Sonntag, 5. Juni 2011

Glamis Castle








Glamis Castle - englische Rose, Austin GB 1992

Nach den drei Rosen, die wir 1996 zur Hochzeit bekamen,
zog etwas später noch die
Rosa Pimpinellifolia oder auch
Dünenrose genannt, links vor dem Wald ein. Und auch die
Hundsrose -
Rosa Canina an der Brombeerhecke, bekam
ich irgendwann von meiner Mutter geschenkt. Damit war
unser Garten für die ersten Jahre schon gut mit Rosen
ausgestattet. Um 1998 kamen noch ein paar Rosen aus dem
Baumarkt hinzu. Unter ihnen war eine namenlose Edelrose,
La Paloma 85,
Aspirin, Ilse Krohn, Schneewalzer und Apfel-
blüte
. Bis auf die drei Rosen zur Hochzeit, die kleine wuchs-
freudige Bodendeckerose Apfelblüte mit ihren einfachen
Blüten und die beiden Wildrosen hielt sich bei uns die
Rosenbegeisterung noch in Grenzen. Und Wolfgang war zu
der Zeit sowieso viel mehr von
Rosenbegleitstauden - aber
ohne Rosen
, fasziniert. Nur musste er ab 2002 - als im
August die starke Regenzeit war - feststellen, dass unsere
Nacktschnecken fast alle Stauden zum Fressen gern hatten.
Unsere Verlustliste der Stauden wurde immer größer.
Rosen hingegen schienen die Schneckeninvasion ganz
gut zu überstehen.

Und da wir zu Weihnachten 2002 wieder einmal ein
Weihnachtsbudeget von meiner Großmutter bekommen
hatten, das im April 2003 noch nicht ausgegeben war, nahm
ich meinen ersten Besuch
bei Rosenrot und der dazu-
gehörigen Rosengärtnerei
zum Anlass, unseren Garten noch
mit ein paar weiteren weißen Rosen auszustatten. Neben
Glamis Castle waren es
Winchester Cathedral, Mme Hardy
und die 4. Rose ist mir leider entfallen - eventuell war es
Little White Pet. Mit diesen 4 bis dahin für mich unbekannten
Rosen war das Weihnachtsgeld schon fast verbraucht. Aller-
dings hatte ich sie etwas günstiger bekommen, da sie im April
im Topf noch nicht durchgewurzelt waren. Wie sich später
herausstellte, hatten sie dadurch auch einen schlechteren
Start. Denn erst im Juni sollten sie ausgepflanzt und solange
noch im Container gepäppelt werden. Ich und Topfpflanzen!
Aber irgendwie haben es Glamis Castle und auch die anderen
3 Rosen überstanden und leben noch immer in unserem Garten.

Glamis Castle steht
rechts hinter dem Aluteich in der
Nähe der Himalaya-Zeder. Mehr Sonne und Freiraum hat
unser Garten kaum zu bieten. Aber erst in den letzten
Jahren entwickelt sie sich einigermaßen. Sie ist immer
noch sehr schmal und erreicht etwa 1m Höhe. In diesem
Jahr ist sie jedoch kräftiger und trägt wieder
viele Knospen.
Aber ihre kugeligen Blüten leiden auch schnell unter der
Trockenheit.
In feuchten Sommern hingegen, können sich
ihre Blüten kaum entfalten und verkleben sehr schnell
. So
schön die 6 bis 8cm großen Blüten dieser öfterblühenden
Austin-Rose auch sind, für uns ist sie eine muckelige Schönheit,
von der wir nur sehr selten schöne Rosenfotos bekommen ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich liebe ja auch die weißen Rosen, allerdings nicht nur - ein völlig grün-weißer Garten wäre mir wohl zu trist. Obwohl unserer sich weitgehend und überwiegend auch nur in grün zeigt ;-)

Unsere Hochzeitspflanzen haben wir schon lange nicht mehr, da wir seitdem noch mehrmals das Domizil wechselten ... aber schön, wenn man das bewahren kann ...

Da ist dieser Sommer ja dann ideal, um die Blütenpracht genießen zu können.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Leider sind unsere ersten 3 Rosen, die wir zur Hochzeit bekommen haben alle drei im letzten Winter eingegangen. Auch der wunderschöne Schneeglöckchenbaum war plötzlich nach der Blüte - wohl vor 2 Jahren, vertrocknet. Auch auf diese Weise gibt es leider Schwund.
Die Alba Meidiland und Schneewittchen haben wir inzwischen noch an einer zweiten Stelle stehen. Aber für eine neue kleine Swany & den Schneeglöckchenbaum ist der Garten leider nicht mehr geeignet.
Aber zum Glück sind noch einige Hochzeitspflanzen geblieben.
Nur schade, dass wir uns damals Sträucher zur Hochzeit gewünscht hatten und von vielen nur Sommerblumen bekommen haben, die nach dem Sommer dann weg waren ...

Elke hat gesagt…

Aber schön sieht diese weiße Glamis Castle aus. Ich staune sowieso, dass ihr in eurem Schattengarten soviele Rosen habt.
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Viele Rosen sind robuster als erwartet. Auf der Sidebar ganz unten habe ich jetzt aufgelistet, welche Rosen es bei uns im Garten nicht ausgehalten haben bzw. wir ihnen durch den Standort oder das Umpflanzen zu viel zugemutet haben.

Allerdings haben zum Beispiel die 3 Rosen zur Hochzeit wohl im letzten Sommer/Winter zu wenig Wasser bekommen. Ihre Standorte waren inzwischen zu dicht bewachsen und zu dunkel. Ohne zusätzliche Wassergaben war ein Überleben dort anscheinend nicht mehr möglich.
Doch auch im braunschweiger Garten sind Schneewittchen & Swany, die dort seit den 70ern bzw 1983 im Garten stehen, in diesem Winter fast komplett verfroren oder vertrocknet - obwohl sie mehr Licht bekommen ...

Auch die Austin-Rosen bekommen mit unseren Licht- & Luftverhältnissen jetzt immer häufiger Probleme.

Und leider sind die zierlichen Lambert-Rosen wohl viel zu anspruchsvoll für uns : Katharina Zeimet, das kleine Schneewittchen und eine Gruß an Zabern haben wir verloren. Eine andere Gruß an Zabern kümmert und Oriole kämpft noch. Und auch die dritte Variante der Gruß an Zabern sowie die Trier brauchen besondere Pflege, damit sie nicht verschwinden.

Auch Rosen von Kordes und Tantau sind inzwischen für unsere Standorte kaum noch geeignet.

Ebenso haben wir keinen Garten für Rugosa-Hybriden. Denn selbst die normale Kartoffelrose kümmert.

Und selbst mit Ramblern wie Bobby James, Long John Silver und Kiftsgate haben wir Probleme. Sie kamen einfach zu spät - ihr Pflanzort war schon zu dunkel & zu trocken.

Lediglich die Moschata-Hybriden vom belgischen Züchter Lens sind wohl recht anspruchslos und blühwillig.

Bei unseren Rosen kann ich feststellen, wenn sie über Jahre gut angewachsen sind und eine bestimmte Höhe erreicht haben, brauchen sie etwas Licht, guten Dünger und mehr Wasser als üblich - das freut dann allerdings Schnecken & Zecken ...