Sonntag, 5. Juni 2011

The day after ...



Was da unter der Hedi Grimm nach der Spritzbehandlung nun
wohl noch lebt?
Am ehesten wohl noch ein paar Zecken ...

Foto: S.Schneider


Gestern hatte ich nochmals am frühen Morgen, mittags und
abends um 21 Uhr
mit meinem Besenstiel fast 210 Larven im
Bereich der Rose zwischen Steg und Wiese hervorgelockt.
Mir scheint, da Zecken ohnehin blind sind, sind sie an trockenen
und sehr warmen Tagen eher nachtaktiv. Kurz vor Einbruch der
Dämmerung hatte ich noch etwas Zitronenmelisse an der Rose
heruntergeschnitten, um ein freieres Arbeitsfeld zu bekommen.
Und dann wurde in 3 Etappen
das Zecken- und Grasmilben-
Konzentrat
von Neudorff angemischt und auf etwa 1qm versprüht.
10ml waren laut Angabe für die kleine Fläche eigentlich zu viel.
Aber da ich den Rosenstrauch sicherheitshalber bis zu einer Höhe
von 50cm mitbehandelte, noch dazu die Randbereiche des Steges
sowie des Podestes zusätzlich benetzte und ebenfalls das Totholz,
das ich bisher als Rankgerüst für die Rose verwendete, reichten die
drei Mischungen gerade aus. Erstaunlich war, dass ich beim Ver-
sprühen keinen Geruch wahrnehmen konnte. Und ebenso erstaunt
waren wir, dass das Mittel sehr schnell antrocknete. Hätten wir es,
wie vorher geplant, am frühen Nachmittag verwendet, wäre es in
der Hitze fast verdunstet. Außerdem hätten dann wahrscheinlich
fast alle Larven in der schützenden Mulchschicht auf angenehmere
Temperaturen gewartet ...



Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Na, nun bin ich ja gespannt! Da werdet Ihr Euren Garten dann ja bald wieder zeckenfrei genießen können. Es wäre ja auch zu schade!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Die Äußerung ist ein frommer Wunsch! Ganz ehrlich, das ist absolut unrealistisch.

Wenn Du im Post mit den Akeleien am Mulchweg Dir mal die Zahlen von Harald W. aus dem Jahr 2009 und 2010 ansiehst, dann ist klar, dass solange man nicht den ganzen Boden, die Sträucher und auch Stauden mit dem Neudorff-Mittel mehrmals behandelt der Garten nicht zeckenfrei werden kann.

Auch wenn wir gedanklich in den letzten Tagen einige radikale Modelle durchgespielt haben, wie man die Zecken bekämpfen könnte, so sind das zumindest im Moment für uns noch keine Alternativen.
Ich glaube, dann würde ich den Garten eher aufgeben. Eh' ich hieralle Insekten totspritze und alle Säugetiere und Vögel versuche danach aus dem Garten auszusperren ...

Jedenfalls stellt sich jetzt immer mehr heraus, dass nicht nur unser Garten betroffen ist. Wie ich schon schrieb: Auch der sehr gepflegte sonnige Nachbargarten ist betroffen. Dort treten in den letzten 2 Jahren vermehrt Zecken auf. Auch auf der anderen Straßenseite gibt es Zecken in den Gärten. Denn die Igel wandern hin und her.
Es ist also nicht nur ein Problem, dass uns betrifft. Wenn nicht die gesamte Nachbarschaft mitzieht werden immer wieder Zecken auftreten. Nicht nur am Kompost oder an den Teichrändern oder unter den Bäumen wo Fallobst liegen bleibt. Wie weit sogar auch die Vogelfütterung ein Problem ist ...?

Ich kann Dir wirklich nur dazu raten in igelfreundlichen Ecken nach Zecken zu suchen. Da müssten sich, wenn es welche gibt, am ehesten Zecken aufhalten.

Leider hatte es am Mittwoch zu sehr geregnet, als ich bei meiner Mutter war. Aber da muss ich unbedingt zwei Igelquartiere unter der Kiefer & der Zuckerhutfichte untersuchen. Es wäre schlimm, wenn sich dort tausende von Zeckenlarven über die Gärten verteilen. Dann könnten die ersten Nymphen unter günstigen Bedingungen schon im Herbst so weit sein und im nächsten Frühjahr gäbe es wohl schon erste erwachsene Zecken, die dann wieder Eier legen könnten ...

Wir haben wohl mindestens noch ein Zeckennest. Ich befürchte es sind jedoch viel mehr. Gestern ging es relativzeckenfrei bis etwa 18 Uhr mit der Gartenarbeit. Ich hatte beim Schneiden der Sträucher auch ohne Anti-Zeckenspray recht wenig Tiere an den Gummistiefeln und der Kleidung. Wolfgang hingegen, der nur auf der Betonfläche shredderte, hatte eine Nymphe auf dem Rücken und eine in der Armbeuge, die sich gerade in die Haut gebohrt hatten ...

Ich wünsche Dir wirklich, dass es bei Euch noch nicht so arg ist, würde aber in Zukunft nur zur Sicherheit regelmäßig kontrollieren.

Herz-und-Leben hat gesagt…

naja, aber so ganz mag ich das doch immer nicht glauben, was dieser Mann da schreibt. Und schließlich haben Gifte auch wieder ihre zwei Seiten ... So ein Grundstück, wie das von besagtem Harald W. müßte man mal in natura begutachten ;-) wo da der Hase im Pfeffer liegt - schreiben kann man viel ... Wer weiß, woran das dort liegt ...

Wir haben hier nicht DAS Problem mit Zecken. Es gibt schon mal vereinzelt eine, aber damit kann man leben. Im Wald ist es ja auch so. Und da gehe ich auch immer wieder hin - nur deswegen den Wald meiden, wäre wirklich doof. Ich meide die Natur ja auch wegen der Pollen nicht. Obwohl ich da eine Allergie habe ...

Spinnen im Haus hat man auch, wenn man zu viel Unordnung und zu viel auf dicht gedrängtem Raum herumstehen hat, wenn man noch dazu zu wenig zum Abstauben und generell zum Saubermachen kommt. Verlassene Wohnungen und Häuser, aber auch Dachböden sind daher von Spinnennetzen überzogen, das dürfte allgemein bekannt sein. Im Garten wird das nicht viel anders sein. Und Zecken sind ja auch Spinnentiere. Sicher liegt das noch mit an anderen Dingen, wie Mangel an natürlichen Feinden etc. ...

Spaßeshalber mache ich diesen Sockentest schon mal, aber regelrecht nach Zecken suchen, dazu habe ich keine Lust und auch keine Zeit. Ich beschäftige mich auch an sich lieber mit den angenehmen Dingen des Lebens in meiner Freizeit.
Und ich denke, wenn wir diese Unmengen Zecken tatsächlich hätten, würden wir das auch so zu spüren bekommen. Das ist bisher nicht der Fall.
In unserem damaligen Garten hatten wir schon ein paar Zecken mehr, aber das Problem besteht dort so nicht mehr. Ich bin überzeugt, weil unsere Nachfolger wesentlich mehr im Garten tun, als wir es konnten. Da macht ja jeder so seine Beobachtungen und Erfahrungen ...

Lieber Gruß
Sara