Sonntag, 11. Juli 2010

Wenn es nicht so heiß wäre ...



... dann wäre es jetzt wirklich an der Zeit die öfterblühende Rose
Hedi Grimm am Steg nun zu endlich zu schneiden.

Aber auch wenn sie den Winter erstaunlich gut überstanden hat,
stelle ich mir nun die Frage, ob es wirklich eine gute Idee ist,
bei über 30° Celsius einer unserer liebsten & dankbarsten Rose
diesen Stress anzutun. Schließlich müsste ich ihr nun über 50x
Schnittwunden zufügen, die sie bei dieser extremen Witterung
verschließen müsste. Im Winter ist es für uns selbstverständlich,
dass wir nur an frostfreien Tagen unsere Bäume & Sträucher
im Garten schneiden. Und im Sommer? Abgesehen davon, dass
es nur in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend
angenehm für mich wäre im Garten zu arbeiten ...

Die kleinen Triebe der Rose, die in der Wiese liegen, wollte
ich ohnehin nicht schneiden, da es herrlich aussieht, wenn
schon im Spätsommer erste
kleine Hagebutten in der Wiese
leuchten. Aber den Rest der Rose wollte ich gleich nach der
Hauptblüte einkürzen, um sie
etwas einzudämmen. Und außer-
dem sollte man ja erst ab August das Verblühte nicht mehr aus-
schneiden, um Blütenreichtum & Hagebutten zu erhalten. Wenn
sich das Wetter jedoch weiterhin an die Wettervorhersage
hält, dann werde ich unserer Rose zuliebe lieber auf den zweiten
üppigeren Flor verzichten, ihr etwas beim 'Putzen' der Blüten-
blätter helfen und mich früher über mehr Hagebutten freuen,
die die Vögel vielleicht auch im nächsten Winter wieder sehr
gut gebrauchen können ...

Foto: W.Hein


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich glaube aber, daß es besser ist, Vertrocknetes abzuschneiden, als es zu belassen. Wie ich es gelernt habe, belasten eine Pflanze gerade diese vertrockneten Anhängsel. Das ist vielleicht so ähnlich wie wenn wir ein "totes" Anhängsel am Körper haben - da ist es besser, den Chirurgen zu bemühen, als es mit uns herumzuschleppen.
Insofern wäre das Verschliessenmüssen dieser Wunden eher eine "Erfrischung"/Verjüngung als eine Belastung ... die zu neuer Energie führt ...

Diese kleinen Hagebutten finde ich auch total süß. Hatte die im Herbst so verzweifelt gesucht, da ich nicht wußte, an welchen Rosen sie erscheinen. Denn auf dem Wochenmarkt sah ich Gebinde damit, besaß aber den Ehrgeiz sie selbst zu finden ... was mir dann auch irgendwann gelang. Denn hier im Garten habe ich leider keine dieser Rosen.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Diese Überlegungen, ob es nun besser ist, dass Rosen geschnitten werden oder Hagebutten ausbilden sollten, habe ich schon lange. Für eine Himbeere, Sauerkirsche usw. ist es für uns selbstverständlich, dass aus ihren Blüten Früchte werden. Auch für eine Wildrose ist es natürlich Hagebutten zu bilden. Natürlich gibt es jetzt eine ganze Reihe degenerierte Rosen, die nur noch blühen und kaum in der Lage sind Hagebutten auszubilden. Davon haben wir auch einige im Garten. Da hoffe ich ja immer noch, dass es irgendwann mal klappt, aber die Quote ist oft richtig schlecht. Meist werfen diese Rosen allerdings dann auch irgendwann von selbst ihren Ballast ab.

Es hat wohl eher wieder etwas mit dem persönlichen Ordnungssinn zu tun. Denn viele Pflanzen kommen prima ohne uns klar!

Bei den öfterblühenden Rosen ist das allerdings anders. Wenn sie nun durch zeitiges Entfernen der Blüten dazu angeregt werden bis weit in den Herbst hinein immer wieder Knospen auszubilden, dann kann ich mir gut vorstellen, dass die Pflanze irgendwann erschöpft ist. Und dann zehrt die Hagebuttenproduktion wahrscheinlich noch zusätzlich an der Rose. Und bei den meisten Gartenbesitzern steht eine Rose ja wohl überwiegend wegen der Blüten im Garten.
Bei uns ist es beides. Und gerade die Moschata-Hybriden, wenn sie etwas älter sind, können beides Hagebutten produzieren und noch ab und an schöne Blütenbüschel bilden. Da es gestern angenehmer war, habe ich nun doch einen Teil der bereits angeleten Hagebuttenbüschel bei Omi Oswald, Guirlande d'Amour und Hedi Grimm und Violet Hood entfernt, die mir auch zu sehr die Wege versperrten. Jetzt habe ich Knospen, Blüten und kleine grüne Hagebutten. Aber ab August werde ich keine Blütenüschel mehr schneiden, damit wir genug Hagebutten bekommen.

Mal schauen, ob die Multiflora-Stecklinge bei meiner Mutter gut über en Sommer kommen. Dann könnte ich Dir wohl einen Ableger geben. Post vom 30. Oktober 2009 auf SchneiderHein - die 'Teppichrose' ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Solche Überlegungen kenne ich. Was unseren derzeitigen Garten betrifft, so haben wir eigentlich nur öfter- und lange blühende Rosen, die ich immer fast umgehend beschneide. Damit habe ich hier die besten Erfahrungen gemacht. Hier am Hause gehts mir mehr um die Blüten, die Hagebutten hole ich mir dann lieber woanders.
Obwohl sie sicher auch einen schönen optischen Eindruck geben würden und gut für die Vögel wären ...
Hilfe, da werd ich ja überhäuft, was kann ich denn Dir dafür geben???

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
weiterhin so interessante Posts über Deinen Garten & Deine Naturerlebnisse!