Dienstag, 24. Mai 2011

Wiesenkerbel



Eine so schöne und zierliche Wiesenpflanze.
Aber leider gibt es neben dieser recht kleinen
Staude an der Tischgruppe nur noch einen
Wiesenkerbel bei uns direkt am Wegesrand.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wir können uns hier kaum retten vor Wiesenkerbel. Ganz hinten lasse ich ihn stehen. Und in den Wiesen-Rondells.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Und ich müsste ihn nun eigentlich wie vieles andere auch vorerst platt machen :-(

Aber ich teste mich nun lieber langsam ran. Denn wenn wir den Garten schnell zeckenfrei bekommen wollten, müssten wir einen Bagger bestellen, den Garten komplett entsorgen, den restlichen Boden mit dem Zeckenmittel mehrmals behandeln und dann durchpflastern oder uns stattdessen dann einen Swimmingpool anlegen ;-)

Nee, ich würde lieber viel mehr Wiesenkerbel in der Wiese und eigentlich fast überall im Garten haben!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,
bei uns wird er sehr hoch und das sieht schon ziemlich wild aus, besonders wenn er dan abgeblüht ist. Überall mag ich ihn von daher nicht stehen haben.

Gestern las ich übrigens auf einer von Dir verlinkten Zeckenseite von verwilderten Gärten .... und das leuchtet auch irgendwie ein. Wenn ein Garten ungepflegter wird, ist das eben doch nicht "Natur pur", wie der Mensch es sich gern zurecht denkt sondern schlicht und einfach ungepflegt, verwildert ... und da tritt dann eben Ungeziefer in höherer Zahl auf.
Ich wollte das - früher - so auch nicht sehen, komme aber mehr und mehr dahin.

Im Haus ist es doch genauso. Je ungepflegter ein Haushalt wird, je weniger man saubermacht, desto mehr siedeln sich Spinnen an. Wenn man einmal alte verlassene Häuser anschaut, da sieht man dicht bei dicht die Spinnennetze und den Staub herumliegen ...

Schon deshalb ist es mir immer wichtiger geworden, es nicht zuuu wild werden zu lassen in unserem Garten. Alles was zu dicht steht, befällt viel leichter. Bereiche, in die man nicht mehr gelangt vor Wildwuchs ...

Dir/Euch ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Jetzt war ich mal wieder zu schnell ;-)
Denn ich wollte noch zum Bagger und komplett entsorgen schreiben ... es reguliert sich vieles von "allein" - jedenfalls, wenn man darauf hinarbeitet.
Deshalb glaube ich eigentlich nicht, daß man so drakonisch vorgehen muß. Zumal selbst das wieder Auswirkungen hätte und sicher gar nicht im Sinne der Natur ist.

Aber das, was auch wir mal geglaubt haben, nämlich, daß eine Wildnis mit dem "Paradies" gleichzusetzen ist, dem ist ja nicht so! Kümmert man sich um einen Bereich im Garten nicht, entstehen dort sehr schnell Brombeerranken und anderes - ein undurchdringliches Dickicht. So etwas ist weder dem biblischen Garten Eden noch dem Paradies gleich. Und in der Bibel stand's schließlich auch, daß der Mensch den Garten Eden bebauen sollte ...
Daher bin ich überzeugt, daß die Zecken nach und nach weichen, wenn man für Durchlüftung und Durchlichtung sorgt, um es mal so kurz und knapp auszudrücken, ohne euren Garten ja zu kennen. Denn das, was ich auf den Bildern sehen kann, zeigt doch nie den Gesamtzusammenhang. So kann ich nicht ahnen, wieviel Lichteinfall es da tatsächlich gibt von wie langer Dauer usw.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das mag alles so schon richtig sein, was Du hier schreibst. Ich vermute aber, dass, wenn ich mal den Wald als Beispiel für Zeckengebiete nehme, es auf Dauer kaum einen Unterschied machen wird, ob es sich um einen Naturwald handelt, wo Bäume umfallen und nicht entsorgt werden oder ob es ein gepflegter Wald mit breiten Wegen ist. Rechts und links im Unterholz wird das keinen Unterschied machen. Die Zeckenverbreitung wird sicherlich in beiden Gebieten von der Menge der Tiere = Wirte abhängen.
Und so wird es sicherlich auf Dauer auch in den Gärten sein. Hauptproblem für die Verbreitung sind die Menge der Wirte. Klar wird ein Igel oder eine Maus nur selten und meist nur nachts in einem Garten anzutreffen sein, wo es nur wenige kleine sonnige Beete, kaum Sträucher oder Bäume und viel gepflegten Rasen gibt. Und wo jegliche Art von Laub sofort in den Müll wandert.
Aber selbst auf sonnigen Rasenflächen können Zecken Eier legen und sich erfolgreich ausbreiten - vor ein paar Jahren ist genau das bei unseren Nachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite passiert. Da haate der Nachbarshungd ein Zeckennest auf dem Rasen erwischt.
Und ich habe jetzt eine fast vollgesogene Zecke in einem Plastikröhrchen auf dem Küchentisch ohne Luftzufuhr liegen, die trotzdem noch Eier gelegt hat. Und aus denen wahrscheinlch trotzdem wieder Larven schlüpfen. Doch das poste ich erst demnächst. Erst ist noch unser Zeckennest-Bericht dran.

Übrigens aus Mangel an Wirten warten Zecken notfalls auch in gepflegten Blumenkübeln auf der sonnigen Terrasse. So geschehen bei Freunden von uns ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Man sucht eben an allen Ecken und Enden nach einer Ursache ...

Aber ich denke schon, daß der Wald in seiner Größe und Komplexität noch anders zu beurteilen ist. Sicher gibts im Wald ja auch Zecken ...

Jetzt frage ich mich gerade, was die natürlichen Feinde der Zecken sind???

Fakt ist aber, daß wenn alles zu dicht steht, sich Erreger und Ungeziefer ausbreiten. Das habe ich jedenfalls bei uns in den verschiedenen Gärten beobachten können. Bin auch gerade wieder am Auslichten ... Belüftung tut den Pflanzen doch immer wieder gut, habe ich festgestellt.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Klar sind das sinnvolle Maßnahmen!

Aber mir war eben noch was anderes eingefallen, warum ich schon wieder hier bin:
Das Zeckennest unter dem Gartentisch, was ich im Sommer 2004 noch nicht als Zeckennest identifizieren konnte, befand sich auf plattgetrampelter Erde. Damals war der Platz noch recht sonnig und die Wiese niedrig, da wir uns dort häufig aufhielten. Der Boden unter den Tisch war durch das Sitzen ziemlich verdichtet. Und trotzdem war es für die Zecke ein strategisch günstiger Ort.
Außerdem ist es der Zecke vollkommen egal, ob sie in einer gepflegten freistehenden Zierstaude oder in einer verwunschen Ecke wartet. Wichtig ist nur die Chance auf einen Wirt. Und dafür macht sich eine Zecke sogar auf den Weg ...
Daher ist es nur eine Frage der Zeit, wann die drei Stadien der Zecken im eigenen Garten einwandern, wenn es in der Umgebung bereits einige Larven, Nymphen oder ausgewachsene Zecken gibt.

Wenn es natürliche Feinde gäbe, dann würde ich das Thema wesentlich gelassener sehen. Es wird zwar getestet, aber irgendwie scheint die Erforschung ökologisch vertretbarer Feinde wohl zu stocken. Ich hatte dazu zwei Links im Post 'Traumhafter Duft' vom 1. Juni 2011 eingebaut.