Samstag, 23. Juli 2011

Das ist unsere Zeckenrolle ...


Auf die Zeckenrollen von Ixogon hatte ich schon in einem
früheren Zecken-Post hingewiesen
. Ich gehe jedoch davon
aus, dass wir unseren Gartenmäusen so viel Baumaterial zum
Auspolstern ihrer Nester bieten, dass sie chemisch benetztes
Material wohl kaum verarbeiten werden. Aber inzwischen
sind wir bereit so einges in unserem Garten zu testen und
werden uns so ein Paket mit 12 Rollen bestellen. Schließlich
piepst es ganz oft
im Hochwald am Grünschnitt-Kompost,
wo selbst Allegra sehr gern öfters vorbeischaut. Auch unter
dem Steg und um das Podest herum
raschelt es oft sehr
verlockend. Und ebenso lohnt es
im Waldmeisterfeld den
Mäuschen aufzulauern. Häufiger kontrolliert die kleine graue
Maus auch den hinteren Bereich des
Hochbeetes unter den
beiden Apfelbäumen
. Auch wenn das Produkt recht teuer
erscheint, so sollte man bei der Zeckenbekämpfung wirklich
nicht geizig sein ...

Denn das ist unsere Zeckenrolle, in der seit heute
nicht gerade wenige Zecken-Larven krabbeln:

Am 17. Mai hatte ich unserer kleinen Maus eine fast
vollgesogene Zecke unverletzt aus der Haut entfernt und
sie in dieses Röhrchen eingesperrt.
Und am 6. Juni 2011
sah es in der Filmdose dann so aus ...


Nachtrag Sonntag 24. Juli 2011:
Im Moment scheint es, als ob die Aktivität im Röhrchen
zum Stillstand gekommen ist. Aber sicher bin ich mir nicht,
da die winzigen Tierchen sehr schlecht durch den milchigen
Behälter zu erkennen sind. Und öffnen werde ich diese Film-
dose ganz bestimmt nicht! Auf jeden Fall lassen sich in der
Vergrößerung des Fotos sogar vereinzelt kleine Zecken-
Larven erkennen.

Und dieses bereits zum zweiten Mal auf unserem Küchentisch
durchgeführte Experiment ohne Luftzufuhr müsste eigentlich
dem Zecken-Härtetest
auf
Zecken.de hinzugefügt werden ...

Foto: W.Hein


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Also Silke, da könnte es einem wirklich grausen!

stadtgarten hat gesagt…

Das sit ja wirklich der blanke Horror!
Vielen Dank, dass Du Dir so viel Mühe mit der Recherche und Aufklärung machst, aber ich hoffe inständig, dass ich Deine Tipps nie brauchen werde.
Einen schönen Sonntag, liebe Grüße, Monika

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Eigentlich?
Das bedeutet, dass man in Zeckengebieten zumindest als Tierhalter auch im Haus nicht mehr vor Zecken sicher ist, falls man mal, wie in unserem Fall eine Zecke trotz Frontline-Behandlung übersieht. Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt bekommen unsere Damen bei günstigem Zeckenwetter jetzt ihre Dosis bereits nach 21 Tagen - anstatt wie auf der Packung angegeben nach 28 Tagen. Denn die Abtötende Wirkung des Mittels lässt nach 14 Tagen nach.

Ich habe übrigens noch zwei solcher Filmdosen vom 12.6 und 27.6.2011. In der vom 27. Juni wurden auch schon Eier gelegt. Nur die vollgesogene Zecke, die ich tot im Badezimmer-Wäscheschrank auf dem Mause-Handuch fand, die hatte die Dosis Frontline wohl nicht überlebt...

Renate Waas hat gesagt…

Liebe Silke,
das ist wieder ein sehr, sehr interessanter Beitrag von Dir. Zum Glück sind wir (noch) nicht von Zecken im Garten geplagt. Bei Wanderungen habe ich mir im Frühling ein paar eingefangen, zum Glück ohne weitere Folgen.
Aber immer gut zu wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist.
Vielen Dank für die Info und eine schöne Woche!
Renate

Margit hat gesagt…

Liebe Silke,
auch ich danke dir für die vielen Tipps und Informationen. Wie die anderen hier hoffe ich jedoch sehr, dass ich auf deine Informationen angwiesen sein werde. Noch scheint unser Garten zeckenfrei zu sein. Zumindest habe ich mir in den letzten Jahren keine einzige eingefangen im Garten. Nur mal eine bei einem Picknick in der Au.
Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr euren Garten in absehbarer Zeit wieder genießen könnt!
Ganz liebe Grüße, Margit

Micha hat gesagt…

hallo Silke,
ich drücke Euch die Daumen, das Ihr die Misttiere in Griff kriegt.
Bei unsern Beiden scheint Frontline sehr gut zu wirken. Seither keine Zecke mehr. GsD.
LG Micha

Lebenszeit hat gesagt…

Liebe Silke,

gestern waren wir wandern und ich musste unentwegt an deine Zecken-Posts denken.Immer wieder habe ich mich betastet und abgesucht, aber keine Zecken gefunden. Zuhause dann etwas gründlich aber auch da wurde ich zum Glück auch nicht fündig.
Zu deinen Fragen : Ich bin nicht Betroffene, aber ich habe in anderen Bereichen mit Schüsslersalzen gute Erfahrung gemacht und bin dann bei der Google-Suche auf dieses Forum gestoßen.
Die Bücher von Wolf-Dieter Storl mag ich sehr und verfolge seit einigen Jahren seine Youtube-Videos und bin hin und wieder auf seiner Seite. Daher wusste ich, dass er ein Buch über Borreliose geschrieben hat.
Ich würde mich freuen, wenn dir meine Tipps helfen.
Hoffentlich bekommt ihr diese Zecken-Invasion bald in den Griff.
Viele Grüße
Rita

Herz-und-Leben hat gesagt…

Da frage ich mich natürlich, ob die Filmdosen dann tatsächlich immer so dicht sind, ob da nicht Feuchtigkeit eindringen kann oder vorher schon drin war (es reichen ja minimale Spuren!) und wie es mit dem Sauerstoffbedarf von Zecken so aussieht. All das müßten Wissenschaftler untersuchen.

Denn in trockener Umgebung vertrocknen sie, das habe ich nun mehrfach bestätigt gefunden - u.a. auf einer wissenschaftlichen Seite!

Hier kannst Du das auch nachlesen - nach 3 Tagen vertrocknen sie

http://www.city-apotheke-ccl.de/gesundheitsbroschueren-2134.html?csi=111

Interessant in dem Zusammenhang sind auch die weiteren Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können, wie Ehrlichiose, Fleckfieber, Hasenpest und Babesiose. Aber für Mücken, Bremsen etc. gilt Ähnliches, denn auch sie stechen zuvor anderes Viechzeug ;-)

oder hier

http://www.lawa.lu.ch/zecken-richtig-umgehen.pdf

Man braucht auch nur einmal zu googeln

http://www.google.de/search?rlz=1C1CHKT_deDE430DE430&sourceid=chrome&ie=UTF-8&q=zecke+vertrocknen

Mag ja gerade so eine Dose das ideale Milieu für sie sein, aber wenn man sie loswerden will, sollte man eher für trockene Räumlichkeiten sorgen, sofern das möglich ist, dann kann nichts passieren.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich habe aber hier noch ein Dokument gefunden

http://www.dgaae.de/tagung/tl_files/tagungsdateien/PDF/Vortraege_Section_12_Medical.pdf

Zitat von der Seite:

[...dass sie nur an Standorten vorkommt, an denen die relative Luftfeuchte (r.F.) mikroklimatisch nicht für längere Zeit unter 80% fällt und dass sie bei anhaltender Trockenheit infolge Dehydrierung relativ schnell abstirbt...]

Liebe Grüße und noch viel "Spaß" bei der Zecken-Forschung
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Monika, Renate, Margit, Micha
Ich wünsche Euch, dass es irgendwann in naher Zukunft eine vertretbare Lösung gibt, um die Zecken an der anscheinend recht schnellen Vermehrung/Ausbreitung zu hindern, so dass Ihr Euch nicht mit dem Problem in Euren Gärten auseinandersetzen müsst!
Denn nur noch dick eingemummelt Sommer wie Winter im Garten zu arbeiten, verleidet die Freude an diesem sonst so schönen Hobby.

Aber je mehr wir uns im www umsehen, um so häufiger lesen wir auch von frustrierten Gartenbesitzern, bei denen sich die Zecken auch aktiv auf sie zubewegen, oder ihnen bei der Gartenarbeit die Tierchen über die Hände laufen. Wir sind wohl leider kein Einzelfall. Nur die meisten schreiben darüber wohl eher in Foren und weniger in Blogs ...

@ Rita
Das Gefühl kenne ich. Als ich mal vor einigen Jahren an einer Führung in einem Arboretum teilnahm, und es dort duch höhere Wiesen ging, da wurde mir ganz anders. Zumal eine Frau mir dort von ihrer Borreliose erzählte, und das ein Stadtwald von Hannover - die Eilenriede, stellenweise schon damals viele Zecken hatte. Danach habe ich mich auch ständig kontrolliert. Aber erwachsene Zecken habe ich fast immer schon während der Gartenarbeit rechtzeitig an mir entdeckt. Nur Nymphen & Larven halt manchmal nicht ...

Ach, hätte ich mir Deine Links doch schon früher angesehen! Seitdem ich die Schüßlersalz-Einnahme-Empfehlung begleitend zu den Antibiotika genommen habe, ging es mir wirklich besser. Dazu noch die 2 Salze gegen meinen Dauerhusten und die restlichen Tage ließen sich erstaunlich gut überstehen. Nun werde ich ab morgen mal sicherheitshalber die Salze zur Entgiftung nehmen.
Aber mir scheint da hat sich schon mehr in den Gelenken festgesetzt. Wahrscheinlich war das wirklich nicht die erste infizierte Zecke. Doch vielleicht bin ich jetzt einfach nur im richtigen Alter für solche Beschwerden und bekomme das nun zu spüren, oder aber die Antibiotika haben nicht alles erwischt. Doch das wird sich bei Zeiten zeigen. Nun warte ich ganz gespannt auf das Buch, es wird wohl leider frühestens morgen geliefert :-(

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Eigentlich ist mir meine frei verfügbare Zeit zu schade, um mit Dir hier über dieses Ergebnis zu diskutieren. Dieser Post berichtet nur über meine Erfahrung, und ist keine wissenschaftliche Untersuchung. Ich habe nicht vor Zecken zu studieren, und setze mich rein aus privatem Interesse notgedrungen mit dem Thema auseinander. Ich erachte es aber als sinnvoll, hier über meine Beobachtungen zu berichten, um mich auf diesem Wege eventuell mit anderen Betroffenen austauschen zu können.
Leider steckt die Forschung wohl noch in den Kinderschuhen wie Zecken ökologisch vertretbar im Garten bekämpft werden können. Die meisten Tipps beschäftigen sich immer noch mit Vorsichtsmaßnahmen beim Spaziergang in Wald & Wiese. Aber durch meine Posts habe ich inzwischen sehr wertvolle Tipps erhalten, die uns und ev. auch andere Gartenbesitzer vielleicht etwas schützen können. Und im Idealfall lässt sich der rasante Entwicklungsprozeß zumindest aufhalten.

Aber ich werde trotzdem zu Deinen Anmerkungen hier Stellung nehmen. Obwohl ich es allmählich befremdlich finde, was Du in Deinen Kommentaren zu unserem Garten, unseren Wohnverhältnissen bzw. eigentlich sogar in Bezug auf unsere Körperhygiene und Ernährung zumindest indirekt unterstellst …

Zu den Filmdosen: Die stammen noch aus der vordigitalen Zeit so um 2003. Mag sein, dass sie daher eventuell porös geworden sind. Ausgewaschen habe ich sie nicht, denn damals haben wir nur den Diafilm entnommen und sie wieder verschlossen. Aber in absoluter trockner Luft sollte sich ohnehin kein Mensch aufhalten. Von daher müsste die zufällige Test-Situation des Gefäßes trockner als die normale Raumluft sein – oder höchstens mit einem normalen Raumklima vergleichbar sein. Jedenfalls konnte ich in den inzwischen 4 Plastik-Behältern mit vollgesogenen weiblichen Zecken (drei habe ich hier noch liegen, und die erste Dose wurde nach dem Schlüpfen der Larven entsorgt) bisher nie Kondenswasser-Tröpfchen feststellen.

Deine Link-Hinweise beziehen sich alle nur auf erwachsene Zecken ohne Blutmahlzeit, bzw. vollgesogene Nymphen oder Zecken-Larven. Hier handelte es sich jedoch um vollgesogene und anscheinend befruchtete Weibchen. Da Du jedoch kein Haustier hast, wird Dich dieses Problem wahrscheinlich gar nicht betreffen. Wichtig ist dieses zufällige Ergebnis eher für Tierhalter, denen es schon mal trotz aller Sorgfalt und Fürsorge passieren kann, dass sich eine vollgesogene, befruchtete Zecke in der Wohnung vom Haustier fallen lässt, sich in einer Ritze verstecken kann, und es dort zur Eiablage kommt. Nach der Eiablage stirbt das Muttertier ab und vertrocknet. Diese Möglichkeit scheint nun leider durchaus realistisch zu sein. Und sollte die Zecke ihre Eier an einer strategisch günstigen Stelle abgelegen, so könnte das Haustier dort von den geschlüpften
Zecken-Larven befallen werden. Da hätten die Zeckenkinder dann die optimalen klimatischen Bedingungen für die erste Blutmahlzeit …

Herz-und-Leben hat gesagt…

hmm hmm hmm, wenn das so angekommen sein sollte, tut es mir sehr leid! Schließlich kenne ich Dich/Euch weder persönlich noch war ich jemals in Eurem Haus oder Garten!

Falls Du aus meinen letzten Kommentaren folgenden Satz meinst:

"Mag ja gerade so eine Dose das ideale Milieu für sie sein, aber wenn man sie loswerden will, sollte man eher für trockene Räumlichkeiten sorgen, sofern das möglich ist, dann kann nichts passieren."

Es geht mir da um die Fälle, in denen Zecken - angeblich - und sogar massenhaft, wie ich auf irgendeiner Seite im Internet gelesen habe, in Häusern überlebt haben. In einem Fall war das zwar in einem anderen Land. Da fragt man sich dann tatsächlich, wenn da so ein hohes Zeckenaufkommen IN einem HAUS vorkommt, woran das liegen könnte. Davon abgesehen, daß das dann ganz gewiß ein Fall für den Kammerjäger bzw. das Gesundheitsamt wäre ... aber andere Länder - andere Sitten ...

Damit war also nicht Dein/Euer Haus gemeint. Du schriebst ja auch nie, soweit ich mich erinnere, daß sich die Zecken gravierend IN Eurem Haus halten bzw. dort vermehren. In diesem Post ging es lediglich um eine FILMDOSE und die darin befindlichen Zecken. Das ist ja ein ganz anderer, beabsichtiger und vom Haus isolierter Fall zu Forschungszwecken.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Und wenn ich zumindest auf den Seiten der Universitäten, Apotheken, also Leuten, die doch mit der Wissenschaft in Berührung stehen, lese, muß ich schon annehmen, daß die sich damit gezielter auseinander gesetzt haben. Zumindest gibts auch eine Reihe natürlicher Feinde. Aber bei unseren heutigen Gärten ist das sicher nicht immer ganz so leicht, da ein Gleichgewicht reinzubringen und diese Tierchen zu etablieren.

Was die Filmdosen betrifft, so fand ich das schon interessant - aber um das genauer zu untersuchen, müßte man die wohl unter ein Elektronenmikroskop legen oder so ;-) Und z.B. wissen, wieviel Sauerstoff z.B. Zecken brauchen - insofern kam ich drauf, daß - weil ja bekannt ist, daß Zecken Feuchtigkeit lieben - das Ganze womöglich doch nicht so dicht ist, wie man von Kunststoffdosen dieser Art annehmen könnte. Oder Zecken gänzlich ohne Sauerstoff auskommen könnten? ... denn da Du berichtetest, daß sie darin sogar Eier legten, muß es doch eine besonders annehmbare Atmosphäre für diese in den Dosen sein.

Natürlich weiß auch ich, daß sehr trockene Räume der Gesundheit keineswegs förderlich sind! Ebenso wie mir die unterschiedlichen Stadien der Zecken bekannt sind.

Sicher haben wir kein Haustier - ich kenne dennoch einige Leute mit Hunden und Katzen, die allerdings noch nie Zecken in ihren Häusern hatten. Es sei denn, es ist wirklich einmal eine von einem Tier kurzfristig heruntergefallen.

Zudem erfuhr ich von einigen Tierhaltern, daß deren Haustiere in diesem Jahr noch keine Zecke heimbrachten. Wie ich auch Leute kenne, die noch nie in ihrem ganzen Leben nicht, jemals eine einzige Zecke am Leibe hatten. - Und in diesem Zusammenhang müßte es doch auch für Dich interessant sein, wo hier die Gründe liegen KÖNNTEN. Denn ich ging davon aus, daß Du nach Ursachen und Möglichkeiten der Verminderung bzw. Beseitigung der Zeckenplage suchst. Denn das schreibst Du doch selbst. Denn hier in den Kommentaren kommen ja auch andere Stimmen, die das bestätigen, daß es nicht überall die von Dir beschriebenen Probleme gibt.

Von Mücken weiß man bspw. auch, daß bestimmte Personen stärker als andere befallen werden. Ich finde das sogar von Vorteil, WENN man das weiß, dann könnte man sich dementsprechend verhalten, wenn man es wollte. Habe das selbst schon ausprobiert, da ich eine Zeitlang auch mal sehr zerstochen wurde von Mücken. Heute hält sich das in Grenzen. Wir brauchen, was Mücken betrifft, weder Repellents noch Mückenkerzen oder dergleichen.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Selbstverständlich frage ich mich AUCH, warum Igel, auch Tauben, Tiere aus der "Natur" (in Häkchen, weil wir alle wissen, daß Gärten so Natur pur denn doch nicht immer mehr sind) befallen werden?? Nehmen sie zuviel artfremde Nahrung auf oder sind solche Igel generell nicht so gesund (da fällt mir ein Kommentar bei Dir ein, in dem es um Igelaufzuchtstationen ging, wo beileibe nicht jeder Igel so befallen ist) - oder ist es ganz einfach so, daß es so sein soll - Fressen und Gefressenwerden, das Prinzip der Natur? Bei den Tieren ...

Wie auch immer, es schaut mir als außenstehender Betrachter nach einem Ungleichgewicht aus, vielleicht gepaart mit viel Chemie (in der Vergangenheit oder Nachbarschaft?) Mag es auch sein, daß Hannover besonders befallen ist, zumindest in der einen von Dir verlinkten Seite sah es so aus. Wo da die Ursachen liegen und sich andere Orte unterscheiden, das werden die Forscher sicher mal herausbekommen, wenn sie es wollen bzw. eine Pharmafirma das Ganze sponsert.

Nun, ich sehe, das, was ich beitragen möchte, kommt nicht so an, wie ich es meine. Deshalb möchte ich mich hier verabschieden. Nichts für ungut und alles Gute bzw. viel Erfolg bei der Zeckenbekämpfung!
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich habe mich in den letzten Jahren oft gewundert, was für Quatsch teilweise die Medien über Zecken berichten. Und wie oft dort Gefahren verklärt wurden, da manche Jounalisten nur halbgare Texte neu formulieren. Allmählich gibt es zum Glück bessere Seiten im www, die auch mal statt der weiblichen vollgesogenen Zecke auch Nymphen und Larven zeigen. Denn von denen geht meines Erachtens die größte Gefahr aus, da sie normalerweise im Garten unsichtbar bleiben und aus Unwissenheit von den meisten Gartenbesitzern gar nicht erkannt werden können. Was da für eine Lawine auf die Gärten zukommt, das kann wohl keiner einschätzen.

Ich habe jedenfalls gestern Abend zufällig schon wieder über 50 Zecken-Larven an der Kante am Wiesenrand vor dem Haus mit einem vorher von mir nur kurz angefassten Taschentuch gefangen. Danach habe ich diesen Wiesenbereich nun zum dritten Mal mit dem Mittel besprüht. Da die Larven nicht durchsichtig waren - eher schon dunkel, gehe ich davon aus, dass es sich nicht um ein neues Nest handelt.
Wie oft müsste ein Schädlingsbekämpfer dann wohl anrücken? Möchtest Du in einem so vergifteten Garten noch leben?

Wie zäh Zecken werden und was für Gefahren da in Zukunft auf uns zukommen, steht in diesem Link, den ich vor ein paar Tagen nicht wiedergefunden hatte: http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Umwelt/Gefaehrlichere-Zeckenstiche-in-waermerem-Klima_article1302982216.html

Die Idee von Sisah mit der Tierhochschule ist sehr gut. Aber zuerst werden wir mal diese Woche mit unserer Hausärztin reden. Die kenne ich nämlich noch gar nicht richtig und war kurz vor ihrem Urlaub das erste Mal dort.

Zum Schutz vor Zecken hatte ich im letzten Jahr schon von einer Globuli-Mischung 'Zecke D30' der Firma Stauffen gehört, die in Süddeutschland wohl schon häufiger Anwendung bei Mensch und Tier findet. Aber da es angeblich in Hannover eine Heilpraktikerin gibt, die sich auf Borreliose spezialisiert hat, werde ich mich lieber bei Zeiten dort beraten lassen, als mir das Mittel irgendwie selbst über das www zu besorgen.
Zumal ich der Meinung bin, das ist jetzt erst der Anfang des Zeckenproblems. Denn selbst wenn es irgendwann Nützlinge oder Schimmelpilze gibt, die die Zeckenpopulation in Schach halten können, dann ist der Bedarf für Kindergärten, öffentliche Grünflächen usw. so groß, dass Gartenbesitzer erst weit, weit hinten in der Liste stehen werden.
Und bis dahin werden sich die Zecken sicherlich schon wieder angepasst haben.
Daher macht es wohl auch keinen Sinn darauf zu vertrauen, dass so eine Globuli-Mischung über Jahre angewendet werden kann ...

Nach dem Gespräch mit der Hausärztin, muss ich eh wieder Insulin für Allegra vom Tierarzt holen, den werde ich dann mal wegen der Tierhochschule befragen, ob er dort Kontakte hat.

Und parallel dazu werde ich demnächst mit dem Igelhaus in Laatzen Kontakt aufnehmen. Denn, wie ich inzwischen erfahren habe, ist zum Beispiel Frontline nicht mehr für Igel zu empfehlen.
Und auch von einer Nachbarin meiner Mutter habe ich gehört, dass Frontline nicht dauerhaft wirkt und laut Tierarztempfehlung zwischendurch das Zeckenschutzmittel gewechselt werden sollte.
Aber das sind wohl alles neuere Informationen, die nicht sogleich den Weg ins www finden ...