Donnerstag, 30. Juni 2011

Schnecken-Hausbesuche



Das war nun schon ein reichlich schneckenreicher Tag.
Aber mit Einbruch der Dunkelheit wurden wir dann auch
mal wieder mit einem rotbraunen Hausbesuch 'beglückt'.

Und diesem erstaunlich großen Exemplar mit Flecken scheint
unser Garten auch nicht groß genug zu sein. Denn es war gerade
dabei die kleine Schwelle zum Treppenhaus zu überwinden,
bevor das Tier blitzschnell auf dem Kompost landete ...

Fotos: S.Schneider


Nachtrag 15. Juli 2011:

Heute, als ich mit einer Dachgarten- & Katzenbloggerin telefonierte,
kamen wir zufällig auf das Thema Schnecken. Und dabei erzählte sie
mir nebenbei von den so nützlichen Tigerschnegeln. Also schnell im
www geschaut und festgestellt, dass wir diese Exemplare auf jeden
Fall in unserem Garten unter Schutz stellen sollten. Denn sie mögen
Nacktschnecken ...

Und wenig später traf ich unseren Nachbarn von der gegenüber-
liegenden Straßenseite, der leider im Kampf gegen die gefräßigen
Schleimer schon 3 oder 4 dieser nützlichen Schnegel unwissentlich
mitgemordet hatte. Aber nun sind sie auch auf der anderen
Straßenseite gern gesehene Gäste!

Das
wilde Gartenblog hat diese faszinierenden Tiere sogar
bei der Paarung in luftiger Höh' über dem Komposthaufen
beobachten können und
einen sehr interessanten Post dazu
bereits im September 2009 veröffentlicht
...


Kommentare:

Matthias hat gesagt…

Tigerschnegel haben wir viele bei uns im Garten. Die haben ein unglaubliches Paarungsritual. Claudia hat da mal einen Artikel zu geschrieben und ich gefilmt.
http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/09/09/schecken-sex-im-garten-paarung-des-tigerschnegels/
Wir haben übrigens kaum Nacktschnecken bei uns im Garten, nichtmal dieses Jahr, das doch so feucht ist.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Matthias
Könnt Ihr uns nicht ein paar schicken ;-)? Ich habe schon vom dem faszinierenden Ritual gehört und bei der Bildersuche dazu einiges gesehen. Da werde ich aber gleich mal bei Euch vorbeischauen!

Danke für diese Info. Dann hoffe ich nun doch auf die natürliche Regulierung. Nur vielleicht bekomme ich doch noch irgendwoher ein oder 2 Schnegel für den Garten. Die würden dann mit auf den Kompost kommen und hätten dann dort täglich ein Festmahl!

Außerdem könnte sich dann vielleicht sogar das Igelproblem mildern. Ich habe zwar noch keine Belege, aber wenn Igel wirklich bei hohem Nacktschneckenaufkommen schneller Lungenwürmer bekommen, dann könnte das Problem sich auch dadurch regulieren. Und selbst die Zeckenvermehrung könnte dadurch eventuell etwas verlangsamt werden ...

Matthias hat gesagt…

Euer Zeckenproblem ist ja wirklich schlimm! Ich wüsste gar nicht was ich tun würde in so einer Situation. Aber klar, gesunder Igel, weniger Chance für die Zecken. Das Tigerschnegel aber Nacktschnecken vertilgen glaube ich nicht, höchstens deren Gelege. Ich finde sie immer im "Keller", so ein mit Beton eingefasstes Loch im Boden, das unsere Wasseruhr beherbergt. Obendrauf ein Stahldeckel, nicht sehr dicht, aber wie die Schnegel da raus und rein kommen...??? Jedenfalls weiden da immer mehrere große Exemplare an den feuchten Wänden.
Ob "unsere" bei euch klar kämen, weiß ich nicht, ihr habt ja doch eher das Gegenteil zu unserer westpolnischen Steppe. Gruß aus Berlin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Matthias
Stimmt unsere Tierchen lieben es wohl wirklich feuchter. Denn der Nachbargarten, wo schon versehentlich ein paar Tiere Opfer der Schere wurden, liegt auch schattiger. Aber da eine andere Nachbarin zur Zeit Schneckenkorn verwendet, um ihre Tagetes zu retten, sollte ich vielleicht versuchen ihre Schnegel zu evakuieren, wenn ich sie finde ...

Je mehr ich mich mit den Zecken beschäftige, umso mehr erscheint es mir sinnvoll das Problem ganzheitlich zu betrachten. Also Igel und deren Behandlung mit einzubeziehen, Nester aufzuspüren und konsequent zu eleminieren, um die Vermehrung einzudämmen und herauszufinden welche Wege/ Aufenthaltsorte welche Tiere im Garten bevorzugen.
Eventuell war es nach dem ersten Schock sogar ein Segen, dass sich die Mengen durch die Igelfütterung in der Wiese konzentriert haben und sich Zecken durch unsere Beobachtungen nun viel besser bekämpfen lassen. Denn ausgewachsene Zecken Männchen & Weibchen kann ich ganz problemlos vom Gartensessel oder Steg auf den höheren Halmen in der Wiese sitzen sehen und dann absammeln. Auch so manche Nymphe fällt mir da auf den Halmspitzen oder in den saatständen auf.
Wären sie irgendwo anders im Garten, könnte es Jahre dauern, bis sie mir oder unseren Katzen begegnen. Und wenn sie dann lieber ein Eichhörnchen nehmen, dann gibt es irgendwo bei uns oder in einem anderen Garten ein neues Nest ...