Freitag, 25. Februar 2011

noch immer ruht der See




Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, hier in der Umgebung sind die Seen auch noch zumindest teil gefroren. Auch wenn die Lufttemperaturen teilweise schon "schön warm" waren ;-) Ist halt immer noch Winter und Frühlingsbeginn erst zum Ende März.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Der Teich war vorgestern schon recht frei, aber nun. Ja, es ist noch Winter ;-) Und man sollte sich wohl sehr genau überlegen, welche Arbeiten im Garten nun sinnvoll sind. Bei mir ist als nächstes das Fegen der Betonfläche dran. Und da ich das Material auf die Beete werfen, werde ich auch keinen Schaden bei den Tierchen anrichten, die sich das Laub zum Überwintern ausgesucht haben.

Nur gestern in meinem Vorgarten in BS, da hat es mich in der Sonne gepackt, und ich habe die immergrünen Heckenkirschen teilweise schon arg zurückgeschnitten. Aber die treiben wenn notfalls nach. Nur ob die Lavendel in der Rabatte meinen Radikalschnitt überstehen? Allerdings gibt es dort so viele Kinder und noch unbeschnittene Pflanzen, dass die notfalls auch reichen.
Manches muss eben gehegt & gepflegt werden und anderes wird fast zum Unkraut wenn es sich wohl fühlt ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich mache im Garten jetzt noch gar nichts. Das fängt bei mir immer erst ab Frühling an, wenn es deutlich angenehmer draußen ist. Hier läuft ja nichts weg. Nur die Terrasse wird natürlich schon mal gefegt. Wie wir überhaupt die Arbeit hier im Garten auf ein Minimum beschränken wollen und lieber noch unser Leben genießen.
Denn früher, als unsere Kinder kleiner waren, träumte ich immer davon, mal richtig viel Zeit für mich zu haben. Damals hatte ich zwar auch nicht viel Zeit für den Garten, habe aber doch noch deutlich mehr als jetzt darin gemacht. Da hat man dann nie Ruhe einfach nur zur Muße, den Garten in der Hängematte zu genießen oder eben draußen Wandern gehen. Und nicht immer nur malochen ...

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Auch da unterscheiden sich wieder unsere Einstellungen. Im Gegensatz zu Dir ist Gartenzeit Zeit für mich. Wenn ich es als Arbeit definiere etwas im Garten zu machen, dann hätte ich auch viel weniger Lust dazu. Natürlich sitze ich auch gern einfach nur im Garten rum, oder bin mit der Kamera unterwegs. Aber gegen gießen, bewässern, schneiden & auslichten, umpflanzen usw. habe ich gar nichts. Das ist Hobby und keine Arbeit.
Nur schade, dass Wolfgang so selten Zeit hat mir zwischendurch bei den unhandlichen Dingen zu helfen. Manches geht zu zweit einfacher, schneller und mit weniger Schäden am restlichen Garten.
Ebenso leidet meine Gartenarbeit & Freude unter dem Risiko, dass mich demnächst wieder Zecken auf ihrem Speiseplan haben. Ach, was war das schön früher so mal eben den Pflanzstecher zu nehmen, hier etwas umzusetzen, da mal schnell etwas gießen oder irgendwo einen Buchsbaum etwas einzukürzen.
Diese Spontanität ist leider wieder in ein paar Tagen vorbei. So dass ich mir jedes Mal überlegen muss, ob es sich lohnt mich umzuziehen & einzusprühen, und ob ich dann wirklich so viel im Garten machen will. Tja, von daher wird es dann leider doch manchmal Arbeit ...
Aber im tiefsten Innersten ist es immer noch mein liebstes Fitness-Center, wo ich nicht Sport treiben muss, aber kann. Und dazu muss ich mich nicht zwingen, da vieles ganz spontan abläuft.
Und der Vorteil in unserem Garten ist, wir können etwas machen, müssen aber nicht. Meist kommt er auch prima ohne uns klar. Nur zu den Nachbarsgrenzen da sollten wir nun bald mal für mehr Ordnung sorgen, damit es keinen Ärger gibt. Aber wenn diese Arbeiten nicht unter Zeitdruck gemacht werden müssen, dann macht es auch Spass dort gemeinsam zu überlegen, wie man schneidet, und mit möglichst wenig Schäden die Wege begehbar, aber natürlich gestaltet. Sehr zufrieden sind wir, wenn nacher gar nicht zu sehen ist, dass wir etwas im Garten gemacht haben.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das muß man natürlich noch genauer definieren ... also, ich habe schon auch immer gern Gartenarbeit gemacht. Nur wenn man sieht, man MUSS das und das machen und kommt kaum hinterher und ist NUR noch am arbeiten, so soll es eben nicht sein! Und so war es über viele Jahre bei uns und deshalb wollen wir das jetzt nicht mehr sondern einfach Lebensqualität, die für uns bedeutet, daß wir genug Zeit zum Ausruhen und Garnichtstun haben oder für die Dinge, die wir eben auch noch gern mögen, ganz außerhalb von Garten-Arbeit. Und nicht nur zum bloßen Malochen ...

Ich hatte früher immerhin weitgehend einen Nutzgarten und da kannst Du Dir vorstellen, wie viel Arbeit das war in unserem modernen Leben von heute, mit 3 Kindern, pflegebedürftigen Eltern und den zahlreichen Terminen, was man sonst noch alles so um die Hand hat. Da blieben in all den Jahren kaum wenige Minuten, um im Garten einmal zu entspannen und gar nichts zu tun! Denn wenn man sich nicht beständig um das Land und die Pflanzen kümmert, kann man einen Nutzgarten vergessen. Da nützen auch so schöne Bücher wie Mulchgarten ohne Arbeit usw. nichts.

Das ist hier im Garten nun schon idealer. - Wenn man nichts macht, bringt das diesen Garten auch nicht gleich aus der Fasson. Es ist halt Wald. Aber natürlich tue ich da auch immer mal wieder etwas und ab Frühling geht die Arbeit dann auch wieder los. Aber hier kann man auch längere Zeit etwas liegenlassen, so wie Du es von Eurem Garten beschreibst. Im Nutzgarten geht das gar nicht. Ich wollte aber - eigentlich - nie einen reinen Ziergarten haben ... weil es mir immer auf gesundes und schmackhaftes Obst/Gemüse ankam! Um Zierpflanzen zu sehen bin ich lieber draußen spazierengegangen. Wenn natürlich auch ein Teil solcher damals in meinem Garten oder verschiedenen Gärten, die ich schon hatte, wuchsen.

Es geht mir also durchaus wie Dir, daß ich gerne mal hier und da pussele, gieße, einpflanze, aber nur dann, wenn ich es nicht unbedingt muß sondern aus Lust an der Freude gerne tue. Und vor allem so, daß man vor lauter Gartenarbeit und Zeitstress damit nicht mehr zum Luftholen kommt ...

Ach ja, die Zecken, die sind schon ein Problem. Wir hatten in L. zwar auch welche, aber ich habe da auch nie so große Umstände gemacht. Die Zeit blieb schon gar nicht. Es war wie es war und wenn man eben eine Zecke eingefangen hatte, konnte man es auch nicht ändern. Die Kinder konnte ich auch nicht täglich einsprühen und die brachten auch immer mal Zecken mit. Aber insgesamt hielt es sich schon noch in Grenzen. Wir hatten bei weitem nicht jedesmal nach einen Gartentag Zecken, nicht mal jede Woche. Man konnte schon noch damit leben. Daß das bei euch so viele sind, ist schon ein Phänomen.
Mit den Nachbarn haben wir hier keine Probleme, da die Gärten sich alle ähneln. Und bei der Größe des Grundstücks bleibt es gar nicht aus, daß sich da Wildkräuter versamen. Selbst Löwenzahn haben auch unsere Nachbarn. Die Zeit hat kaum jemand, nach jedem einzelnen Löwenzahn beständig zu gucken. Da wird die Wiese eben irgendwann gemäht und damit hat es sich. Bisher uferte da auch noch nichts aus, so daß das insgesamt hier ein sehr angenehmes nachbarschaftliches Gartenleben ist.

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Einen kleinen Nutzgarten wollten wir damals ja auch hier haben. Bzw. unsere Haus-Mitbewohnerin. Aber die ist wenn überhaupt eine Balkongärtnerin. Und selbst dort nutzt sie ihre Kräuter nicht zum Kochen ;-)
Uns hätte das vergessene Gemüse-Sortiment von Manufaktum damals gereizt, aber die Schnecken waren damals schon schneller! Daher haben wir die meisten Saattüten dann verschenkt. Und selbst der Anbau verschiedener Knoblauchsorten und einiger Tomaten war nicht von Erfolg gekrönt.
Als das Hochbeet am Ende der Betonfläche noch sonniger war, sollten dort Kräuter für die Küche wachsen. Aber im Untergrund fühlten sich die Schnecken wohl. Es ist erstaunlich, welche Kräuter denen alle munden können. Kaum vorstellbar, dass ich da mal herrlichen Sauerampfer hatte ...
Also blieben nur Beerensträucher & Obst. Aber da ich hier die einzige bin, die gern von der Hand in den Mund lebt - Wolfgang kauft ja lieber Erdbeeren, da sich Walderdbeeren so schön fotografieren lassen ;-)
Also hätte ich nur auf dem Südhof die Möglichkeit einen Nutzgarten in Töpfen anzulegen. Aber dort knallt die Sonne gnadenlos. Und außerdem kann es kaum gesund sein, wenn unsere & die Nachbar-Autos daneben in der Einfahrt rauf und runter fahren.
Damit ist das Thema Nutzgarten für mich erledigt. Da kommt nichts mehr an Pflanzen hinzu. Aber das, was da ist soll für die Tiere und mich auch erhalten bleiben.

Im Garten meiner Mutter ist das ähnlich. Früher gab es dort auch ein Stück Nutzgarten. Aber auch dort stand irgendwann der Ertrag nicht im Verhältnis zum Aufwand. Denn in den 80ern bestand dort auch die Tendenz mit weniger Gift & Dünger auszukommen als es damals noch üblich war. Und da meiner Großmutter mit über 70 Jahren das Umgraben auch immer schwerer fiel, wurde der Garten halt' immer mehr Ziergarten und damit pflegeleichter. Wenn jetzt noch irgendwann der Rasen bei meiner Mutter durch Wege und gepflasterte Sitzplätze ersetzt wird, dann kann sie dort entspannt gärtnern wenn sie will - oder auch nicht. Lediglich die Fuchsientöpfe und ie anderen Kübel erfordern dann täglich Wasser in heißen Sommern. Aber notfalls muss ich ihr dafür dann ein Bewässerungssystem installieren ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Schade, wenn man Kräuter hat und sie nicht verwendet!
Schnecken hatten wir dort ja auch, aber das pendelte sich dann ein, es erfordert aber viel und kontinuierliche Handarbeit. Ich erinnere mich z.B. noch an Senfsaat ...

Bei uns legen alle sehr großen Wert auf bio-dynamisch gezogenes Gemüse - nur leider geht das hier nicht. Außer, was die Kräuter betrifft ...
Man bräuchte schon einen Bagger, um das Grundstück umzupflügen, das können und wollen wir hier nicht. Trotzdem sehr schade ... aber die viele Arbeit möchte ich auch nicht mehr haben.

Die Autoabgase hat man ja leider bei Gemüse/Obst aus anderen Quellen auch, wo man es nicht einmal weiß - aber ich würde auch kein Gemüse direkt an einer Einfahrt anpflanzen wollen ;-)

Nun, jetzt kaufen wir eben beim Bio-Bauern und auf dem Markt.

Ja, so ein Bewässerungssystem ist schon ideal. Ich komme an manchen Tagen leider auch nicht zum Gießen, wenn ich ganztags nicht hier bin und das manchmal mehrere Tage hintereinander und auch niemand anders dann gießt. Da sind mir Topfpflanzen auch schon kaputtgegangen. Werde mir da auch mal was überlegen müssen - obwohl ich ja kaum Topfpflanzen habe, schon auch aus dem Grunde, daß man sich da beständig drum kümmern muß.