Sonntag, 24. Juli 2011

Das Hechtkraut fällt jetzt im Teich auf



Wie gut, dass ich beim Aufräumen des Teiches vor ein paar Jahren
plötzlich etwas Hechtkraut in den Händen hielt, das ich versehentlich
mit herausgerissen hatte. Der Ableger wurde dann sogleich zusammen
mit etwas
Igelkolben in den gelben Schwertlilien in der Teichecke
vor dem Hochbecken fixiert. Schon vor einiger Zeit konnte ich ganz
versteckt im Teich-Dickicht
einige blaue Blüten vom Hechtkraut aus-
machen. Doch der Bereich ist inzwischen durch das Schilf so ver-
wildert, dass dort kaum noch andere Pflanzen zu erkennen sind. Aus
heutiger Sicht kann ich wirklich jedem, der sich einen kleinen Teich
anlegen möchte, nur davor warnen Schilf anzupflanzen. In einem
eigenen Kübel vielleicht. Aber ein eigener Gitterkorb im Teich reicht
nicht lange aus. Sehr schnell werden die Körbe der anderen Teich-
pflanzen erobert und durchwuchert. Wir hätten deswegen eigentlich
schon längst unseren Teich komplett ausräumen müssen, aber bisher
graute uns jedes Jahr vor dieser Arbeit. Zumal wir dann die 2 Kois,
Goldfische, Shubunkins, Moderlieschen und Gründlinge wohl einige
Tage irgendwo auslagern müssten ...

Und nun, durch das Auftauchen der Zecken-Larven am Teichrand,
wird es noch problematischer am und im Teich zu arbeiten. Denn
das Neudorff Zecken- und Grasmilben Konzentrat ist 'giftig für
Wasserorganismen und kann in Gewässern längerfristig schädliche
Wirkung haben. Nicht in die Kanalisation gelangen lassen.' Auch
wird es schwierig das feuchte, eventuell zeckenbesetzte Schnitt-
gut aus dem Teich sogleich zu verbrennen. Daher hoffen wir ein
Mittel wie zum Beispiel
die Buttersäure zu finden, mit dem wir
die Zecken am Teich aus ihren Verstecken locken können ...

Also werden wir diesen wild-romantischen Anblick vor der
Teichmauer wohl noch einige Zeit behalten, bis das Thermo-
meter tagsüber unter 5° Celsius sinkt ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Happy-Sonne hat gesagt…

Ich liebe solche wid-romantischen Anblicke von Teichen.... Es ist wie im Märchen!
Eine wunderschöne Woche wünscht Dir Yvonne

Elke hat gesagt…

Das sieht toll aus mit der Bank dahinter!
Meinen Post, der jetzt dummerweise in jeder Liste auftaucht, hatte ich fälschlicherweise für nicht mal eine Sekunde online, obwohl ich ihn nur editieren und später veröffentlichen wollte. Einmal auf den falschen Knopf gedrückt, und nun das, Mist.
VG
Elke

Sisah hat gesagt…

Wilde Teiche, denen man geruhsam beim Zuwachsen zuschauen kann, sind ungeheuer reizvoll....aber dann müsstet ihr wohl die Kois für immer umsetzen ;-)
Mich wundert, wieso ihr euch so auf die Buttersäure als Lockmittel für Zecken konzentriert. Wir haben sie im Schularsenal, wenn ich nur an den Geruch denke, wird mir schlecht.Vielleicht habt ihr einen Lehrer im Bekanntenkreis, der euch etwas davon besorgen könnte, wenn es denn diese Methode sein soll. Als Alternative könntet ihr euch mal im Berggarten umsehen, ob da ein weiblicher Ginkgo mit Früchten herumsteht, die stinken hervorragend nach Buttersäure.
Wie wollt ihr da überhaupt vorgehen, ihr müsstet ja dann an allen Ecken und Kanten so ein Fläschchen mit dem Stinkezeug aufstellen. Wenn wir in der Schule mit Butansäure Ester herstellen, und das nicht vernünftig unter dem Abzug geschieht, stinkt der ganze Flur nach dem Zeug. Habt ihr bei dem Vorhaben an Eure Nachbarn gedacht?
LG
Sisah

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sisah
Die Nachbarn sind schon seit Wochen vorgewarnt. Aber gerade wegen der Nachbarn haben wir es immer noch nicht versucht. Denn entweder fand im Nachbargarten ein Seminar statt, oder die anderen Nachbarn hatten gerade Feiern im Garten. Dann war schönes Wochenendwetter oder es war zu feucht. Und noch dazu brauchen Wolfgang und ich dazu bestimmt einen ruhigen Vormittag ohne irgendwelche störenden Firmentelefonate und sollten wahrscheinlich einen stabilen Magen haben ...
So ein Fläschchen habe ich schon seit Ende Mai liegen. Das kostete um die 10,- Euro im Internet und wird zur Marder oder Maulwurfsabwehr verkauft. Die ausgemusterte Wärmflasche liegt bereit, darüber eine Plastiktüte zum Entsorgen sowie ein altes flauschiges Küchenhandtuch. Wenn die Wärmflasche auf ca. 37° gebracht ist, wohl zuerst nur einen Tropfen Buttersäure drauf. Die wollte ich dann zum Beispiel auf die Stufen zum Hochwald legen, da ich dort vor ein paar Wochen Zecken-Larven an meiner Tasche mit Shredder-Material fand.
Wie ich am Montag am Wiesenrand mal leider wieder feststellen musste, richten sich die kleinen Krabbler blitzschnell aus und steuern auf den Menschen zu. Das tun sie dann hoffentlich auch bei dem Tropfen Buttersäure auf der Wärmflasche. Dann bräuchten wir nur noch mit Anti-Zeckenspray gut eingenebelt und mit Klebeband bewaffnet dort auf sie zu warten. Denn den Versuch hatte ich am Montag mal mit einer Fusselrolle unternommen. Sie bleiben daran kleben und können so sicher entsorgt werden ...
Das Tuch würde ich danach in die Plastiktüte verpacken und entsorgen. Und danach könnten wir wahrscheinlich den Bereich eingrenzen, wo sich ein Nest befindet, um das Gebiet zu behandeln.
Am Teich geht das allerdings nicht. Da müssten wir darauf hoffen, dass die Wärmflasche möglichst viele Tiere anlockt, die wir mit Klebeband aufnehmen.
Aber vielleicht funktioniert ja auch die Zeckenfalle, die wir bei amazon bestellt haben. Doch die ist genauso irgendwo verschollen wie das am Donnerstag bestellte Buch von Herrn Storl zum Thema Borreliose ...
Das mit den Früchten würde es mir nun doch zu lange dauern. Ich hoffe in den nächsten Tagen spielen mal Wetter & Zeit mit! Allerdings sehe ich das Thema jetzt immer mehr als langerfristige Angelegenheit. Mit einem kurzfristigen Erfolg rechne ich nicht. Denn dann hätten nicht schon wieder am Wiesenrand Zecken-Larven auftauchen dürfen.
Daher bin ich auch gegen einen Schädlingsbekämpfer. Der wäre sonst wahrscheinlich fast ständig hier im Garten unterwegs und würde jegliche Art von Leben vergiften müssen ...