Montag, 6. Juni 2011

Noch zwei Zeckengebiete?



2 Zecken-Larven hatte sich Wolfgang gestern am frühen Morgen
vom kurzen Fotospaziergang mitgebracht. Unter anderem hatte
er mal wieder die
Guirlande d'Amour rechts am Ende des Steges
fotografiert. Dort hatten schon häufiger die winzig kleinen und
teilweise noch durchsichtigen Larven meine Sandalen geentert,
wenn ich auf dem Mulchweg stand.
Und ganz in der Nähe hatte
der Igel links vom Podest unter dem kleinen Buchsbaum
sein
Winterquartier
aufgeschlagen. Wenn nun ein zeckenbesetzter
Igel
vom Schlafplatz am Hochwald zum Futterschälchen am
Wiesenrand vor dem Treppenhaus
wanderte, dann lag die Guir-
lande d'Amour mit ihrer
Lenzrosen-Unterpflanzung für ein voll-
gesogenes Zeckenweibchen
, strategisch besonders günstig am
Wegesrand: Denn nicht nur die Igel benutzen diesen gemulchten
Waldweg: Im Efeu, unter der Rose rascheln zudem häufiger
mal Mäuschen. Und auch die Nachbarskatzen, sowie unsere
grauen Damen, und wir selbst wählen oftmals diesen Weg
durch den Garten. Also eine perfekte 'Bushaltestelle' für
gerade geschlüpfte Zeckenkinder, um von hier aus in
die weite Welt zu reisen ...

Und ich hatte gestern früh, als ich ganz kurz die kleine Penelope
Hobhouse am Teichrand
fotografierte, zwei Larven am Hosen-
bein. Haben wir etwa in der Überschwemmungszone unter der
Omi Oswald
auch ein Zeckennest? Dahinter liegt jedenfalls unter
dem alten Wäschekorb der Eingang zur Hochwald-Unterwelt.
Dort wo schon mehrmals Igel verschwanden, bzw. ich im
Winter viele Igelspuren im Schnee sah.


Sind jetzt etwa alle üppigen Moschata-Hybriden - Hedi Grimm,
Guirlande d'Amour und Omi Oswald - ideale Plätze für Zecken-
gelege? Auf jeden Fall sollte ich diese Bereiche nun vorrangig
zum Kontrollgebiet erklären!

Fotos: W.Hein



Kommentare:

Elli hat gesagt…

Oh man ihr seid ja echt absolut geplagt mit den Zeckenbiestern.
Zum Glück haben sich meine Kinder hier keine mehr eingefangen und ich habe auch keine mehr hier gesehen.

Ich hoffe ihr könnt die Biester noch mehr eindämmen.

LG Elisabeth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Eli
Ich wünsche Dir, dass das noch lange so bei Euch bleibt! Gerade mit Kindern stelle ich es mir unheimlich schwierig vor.
Wir hatten hier im Garten 2002 die letzte große Feier mit einigen Kindern, die ständig durch 'Wald & Wiese toben'. Soweit wir wissen hatte sich damals kein Kind eine Zecke mitgenommen.
Inzwischen können wir hier schon seit einigen Jahren mit gutem Gewissen kein Kind mehr in den Garten lassen. Gerade die vielen lauschigen Ecken sind für Kinder viel zu verlockend ...

Und wir selbst haben ja Mühe die Nymphen zu erkennen. Gerade gestern habe ich wieder eine auf dem Oberschenkel entdeckt, als es schon zu spät war. Und bei den 2Zeckenlarven am Knie war ich mir bis zum Entfernen nicht sicher, ob es überhaupt ein Tier oder nur ein kleine Hauterhebung war.

Auch wenn die Menge der ausgewachsenen Zecken in diesem Jahr in unserem Garten zugenommen hat, so sind es trotzdem überwiegend die fast unsichtbaren Zecken-Larven, die ich mir zufällig an verschiedenen Ecken im Garten einfange. Ich habe meine Liste noch nicht ausgezählt. Doch von den bis jetzt ca. 2.000 'eingelegten' Zecken müssten es 'nur' um die 50 Nymphen und höchstens 20 ausgewachsene Männchen sowie 35 weibliche Zecken sein. Die ausgewachsenen Tiere habe ich überwiegend in der Wiese auf Grashalmen lauernd entdeckt, bzw. unsere Katzen trugen sie im Fell nach Hause. Die meisten können wir noch rechtzeitig von unseren Katzen und uns absammeln. Und nach Rücksprache mit unserem Tierarzt bekommen unsere Katzen bei zeckenfreundlichem Wetter nun alle 21 Tage eine Frontline Spot-on Behandlung ...

Wenn es in den nächsten Tagen Gewitter geben soll, dann werde ich wohl wieder eine reiche 'Ernte' einfahren ;-)