Montag, 7. März 2011

Unter der Magnolie ...



... hat sich heute einer von drei Elfenkrokussen geöffnet!

Kaum vorstellbar, dass diese zum verwildern geeigneten
sehr frühen Krokusse
sich an dieser sonnig freien Stelle
von einer Zwiebelpackung auf 3 Stück reduziert haben.
Während sie bei meiner Mutter unter der Birke seit Jahren
dicht an dicht stehen. Und sich von ihrem Standort im
Beet
überall im Rasen versamt haben ...

Die Märzenbecher oder auch Frühlingsknotenblume genannt,
sind im milden Frühjahr bei mir im Garten oft
Schneckenfutter.
Daher bleiben diese
Pflänzchen und die Saatkapseln lieber im
Garten meiner Mutter. Auch in meinem naturnahen weißen Vor-
garten in Braunschweig
hat sich in den 27 Jahren gezeigt, dass
die Märzenbecher ansspruchsvoller und wesentlich empfindlicher
als die Schneeglöckchen sind. Sie stehen dort nur noch ganz
vereinzelt im Weg
.

Schneeglöckchen hingegen kommen mit dem Standort
unter der Magnolie
anscheinend gut zurecht.

Dieser Platz unter der Baumpäonie war jedoch
eine weniger gute Idee, da ich die
Päonie im Herbst
mit reichlich Mulchmaterial als Winterschutz umgebe.
Nun haben es die Schneeglöckchen sehr schwer sich
dort durchzukämpfen ...


Nur hier hinter dem Teich, gleich an den Betonplatten
gedeihen die sehr frühen Scilla -
Scilla tubergeniana.

Versamt haben sie sich zwar noch nicht, aber die
im zeitigen Frühjahr gekauften Töpfchen haben sich
teilweise gut vermehrt.


Und diesen Tuff haben ich vom linken Wegesrand zur Betonfläche
Mitte Februar gerettet. Da zeigten sich nämlich schon wieder erste
Fraßspuren von Schnecken an Blütenspitzen und Blättern. Die
eisigen Tage haben die Pflänzchen anscheinend trotz voreilger
Umpflanzaktion ganz gut überstanden.


Einen gekauften Scilla-Topf hatte ich im vorletzten Jahr
gleich vor dem Pflanzen dreigeteilt und in dem Bereich vor
der Magnolie vereinzelt. Und die Schneeglöckchen kamen
Anfang Februar aus dem Garten meiner Mutter mit.


Ein paar versteckte Schneeglöckchen-Tuff gibt es noch
im
Zweitgarten. Die werde ich mir nun wahrscheinlich zum
Wochenende ausgraben. Es soll ja etwas wärmer werden,
aber wohl weniger sonnig und vielleicht auch feuchter. Das
wäre ideales Umpflanz-Wetter! Denn etwas mehr Weiß kann
diese sonnig geschütze Ecke vor dem Wald
zu dieser Jahres-
zeit noch gut gebrauchen ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Elke hat gesagt…

Ich musste teilweise auch erstmal das Mulchmaterial beiseite räumen, bis ich Schneeglöckchen und Krokusse zu sehen bekam. Ich finde es jedes Jahr auf's Neue spannend, wo überall im Garten Blumen auftreten oder auch wieder verschwinden.
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Elke
Vor allem verschwinden, wenn die strukturgebende Bepflanzung plötzlich größer wird ;-) Ich habe gestern bei meiner Mutter einige sehr versteckt stehende Schneeglöckchen aus ihrem Schattendasein befreit ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Oh, das mit den Krokussen ist aber schade!
Und was die Märzenbecher betrifft, das ist auch meine Erfahrung aus früheren Zeiten. Die hole ich mir gar nicht erst hierher. Denn mich wundert es ohnehin, daß hier so wenig Frühblüher im Garten waren. Die Vorgänger werden sie ja wohl nicht alle komplett ausgegraben haben ;-) So etwas macht man ja normalerweise nicht, den ganzen Garten samt Pflanzen umziehen ;-)

Scilla gibt es bei uns auch, die waren auch schon drin.

Liebe Grüße nochmal
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Ich hatte sogar in den letzten Tagen mal unversehrte Märzenbecherblüten unter der Magnolie :-)
Aber heute regnet es - jetzt kommen zu den Zecken auch die Schnecken ...
Aber gestern hat sich schon der Igel im Hochwald bemerkbar gemacht. Dann haben wir vielleicht doch noch zwei!?

Dann ist es in Deinem Garten wohl ähnlich wie bei uns. Wir hatten vor 15 Jahren auch viel mehr Pflanzenvielfalt. Aber die Standortbedingungen ändern sich laufend. Und so verschwindet immer mehr. Und nun gibt es auch immer weniger Pflanzen, die wir hier noch neu anpflanzen sollten ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Freut mich, das mit den Märzenbechern. Vielleicht sollte ich es doch nochmal versuchen?
Die Zecken sind schon eine Plage. Ich habe hier gestern noch keine gesichtet, obwohl ich im Garten "herumgewühlt" habe ;-)
Und das ohne Schutzbekleidung, da ich sowas nicht so liebe ...

Ja, mit der Vielfalt ist das schon so - je mehr der Wald mit seinen hohen, alles beschattenden Bäumen sich ausbreitet, werden Pflanzen, die das nicht lieben, verdrängt, eine ganz natürliche Entwicklung.
Von daher bin ich eben gespannt, wie sich der Wald "von allein" weiterentwickelt, wie ich es ursprünglich im Blog ja auch geschrieben habe. Hier lohnt nicht allzuviel hereinzubringen, es sei denn, es handelt sich um Waldpflanzen - aber ich finde es auch ganz schön, den natürlichen Veränderungen eines Waldes zuzuschauen, fast ganz ohne mein Zutun.