Samstag, 12. März 2011

Nur mal kurz ...


... mit den Gartensandalen ins Beet, bevor
es zum Arbeiten in die Gummistiefel geht:

Gestern Abend mussten wir Allegra schon eine Zecke am Po
entfernen
. Und nach diesem höchstens 1mm großen Tierchen,
entdeckte ich wenig später beim Betreten des Mulchweges
noch eine weitere winzige Nymphe auf meinem Socken. Es
ist wirklich ein Irrglaube, dass Zecken nur in Wiesen oder im
Unterholz auf erhöhten Halmen oder im Gebüsch auf ihre Wirte
lauern. Gerade diese kleinen, kaum erkennbaren Tierchen halten
sich noch im gemulchten Boden auf, wo sie normalerweise auf
Kleinsäuger wie Mäuse warten. Aber wenn ein Mensch vorbei-
kommt, ist der auch nicht zu verachten. Und an ihm krabbeln
sie ganz gemütlich hoch. Selbst die
noch durchsichtigen Laven
nehmen was gerade vorbeikommt. Auch schon diese winzigen
Tierchen hinterlassen heftige, schlecht heilende Wunden, wenn
man sie unbewusst berührt oder nicht sofort richtig entfernen
kann. Was bei den Winzlingen nicht einfach ist. Denn wie soll
man bei etwas kaum Erkennbaren zwischen Kopf und Stech-
apparat kommen? Bisher konnten wir diese Plagegeister schnell
und problemlos mit
dem Tickner vereisen und dann anschließend
in Ruhe mit einer Pinzette aus der Haut ziehen. Aber dieses sehr
hilfreiche Produkt ist anscheinend nicht mehr erhältlich ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Deine Hinweise diesbezüglich finde ich sehr wertvoll, denn wer denkt auch schon jetzt daran. Vor allem, in welchen Stadien sie schon gefährlich werden können!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das ist schon ein Plage! So schlimm ist es gottlob hier wohl nicht. Wenn ich letztes Jahr auch ein paar Zecken eingefangen habe. Insgesamt aber hielt es sich doch in Grenzen.
Auch gestern konnte ich nichts Verdächtiges sehen. Beim täglichen Duschen müßte einem dies auch auffallen bzw. irgendwann empfindet man ein lästiges Jucken/Pieksen und weiß dann, daß da was ist ... nichts von alledem ... und ich hoffe ja, daß das auch so bleibt in unserem Garten.
Denn aus unserem früheren Garten kenne ich es leider auch noch sehr gut. Wenn auch nicht in dem Ausmaß wie von Dir beschrieben mit den Nestern etc., aber eben doch so einige Zecken innerhalb eines Frühjahrs/Sommers.
So etwas kann einem schon verleiden, einen Garten zu betreten.

Elke hat gesagt…

Wenn ich das bei dir immer wieder lese, dann bin ich heilfroh, dass wir hier damit (noch?) keine Probleme haben. Mir reichen im Sommer die vielen Gras- und Blattmilben völlig.
Lieben Gruß
Elke

Sisah hat gesagt…

Du entwickelst Dich noch zu einer Zeckenexpertin! Dass sie sich auf Mulch aufhalten, hätte ich jetzt nicht gedacht. Hund Sammy hatte bisher noch keine, obwohl er schon tüchtig im Unterholz unterwegs war.
LG
Sisah

Elke hat gesagt…

Ohje, auf Mulch jetzt auch noch? Bisher waren ihre liebsten Sitzwarten mein Schnittlauch, grummel.
Mit dem Vertikutierer als Feind der Krokusse hast du sicher recht, damit werden sie regelrecht zerhackt, und zwar zu jeder Jahreszeit, während sie der Mäher nur im Frühjahr erwischen kann.
Viele Grüße
Elke

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich hab' Zecken noch nie irgendwo sitzen gesehen, bilde mir aber immer ein, eine excellente Beobachtungsgabe zu haben und Brillenträgerin war ich erst spät ... Allerdings kenne ich das von meiner kurzsichtigen Schwester die "Lupen"-Augen hat, womit ich sie früher immer aufzog *lach* - denn Kurzsichtige sehen - ohne Brille - im Nahbereich alles viel größer als es tatsächlich ist. Insofern ein - gewisser - Vorteil ...
Da ich aber weitsichtig bin ....

Wie auch immer ... ich habe DEN BAUM! :-) 1 Jahr habe ich nun damit verbracht, ihn zu suchen und jetzt hab' ich ihn wieder!!! Und darüber gerade gepostet ....

Nun bin ich ja gespannt, wann und womit man Dich aus der Reserve locken kann :-) Die Winden warten auch ... sie beginnen schon zu wachsen ...

Schöne Ostern, alles Liebe
Sara

Nadjas Hausbau und Gartenzauber hat gesagt…

Wunderschön euer Garten, ich wundere mich auch immer, wie viele Zecken trotz Chemieschutz an meinen Tierchen hängen :-( Schaut doch auch mal bei uns vorbei, wir freuen uns immer wieder über Besucher oder regelmäßige Leser.
Liebe Grüße
Nadja

Elli hat gesagt…

Unsere Katze MeinMann und meine Tochter hatten auch schon eine Zcke dieses Jahr. Bei meinem Mann konnte ich sie sehr gut mit einer Zeckenkarte entfernen.

LG Elisabeth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Nun habe ich doch eine lange Blogpause eingelegt und inzwischen beschäftigten sich die Medien auch wieder mehr mit Zeckenthema. Doch teilweise finde ich es schon erschreckend, wie oberflächlich die Berichte ausfallen und sich meist nur mit den ausgewachsenen Blutsaugern beschäftigen.

Einen Vorteil hat die lange Trockenheit ja gehabt - uns waren lange Zeit weniger Plagegeister im Garten begegnet. Doch gestern, nachdem es nun wieder feuchter und kälter ist, brachte Maus über den Tag verteilt sogar 3 Tierchen im Fell mit. Dabei ist ihr Frontline-Schutz erst ein paar Tage alt. Doch Zecken sind anscheinend so zäh, dass sie beim Kraulen sofort zu uns überwechseln.
In diesem Jahr haben uns und die grauen Damen trotz der langanhaltenden Trockenheit schon über 40 Zecken bzw. Nymphen im Garten geentert.
Und meine Mutter hat seit ein paar Tagen jetzt leider auch schon einige Nymphen an ihren Schuhen entdeckt, als sie noch arglos ihre Mulchwege betrat.
Ich hoffe, dass Euer Garten trotz der Igelbesuche noch nicht so durchseucht ist, bzw. Euer Garten nicht so viele zeckenfreundliche Biotope aufweist ;-)

@ Sara
Bisher habe ich weder das Krabbeln der Tierchen, die Einstiche und auch nicht das Saugen gespürt. Lediglich wenn ich die bereits verankerten Blutsauger versehentlich berührte, konnte ich danach manchmal ein Jucken wahrnehmen - meist aber erst nach dem Entfernen. Einzige Ausnahme sind die Männchen, da spüre ich manchmal ein ganz leichtes Krabbeln auf der Haut, wenn sie noch nach einer geeigneten Einstichstelle suchen ...
Nachdem meiner Mutter in der letzten Woche auch ein paar Nymphen begegnet sind, geht sie nun auch mit gemischteren Gefühlen in die Beete.

@ Elke
Wenn Du weiterhin verschont bleiben möchtest, solltest Du es den Igeln im Garten nicht zu gemütlich machen ...

@ Sisah
Ich bin mir inzwischen sicher, dass wir uns die Zecken mit dem billigen Baumarktmulch vor Jahren in den Garten geholt haben. Und die Igel tragen nun prima dazu bei, dass sie sich bei uns vermehren. Die Nymphen sind so winzig klein, dass sie wirklich leicht übersehen werden. Ich vermute, wenn unsere Maus nicht die Tendenz hätte zum Kuscheln zu kommen, wenn eine Zecke bzw. Nymphe durch ihr Fell krabbelt, dann wäre ich für das Thema bestimmt weniger sensibilisiert und hätte nicht den Blick dafür. Und leider musste auch meine Mutter in der letzten Woche in ihrem Garten festestellen, dass die kleinen Tierchen nun auch im Mulch auf sie lauern ...

@ Elke
Auf Irisblättern, Scilla und Grashalmen konnte ich sie vor ein paar Jahren am Wegesrand lauernd beobachten. Aber in diesem Jahr kamen sie sogar aus dem Beet über die freie Betonfläche zu unseren Gartenstühlen gekrabbelt. Mir scheint, die Nymphen halten sich vorzugsweise noch in Bodennähe auf, während die ausgewachsenen Exemplare dann etwas höher hinaus wollen ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Dann habe ich den Nymphen-Sehtest wohl bestanden ;-) Denn eine winzige Nymphe - ca. 1mm konnte ich auf 1m Entfernung bei meiner Mutter am Fuß erahnen. Und ein noch kleineres Tierchen habe ich mir wenig später vom Schuh gepflückt ...

@ Nadja
Da ich lange nicht in der Bloggerwelt unterwegs war, habe ich heute nur kurz auf Eurem Blog vorbeigeschaut. Ich hoffe, dass Eure Ladung Mulch für das Beet am Haus nicht auch schon zeckendurchseucht ist. Denn man kann sich anscheinend damit reichlich Tierchen einschleppen, wenn das Mulchmaterial aus Zeckengebieten stammt ...
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich trotz Chemie die Zecken zu Katzen hingezogen fühlen. Aber sie wandern dann möglichst schnell zum chemiefreien Menschen über. Oder notfalls reisen sie auch nur in Gebiete, wo es so schön nach Mensch riecht - so haben wir schon häufiger Zecken bei uns im Haus an der Zimmerwand oder z.B. auf dem Stuhl entdeckt. Sie lassen sich anscheinend dann an strategisch günstigen Plätzen fallen. Wie weit sie die Chemie bei der Fellreise dann schon geschädigt hat, kann ich nicht beurteilen.

@ Elli
In diesem Jahr werde ich die Plagegeister mal zählen, die mir im Garten und an uns bzw. unseren Katzen begegnen. Zur Zeit sind es schon über 40 Zecken bzw. Nymphen. Eine Zeckenkarte haben wir auch. Aber der Kuhfuß für Tiere in zwei verschiedenen Größen ist sogar noch besser zum Entfernen der Winzlinge: http://www.zeckenhaken.com/

Elli hat gesagt…

Danke für den Tip. Unsere Katze haben wir die noch nicht entfernen können. Werde mal nach so einem Ding schauen.

Komischerweise hatte ich noch nie eine Zecke. Hoffe das bleibt so.

LG Elisabeth

Christina hat gesagt…

Silke, ich weiß ja nicht, wie dieses Zecken-Vereisungsspray Ticker genau gehandhabt wird - könnte man vielleicht ersatzweise Wartner, das Warzen-Vereisungsspray, verwenden?
Das schoß mir nur gerade so durch den Kopf...

LG Christina

Christina hat gesagt…

Ich schon wieder... ;-)
Es gibt zwar nicht mehr das Tickner-Spray - aber schau mal hier, es gibt ein Vereisungsspray von Fackelmann!

LG Christina

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christina
Danke, dass Du Dir darüber Gedanken machst :-) Ähnliche Ideen hatten wir auch schon. Aber zur Zeit haben wir zum Glück noch kleine Restbestände, die trotz Überlagerung noch funktionieren.
Wir hatten sogar die Firma angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Und bei der Internet-Apotheke meines Vertrauens hieß es auf meine Anfrage das Produkt wird nicht mehr hergestellt!? Wolfgang hat den Tickner allerdings in einem Online-Shop in Österreich entdeckt, und die liefern angeblich auch nach Deutschland. Da werden wir es in den nächsten Tagen mal versuchen. Wenn es klappt, dann poste ich das. Oder vielleicht besser doch nicht!? Denn ein Nachbar erzählte mir, das Produkt wurde in Deutschland verboten, da sich ein paar Leute mit dem Vereisungsmittel verbrannt hätten. Super, dass Borreliose und Antibiotikaschlucken harmloser als eine kleine Verbrennung sein soll. Und außerdem ist mir das bisher noch nie passiert, den die Gebrauchsanweisung gibt sogar an, bei welcher Zeckengröße man wie oft den Sprühstoß beträtigen darf!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christina
Erst schauen und dann schreiben! Prima, danke. Das 'Gerät' von Fackelmann tut es bestimmt auch und kostet dazu noch weniger als die Hälfte. Die Sprühstoßmenge scheint auch gleich zu sein :-) Das wird sofort bestellt und getestet!
Nur statt dieser integrierten Greifzange werden wir gerade bei den winzigen Nymphen lieber weiter den Zecken-Kuhfuß oder eine sehr spitze Pinzette nehmen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Eine Bloggerin schrieb mir etwas Interessantes über ein Buch von Storl, der schrieb, daß Zecken sich gern an Menschen halten, die nicht im Säuren-Basen-Gleichgewicht sind, also übersäuerte Organismen. Das erklärt vielleicht auch, warum manche Menschen stärker, andere überhaupt nie befallen werden. Hat ja letztendlich auch mit dem Geruch zu tun, auf den die Zecken "stehen". - Und daß egal welche Tiere nur da überzählig auftreten, wo etwas im Ungleichgewicht ist. Darüber schrieben wir ja auch schon.
Und es kann auch mit Pestiziden oder Insektiziden zu tun haben, die bei euch im Umfeld versprüht wurden in der Vergangenheit. Denn so etwas bringt die Natur auch aus ihrem Gleichgewicht, werden viele andere getötet, die sonst auch die natürlichen Feinde wären. Darüber soll auch Sepp Holzer in seinem Buch über die Permakultur geschrieben haben. Werde mir die Bücher bei Gelegenheit mal besorgen, wollte Storl ohnehin schon lesen.

Also ich spüre meistens, daß da was ist - gar nicht mal ein Krabbeln - es ist so ein Gefühl, daß da irgendwas sein muß und meist ist es dann auch so. Aber hier hält es sich wirklich in Grenzen. Ich bin ja öfter mal im "Unterholz" sogar mit nackten Beinen und habe dafür doch relativ selten Zecken. Letztens zwar mal 3 kurz hintereinander, aber die hab' ich ja gleich entdeckt. Beruhigend ist auch, wie ich kürzlich auf einer ernstzunehmenden Uni-Seite las, daß die Zecken in trockenen Räumen spätestens nach 3 Tagen vertrocknet sind.

SchneiderHein hat gesagt…

@ sara
Den Tipp mit dem Buch von Herrn Storl habe ich schon von Rita (Lebenszeit) bekommen. Aber ich hatte mich erst gestern mit ihren Links mal genauer befasst. das Buch ist schon bestellt, da ich mich auf den nächsten arzttermin vorbereiten möchte. Denn mein Husten ist definitiv keine bakterielle Infektion, wie in der Nachbarschaft vermutet wurde. denn mit jeder Tablette wird er nun stärker. Bis Sonntag liege ich nun wohl am Besten fast nur mit Wärmflsche ruhig im Bett, da dann der Husten weg ist. Bei der kleinsten Anstrengung oder auch nur beim Gehen, geht das Bellen schon los. War ja auch blöd von mir bei feuchter Witterung Schnecken auf den Kompost zu befördern ...

Es gibt leider viel Unsinn im Internet. Ich hatte ja schon mal von den Zecken geschrieben, die ich in durchsichtige Filmröhrchen auf den Küchentisch legte. Inzwischen habe ich es schon 3x erlebt, dass vollgesogene Zecken dort nach einigen Tagen Eier legten. Der Küchentisch bekommt übrigens Mittagsonne! Mir scheint, diese Tiere sind von der Natur perfekt ausgestattet, um zu überleben und werden noch viel zu oft unterschätzt.

Mag sein, dass Zecken bestimmte chemische Zusammensetzungen bevorzugen. Aber ich denke mir, so eine Zecke ist nicht wählerisch und bevorzugt das erste Opfer was ihr begegnet.