Mittwoch, 2. März 2011

Was etwas Wasser bewirkt ...


Es kommt sehr selten vor, dass ich mit der Giekanne ins Haus gehe,
um die Stauden im Garten mit Leitungswasser zu versorgen. Meist
gibt es genug Regenwasser in den Tonnen oder dem Auffangbecken
hinter der Teichmauer. Aber das Wasser im Garten ist noch von
einer dicken Eisschicht bedeckt. Und die Pumpe in der Garage
haben wir noch nicht wieder aufgebaut. Denn wer weiß, welche
Minusgrade uns der Winter noch beschert! Obwohl es den Stauden
und der immergrünen Bepflanzung jetzt sicherlich helfen würde,
wenn ich sie jetzt alle mit Wasser versorgen würde. Nun haben
aber erst einmal die 10 Lenzrosen,
Helleborus argutifolius, meine
voreilig umgepflanzten Krokusse & die Schneeglöckchen aus dem
Garten meiner Mutter, die frühen Scilla, die Mitte Februar vom
Wegesrand unter die Magnolie umgezogen sind und noch ein paar
andere durstige Pflanzen etwas Wasser auf den noch teilweise
gefrorenen Boden bekommen.

Ein Teil der gefüllten Lenzrose unter der Himalayazeder
steht nun wieder schön aufrecht. Aber so manche
Blattspitze hat doch unter den letzten Tagen gelitten.

Diese Blüte der rosa Lenzrose unter dem Seidelbast lag
noch ganz kraftlos und schlapp am Boden, während sich
die anderen Pflanzen allmählich erhoben. Aber nach der
kleinen Wassergabe war auch sie am nächsten Tag
wieder auferstanden!

Schon im Garten meiner Mutter hatte ich vor ein paar Tagen
festgestellt, dass
die Leberblümchen wohl ihre neuen Blätter
verlieren werden
. Und bei uns im Garten zeigt sich heute
ganz deutlich, dass diese frischen Blätter absterben. Aber
nach der kleinen Erfrischung vom Vortag kommen jetzt
trotzdem immer mehr blau-violette Blüten zum Vorschein.

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Pflanzer hat gesagt…

Hallo SchneiderHein,

sehr schöne Bilder hast du da. Ist das eine natürliche Beleuchtung? Vielen Dank für die Einblicke in diesen Paradies-Garten.

Gruß

Sisah hat gesagt…

So ganz verstehe ich nicht, wie die Wasseraufnahme der Pflanzen bei Frost funktionieren soll? Das geht doch nur, wenn der Boden nicht gefroren ist. Scheint ja bei Euch so zu sein, hier jedenfalls bringt das gar nichts, der Boden ist trotz Plustemperaturen tagsüber bombenfest.
H. argutifolius w- die ich auch habe- wird diesen Winter garantiert nicht überleben.
LG
Sisah

Elke hat gesagt…

Ich habe tatsächlich auch schon ein bisschen gegossen. Bei uns ist es ja sehr sonnig, dazu windig und trocken. Aber wegen der kalten Nächte haben wir das Außenwasser auch noch nicht wieder angemacht. Da hilft nur die gute alte Gießkanne zwischen Küche und Garten.
Lieben Gruß
Elke

schweizergarten hat gesagt…

Das kleine Leberblümchen da...es strahlt so blau und fein...wunderschön kommt's zur Geltung!
GLG Carmen

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Pflanzer
Mit Beleuchtung oder Blitz arbeiten wir fast nie auf dem Gartenblog.

@ Sisah
Meine argutifolius sieht noch naja aus ...
Ich verstehe das mit dem Wasser auch nicht. Aber meine Mutter gab mir den Tipp, und es wirkt - auch bei Kübelpflanzen, die sie im ungeheizten Wintergarten hat. Da sahen Lupine & Co. auch erbärmlich aus und erholten sich bald darauf, obwohl die Töpfe & der Gartenboden noch gefroren sind. Hochsens 1 bis 2 cm sind dort aufgetaut.

@ Elke
Bei den Vorhersagen für unsere Region würde ich es mich auch nicht trauen den Außenhahn schon wieder anzustellen. Allerdings war ich bei meiner Mutter schon wieder so mutig im Februar Regenwasser in Tonnen aufzufangen. Ob das gutgeht?
Wir haben in unserem Garten flexible Fässer, die angeblich gefüllt bleiben können!? Aber zur Zeit nützt mir das auch nix ...

@ Carmen
Und bei dem Wetter werden es jetzt immer mehr kleine strahlende Blüten :-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wie unterschiedlich das doch ist! Bei uns ist der Garten in den letzten Jahren oft so patschenaß, da wäre jedes Gießen überflüssig. Selbst in der heißesten Periode des Jahres trägt er sich weitgehend selbst. Aber wir haben auch einen sehr wasserspeichernden Boden. Doch insgesamt ist der Grundwasserspiegel bei uns ja gestiegen, anders als in anderen Ländern ...
Von dhaer gibt es bei uns nicht einmal eine Tonne für Regenwasser ;-) Obwohl für die paar Blümchen an der Terrasse im Sommer wäre sie sicherlich nicht verkehrt.
Leberblümchen blühen hier übrigens immer noch nicht.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Bei meiner Mutter ist der Grundwasserspiegel so tief, dass dort kein Brunnen gebohrt werden kann. Einige Nachbarn hatten es versucht und aus Kostengründen aufgegeben. Lediglich das Schichtenwasser liegt höher und macht uns nach starken Regenfällen am Haus zu schaffen, da es nur teilweise eine Drainage um das Haus gibt.

Und wir hatten 2000 unser Pumpenrohr tiefer eingesenkt, sonst hätten wir wohl häufiger kein Grundwasser mehr. Und in heißen Sommern kann die Pumpe auch wesentlich weniger fördern, wenn alle Nachbarn ihre Gärten zu üppig wässern ...

Der Boden ist eigentlich perfekt: Ein Lehm-Sandgemisch. Aber unter den Sträuchern & Bäumen wird es dann trotz Mulchdecke schnell zu trocken für Stauden & Rosen.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das scheint dort dann sehr unterschiedlich zu sein, denn wir hatten dort problemlos einen Brunnen und einige, die wir kennen, ebenfalls.

Allgemein steigt das Grundwasser ja - außer in der "Dritten Welt" - aufgrund des abschmelzenden Eises ... an der Elbe macht sich dieser Umstand schon dramatisch bemerkbar.

Seit wir hier wohnen, nahm die Nässe von Jahr zu Jahr extrem zu. In naheliegenden Parks und Wäldchen steht das Wasser, wo es zuvor nie in dem Maße bzw. überhaupt nicht gestanden hat. Schon extrem!

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Ihr habt tiefer gewohnt! Die Schwester meiner Großmutter wohnte am Wald vor dem Sportplatz und hatte ständig einen feuchten Keller. Da kam das Wasser quasi von beiden Seiten vom Berg - vom höhergelegenen Saarplatz und vom Kanzlerfeld. Und wenn ich mich richtig erinnere, wurde der Grundwasserspiegel dort irgendwann absichtlich abgesenkt.
Und irgendwie ist es ja schon merkwürdig, dass nicht nur die Gartenausrichtung des Grundstücks meiner Mutter und unseres nahezu identisch ist. Auch unser Haus liegt höher als der Rest der Siedlung - auf einer leichten Anhöhe.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Die wasserführenden Schichten haben meines Wissens mit der Höhe, auf der sich das Grundstück befindet, nichts zu tun!
Denn das kann in 10 Meter oder geringerer Tiefe sein. Ganz nach Untergrundbeschaffenheit und dann dürften wir hier demzufolge ja überhaupt keine Nässe haben. Bei uns sieht man aber eindeutig, daß der Grundwasserspiegel in den letzten Jahren stark angestiegen ist, da es lange Zeiten sehr matschig im Garten ist.

Keller laufen auch nicht nur in tiefgelegenen Gebieten voll - zumindest kann man Wasser im Keller auch in höher gelegenen Gebieten haben. Wir kennen das auch. Deshalb baut man heute ja schon wasserundurchlässige Wannen aus WU-Beton ein.

Von einer absichtlichen Absenkung des Grundwasserspiegels dort ist mir nichts bekannt. Vielleicht erfährt man das ja irgendwann und wo nochmal und aus welchen Gründen das geschehen wäre ...

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch, liebe Grüße
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Mir fällt grad noch ein Probleme mit dem sog. Porenwasser?

http://de.wikipedia.org/wiki/Porenwasser

http://de.wikipedia.org/wiki/Bodenwasserspannung