Montag, 6. Juni 2011

Alba Meidiland







Während viele Rosen hier im Garten schon in voller Blüte stehen,
lässt sich Alba Meidiland, eine bei uns duftlose aber dafür öfter-
blühende Kleinstrauchrose mit 2 bis 3cm großen
gefüllten Blüten
vom Züchter
Meilland, F 1987 auf dem Hochbeet noch etwas Zeit.

Viele Jahre hatte uns
die 'Bettenbrock' auf der inzwischen total
verschatteten Südseite schon Freude bereitet. Aber erst Jahre
später sollten wir erfahren, welche besonders blühfreudige Rose
uns da zur Hochzeit geschenkt wurde. An dem Standort
zwischen
Flieder und Buchsbaum
erreichte Alba Meidiland mit dem Buchs-
baum als Kletterhilfe nach ca. 10 Jahren zeitweilig Höhen von
bis zu 2m und mindestens 1,5m im Durchmesser. Doch vor etwa
2 Jahren begann sie zu kümmern. Unter dem Buchsbaum erhielt
sie kaum noch Regenwasser. Und leider wurde ich zu der Zeit
auch sehr sparsam mit dem Gießen und meinen Düngergaben.
Nachdem sie im vorletzten Winter und dem darauffolgenden
Sommer sehr unter den Wetterkapriolen gelitten hatte, war
sie genau wie
die Schneewittchen & die Swany, die wir von
meiner Großmutter zur Hochzeit bekamen, plötzlich total
vertrocknet und trieb nicht mehr aus ...

Dieses Exemplar der Alba Meidiland links auf dem Hochbeet
und eine weitere, die ich in der Anfangseuphorie gleich noch
dahinter gepflanzt hatte, habe ich als Rosengutschein von
unserer Haus-Mitbewohnerin geschenkt bekommen. Beide
zogen 2005 in unseren Garten ein. Leider habe ich den Zeit-
punkt verpasst die hintere Rose noch rechtzeitig an einen
freieren Ort umzupflanzen, denn auch sie steht inzwischen
sehr schattig und trocken. Und außerdem hat die vordere
Kleinstrauchrose bereits eine üppige Ausladung von 1,5m.
In den letzten Jahren im Frühjahr habe ich sie immer auf
ca. 50 bis 70cm eingekürzt, um mit den beiden Rosen-
sträuchern eine Höhenstaffelung zu erreichen.

Zu erwähnen bleibt noch, dass auch Alba Meidiland in
unserem Garten zu den sehr lange blühenden Rosen gehört.
Selbst Ende November 2007 trug sie noch malerische Blüten-
büschel, die sogar leichten Frost überstanden
. Und auch
als Eisblume machte sie im Dezember 2007 eine gute Figur.
Nur auf Hagebutten wartet man bei diesem märchenhaften
Blütenreichtum vergeblich ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich muß mich wirklich einmal mehr wundern, wie man sich all die Namen der Weissen/Hellen Rosen merken kann ...
Bei mir gibts - in Ermangelung von entsprechenden Gartenbildern - immer wieder Wetterfotos *lach* Habe aber eine Vorliebe für schöne Wolken und Naturbilder ...
Aber bis der Garten wieder so halbwegs vorzeigbar ist, muß ich da erst einmal eine Menge tun und im Augenblick regnets ...

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Dafür habe ich Probleme mit Fremdsprachen und kann mir nur schlecht Vokabeln merken ;-) Ist aber wohl auch eine Frage des Trainings ...
Allerdings hat es lange gedauert Wolfgang so zu erziehen, dass er mir zu jedem Rosendetail-Foto oder jeder Blüte auch noch ein Übersichtsbild macht. Oftmals hatte ich nämlich das Problem, dass ich ohne diese Info die Blüten nicht zuordnen konnte. Da sahen viele nahezu gleich aus - zumal wenn die Größenangabe fehlt.
Und auch heute ist es für mich noch schwer eine formatfüllende Blüte der jetzt erst blühenden Snow Ballet von einer Sea Foam oder Swany von den ganzen Baumarktröschen mit Namen wie Snowfield, White Bottom oder Kussröschen bzw. 'hinter 3er Buchs' zu unterscheiden. Heutzutage hätte ich die anfälligeren Baumarktröschen nicht mehr gekauft, da sie mir zu ähnlich sind. Aber das sind typische Lernerfahrungen bei Sammlern ;-) Und damals hatten wir ja auch noch mehr Rosenplätze im Garten und kannten das Rosarium in Sangerhausen noch nicht ...

Ich finde Deine Wetterbilder spannend. Zumal ich ja meist ahnen kann, was bei Euch ein paar Stunden später los ist ... Obwohl in diesem Jahr scheint BS mehr von den Regenwolken abbekommen zu haben als H!

Cadooh hat gesagt…

Liebe SchneiderHein´s,
ich liebe ebenfalls weiße Rosen und ich habe die Alba Meidiland auf einem Hochstamm. Alle anderen Rosen sind dieses Jahr schwer vom Raupen-Fraß in Mitleidenschaft gezogen worden, aber die Alba hält tapfer durch und erschlägt uns wieder mit langen Trieben voller weißer Büschel. Wenn man die Nase nah dran hält, duftet sie manchmal auch leicht...oder bilde ich mir das nur ein???:-) Ich werde Euren Blog jetzt regelmäßig lesen. Wunderschöne Bilder mit viel Liebe. Vielen Dank dafür und LG aus dem Artland wünscht Euch
Birgit

SchneiderHein hat gesagt…

@ Birgit
Ich habe Deinen Kommentar erst jetzt entdeckt, war aber schon häufiger mal auf Deinem Blog und im Shop zu Besuch ...

Ob die Alba Meidiland duften kann, dazu kann ich leider nicht sagen, denn sie steht schattig. Mir ist noch kein Duft an ihr aufgefallen. Und die meisten Rosen brauchen wohl Sonne und Wärme, um zu duften.
Die einzige Ausnahme, die wir bis jetzt kennen, ist die Hedi Grimm. Und zur Zeit steht eine makelose Blüte der rosa Austin Rose Spirit of Freedom bei uns im Haus. Die Blüte schafft es auch ohne Sonne und Wärme!

Unsere Rosen verhalten sich ganz unterschiedlich. Aber das liegt sicherlich an den ganz unterschiedlichen Pflanzen und Standorten. Doch die Schädlinge und Krankheiten halten sich noch im erträglichen Rahmen.

Ja, die weißen Rosen! Als wir mit unserer Sammlung anfingen, hatten wir nicht geahnt, dass uns so viele Varianten begegnen würden, und wir in unserem Garten leider nur einen Bruchteil davon beherbergen könnten.

Noch träumen wir von einer weißen Rosen-Sammlung im www, aber ich vermute fast, dass wir weder genug Zeit haben werden sie auf einem zusätzlichen Blog zu veröffentlichen, noch dass wir genug Gelengenheit finden dafür auch häufiger das Rosarium in Sangerhausen und all' die anderen interessanten Rosengärten zu besuchen!
Und außerdem komme ich ja selbst bei unseren Gartenrosen nicht hinterher jeder Rose einen eigenen Post mit Knospen, verschiedenen Blütenstadien und eventuell Hagebutten oder Winterblüten zu widmen ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Hier war das - ja jetzt erinnere ich mich.
Mein Mann kann sich überhaupt kaum Pflanzen merken. ;-) Es gibt Menschen, die kein ausgeprägtes fotografisches Gedächtnis haben.
Ja, das waren noch Zeiten mit den Wolkenbildern ... hier bei uns achte ich nun viel weniger drauf, was auch an den anderen Fenstern liegt bzw. der Fenster"verhüllung" - da Sonnenhaus - ohne Rolläden wäre es da oft kaum erträglich ... und natürlich die Blickdichte ist auch noch ein Punkt ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Auch wenn Wolfgang das Thema Rosen interessiert, so kann er sich die und andere auch nicht merken. Dafür jedoch die Produkte seiner Kunden und privat all' die Dinosaurier-Varianten und andere Details aus Hobbywelten - was dann gerade spannend ist …
So hat eben jeder seine Ecken. Bei anderen ist es eben Fremdsprachenbegabung etc.

Wolkenbilder usw. bekomme ich auch nur auf der Fahrt nach BS mit, bzw. wenn der Himmel beim Gartenspaziergang besonders auffällig ist. Sonst sehe ich meist nur grün ;-)

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Das kann auch eine Frage des Trainings sein. Ich hatte mit Fremdsprachen früher nie Probleme, allerdings nur solange ich sie auch anwendete. Da ich nun jahrelang nicht mehr gezwungen war, fallen mir Übersetzungen auch schwer, und ich schreibe am liebsten nur noch in meiner Muttersprache. Oder verwende Google Translate ;-)
Diese Baumarkt- oder Supermarktrosen sind in der Tat anfälliger. Das sind bspw. meine Apfelbaum-Rosen. Sowas kaufe ich jetzt auch nicht mehr.

Ups ... jetzt habe ich weiter oben gelesen .... ja, je später die Stunde .... habe mich schon gewundert 2011??? *lach*
Aber so ist es mit den Interessen, die im Vordergrund stehen, geht wohl allen so. Bei mir sind die Wolkenbilder jetzt meist auch nur noch unterwegs wahrnehmbar. Obwohl über unserem Garten der Himmel schon zu sehen ist, aber in unserem vorherigen Wohnort waren das Schauspiele ganz besonderer Art, das kann man mit anderen Orten so nicht vergleichen und das vermisse ich schon ein bißchen ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Spass an Fremdsprachen hatte ich eigentlich nie richtig. Und auch wenn ich beruflich einige Zeit international tätig war, fiel es mir da zwar leichter, aber ohne Training verschwand es auch wieder recht schnell. Für Latein konnte ich mich allerdings auch überhaupt nicht begeistern. Mit Produkten oder Pflanzennamen zu arbeiten fällt mir dafür wesentlich leichter. Nur die botanischen Namen vergesse ich meist auch ziemlich schnell wieder wenn ich genug angesammelt habe oder sie sich doch nicht als gartentauglich für uns erweisen …

Das mit der Aussicht auf den Himmel kenne ich. In BS führt ja die Straße aus dem Westen genau aufs Wohnzimmerfenster. Da habe ich Wetter auch ganz anders wahrgenommen als hier, wo das Küchenfenster durch immergrüne so zugewachsen ist, dass ich nur etwas Himmel sehen kann. Und den Osten verdeckt das Wäldchen hinter dem Haus.

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Bei mir wars ja anders, mir hat das schon Freude gemacht. Doch ohne Training geht so manches verloren, das sehe ich auch am Pflanzenwissen ... alles womit man sich lange nicht befaßt hat ...

Ja, mit Himmel und Wolken ist es gleich ganz anders Wir haben das hier zwar auch, das Haus ist schließlich heller als vorher im Waldgarten, aber dennoch sind die Fenster oben zumindest ziemlich klein und unten an der Terrasse ist alles bewachsen, da sehe ich auch kaum was. Wenn die Sonne hell scheint, habe ich unten alles zugezogen, weil es sonst zu hell ist (Blendempfindlichkeit steigt mit zunehmendem Alter) und es wird auch viel zu heiß im Haus! Das war im Waldgartenhaus deutlich anders und wenn ich vorn aus der Tür trat, war da fast nichts als Himmel. ;-) , in der oberen Etage auch.