Samstag, 16. Juli 2011

Ganz gemütlich beim Kaffeetrinken ...


... griff ich zu meinem Klemmbrett, das senkrecht unter
dem Zinktischchen auf dem Fußboden stand. Eigentlich
wollte ich mir nur kurz etwas notieren. Aber eine Nymphe,
gefolgt von einer Zecken-Larve krabbelten plötzlich über
meine Hand. Sie haben wahrscheinlich in den Steinplatten-
fugen oder unter den Profilen des Fensters gewartet und
haben sich dann durch den verlockenden menschlichen Duft
zu meinem Klemmbrett begeben ...

Auf diesem Foto ist nun allerdings nur noch die höchstens
1,5 mm große Nymphe zu sehen. Die noch viel kleinere,
fast durchsichtige Larve hatte schnell einen anderen Weg
auf meiner Hand eingeschlagen und passte nicht mehr mit
aufs Foto - selbst bei uns ist die Kamera nicht immer
im Anschlag!

Foto: W.Hein



Aber so ein winzig kleines Tier konnte unbemerkt wohl
einige Stunden an der Unterseite meines Oberschenkels
saugen und ist wahrscheinlich der Auslöser meiner recht
heftigen Wanderröte vor 12 Tagen gewesen. Denn auch
Nymphen und eventuell sogar Zecken-Larven können
schon Borrelien in sich tragen ...

Den Artikel über zwei Forscherinnen aus der Schweiz,
die feststellten, dass Zecken die Borrelien in sich tragen
wesentlich resistenter sind, als ihre noch nicht verseuchten
Verwandten, den Link habe ich mir leider nicht richtig
abgespeichtert. Da muss ich im www nochmals intensiver
auf die Suche gehen.

Und erst vor ein paar Tagen entdeckte ich diesen Artikel
vom Mai 2008:
Hannover hat also schon länger ein Zecken-
problem und sogar ein Problem mit Borreliose
...

Aber das heimtückische an der Borreliose ist ja wohl, dass
nicht immer bei einer Infektion die Wanderröte erscheint.
Oder aber erst später an einer ganz anderen Stelle.


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