Dienstag, 5. Juli 2011

Das kommt davon ...


... wenn man in einem Post sinnvolle Überlegungen anstellt,
und sie dann trotzdem selbst nicht befolgt:

Ich habe irgendwann die Fläche am Haus doch nur gefegt,
und danach haben wir Tisch und Stühle einfach wieder vor
die Tür gestellt. Auch habe ich
die zeckendurchseuchte
Fläche zwischen Podest und Steg
nur 1x mit dem Neudorff
Zecken- und Grasmilben Konzentrat behandelt. Und nicht,
wie empfohlen, nach 7 Tagen die Sprühaktion wiederholt.
Denn ich konnte dort keine Zeckenaktivität mehr feststellen.
Seit ein paar Tagen habe ich mir allerdings häufiger Zecken-
Larven von den Beinen bzw. Sandalen absammeln müssen,
wenn ich dort vor dem Treppenhaus in etwa 70cm Ent-
fernung zum Wiesenrand saß.

Ob ich diese Rötung von etwa 7cm Breite und mindestens
20cm Länge auf der Innenseite meines Oberschenkels nun
einer
0,5 mm kleinen Zecken-Larve oder einer höchsten
1,5mm großen Nymphe
zu verdanken habe, weiß ich nicht.
Ein ausgewachsenes Zeckenweibchen oder auch das kleinere
schwarze Männchen
hätte ich dort ganz bestimmt bemerkt.
Es ist auch keine Einstichstelle in der geröteten Fläche zu
erkennen. Doch auf der Rückseite meines Oberschenkels
hatte sich vor genau einer Woche eine Nymphe festgesetzt.
Diese Stelle hatte ich sofort nach dem Entfernen des winzigen
Blutsaugers mit Alkohol desinfiziert, und mir damals in meiner
Zecken-Statistik notiert. Die Wunde sieht inzwischen ganz
harmlos aus. Als ich am Sonntagabend ein leichtes Jucken ver-
spürte und am Montagmorgen eine etwa 5 cm breite Rötung
an der Innenseite des Oberschenkels entdeckte - wie ein
heftiger Sonnenbrand, dachte ich zunächst an eine extreme
allergische Hautreaktion. Die Haut war heiß, brannte etwas,
und das Gewebe war leicht angeschwollen. Eigentlich müsste
ich für das Thema
Borreliose doch sensibilisiert sein! Aber
erst heute früh, als sich ein Teil der Haut bläulich verfärbte,
und der ca. 1,5cm breite rote Rand immer weiter nach außen
wanderte, zog ich
die Wanderröte in Erwägung. Bis ich heute
am Nachmittag endlich zum Hausarzt ging, hatte sich die
Rötung schon auf fast 10cm Breite und über 25cm Länge aus-
gedehnt. Ein Bluttest war in meinem Fall nicht mehr er-
forderlich. Jetzt steht fest, dass ich die nächsten 14 Tage
lang ein geregelteres Leben führen muss und abends sicher-
heitshalber Antibiotika einnehme.

Und Wolfgang sollte ich morgen wohl besser auch noch zum Arzt
schicken, denn dieses ist eine seiner 4 Rötungen von Ende Juni,
die nach dem Entfernen von Zecken bzw. Nymphen und der an-
schließenden Desinfektion entstanden sind. In der Zeit fühlte er
sich oft erschöpft und seine Gelenke taten häufiger weh. Das ließ
sich allerdings problemlos mit dem Büroumzug erklären, der zu
dieser Zeit stattfand.
Aber mit der Lyme-Borreliose sollte man
nicht leichtfertig umgehen
. Wenn es ihn nun auch erwischt hat,
dann könnten wir wenigstens die nächsten Sommer-Abendessen
gemeinsam ohne ein Glas Wein verbringen, und uns dabei über
die eventuellen Nebenwirkungen der einzunehmenden
Antibiotika unterhalten ...

Fotos: SchneiderHein


Und hier noch ein kurzes aber hilfreiches Infoblatt zu Borreliose.



Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Was für Einblicke . . . . .
Aber da hat es Dich ja ganz schön erwischt!
So eine größere Rötung hatte ich damals, als wir ein paar mehr Zecken hatten, auch schon mal. Habe das allerdings auch nie untersuchen lassen. Man kann eh nichts gegen machen im Nachhinein. Und Antibiotika nehme ich persönlich nur im alleräußersten Extremfall.
Aber diese Gelenksgeschichten, sowas kennen auch wir und führen das darauf zurück. Obwohl man das wirklich nie so genau sagen kann. Denn der rheumatische Formenkreis ist ein weites Gebiet und so wie die Menschen heute leben, wäre es ein Wunder, wenn man nicht an irgendeins aus diesem Bereich erkrankt ;-)

Liebe Grüße
Sara

Seifenfrau hat gesagt…

Oje, liebe Silke!
(Mist-mist-mist)
Hm...wie lange muss man denn das Antibiotikum nehmen?
Ich wünsche gute Besserung!
Ich denk eh so oft an dich...oder an die Zecken - wie mans nimmt
;-)

Seifenfrau hat gesagt…

Silke,
hast du schon Erfahrungen mit "Zeckenrollen.de" gemacht?
Habs nur grad beim Googeln entdeckt....
(Heute hab ich einen neue Kokosseife hergestellt...)

Margit hat gesagt…

Oh, Silke! Das ist ja schlimm, ich bin entsetzt, dass eure Zeckenplage, von der du ja seit Jahren berichtest, solche Ausmaße angenommen hat. Entsetzliche Vorstellung! Das tut mir schrecklich leid für euch. Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute und Wolfgang auch. - Aber das Bild ist trotzdem mutig, dachte erst schon, ich bin im falschen Blog gelandet;-)
Ganz liebe Grüße mal wieder, Margit

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Da stehe ich allerdings auf dem Standpunkt, dass Borreliose so ein Extremfall ist. Zumal wenn ich mir die Liste der Folgeschäden ansehe, die bis zur Berufsunfähigkeit führen können. Schon vor vielen Jahren hatte meine Mutter mal einen Arbeitskollegen, der wegen einer zu spät behandelten Borreliose nicht mehr arbeiten konnte und erwerbsunfähig wurde.
Und da ich erblich vorbelastet bin was Arthrose anbelangt, wäre ich wirklich fahrlässig die Gefahr für meine Gelenke zu ignorieren.
Im Gegenteil, ich habe gestern mit meiner Ärztin telefoniert, da ich sehr viele der Borreliose-Symptome bereits im März/April an mir feststellen konnte. Da habe ich sie allerdings auf ein geschwächtes Immunsystem, mangelnde Bewegung, teilweise ungesunde Ernährung, fehlenden Nordseeurlaub, allgemeine Alterserscheinungen und beginnende Wechseljahre bzw. hormonelle Schwankungen geschoben. Aber so massiv hatte ich diese Befindlichkeitsstörungen bisher noch nie. Nach etwa 8 Wochen rappelte ich mich wieder. Da diese Symptome bei mir in der Zeit auftraten, als die ersten Zecken im Garten auftauchten, liegt die Vermutung sehr nah, dass ich im März einen Zeckenstich ohne die auffällige Wanderröte hatte. Daher werde ich nun sicherheitshalber die Antibiotika bis zum Packungsende = 20 Tabletten nehmen, anstatt der zuerst verordneten 14Tage. Sonst besteht die Gefahr, dass ich die Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen muss. Und wenn wir den Garten behalten und aktiv gegen die Zecken vorgehen wollen, dann wird das leider trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht mein letzter Zeckenstich sein. Ich sollte daher sehr genau überlegen, wann der Einsatz von Antibiotika für mich sinnvoll ist ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Regine - Seifenfrau
Zur Einnahme habe ich bei @ Sara schon etwas geschrieben.

Die Zeckenrollen waren mir schon früher bei der www-Suche 'Zecken fangen' aufgefallen. Da hatte ich sie hier schon verlinkt, da es auf der Seite interessante Tipps zur Gartengestaltung gibt, wenn man Angst vor Zecken hat bzw. im Garten schon Zecken vorhanden sind. Einige dieser Tipps werden wir im Laufe der Zeit wohl auch umsetzen. Nur ganz bestimmt nicht den Rindenmulch-Schutzstreifen!

Bei der Vielfalt der Baumaterialien für Mausebehausungen kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Gartenmäuse so ein chemisch behandeltes Baumaterial nutzen würden. Daher habe ich mit den Zeckenrollen noch keine Versuche unternommen.

Im Moment mag ich Deine Seife noch nicht testen. Der Schock als da fast 40 Zecken-Larven auf dem Handschuh krabbelten sitzt doch recht tief. Wer weiß, wie viele Baby-Krabbler ich jetzt trotzdem schon irgendwo am Körper habe. Im Moment habe ich echt genug Zecken-Larven gesehen, aber im Laufe dernächsten Tage werde ich esvielleicht doch wagen ...

@ Margit
Ich brauchte auch einige Bedenkzeit, bis ich das Foto trotzdem hier veröffentlichte. Da es aber nur 4 Bilder gab und die Rötung inzwischen schon normaler aussieht - so, wie es dann häufiger Bilder im www von der Wanderröte zu sehen gibt. Doch so, wie die Haut bei mir am Montag und auch Dienstag früh noch aussah, bin ich wirklich von einer extremen Allergie oder sogar einer Wundrose ausgegangen. Hätte ich ein ähnliches Bild im Netz gefunden, wäre ich gleich am Montag zum Arzt gegangen.
Tückisch war bei mir ja auch, das der wohl auslösende Zeckenstich etwa 30cm vom Mittelpunkt der Rötung entfernt liegt und nach einer Woche ganz normal verheilt ist ...

Ja, ich erinnere mich noch gut an Deinen Post mit der neuen Bank, wo ich in meinem Kommentar darüber nachdachte, ob Du dort auf der schönen Fläche auch schon Zeckenbesuch hattest!
Hoffentlich könnt Ihr genauso wie bei der Teichanlage aus unseren Fehlern lernen oder zumindest andere machen ;-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Naja, wenn man Borreliose hat und das soeben feststellt - ich habe mich daraufhin allerdings seinerzeit nicht untersuchen lassen. Wußte zu einen damals nichts darüber und der Arzt wußte es scheinbar auch nicht ;-) Die Gelenksgeschichten haben die Leute auch unabhängig von Borreliose - wie will man das später noch nachweisen??
Aber davon abgesehen, lauern für uns viele Gefahren, nicht nur durch Zecken. Wenn man bei jedem, mit dem man in Berührung kommt "scharfe Geschütze" auffahren wollte, was sollte dann noch helfen, wenn man wirklich so schwer krank ist, daß das die einzige Rettung ist?
Insofern bin ich da lieber am Organismus stärken, soweit mir das möglich ist.
Ja, ich dachte auch im "falschen Film" gelandet ... erinnert irgendwie an einen Film mit Michael Douglas und Sharon Stone *lach*

Muß mich jetzt beeilen und wünsche Dir einen schönen, zeckenfreien Tag, liebe Grüße
Sara

Bubu hat gesagt…

Aaah, ich bin blind ;-)!
Aber Spass beiseite, mich hatte letztes Jahr irgendein Vieh beim Rasenmähen gestochen (definitiv keine Zecke) und nach ca. 1 1/2 Wochen habe ich auch eine schöne Wanderröte bekommen, das hieß dann fast 5 Wochen Antibiotika einnehmen, die späteren Laborbefunde waren dann, Gott sei Dank, alle im Normbereich.
Viel Erfolg bei der Bekämpfung weiterhin!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Unsere Nachbarin ist Heilpraktikerin und hat auch sonst gute Kontakte zu anderen und auch einer auf Borreliose spezialisierten Heilpraktikerin. Sie steht auch auf dem Standpunkt, dass Antibiotika im Moment angesagt sind, und es danach darum geht das Immunsystem zu stärken.
Aber zuerst werde ich nach den 20 Tagen das mal mit meiner Hausärztin besprechen. Jedenfalls spüre ich zur Zeit meine Gelenke mehr als früher - obwohl ich mich jetzt mehr bewege und im Moment die Ernährung auch besser wird, da ich ja nun abends regelmäßig zur gleichen Zeit essen sollte. Ganz extrem ist in den letzten Tagen Treppensteigen und am Laptop tippen ...

@ Bubu
Die Tierchen sind so winzig klein! Die Nymphe, die ich mir da auf der Unterseite meines Oberschenkels wohl nach maximal einem Tag entfernt hatte, hatte eine Größe von etwa 1mm. Der ca 5mm große rote Hautring machte die Identifikation als Zecke erst möglich. Und die meisten meiner Nymphenwunden hätten auch ganz normale Hautentzündungen sein können. Und die W.anderröte kam dann an einer anderen Stelle zum Vorschein.

Klar, im Fernsehen hatte ich gerade vor ein paar Wochen einen Bericht gesehen, dass da so einiges an Getier aus dem Ausland im Anmarsch ist, was spannende Krankheitserreger im Gepäck hat. Da können wir uns demnächst wahrscheinlich alle im Sommer warm anziehen ...
Aber es ist schon blöd, wenn man jahrelang so vollkommen frei und unbedarft den Wald, die Wiesen und den eigenen Garten genießen konnte und sich dort jetzt nur in Schutzkleidung hinbegeben kann ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich wünsch' Dir gute Besserung! Die Stelle sieht ja auch böse aus!

Gelenkgesund hat gesagt…

Mit Borreliose ist nicht zu spaßen und sie wird u.a. mit rheumatischen Folgeerkrankungen in Verbindung gebracht. Umgekehrt wird Borreliose manchmal als „Rheumabeule“ falsch diagnostiziert und dann falsch behandelt , bis sie chronifiziert und man sie nicht wieder los wird. Also lieber Vorsicht walten lassen und ggf. mehrere Meinungen einholen, wenn man unsicher ist.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Gelenkgesund
Danke für den Kommentar.
Ich werde auf jeden Fall nach meiner Antibiotika-Behandlung - in meinem Fall wegen erblicher Vorbelastung und erster Arthrose-Erscheinungen bereits auf den Röntgenbildern von 2004 - sehr sensibel mit dem Thema umgehen. Daher habe ich nun auch nach Rücksprache mit meiner Ärztin die Einnahme von den 14 empfohlenen Tagen auf 20 Tage verlängert.
Bisher hatte ich meine Gelenkprobleme - vor allem in den Fuß- & Kniegelenken - auf beginnende Arthrose, Altersabnutzung und erste Wechseljahres-Erscheinungen geschoben. Aber mir scheint nach der 10. Tablette wird es nun wieder minimal besser.
Auch sonst habe ich jetzt immer mehr das Gefühl, dass mich bereits im März 2011 eine verseuchte Zecke erwischt hatte (ohne ein Anzeichen der Wanderröte). Denn da ging es mir ab Mitte/Ende März ziemlich schlecht. Ich war müde, lustlos und fühlte mich allgemein nur irgendwie krank & alt - bis hin zu massiven depressiven Stimmungen, die wohl auch dem Symptom-Komplex der Borreliose zuzuordnen sind.
Demnächst werde ich mich also sicherheitshalber auf eventuell noch vorhandene Borrelien testen lassen. Und für die Zukunft mich noch vorsichtiger durch unseren Garten bewegen ...

Gelenkgesund hat gesagt…

Wie geht es jetzt nach dem Antibiotikum? Hier zwei Links zu Heilpraktiker Gräber:
http://www.naturheilt.com/Inhalt/borreliose.htm
und
http://naturheilt.com/blog/borreliose/

SchneiderHein hat gesagt…

@ Gelenkgesund
Nach drei Wochen Antibiotikum und dem Buch 'Borreliose natürlich heilen' von Wolf-Dieter Storl, werde ich mir nun wohl demnächst noch 1 oder 2 andere Bücher zu dem Thema anschaffen und gerne den Links folgen.
Ich vermute, jetzt immer mehr dass diese kleine Nymphe auf der Unterseite meines Oberschenkels nicht der erste Treffer war.
Und nachdem ich im www mal 'Hannover Zecken' eingegeben habe, wäre das auch kein Wunder!

Leider habe ich erst zu spät mit den antibiotika-begleitenden Schüssler-Salzen angefangen. Damit waren die Einnahmetage recht gut für mich zu überstehen. Nur kam in der letzten Woche mein Husten durch. Das war schon heftig. angeblich sollte Doxycylin auch dagegen helfen, blieb aber wirkungslos. Im Gegenteil, der Husten hielt sich ca. noch 10 Tage. Unangenehm wurde es etwa 3 Tage nach der letzten Tablette, Schweißausbrüche und irgendwie fühlte ich mich fast ständig matt, lag aber wohl auch am Husten. Ist halt' eine blöde Idee mit angeschlagener Gesundheit im Regen Schnecken zu sammeln ;-) Aber mit Salzmischungen, Wärmflasche und Bronchailtee geht es wieder :-) Nebenbei nehme ich nun noch nach dem Antibiotikum Salze & Kräutertees zur Entgiftung.

Die Beschwerden in den Fußgelenken ließen auch zeitweilig nach - in den Fingern traten sie kaum noch auf. Allerdings nahm ich oftmals auch gleichzeitig Arnica-Globulis. Wenn ich die einige Tage weglasse, mag ich morgens nicht lange auf den Füßen stehen. Auch meckert mein Knie wieder. Es macht also Sinn mal neue Röntgenbilder von mir zu haben, denn Arthroseanfänge wurde schon im Herbst 2004 an diversen Stellen diagnostiziert. Es gibt also so oder so Handlungsbedarf. Aber ganz bestimmt keine weiteren Antibiotika-Experimente!

Ich werde ab und an nun auch zu diesem Thema hier auf dem Blog berichten und gesteigerten Wert auf die Stärkung meines Immunsystems legen ...

jK hat gesagt…

Ach Mensch Silke, ich wünsche Dir wirklich alles erdenklich Gute, egal wie Du weiter fort fährst.
Mein Männe muß jetzt noch einmal zur Blutabnahme wegen Nachuntersuchung. Bei Ihm traten 2 Monate nach einem Zeckbiß plötzlich hohes Fieber und Gelenkschmerzen auf, waren aber keine Antikörper im Blut vorhanden.

Ich habe im Bekanntenkreis mehrere liebe Menschen die mit den Folgen zu spät erkannten Lyme-Borreliose Infektionen kämpfen oder jahrelang gekämpft haben, damit ist wirklich nicht zu spaßen.

Was mir neu war, dass Borrelia Bakterien auch durch Stechmücken und Bremsen übertragen werden können.

Liebe Grüße
jK

SchneiderHein hat gesagt…

@ jK
Das hört sich so ähnlich an wie bei mir. Ich habe mich zwar noch nicht testen lassen, da die Chancen wohl 50/50 stehen, dass etwas nachgewiesen wird oder auch nicht. Aber mir ging es ohne sichtbaren Zeckenstich irgendwann Ende März/Anfang April ungewöhnlich schlecht. Dafür lassen sich aber bei meinem 'Lebenswandel' auch zig andere Gründe finden. Und was nützt es mir, dass ich jetzt ev. wirklich borreliose-frei bin, wenn ich mich wieder in Gefahr begebe. Deswegen auf den Garten verzichten? Also ist es wohl die beste Medizin & Vorsorge im Garten vorsichtig zu sein, den Garten und seine Gefahren zu kennen und für ein stabiles Immunsystem zu sorgen. Denn nun nochmals Antibiotika (welche jetzt auch immer) zu schlucken kommt mir so vor, wie 'den Teufel mit dem Beelzebub auszuteiben'. Wer weiß, was ich dann für Allergien oder sonst welche Probleme bekomme ...

Bei der Freundin meines verstorbenen Vaters trat letztes Jahr im Juni unmittelbar nach dem Zeckenstich, den sie sich auf dem Friedhof in Dresden zuzog, die Wanderröte auf. Wenig später kamen hohes Fieber, grippeähnliche Symptome und Schwächeanfälle. Sie hat ihre Antibiotikabehandlung dann sogar bis in den September verschoben und ist jetzt angeblich beschwerdefrei.
Ich habe aber auch schon viel über verschleppte Fälle gehört!

Und bei Wolfgang habe ich auch das Gefühl, dass ihn Ende Juni nicht die ersten verseuchten Zecken & Nymphen erwischt haben.
Ich habe vor kurzem ein Diafilm-Döschen gefunden, darin hatte ich meine kleinen Nymphen von 2006 aufgehoben. Und Wolfgang hat sich diese Tierchen damals oftmals noch achtlos weggekratzt. Und die kleinen roten Ringe um die Wunde verschwanden ja wieder ;-)
Als es ihm mal vor einigen Jahren richtig schlecht ging, und er deswegen beim Hausarzt war, fiel sein Borreliose-Test auch negativ aus, und der Arzt schickte ihn mit Paracetamol nach Hause. Gar nicht so einfach zu beurteilen, ob das nun ganz normale Alters-Wehwehchen sind oder doch diese winzig kleinen fiesen Bakterien, die sich irgendwo im Körper gut verstecken können ...

Vor einger Zeit hatte ich auch mal einen Bericht gehört, dass eine ganze Reihe von Tierchen einwandern, die uns den Aufenthalt in der Natur immer mehr verleiden können. Daher wollte Wolfgang ja irgendwann mal - wenn er etwas mehr Zeit hat!? - einen Post machen zum Thema Hip-Hop-Tonne und Burka bei der Gartenarbeit ;-)

Und unsere Nachbarn, diegerade ihren Garten total entkernen, hat es auch schon wieder erwischt. Allerdings auch 'nur' die kleinen Nymphen. Die überlegen jetzt, ob sie nicht besser in dünnen weißen Wegwerf-Maleroveralls im Garten arbeiten sollen ...

Gelenkgesund hat gesagt…

Eventuell magst Du auch ein Repellent-Spray benutzen. Es wird auf die Haut gesprüht und löst bei den Krabbel-Tierchen den Fuß-Rückzieh-Reflex aus.
Hier steht es: http://de.wikipedia.org/wiki/Repellent

SchneiderHein hat gesagt…

@ Gelenkgesund
Für jeden Schritt in den Garten? Das hier sind die aktuellen Produkte ( http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.com/2011/07/das-ist-jetzt-vollkommen-absurd.html ), die ich allerdings nur auf die Arbeitskleidung aufbringe. Inzwischen gibt es wohl noch ein weiteres Produkt mit einer Dauer von mehr als 4 Stunden, aber das habe ich noch nicht getestet.
Und diese Auswirkungen hat es bei uns auf die Gartenarbeit: http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.com/2011/08/gartenarbeit-arbeitsklamotten.html

Außerdem sind auch unsere Katzen das Problem. Frontline tötet nicht sofort die Zecken, die durchs Fell krabbeln. Und somit steigt nicht selten eine noch fitte Zecke von den Katzen zu uns über. Da müssten wir uns alle paar Stunden komplett eincremen ...

Unsere Nachbarn überlegen inzwischen auch schon, ob sie dünne weiße Maleranzüge für die Gartenarbeit tragen sollten ...

Im Moment geht es wohl noch im Garten. Denn fast alle Zecken scheinen einen Wirt gefunden zu haben und ruhen wahrscheinlich noch ein Weilchen am Boden. Aber ich denke mir, dass die nächste Zeckenrunde bald beginnt.