Montag, 6. Juni 2011

Und wieder ist Sternenflor befallen ...



Da habe ich so um Sternenflor in diesem Frühjahr gebangt:
Viel totes Holz musste ich aus der zierlichen Bodendecker-
rose entfernen, und dann wollte sie während der Forsythien-
blüte nicht so recht mit dem Austrieb beginnen. Dabei steht
sie doch so luftig frei und auch noch ungewöhnlich sonnig!

Denn erst als sie bereits Blütentriebe ausgebildet hatte,
schossen Waldmeister & Walderdbeeren in die Höh' und
bedrängten sie im unteren Bereich. Und nun, wenn ihre
Blütezeit kurz bevor steht, beginnt
wieder der Mehltau!
Aber dafür ist die
kleine Sternenflor - Schultheis, 1989 in
unserem Garten eine wunderschöne Herbstrose -
dieses
Bild von ihr entstand Ende September 2009
. Aber trotz-
dem hoffe ich, dass aus diesen Knospen nun noch
zahlreiche Rosenblüten werden ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

In diesem Jahr ist vieles befallen. Mit dem Mehltau, was Rosen betrifft, haben wir Glück. Tritt der nicht auf, wenn es zu feucht ist?
Aber dafür haben manche Rosenrost. Naja, ich mache auch nicht viel an ihnen ;-) Sie sind halt schon sehr robust ... und solange sie schön blühen .... nur den Rosen im Vorgarten habe ich jetzt doch einmal etwas neue Blumenerde spendiert. Der Boden da war ziemlich abgesackt und die Wurzelhälse beinahe freigelegt ...

Hübsch ist die Sternenflor jedenfalls. Ach, da fällt mir gerade ein, weil ich an Stecklinge dachte (habe mir gestern da was geholt ...) über Hagebutten las ich in einem meiner neuen Bücher, daß sie erst einer Kältebehandlung im Kühlschrank unterzogen werden müssen. Vielleicht zeigt sich deshalb nichts von den von mir in den Garten geholten Hagebutten ..

Liebe Wochenendgrüße
Sara

Elke hat gesagt…

Hm - so allmählich habe ich das Gefühl, ihr müsstet mal gewaltig roden in eurem Garten, auch wenn es schwer fällt. Wenn da alles so zugewachsen und schattig ist, dass eure Pflanzen ständig krank werden und ihr selbst euch kaum noch der Zecken erwehren könnt, dann ist das doch auch nicht mehr schön - oder? Dann doch lieber mal ordentlich Luft schaffen - wäre jedenfalls meine (unmaßgebliche) Meinung dazu.
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwer ist sich trotz diverser Gartenspaziergänge, die ich hier auf dem Blog bereits veröffentlicht habe, sich ein Bild davon zu machen, wo die beiden Mehltau-Rosen stehen. Zumal ich die weißen Rosen fast alle nur im Schatten fotografieren kann, da die Bilder sonst nur überstrahlt wären. Von Rosenblüten oder gar Blütenstrukturen wäre da nix zu sehen.

Gerade diese beiden Rosen stehen absolut frei. Sternenflor bekommt im Sommer von 9 Uhr morgens bis etwa 15 Uhr volle Sonne. Und gerade in den letzten Jahren stehen in diesem Bereich zwischen Weg und Aluteich immer weniger Akeleien. Auch bis zum Storchschnabel & dem Lungenkraut, der sehr niedrigen Kiefer und der Helleborus argutifolius gibt es noch genug Entfaltungsraum. Und der Weg zur Betonfläche Richtung Osten ist komplett für sie frei. Etwas wird der bei uns übliche Westwind durch den Wald gemindert, aber in diesem Bereich zirkuliert die Luft gut.
Die Rankrose Belvedere ist ein noch kurioserer Sonderfall. Wir haben sie südlich vor den Flieder gepflanzt, wo es ein sonniges Luftloch in der Grenzbepflanzung für sie gibt. Aber diese Rose wuchs von beiden Seiten überwiegend um den Flieder herum Richtung Norden, um auf der schattigen Seite Knospen auszubilden. Und ausgerechnet an Ranken, die vollkommen frei hängen und sogar noch etwas Sonne erhaschen, da erscheint der Mehltau.
Am Düngen kann es eigentlich auch nicht liegen, damit war ich bei beiden Rosen recht sparsam.
Außerdem konnte ich Mehltau in diesem Jahr bisher nur an diesen beiden Rosen feststellen. Alle anderen, die wesentlich ungünstiger stehen haben keine Probleme. Und auch sonst halten sich Rosenkrankheiten & Schädlingsbefall bis jetzt noch im erträglichen Rahmen. Eigentlich gab es noch nie nennenswerte Probleme damit. Wahrscheinlich hängt es sogar damit zusammen, dass die Rosen durch andere Stauden, Sträucher und Immergrüne getrennt werden - also keine Monokultur wie in einem klassischen Rosengarten vorherrscht. Ich finde es nur ganz spannend diesen Befall und Schädlinge usw. hier festzuhalten, da sich offensichtlich vieles später von selbst wieder reguliert.

Ähnliche Erfahrungen mache ich auch im Garten meiner Mutter. Die Gärten ähneln sich. Dort ist New Dawn ein Sorgenkind, das ich um ein Haar in diesem Frühjahr einfach bodenbündig abgeschnitten hätte, da sie einfach nur ein Schandfleck ist: Sie steht eigentlich optimal, bekommt etwas Dünger, ab & an Wasser und dankt es mit Sternrußtau, kümmernden Blättern, Mehltau, plötzlich absterbenden Trieben, vertrockenden Knospen und wenigen Blüten. Während Jacques Cartier gleich darunter problemlos gedeiht und blüht. Und Veilchenblau steht noch weiter hinten im Beet zwischen einer Kiefer und der Sauerkirsche. Sie gedeiht nach weniger Jahren wesentlich besser ...

Es scheint einfach so zu sein, dass manche Rosen nicht für bestimmte Gartenformen geeignet sind - andere jedoch schon. Und ein ADR-Testfeld ist für uns nun mal keine Vorstellung von einem Garten. Selbst in Sangerhausen halten wir uns nicht lange auf dieser angeblich optimal besonnten Fläche auf und verziehen uns lieber ganz schnell in die lauschigeren Ecken mit den Wildrosen ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke - Teil 2
Auch die Zecken verhalten sich in unserem Garten ganz anders, als es immer beschrieben wird: Es scheint, dass sich Nester überwiegend im niedrig bepflanzten Bereich am Wegesrand befinden. Die Rose am Steg steht recht frei. Ein Nest scheint sich am Waldweg im niedrigen Efeu zu befinden. Ein weiteres vermute ich im Lenzrosenbeet am Steg, am Teichrand, der gut besonnt wird könnte sich auch eines befinden und dann wahrscheinlich unter der Prunkspiere am Aluteich im niedrigen Storchschnabel. Dort sind mir überall Zeckenlarven begegnet. Aber bis jetzt hatte ich noch keinen Nerv gezielt danach zu suchen. Allerdings wäre es ratsam, bevor hunderte von diesen winzigen Krabblern mit Mäusen, Igeln, Eichhörnchen usw. in die weite Welt wandern ... Bevorzugt suchen sich Zecken zur Eiablage hier nämlich wohl Plätze in einer gemulchten Schicht, wo häufig Kleinsäuger vorbeikommen. Daher sind wohl auch Wasserstellen = Teichrand ein Gebiet, in dem es sich für Zecken lohnt auf potentielle Wirte zu warten.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Soweit ich weiß, kann sich Mehltau durch zu viel Dünger oder sich stauende Hitze verursacht werden, aber ganz genau habe ich mich noch nicht mit dem Thema Schädlinge & Krankeiten befasst - obwohl ich ein gutes Buch dazu habe. Allerdings wird dort noch sehr viel Wert auf eine Behandlung mit Insektiziden gelegt ...
Die meisten Probleme treten hier nur zeitweilig auf. So, wie eben bei Sternenflor. Etwas später im Jahr legt sie dann meist los, während andere dann anfangen zu muckeln ...
Ebenso ist das mal mit Blattäusen & Co. Vieles reguliert die Natur und ein wenig helfe ich nach. Meistschneide ic stark befallene Triebe nur ab und entsorgesie im Hausmüll. Außerdem gibt es neben etwas Dünger auch Bananenschalen und seit Neuestem Kaffeesatz für die Rosen. Leider ist der Blog - http://www.meriseimorion.de/blog/ -wohl eben nicht erreichbar. Kerstin verwendet für ihre Rose Lykkefund auch Bananenschale & Kaffeesatz und hat eine traumhaft üppige Rose ....

Ich hatte meine Saat aus Sangerhausen im Herbst in Töpfe gesetzt und die draußen im kleinen Gewächshaus durchfrieren lassen. Soweit ich weiß, soll man die Hagebutten sogar ein paar Tage einfrieren - sie brauchen Frost zum Keimen ...

Elke hat gesagt…

Ich mein ja nur . . . mir wär das halt nichts. Ich mag zwar lauschige Gärten und ich mag's auch zugewachsen, aber wenn ich bei dir ständig von Schatten über Schatten lese, von Zecken ohne Ende und immer wieder von Pflanzen, die sich nicht so recht entwickeln, dann mach ich mir halt meine Gedanken dazu. Nichts für ungut.
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ich bin mal gespannt, wie Dein Garten sich in 15 Jahren entwickelt hat. Denn soweit ich es mitgekommen habe, bist Du ja erst seit einiger Zeit in das Gartenthema voll eingestiegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es vorher bei Dir kaum Gelegenheit dazu gab - bzw. Garten eine ganz andere Nutzung/Bedeutung für Dich hatte.

Wenn ein Garten älter wird, dann ändern sich automatisch die Standortbedingungen der Pflanzen. Nun kann man entweder ständig dagegen ankämpfen, um den ursprünglichen Zustand zu erhalten. Oder einige empfindliche Pflanzen evakuieren bzw. der Natur seinen Lauf lassen und beobachten wie lange es trotzdem noch gut geht. So, wie zum Beispiel mit unserer weißen Weigelie oder dem Schneeglöckchenbaum. Das sind zwei Sträucher, die ich jetzt nicht mehr für unseren Garten kaufen würde. Aber ihr Absterben liegt auch daran, dass der Apfelbaum unserer Nachbarn im Laufe der 15 Jahre unserer südliches Beet immer mehr verschattet. Beide Sträucher wuchsen außerdem im Verhältnis zur restlichen Bepflanzung zu langsam, waren aber doch schon zu groß, um noch umgepflanzt zu werden. Und so war das leider auch mit den 3Hochzeitsrosen. Dafür hätte ich extrem viele immergrüne Bepflanzung fällen müssen, die dem Garten im Winter Struktur gibt ...

Klar gibt es die Möglichkeit viel rauszureißen und zu ändern. Aber da ich mich schon seit Anfang der 80er intensiv mit Garten beschäftige - und nicht nur mit naturnahen Gärten, und seitdem auch die Möglichkeit hatte zu gärtnern, hänge ich an vielen Pflanzen. Sie sind nicht nur Arbeitsmaterial. Viele haben eine Geschichte bzw. mit den Jahren ist zu vielen eine Beziehung entstanden.
Nicht nur hier, sondern auch im Garten meiner Mutter, wo so manche Pflanze schon seit den 70ern steht und auch reichlich Schatten 'spendet'. Dafür müssen beide Gärten etwas weniger gewässert werden und wir brauchen auch keinen Sonnenschirm!

Und wie ich hier jetzt schon mehrfach geschrieben habe, ist das Kind schon seit 2004 im Brunnen, als wir nicht ahnten, dass wir ein Zeckennest unter dem Gartentisch hatten. Nur vom Auslichten vertreiben wir keine einzige Zecke aus dem Garten - mit Brandrodung vielleicht ;-) Aber dann bräuchten wir danach eine hohe Mauer, damit die mit Zecken befallenen Tiere aus der Nachbarschaft nicht zu uns in den Garten kommen ...