Mittwoch, 16. Februar 2011

Einen kurzen Moment lang ...


...war es freundlich und hell, so dass mich schon vor 9 Uhr
nach dem Vögelfüttern der Garten lockte. Aber dieser
Spaziergang mitten im Winter war noch ganz schön kalt.

Wenn die Schneeglöckchen so in der matschig-schattigen Wiese
unter der Korkenzieherweide stehen, ist das nun doch ein so
ansprechender Lichtblick, dass ich mir noch einige versteckte
Tuffs aus dem Garten meiner Mutter holen werde!

Das Efeu entert das morsche Podest neben der Wiese.

Eine Maus kam gleich mit in den Garten, obwohl sie
es heute früh gegen 4 Uhr schon spannend fand über
1 Stunde im Garten zu bleiben. Sie scheint wirklich
gut abgehärtet zu sein, denn ...

das Fischthermometer im Teich zeigt
maximal 1 Grad Wassertemperatur!


Am Teichrand und auf den Hochbecken ist noch nichts
geschnitten oder aus dem Wasser gefischt. Und wenn
das Wetter so bleibt, dann dauert es auch noch etwas.


Im Wald hinter dem teilweise vertrockneten Rhododendron
liegt nun endlich dank Wolfgangs Hilfe der dicke und extrem
schwere
Korkenzieherast. Seit dem späten Schnitt Ende
November blieb er einfach
ganz malerisch in der Wiese
liegen. Aber jetzt kommen dort erste Krokusspitzen, und er
musste weichen. Hier mitten im Wald darf er nun verrotten
und bietet den Insekten ein natürliches Insektenhotel ...


Die vor einer Woche gelb leuchtenden Haselzweige
werfen schon erste Kätzchen ab.



Die dunkelrote Lenzrose hält sich noch zurück, ...

die eigentlich als 'gelb-grüne' Orientalis gekaufte,
blüht in gestreiftem rosa links am Weg, ...

und auch wenn es hier kaum eine Veränderung gibt,
gehört auch dieses Helleborus-Foto mit in diesen Post!

Die früher so üppige weiße Orientalis, die etwas sonniger steht,
kümmert von Jahr zu Jahr mehr. Aber hier scheint ein gemeiner
Knospenbohrer am Werk zu sein. Und auch ihre Blätter sahen
auch schon mal gesünder aus. Daher werde ich sie nicht zu den
anderen Lenzrosen am Steg umsetzen.


Im schattigen Beet auf der Südseite hat sich das
nächste
Weihnachtsbäumchen versamt. Ob er wohl
im Schatten so schön aufrecht wachsen wird wie
das Bäumchen, dass unter dem Apfelbaum stand?

Etwas unentschlossen stand die Maus auf dem Steg und überlegte,
ob es sich lohnt noch weiter durch den Garten zu wandern. Doch
als ich nach diesem Foto den Steg betrat, flitze eine kleine Maus
gleich vor mir zurück zum Haus. Von diesem kurzen Gartenspazier-
gang waren wir beide gut durchgefroren. Und bald darauf ver-
dunkelte sich schon wieder der Himmel.

Aber zwischenzeitlich war der Tag wieder angenehmer!

Fotos: SchneiderHein



Kommentare:

Pupe*s Fadenkreuz hat gesagt…

Hach, wieder sooo schöne Bilder aus der "Wildnis"!

... ich weiß auch nicht, hier in Oberfranken, sehe ich nur Triebspitzen aus dem Boden schauen, ...

Ist das Maunzerlö eine Karthäuser? Ein wirklich schönes Tier!

LG,
Pupe

Elke hat gesagt…

Toll! Vor allem das Haselfoto gefällt mir, es zeigt, dass auch die unscheibarsten Dinge ein schönes Motiv abgeben.
VG
Elke

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Ich bin ganz heimlich "mit" durch Deinen Garten gelaufen.....mir ist allerdings dabei nicht kalt geworden....lach...Dafür habe ich diese wildwachsenen "natürlichen" Ecken auf den Fotos genossen. So sieht es auch bei uns aus und solange es noch so kühl bleibt wird halt nichts aus richtiger Gartenarbeit.
Wuff und LG
Aiko

Elke hat gesagt…

Schöne Bilder für so einen kalten Tag wie heute *bibber*. Bei uns lässt sich aber heute auch gar kein Sonnenstrahl sehen.
Lieben Gruß
Elke

Renate Waas hat gesagt…

Bei Euch geht´s schon gut los!
Hier ist es grau - grau und dann grau und grau war es auch.... seufz
Da geh´ ich gern ein bisschen in Deinem Garten Blumen schauen :-)
Viele Grüße
Renate

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wow, schon Schneeglöckchen! Hier im Ort habe ich auch schon welche gesehen, die unsrigen kommen aber noch nicht hervor. Ich hatte sie aber auch erst letztes Jahr aus dem Wald geholt. Und es sind bisher nur wenige. Mal schauen, ob sie überhaupt blühen werden.

Hier ist's auch zwar gar nicht sooo kalt von der Temperatur, aber wohl doch ziemlich feucht, dann empfindet man es als besonders eklig. Ich geh' dann auch nur mit Funktionsüberkleidung aus Goretex und Wollunterhose raus, aber dann ist es doch gut erträglich.
Und die "Maus" hat ohnehin schönes warmes Fell :-)
Ich hoffe jedenfalls auch, daß es bald wieder angenehmer wird. Zumindest Sonne, denn so grau-in-grau mag man tagelang denn doch nicht sehen.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Pupe
Nicht alle grauen Miezen sind Karthäuser ;-)
Aber unsere Maus hat wahrscheinlich von ihrem Herrn Vater, den wir leider nicht kennenlernen konnten, ein paar andere Gene als Russisch Blau mitbekommen. Obwohl auch er im Stammbaum als Russisch Blau Kater bezeichnet wurde. Aber er scheint ein anderes Fellg-Gen zu haben, denn Maus fehlt das besondere Doppelfell, außerdem ist ihre Farbe etwas zu dunkel. Und einer ihrer Brüder hat sogar halblanges Haar. Die Eleganz hat sie von ihrer Mama auch nicht mitbekommen, ist dafür aber ein kleiner Wildfang und verbraucht so manchen Schutzengel. Aber ohne Freigang im Garten wäre sie sicherlich ein sehr unglückliches Kätzchen.

@ Elke
Eigentlich sind es immer mehr die 'unscheinbaren' Dinge im Garten, die uns reizen ;-)

@ Aiko
Hier ist es auch wieder richtig frostig. Gut, dass ich die Zeit eher zum Fotografieren, denn zur Gartenarbeit genutzt habe, sonst müssten jetzt bestimmt ein paar Tierchen & Pflanzen etwas mehr frieren ...
Und wir schauen im Moment den Garten lieber wieder von drinnen an!

@ Elke
Ihr hattet in den letzten Tagen doch bestimmt etwas mehr Sonnenschein, während es hier meist grau & kalt war. Aber wenigsten war es überwiegend trocken. Das ist ja auch schon was!

@ Renate
Mit Varianten von Grau kann ich aber auch dienen ;-) Nur Fotos mag ich davon im Moment nicht mehr machen ...

@ Sara
Schneeglöckchen blühen an der geschützen Stelle unter Magnolie schon länger. Nur, dass sie auch schon im feucht-kalten Schatten erscheinen wundert mich selbst. Zumal die Krokusse im sonnigen Teil der Wiese höchsten 1cm hervorschauen.
'Aus dem Wald' - vor vielen, wirklich sehr vielen Jahren habe ich auch noch so manches Pflänzchen dort hergeholt, da es in Baumschulen nur schwer oder noch gar nicht zu bekommen war. Heutzutage kommt höchstens noch etwas vom Wegesrand mit, wenn es dort eh' nur vernichtet werden würde.

Trotz warmem Fell hat die Maus dann eiskalte Ohren und muss sich über der Heizung oder unter der 100 Watt Glühlampe aufwärmen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Bei uns im oder am Wald sind Stellen, wo die Haus- und Gartenbesitzer ihren Grünabfall hinbringen, da kann man problemlos etwas mitnehmen, was sich dort festgesetzt hat. Anderenorts kenne ich hier gar keine Schneeglöckchen oder Winterlinge o.ä. mehr in freier Natur.
Sowas gibts vielleicht noch in Riddagshausen, also richtigen Naturschutzgebieten, wo man ohnehin nichts entnehmen darf.

Huch - Ohren wärmen? Ich dachte, bei Katzen und Hunden sind kalte Nasen und Ohren ein Zeichen von Gesundheit?? Und das hat ja entfernt auch etwas mit der Allenschen Regel zu tun ...
Aber Katzen lieben ja die Wärme, so sie denn greifbar ist.
Die meiner Mutter mummelt sich in eine Decke ein, an die Heizung geht sie aber nie. Oder an irgendwelche Lampen.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Stimmt, solche Sammelplätze für Grünabfall kenne ich noch von früher, als mein Großvater mit der Schubkarre loszog dem Baumschnitt abzufahren. Diewaren allerdings betoniert, da konnte sich nichts aussamen. Das wäre heute undenkbar alles Grünzeug abzufahren, da übers Jahr viel zu viel anfällt. Ohne Shredder könnten wir uns den Baum- & Strauchbestand im Garten gar nicht leisten.

Doch, Maus kommt mit eiskalten Ohren aus dem Garten und lässt sich die Öhrchen massieren, damit sie wieder wärmer werden. Unter Katzen gibt es eben auch Frostbeulen ;-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Betoniert? Also ich meine keine offiziellen - das sind so Stellen, wo die Leute einfach ihre Abfälle hinbringen, vielleicht weil sie im Garten nicht genug Platz dafür haben oder keinen Kompost oder ....?? Solche Stellen gibts hier überall in den Wäldern, wo Häuser in Waldrandnähe sind.
Ist ja putzig, das mit der Maus :-)

Lieber Gruß und einen schönen Wochenstart
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Tja, BS & die Müllabfuhr. Ohne Shredder würde der Garten meiner Mutter dann jetzt sicherlich ganz anders aussehen. Und kein Wunder, dass fast alle Nachbarn darauf bedacht sind nur noch Fußbank-Bäume zu haben. Soweit mir bekannt ist, ist das Abgeben von Grünschnitt in Watenbüttel unverschämt teuer. Kein Wunder, wenn es da diese Art von Wildwuchs bei der Grün-Entsorgung gibt. Und ihr wohnt auch noch dazu ganz schön weit weg. Allerdings, wenn das irgendwann jeder Gartenbesitzer machen würde ...?

Aber Müllentsorgung ist ja auch so eine Sache. Mir sind heute die gelben Säcke vor der Abholung ausgegangen. So kam der restliche Gelbe-Sack-Müll in durchsichtige Plastiktüten, die eh' zu Restmülltüten degradiert waren. Und prompt wurden sie nicht vom Straßenrand abgeholt, obwohl der Inhalt ersichtlich war, und sie direkt zwischen den anderen gelben Säcken lagen. Nun muss ich die Tüten tatsächlich umverpacken, damit sie mitgenommen werden ...

Anonym hat gesagt…

Schöne Impressionen! hat mir gefallen und gut getan. Nur weiter so.