Sonntag, 5. Juni 2011

Rambling Rector










Diese Ramblerrose hat den wohl schwierigsten Standort in
unserem Wildwuchsgarten. Sie steht an der nördlichen Grenze,
am Ende des Trampelpfades viel zu dicht an einem alten Buchs-
baum unter der ca. 15m hohen Kiefer. An ihren Fuß kommt
nie Sonne und höchstens einmal bei Gewittergüssen erhascht
sie etwas Regen. Heutzutage würde ich keiner Rose - und auch
eigentlich keiner anderen Pflanze mehr - solchen Standort zu-
muten. Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass
die Fläche dort zum Pflanzzeitpunkt noch freier war, und ich
zumindest die Rosen meist 2x pro Woche ausgiebig gewässert
habe. Eigentlich hatten wir
Rambling Rector - eine Multiflora-
Hybride schon aufgegeben. Meist kümmerte sie so vor sich hin,
so dass auch Umpflanzen oder Zurücktopfen diese geschwächte
Rose kaum noch retten konnte. Doch sie hat reichlich Lebens-
energie und brachte nun zum ersten Mal seit 2006 wieder Blüten
hervor. Und jetzt bestätigt sich, was wir bereits vermuteten, als
Rambling Rector im Topf zu uns in den Garten kam: Unser White
Rambler am Steg
, den ich als ersten Rambler vor etwa 10 Jahren
reduziert aus dem Baumarkt mitnahm, muß zumindest ein sehr
enger Verwandter von
Rambling Rector sein. Blütezeit, Blüten-
größe, Blätter und Wuchsform sind sich sehr ähnlich. Doch im
Juli 2006, als wir diese gesunde Rose als Containerware
im kleinen
Rosenladen
am
Rosarium in Sangerhausen auf der Verkaufsfläche
sahen, waren wir
dem Blütencharme sofort erlegen. Nicht im Ent-
ferntesten hatten wir daran gedacht, dass wir diese Rose bereits
im Garten hätten. Nun blüht Rambling Rector wegen des dunkleren
Standortes etwas später und wohl auch länger als White Rambler.
Also werden wir vielleicht irgendwann eine weiße Rosenwand
am Waldrand haben, wenn ich Rambling Rector weiterhin gut
mit Wasser und Dünger versorge ...

Fotos: SchneiderHein


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