsatzung aufgehoben worden
dies wünsche ich Euch auch---
Mit einem Fachgartenbetrieb müßte sich doch ein Weg finden lassen, das es zumindestens nahe des Hauses offener und sonniger wird und damit auch die Zecken verschwinden
und eine Ersatzpflanzung kann auch ein Obstbaum sein und den darf man beschneiden und später auch mal fällen, zumind. bei uns .

Euch viel Erfolg Frauke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Über das Problem der Baumschutzsatzung in Hannover werde ich hier bestimmt in nächster Zeit noch viel zu berichten haben. Die scheint übrigens sogar ein heißes Wahlkampfthema zu sein. Schau mal hier: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Heftiger-Streit-um-Baumschutzsatzung-in-Hannover
In Braunschweig wurde sie hingegen abgeschafft. Aber Hannover scheint diesbezüglich sehr extrem zu sein.
In meinem Antrag vom Sonntag habe ich zumindest darum gebeten von einer Ersatzbepflanzung abzusehen, da wir seit 1996 laufend neue Bäume, Sträucher und Wildrosen angesiedelt haben. Und selbst jetzt stehen schon wieder die Deutzie und die Wildrosen Stacheldraht, No Name und der Rosa Multiflora-Ableger im Topf bereit stehen.
An Obstbäumen haben wir eine Sauerkirsche, 5 Apfelbäume, Mirabelle & Zwetschge. Dazu 3 Heidelbeeren, noch 2 Holunder und 3 große Haselsträucher sowie diverse kleinere Haselsträucher, die gern stehenbleiben dürfen. Eigentlich müsste man hier im Garten erst etwas entfernen, damit hier eine Ersatzbepflanzung überhaupt angehen könnte. Denn die etwas später gepflanzte Felsenbirne ist mir im letzten jahr vertrocknet. Ach ja, und 2x Eberesche, Felsenbirne & Kupferfelsenbirne und 2x Weißdorn sind neben der Scheinakazie, die wir mit über 3,5m Höhe 1997 nachträglich zur Hochzeit geschenkt bekamen natürlich hier auch eingezogen. Die restlichen Sträucher zähle ich nun lieber nicht auf.
Aber ich bin gespannt, was die Begutachtung irgendwann bringen wird. Ich hoffe ja nicht, dass in dem Zuge hier mit laufendem 'Taxameter' (25,20 Euro pro angefangene halbe Stunde Begutachtung) hier alle Bäume und Sträucher für die Baumschutzsatzung gleich mitregistriert werden ...

Frauke hat gesagt…

Hallo Liebe Elke, es ist doch ein Drama, da habt ihr schon so viel für die Umwelt getan durch besonders naturnahe Pflanzung und Pflege und ein klines Gartenparadies gechaffen und nun haben Erstzpflnzen wiklich keinen Sinn, Ich wönsche Euch, dass der Gutachter dies auch so sieht!!

Freunde hatten in Neumünster als Ersatzpflanzung für drei riesige Fichten, die das ganze Haus verschatteten, die Auflage bekommen dann Ebereschen zu pflanzen. aber pflanzen von einem Föster, der sie aus seinem Wald hatte waren nicht richtig, sie mußten noch drei verschulte Ebereschen, die recht teuer waren pflanzen.
Später hat niemand mehr gescahut ob sie auch angewachsen sind !!!
Euch viel Erfolg und findet mal heraus warum in Braunschweig die Satzung aufgehoben wurde
Herzliche Grüße Frauke

Ein Tipp noch geht doch mal zum Gesundheitsamt , sie sollten doch auch Interesse haben dass die Zecken sich nicht so in Privatgärten vermehren, aber wahrscheinlich kostet dies auch wieder enorme Gebühren!!!

Im Gesundheitsamt von Neumünster wartete ich wegen schwerster Allergien u.a. Schimmel auf eine dienstliche Untersuchung.
Ich trug damals ein mobiles Sauerstoffgerät. Sehr schnell bekam ich bekam Atemnot, weil es so extrem auf den Flur nach Schimmel roch. Ich ging sofort hinaus und bat mich dann kurzfristig zu holen.
Die Amtsärztin bestätigte, dass im Keller Schimmelbefall wäre und das im Gesundheitsamt!!!

So liebe Elke, ich werde deine Erfolge hoffentlich weiterhin verfolgen. Es ist wirklich alles sehr schnell geraten, aber dann doch schwierig mit der Umsetzung . Viel glück wünscht Frauke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Die Baumschutzsatzung ist eben eine regionale und somit anscheinden politische Entscheidung/Auslegung der Städte und Gemeinden. Sie wird von Ort zu Ort vollkommen unterschiedlich gehandhabt.

Aber für uns hat sich bereits jetzt etwas geändert: Denn heute kam unverhofft die Gutachterin vorbei und sah keinen Grund uns die Fällung der zwei Fichten zu verwehren, da sie wirklich zu dicht an der Grenze stehen. Mir tut es allerdings wirklich leid um die Bäume, denn die Eichhörnchen darin zu beobachten ist herrlich. Aber ich weiß, Du magst Fichten nicht im Garten - ich jedoch schon. Doch ich schaue bei jedem Sturm seit Kyrill angsterfüllt in die Wipfel. Denn sie würden sicherlich reichlich Schaden auf dem Nachbargrundstück anrichten und wohl auch den herrlichen alten Apfelbaum auf der Südseite mitreißen. Das alles würde viel Ärger mit der Versicherung bedeuten. Außerdem befinden sich die Äste schon bis zu 8m auf dem Nachbargrundstück. Um des lieben nachbarschaftlichen Friedens Willen hat ihr Leben dann irgendwann Anfang Oktober ein Ende. Vorher gibt es keine Erlaubnis. Aber von einer Ersatzpflanzung wird in unserem Fall abgesehen.

Etwas mehr Licht bekommen wir dann in der Mittagszeit in den Garten. Aber ich bin mir nach wie vor sicher, dass das den blinden Zecken vollkommen egal ist. Wenn es ihnen zu heiß wird, verkriechen die sich in die Mulchschicht. Ich konnte mich an den heißen Sommertagen durch den Garten bewegen und hatte keine einzige Zecke an der Kleidung!
Daher dürfen die anderen Bäume und Sträucher auch bleiben. Und das kontinuierliche Beschneiden gehört sowieso zu unserem Gartenkonzept. Nur mit dem Aufbau einer eigenen Firma lässt sich das nicht immer so verwirklichen, wie es sinnvoll wäre bzw. früher mal eingeplant war ...