Donnerstag, 2. Juni 2011

Was hier wohl so alles wohnt?



Sicherlich befinden sich hier reichlich Würmer im Untergrund,
kleine Krabbelkäfer und Spinnen. Ab und an piepst hier ein
Mäuschen, das vielleicht eine Walderdbeere nascht. Unsere
kleine Maus sitzt ab und an gern mitten in diesem Waldmeister-
feld, um die vielen Fluginsekten zu beobachten. Und am Abend
durchstreifen Igel das Gebiet unter den Obstbäumen. An warmen
Tagen halten Igel hier sogar Mittagsschlaf.

Darum ist es inzwischen auch selbstverständlich, dass wir in
diesem Bereich häufiger Zecken gesichtet haben. Oder sich
die Zecken sogar aus dem halbschattigen Bereich auf die
Betonfläche begeben, um sich uns ahnungslosen sonnenden
Gartengenießern zu nähren. Manche von ihnen haben es
innerhalb kürzester Zeit vom Rand bis auf den ca. 50cm
entfernt stehenden Gartenstuhl geschafft ...

Dieser etwa 25qm große Bereich unter den Obstbäumen
bietet sich also an, um den Zecken auch hier den Kampf
anzusagen. Also alles am Besten radikal abschneiden und
anschließend mit dem Zecken- und GrasmilbenKonzentrat
einsprühen. Und wer von den Krabbelkäfern, anderen
Spinnentieren usw. nicht schnell genug wegkommt,
der hat Pech gehabt!???

Foto: S.Schneider



Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Eigentlich schade! Aber ein Kleingarten ist ja kein wirklicher Wald, dem ein wesentlich größeres Quartier zur Verfügung steht. Doch so könnte sich das erklären ...

Liebe Grüße nochmal
Sara

Elke hat gesagt…

An so eine Aktion hatte ich auch schon gedacht - hinten bei der Efeuhecke wimmelt es von Zecken bei uns. Aber alle Stauden opfern? Ich bringe es nicht über mich...
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das ist vollkommen egal, ob in dieser Fläche nun Walderdbeeren, Waldmeister und Farne stehen, die ich übrigens nicht aus dem Wald sondern aus Gärtnereien geholt habe. Oder ob sich auf der Fläche im Frühjahr nur Gedenkemein, Immergrün und Scilla tummeln. Wenn der Boden gemulcht wird, sind das einfach ideale Gebiete. Und da ist es nun egal, ob es gekaufter Mulch ist, der erhitzt wurde, oder geshredderte Eigenproduktion, bzw. nur das sich zersetzende Laub vom Herbst.
Und da Zecken auch erstaunlich frostfest sind - siehe Link 'Zeckenhärtetest' im Post vom 31. Mai 2011 nützt auch ein gepflegter Boden ohne Mulch nicht viel.

Ich glaube, du solltest Dich wirklich damit abfinden, dass, wenn es ein paar Zecken - wie auch immer sie es geschafft haben in den Garten zu gelangen - und egal, in welchem der drei Stadien sie sich befinden, alles daran setzen werden sich im Garten zu vermehren. Sie haben dazu perfekte Voraussetzungen und sind extrem zäh ...

Ich möchte sogar so weit gehen, dass mindestens 3/4 aller hier auf dem Blog verlinkten Gärten, obwohl viele davon sehr gepflegt sind, in den nächsten Jahren unter den gleichen Problemen zu leiden haben wie wir. Es hängt wohl wirklich nur davon ab wie viele und welche Tiere durch die Gärten streifen. Und dadurch, dass sich immer mehr Wildtiere in die Wohngebiete ziehen und wir alle das nur begrenzt verhindern wollen, ist die Gefahr eben da.

@ Elke
Schade, dass es Dir auch so geht. Aber andererseits finde ich es beruhigend, dass Du Dich outest! Bei Deiner Andeutung im Läusepost war ich mir nicht ganz sicher, ob es bei Dir nur eine Befürchtung oder schon Erfahrung mit den Tierchen war ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,

bei uns sind es immer nur vereinzelte Exemplare, insofern können wir damit leben.

Und im Gegenteil - ist unser damaliger Garten in L. inzwischen so gut wie zeckenfrei. Das bezeugt dann doch das Gegenteil ... er wird allerdings jetzt auch viel mehr gepflegt. Ich hatte damals denn doch die Zeit nicht mit 3 kleinen Kindern. Obwohl ich für meine Verhältnisse wirklich viel darin gemacht habe ...
Von daher würde ich die Hoffnung an Deiner Stelle nie aufgeben ...

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich hoffe, dass das mit Deinem früheren Garten wirklich so ist. Allerdings befürchte ich, dass 'so gut wie zeckenfrei' eine Frage der Sichtweise ist, und überwiegend davon abhängt zu welcher Zeit man sich an welcher Stelle im Garten aufhält.
Und freilaufende Haustiere machen für das Thema sicherlich sensibeler - durch eine Zecke hier und da im Fell ist man gezwungen sich mehr damit auseinander zu setzen.
Die neue Nachbarin meiner Mutter hat ihr Kaninchen tagsüber in einem Gehege mitten auf dem Rasen. Der Rasen ist gepflegt und wird regelmäßig gemäht. Und trotzdem hatte das Tierchen jetzt schon eine Zecke.

Auch wenn seit ein paar Tagen in unserer Region laut Zeckenwetter.de die Zeckenaktiviät hoch eingestuft wird, so sind mir in den letzten 2 Tagen nur 2 Zecken zufällig begegnet. Eine konnte ich Maus am Auge abjagen und die andere saß eben um 14 Uhr 30 auf einem Fieberkleeblatt über dem Steg.
Die restlichen etwa 1.500 Tiere habe ich aus der Wiese gelockt. Zu sehen war von ihnen überhaupt nichts. Keine einzige von ihnen lauerte auf einem Grashalm oder saß auf der Zitronenmelisse oder dem Kaukasusvergißmeinnicht am Rand zu den Betonplatten. Interessant ist dabei, dass bei dieser unvorstellbar hohen Zahl es nur etwa 10 ausgewachsene Zecken waren. Wobei die Zahl der unscheinbareren kleineren Männchen überwog. Und so genau konnte ich es nicht zählen, aber nach meinen Aufzeichnungen der letzten 3 1/2 Tage habe ich mit verschiedenen Fangversuchen aus ca. 9qm Wiesenfläche etwa 50 Nymphen (Größe 1 bis 2mm) gefischt. Mit dem auf Zecke.de empfohlenen Tuchtest kamen auf der gleichen Fläche gerade mal 3 Tiere in ein paar Minuten hervor.

Aber wie hier nun schon mehrfach geschrieben, das sind auch selbstgemachte Leiden, da wir in dem Bereich seit Jahren das Katzenfutter für die Tiere neben dem Podest bereitstellen. Und, da mir die Rose sehr am Herzen liegt, hat sie auch mehr Wasser bekommen, als alle anderen Rosen im Garten. Also perfekte Bedingungen, zumal ich der Rose das Laub der Korkenzieherweide, dass ich im Herbst von der Wiese geharkt hatte als Winterschutz gegeben habe.
In diesem Bereich werden wir auf jeden Fall heute Abend das Mittel versprühen. Aber zuerst werde ich um 20 Uhr nochmals unter der Rose mit einem Stofflappen und dem Besenstiel testen. So langsam werden es dort wohl weniger Larven - nach 14 Fanggängen morgens, mittags und abends ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara - Teil 2
In Zukunft werde ich bei Zeckennestern schneller und sehr konsequente das Mittel einsetzen. Aber so habe ich wenigstens ein realistisches Gefühl dafür, um welche Mengen es sich da handeln kann, und wie weit sie sich bei der Suche nach Wirten vom nest entfernen.
Denn unser Ziel ist immer noch möglichst wenig von dem Mittel im Garten zu verteilen.

Wo es ohne nicht geht, ist unter dem Badezimmerfenster am Regenfass und unter dem Gartenregal. Das Gebiet war schon vor Jahren zeckenverseucht, da sich dort den ganzen Sommer über Igel zum Schlafen zurückgezogen haben. Dort traute ich mich nur noch bei kaltem Wetter hin. Den Bereich werden wir demnächst konsequent wieder runterschneiden und komplett besprühen müssen. Aber bei den Pflanzen habe ich auch weniger Probleme damit als in anderen bepflanzten Ecken ...

Zeckenfrei werden wir diesen Garten bestimmt nie bekommen. Da müsste ich schon die Baggerlösung oder das komplette Runterschneiden aller Sträucher, Stauden und Entsorgen des Mulches wählen, um dann den Garten komplett zu behandeln. Solange wir nur Stückchenweise vorgehen sehe ich hier keine Chance.
Auch stellt sich uns jetzt die Frage, wo wir mit dem ganzen Material bleiben. Den Shredder überleben sicherlich genug Zecken, da sie vorher abspringen ...
Und zum Grünschnitt geben, finde ich unter diesen Umständen persönlich moralisch verwerflich.

Also bleibt uns wohl nur die Möglichkeit uns Teilbereiche des Gartens durch Absammeln und mit Hilfe der Chemie zurückzuerobern, die gepflasterten Wege zu verbreitern und die Randbereiche niedrig zu halten, die Betonfläche wieder pflanzenfrei zupfen und in Gartenecken wo der Befall auffällig stark ist möglichst viel runterzuschneiden und das Mittel mehrmals anwenden.
Inwieweit ich nun einen Igel daran hindern werde zum Beispiel unter dem Buchsbaum sein Winterquartier aufzuschlagen, das weiß ich noch nicht ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich denke schon, denn unsere Nachfolger sind ja im Sommer fast nur draußen und arbeiten auch sehr viel im Garten. Das müßte ihnen in jedem Fall auffallen bzw. sie könnten den Garten ja kaum noch benutzen, wenn es so wie bei euch wäre. Da gibts übrigens inzwischen auch eine Katze.

Kann bei uns auch mit am Wasser gelegen haben, aber da wir damals einen Brunnen hatten, war ich damit ziemlich freizügig ;-) Nur irgendwelches Futter habe ich nie draußen stehen lassen. Davon abgesehen, daß wir solche Haustiere auch nicht hatten. Schließlich bedienen sich womöglich auch Ratten und so etwas wollten wir am Haus auf gar keinen Fall. Igel haben höchstens mal unter Aufsicht - damals noch Milch (inzwischen weiß ich, daß sie die nicht dürfen) bekommen . ..
Ich erinnere mich sogar, daß wir mal einen Igel eingesprüht haben, auf dem es herumhüpfte ;-) Flöhe allerdings ....
Es wäre doch interessant zu ergründen, warum diese Tiere so befallen.

So, jetzt noch eine Hängemattenrunde ... tagsüber war es ja teilweise schon ziemlich heiss ...