Dienstag, 7. Juni 2011

Aspirin beginnt ...



In den Anfangsjahren gehörte Aspirin, eine Bodendeckerrose
von Tantau 1997
zu meinen eher ungeliebten Rosen, da sie bei
feuchter Witterung sehr schnell
rosa überhauchte Blüten be-
kommt,
manchmal rote Tupfen trägt, oder sich total zu einer
rosa Rose entwickeln kann
...


Sie kam irgendwann als Spontankauf aus dem Baumarkt mit
und erhielt einen Platz unter der Scheinakazie. Zusammen mit
einer Edelrose, die inzwischen verschwunden ist, und der Beet-
rose
La Paloma 85, deren Standortansprüche dort unter dem
wuchsfreudigen Baum nicht erfüllt werden können, entwickelte
sich Aspirin erstaunlich gut und musste bald darauf umziehen.
Denn in dem schmalen Bepflanzungsstreifen nahm sie zu viel
Raum ein.
Sie kam neben Snow Ballet unter den Apfelbaum
in etwa 60cm Entfernung zur Betonfläche. Und seit einigen
Jahren kämpfe ich nun in jedem Frühjahr mit ihr, ob sie eine
Bodendecker- oder doch
eher eine Kleinstrauchrose ist. Dafür,
dass diese öfterblühende Rose etwas später mit der Blüte be-
ginnt, schlägt sie
im Frühjahr meist schon vor der Forsythien-
blüte kräftig aus und hat auch wenig kranke oder schwache
Triebe. Schon oft durfte sie zur Zeit des Rosenrückschnitts
ihren Neuaustrieb behalten.
Auch Läusebesuch scheint sie
kaum zu behindern
! Und nach dem ersten Flor erscheinen
schon so schnell wieder neue Knospen,
dass sie mir oftmals
viel zu hoch an dieser Stelle im Garten ist
. Eigentlich hatte
ich mir an dieser Stelle unter den Bäumen eine wirklich flach
wachsende Bodendeckerrose gewünscht! Aber dafür blüht sie
manchmal
bis weit in den Winter hinein, bildet Hagebutten
und ist sogar
im Vergehen noch reizvoll im Wintergarten!

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Verstehe ich gar nicht *lach* - auch wenn ich weiße Rosen auch gern anschaue, aber das Zartrosa ist für mich das Tüpfelchen auf dem "i".

Na, dann macht sie ihrem Name ja wenigstens alle Ehre! :-)

Die hätte mir schon auch gefallen. Aber wir haben trotz der Größe des Gartens ja keinen Platz oder müßten erst mühsam welchen schaffen und dafür habe ich eigentlich gar keine Lust mehr ...

Liebe Grüße in den Nachmittag
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Zartrosa kann ich mir im Garten meiner Mutter anschauen! Da macht es sich gut und ich freue mich, wenn die Blüten in Kombination mit Pink und Violett im hinteren Bereich des Gartens blühen.

Auch wir haben inzwischen ein etwas größeres rosa Eck. Da ich die alte, mit dem Garten geerbte rosa Rose damals nicht rauswerfen wollte. Und das große weiße Weidenröschen war ja doch nur eine übliche wuchernde rosa Staude! Außerdem hat meine Quatre Saisons Blanc Mousseux mir in diesem Sommer vorgeführt, wie extrem rosa-pink sie auch blühen kann. Als kurzzeitiger Farbtupfer schon ok. Auch Belvedere trägt meist mehr rosa Blüten, wenn die Witterung zu feucht ist. So streng/eng sehe ich das nicht mehr, da es in der grünen Gesamtfläche kaum noch auffällt. In unserem Garten muss man oft schon sehr genau hinschauen - auf den ersten Blick ist es eben fast immer nur grün ...

Ich werde mich vorerst auch beim Rosenkauf noch zurückhalten: Im Herbst muss es nun leider einschneidende Veränderungen geben, da die beiden Fichten auf der Südseite vor über 40 Jahren zu dicht an die Grenze gepflanzt wurden. Ich hatte ihre Äste 1996 zum Nachbarn einkürzen lassen (mitgeerbter Rechtsstreit). Und nun ragen die Äste in etwa 4m Höhe bis zu 5m auf das Nachbargrundstück. Die sitzen regelrecht im Nadelregen. Zuerst wollte ich die Äste wieder nur kürzen lassen, aber der Schaden & die Kosten, die jetzt entstehen - da sollte ich nun lieber einen Schlußstrich ziehen. Zumal die Wurzeln auch schon den Zaun und Terrassenbelag der Nachbarn anheben ...
Aber dann habe ich im Folgejahr zumindest an den Baumstümpfen wieder Platz für 2 Ramblerrosen und sehe vielleicht auch mal wieder unsere Clematis Viticella in der Birne, die bisher fast nur für unsere Nachbarn blühte ;-)

Umändern werden wir in den nächsten Jahren sonst auch nicht mehr viel - nur ein paar Bodendeckerrosen an der besonnteren Betonfläche. An anderen Stellen haben neue Pflanzen keine Chance bzw. benötigen dann zu viel Pflege. Schneiden gehört natürlich weiterhin zur Gartenpflege. Aber Gartrenarbeit werde ich in der Zeit, in der Zecken aktiv sind, wohl nur noch widerwillig betreiben. Ich vermute wir haben so viele Zeckennester, dass das in den nächsten Jahren noch viel unangenehmer wird. Bis jetzt bin ich leider noch nicht zu weiteren Tests im Garten gekommen. Aber mir begegnen fast überall Zeckenlarven. Und die scheinen sich wohl nur 2 bis 4m vom Nest zu entfernen. Leider habe ich bisher noch nichts dazu im www finden können ...

Claudia hat gesagt…

Wie? Es gibt eine Rose, die ASPIRIN heißt? :-)) Dass da die Pharmaindustrie nicht Ärger macht..

SchneiderHein hat gesagt…

@ Claudia
Ganz im Gegenteil, denn diese Rose wurde extra so getauft: 'Benannt wurde diese Rose durch die Bayer AG aus Anlaß des 100. Geburtstags der Synthese von Acetylsalicylsäure, dem Wirkstoff des bekannten Bayer-Produkts Aspirin ' aus Welt der Rosen - http://www.welt-der-rosen.de/duftrosen/adra.htm