Sonntag, 5. Juni 2011

Guirlande d'Amour











Guirlande d'Amour - eine Moschata-Hybride des belgischen
Züchters Louis Lens
von 1993, gehört noch immer zu meinen
Glücksgriffen in der Anfangszeit der Rosenbegeisterung. Nach-
dem ich mit meiner Mutter im April 2003 zum ersten Mal in
den nahegelegenen
Historischen Rosengärten in Hemmingen
bei Hannover war, fuhr ich im Folgejahr Anfang Juli allein
dorthin. Denn zu der Zeit konnte sich Wolfgang noch nicht so
sehr für Rosen begeistern. Mein Blick fiel sofort auf diese über-
reich mit
kleinen halbgefüllten Blüten und weißlich-grünen oder
zartrosa Knospen besetzte ca. 80cm hohe Containerrose in der
ersten Reihe gleich hinter dem Rosen-Schaugarten. Und seit-
dem steht sie in unserem Wildwuchsgarten
unter der Douglasie
auf der rechten Seite am Ende des Steges
-
hier ein Bild vom
Juni 2007 mit etwa 1m langen Trieben
. Jeden Sommer umgibt
sich diese öfterblühende Rose
zuverlässig bis weit in den Herbst
mit ihren
2 bis 3cm großen Blüten in üppigen Büscheln und trägt
dann noch lange ihre
kleinen Hagebutten. Schon häufiger wurde
sie
vom Winter überrascht, zeigte aber trotz der letzten zwei
strengeren Winter kaum Frostschäden.
Ihre Blätter sind leicht
glänzend & gesund
und Blattlaus-Besatz hat ihr bis jetzt kaum
geschadet. Nur der Duft, der blieb wohl bei dieser herrlichen
Rose auf der Strecke. Oder liegt es an ihrem halbschattigen
Standort? Denn
in diesem Buch wird ein kräftiger Moschusduft
beschrieben. Beim Kauf wurde sie mir als kleiner Rambler mit
einer Höhe von etwa 3m vorgestellt. Bei uns erreicht sie im
7. Standjahr etwa 180cm Höhe und nimmt eine Breite von
ca. 150cm ein. Wobei ich ihre Triebe seit einigen Jahren im
Frühjahr meist um 60cm zurückschneide und ihre Blütenbüschel
nach dem ersten Flor entferne.
Bei Schultheis wird für sie eine
Höhe von 3m genannt
. Während Rosarot eine Höhe von 3 bis 4m
und eine Blütengröße von 3 bis 4cm angibt
. Bei Lens hingegen ist
die Höhe mit 140 bis 160cm bei einer Blütengröße von 2 bis 3cm
beschrieben
. Aber es scheint dort auch eine 3m hohe Variante
der Guirlande d'Amour zu geben
...

Fotos: SchneiderHein


Kommentare:

Happy-Sonne hat gesagt…

Herrlich Deine Rosen! So romantisch und so edel!
Eine wunderschöne Restwoche wünscht Dir Yvonne

Herz-und-Leben hat gesagt…

Schon der Name ist ein Traum!

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Wächst bei Dir auf dem Bild von 2007 Efeu unter der Rose? Und wenn, verträgt sich das?

Also 3 cm groß sind die Blüten meiner Guirlande gewiß nicht, höchstens 2! Nun nehme ich doch bald an, eine andere eingehandelt zu haben. Es gibt ja viele wildrosenähnliche. Nennenswerten Duft konnte ich an ihr auch nicht entdecken. Und bei mir steht sie zwar unterm Baum aber bekommt doch großteils die volle Sonne, da der gesamte Zaun Südseide ist. Bei mir ist diese Rose kaum in die Höhe gewachsen, eher in die Breite! Immerhin steht sie ja schon seit 2013 an ihrem Platz!"

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2013/07/guirlande-damour.html

Die Höhe bleibt sich bei gut einem Meter, gut, ein Trieb ist etwas länger 1,25 (habe eben gerade extra nachgemessen!) ... aber in 2 Jahren?

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2015/06/garten-brillen-und-rosenfeuerwerk.html

Obwohl ihre Blüte ja passen dürfte?

http://2.bp.blogspot.com/-Ht35IuELcus/UdiXCXGTFWI/AAAAAAAAOEA/ZKCaHEoRLBs/s400/Guirlande-big.jpg

Aber wenn sie nach 7 Jahren "erst" 1,80 m hoch ist, dann gehe ich doch mal von keinem "echten" Rambler aus. Aber Schultheis schreibt auch schwachwachsend.

Wie auch immer - schön sehen die Blüten aus und wenn sie meinetwegen nur in die Breite wächst, ist es auch okay, denn da hinten fehlt ohnehin noch ein nett anzuschauender Bewuchs. Öfter blühen dürfte sie allerdings gern.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Fast alle Rosen haben Efeu und andere Untepflanzungen. Nur muss man dann berücksichtigen, dass man sie im Frühjahr nicht so tief zurückschneiden darf …

Meine Shailer's White Moss hat im ersten Jahr jetzt auch nur 5cm große Blüten statt der im Rosenbuch angegeben 7cm. Sally Holmes brauchte auch Jahre, bis sie die angegebene Blütengröße erreichte. Und das jetzt ca 2m hohe Wurzelabsenker-Kind von Hedi, das wir im Herbst an die Zwetschge pflanzten, kommt mit der Blütengröße zur Zeit auch nicht an die Mutter heran. Mir scheint, Du bist zu ungeduldig. Seitdem ich mal vor einigen Jahren auf einem Blog las 'Geduld bringt Rosen …' sehe ich das gelassener. Dein Garten bietet zwar wesentlich bessere Standortbedingungen für Rosen, aber wie ich schon an anderer Stelle schrieb, müssen sich Containerrosen wohl erst von dem für den Verkauf hochgedüngten Stadium erholen und brauchen dann entweder mehr Fürsorge und/oder mehr Zeit.

Es mag sein, dass Du sie durch das Entfernen der verblühten Blütenbüschel zur Nachblüte motivieren musst. Eigentlich kann man bei öfterblühenden Rosen mit Hagebutten die Blüten bis August entfernen. Nur, da unsere Guirlande zur Zeit sehr schwach ist, will ich sie lieber gar nicht weiter unter Blüh-Stress setzen. Ihre Triebe solllen lieber ausreifen, damit sie sich an dem Standort wieder gegen den Holunder und Rosa tomentella behaupten kann …

Durch gezielten Schnitt kann man sie sicherlich auch in die Höhe dirigieren. Bei uns ist die Breite auf ca. 2m beschränkt, da sie sonst den Steg und den Waldweg behindert. Und im Moment versuche ich sie etwas in den Holunder hinter ihr einzuflechten, da sie sehr weich ist und immer über die Lenzrosen vor ihr fallen will. Wahrscheinlich werde ich ihr nach dem Schnitt von Holunder und Rosa tomentella dann mal ein paar Pflanzstützen verpassen, um sie für die nächsten Jahre wieder besser in Form zu bringen. Aber zunächst bin ich mal froh, dass sie überhaupt noch lebt.

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Ich wußte nicht, ob sich Rosen mit Efeu vertragne, der ja beachtliche Triebe entwickeln kann.

Ja, dann hängt die Blütengröße mitunter wohl mit der Dauer am Standort zuzsammen. Habe ich eigentlich sogar an einem Wildrosensteckling schon beobachtet, der ganz kleine Blüten im ersten Jahr trug.

Ich denke nicht, daß ich ungeduldig bin, was den Garten betrifft - aber natürlich - in Anbetracht der Dauer, die wir in diesem Garten verbringen (noch verbringen werden, die vermutlich nicht sooo sehr lang sein wird) und daß er so ziemlich einsehbar ist, erschiene es mir wünschenswert, wenn alles recht bald zugewachsen ist. ;-) Aber natürlich weiß ich auch, daß alles seine Zeit braucht, z.B. bei Hecken oder Zaunbepflanzungen - unter 3 Jahren ist da nichts Nennenswertes, das war mir von Anfang an klar. Wobei bspw. Kirschlorbeer schnellwüchsiger ist.

Die verblühten habe ich meist abgeschnitten, eben um noch mehr Blüten zu erzielen, wobei ich das bei der Guirlande und vor allem bei der Lykkefund noch nicht so gehandhabt habe. Bei der Lykkefund ist es ja auch ein Unding - da in den Baum hineinzusteigen und oben alles abzuknipsen. Der Aufwand wäre mir auch zu hoch.

Dann versuche ich es mal mit dem Abknipsen der verblühten Blütenstände bei der Guirlande, an die ich ja gut heranreiche.



Liebe Grüße in den Tag
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Lykkefund ist einmalblühend = Du nimmst Dir den Hebst/Winteraspekt und den Vögeln die Nahrungsquelle ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Das war auch mehr als plastische Beschreibung gedacht, denn bei anderen Ramblern, die so hoch steigen, wird es nicht anders sein. Wobei vielleicht auch hier das Prinzip der leichten Nachblüte gelten könnte, das habe ich noch nicht ausprobiert oder beobachten können.
Was die Hagebutten der Lykkefund betrifft, die Vögel gehen da gar nicht dran, darüber war ich schon erstaunt. In unserem Bereich bleiben überhaupt sehr viele Hagebutten hängen und an Vögeln mangelt es uns wahrlich nicht. Seltsame Erscheinung!

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Es kommt eben auf den Winter drauf an bzw. das Futterangebot. Lykkefund müsste als Helenae-Hybride eigentlich recht früh reif sein und die Hagebutten abwerfen. Wer sich dann am Boden dran erfreut - ? Jedenfalls sind unter unserer Helenae noch keine Sämlinge aufgetaucht. Bisher haben wir nur einen Sämling an der Betonfläche = sie wurden wohl gefressen.
Bei den Drosseln sind Multiflora-Hagebutten sehr beliebt. Die der Canina wohl weniger. Und unsere Hedi Grimm wurde von Grünfinken in dem extrem kalten Frühjahr entdeckt.
Ähnliches kenne ich bei Ilexbeeren: Mal sind sie sofort abggeerntet und dann muss erst fieser Winter mit Schnee kommen, bevor sie sich darin tummeln. Eventuell hängt es davon ab wann die Früchte Frost bekommen ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Na da werde ich diesen Winter mal aufpassen. Immerhin hat die Lyykefund ja jetzt sehr viele Hagebutten. Vorher trug sie nur unten herum die paar. Stimmt - die der "wilden" Multiflora-Rosen (ich kenne sie ja nicht so genau, daher nenne ich sie "wild") wurden dagegen ganz gut angenommen.
Mein Ilex hatte noch keine Beeren, aber er wächst. Bin ja gespannt, wann das mal was wird, denn er wächst doch relativ langsam.
So gezielt hab' ich das mit den Rosen in früheren Gärten auch nie beobachten können, da war anderes immer wichtiger, besonders die 3 Kinder und Rosen hatte ich eher Standard, also gut, zwei Kletterrosen, wie New Dawn und Coral Dawn, aber damit hatte es sich dann auch schon. ;-)