Samstag, 31. Juli 2010

gutes Kraut, böses Kraut



Da stehen sie nun dicht nebeneinander im Hochbecken.
Beiden mögen feuchte Füße, haben ganz kleine rosa-weiße Blüten,
locken beide Insekten an und produzieren reichlich Saat.

Doch, der Fröschlöffel ist ein gutes Kraut,
das extra
für den Teich angeschafft wird.

Während das kleinblütige Weidenröschen als Unkraut
bezeichnet und am Liebsten herausgerissen wird ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Ich lasse auch "Unkräuter" stehen, denn die meisten sind sehr hübsch. Das hier ist ein typisches Beispiel!

Die Gärtnerin hat gesagt…

Eigentlich sehen beide Blüten sich wirklich sehr ähnlich. Das Weidenröschen ist jedenfalls auch schön. Auf dem zweiten Bild sieht man, wie sehr die Insekten auf den Froschlöffel fliegen! Schönen Sonntag noch! VG Elke

Gartendrossel hat gesagt…

jetzt weiß ich auch ohne Nachfrage, was bei uns im Garten so schön blüht und von den Insekten gerne angeflogen wird... ich lass' sie stehen, ist doch ein wunderbarer Anblick...

liebe Sonntagsgrüße von Traudi

Neuer Gartentraum hat gesagt…

Eigentlich finde ich manche Unkräuter sehr schön. So mähe ich weder Wiesenschaumkraut noch kleine Braunelle oder Günsel ab. Leider habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass viele Unkräuter schneller wachsen und sich stärker vermehren. So passiert es schnell, dass sie die schwächeren Pflanzen verdrängen oder einfach überwuchern. Dann bleibt nur noch "raus mit dem Unkraut".
LG Anette

luna hat gesagt…

Das Weidenröschen habe ich mir extra in den Garten geholt, wird sogar beim Gärtner bei den Wasserpflanzen angeboten.
Steht mit Gräsern und anderem am kleinen Miniteich und gefällt mir sehr.
Schöne Aufnahmen!
Lg Luna

luna hat gesagt…

Vielleicht hast Du Zeit und guckst bitte in meinen Gartenblog? Beim heutigen Post habe ich eine Pflanze, die sich in den Erdbeeren eingenistet hat und bevor ich sie entferne, wüßte ich zu gerne, was das ist.
Danke!
Schönen Wochenbeginn...lg Luna
PS:
Ich hoffe, ich merke mir das Wort Seifenkraut.
Meist vergesse ich diese Pflanznamen wieder, leider.
Bei mir wächst es im ganzen Garten.
Wir haben einen feuchten Garten, weil "nebenan" die Au beginnt.

luna hat gesagt…

Wegen dem Aufzuchtsprogramm:
Wenn ich nochmals Rosenstecklinge machen würde, würd eich sie spät. jetzt setzen.
Bereits der wohlbekannte Rosenzüchter Rudolf Geschwind, dessen Buch noch heute
Gültigkeit hat, war sich nicht sicher, ob Stecklingsvermehrung im Spätherbst gut ist.
Ich für meinen Teil habe damit schlechte Erfahrungen gemacht.
Besser ist es, die Stecklinge habe etwas Zeit, Wurzeln zu bilden.

Daß Deine Rosen die wasserlose Zeit der Minusgrade überstanden haben, ist toll.
Ich habe da leider gegenteilige Erfahrungen machen müssen, nicht nur mit den Babys, auch mit großen Töpfen.
Teilweise auch mit Rosen im Beet.
Ich denke, die sind weniger erfroren, sonsern v.a. verdurstet.
Das macht mir auch jetzt schon etwas Sorgen.
Hier noch ein Link zu R.Geschwind seinem Buch:
http://www.garten-literatur.de/Blattwerk/gartenbuecher_autoren/geschwind.htm

Lg nochmals...Luna

Herz-und-Leben hat gesagt…

So könnte man es sehen, liebe Silke. So manches ist auch aus einer Modeerscheinung heraus aktuell geworden und dann denkt keiner mehr drüber nach, daß man Ähnliches sogar völlig kostenlos in der freien Natur bekommen kann. Gesund ists außerdem, auch einmal über den engen Garten-Horizont hinaus zu laufen ...

Lieber Gruß
Sara

luna hat gesagt…

Danke wegen dem Nachsehen...
Habe auch gegoogelt, sieht wirklich sehr ähnlich aus.
Nur:
Von Kindeln stand nirgends was....=0???
Danke nochmals...lg Luna

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,
das "Braune" ist irgendein Ampfer

http://www.2pflanzenfreunde.de/HP-Seiten/a-h/Bilder/wiesen_ampfer.htm

Ich habe an den jeweiligen Stellen noch geantwortet. Wir haben hier schon noch die bunte Natur, aber man muß die Stellen kennen, z.B. Hamsterwiesen, an Schallschutzwänden und noch so einige spezielle Orte mehr ...


Lieber Gruß in den Tag - hier regnets heute ...
Sara

Ulinne hat gesagt…

Silke, Silke, ich hab ein gaaaaanz schlechtes Gewissen, weil ich so lange nicht hier bei dir war. Da bist du aber nicht die Einzige, ich komme in letzter Zeit mal wieder kaum zu meiner Tour, und zu eigenen Blog-Beiträgen muss ich mich zur Zeit regelrecht zwingen, will sie ja nicht völlig veralten lassen ... ;-)

Jetzt muss ein Besuch bei dir aber dringend mal wieder sein, und da seh ich als erstes deine schönen Froschlöffel-Fotos. Den mag ich auch sehr, er wurde bei uns auch an den Teichrand gesetzt, aber er hat bis jetzt erst einmal (im letzten Jahr) so schön geblüht.
In deinem anderen Beitrag dazu lese ich, dass man seine Blätter sogar essen kann. Das wusste ich bisher noch nicht. Falls er sich bei uns mal wieder blicken lässt, probier ich das mal aus.
Ich grüße dich und geh nochmal weiter gucken, was es hier von mir bisher unentdecktes gibt ...
Ulrike

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Brigitte
Ich konnte mich ja schon früh für 'Unkräuter' begeistern. Und fand einen Rasen mit Gänseblümchen, Ehrenpreis, Klee und vielem mehr viel spannender als den gepflegten englischen Rasen. Und als ich vor etwa 26 Jahren auszog, um meinen weißen Vorgarten zu bestücken, da kam auch viel aus Wald & Flur - nur den Giersch hätte ich wohl doch besser im Wald gelassen ...

@ Elke
Im Hochbeet macht das Weidenröschen eine gut Figur so zwischen Binsen, Wasserminze und Iris. Allerdings habe ich es jetzt geköpft. Nun wird es sicherlich noch etwas nachblühen und sich trotzdem wieder da verteilen, wo es auch bei mir ein Unkraut ist - im Steinfeld und zwischen den Wegeplatten im Teich ...

@ Traudi
An manchen Stellen dürfen sie auch bei mir stehen. Zumal sie zu einer Zeit blühen, wo es bei uns schon weniger Blüten gibt. Aber in einigen Bereichen mache ich ab und an auch mal sauber. Zum Glück lassen sie sich dort leicht herausziehen!

@ Anette
Leider war es bei uns in diesem Jahr weniger Wiesenschaumkraut. Also muss ich wohl weiter von so einem herrlichen Wiesenstück wie bei Dir träumen. Selbst unsere 'Unkräuter' sind immer auf Wanderschaft. es gibt kaum eine Pflanze, die dauerhaft an einem Ort bleibt und andere überwuchert. Doch, Efeu & Waldmeister, aber weder Gundermann noch Günsel oder Braunelle haben mir bis jetzt Probleme bereitet!

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Luna
Ein schmalblättriges Weidenröschen hätte ich so gern in weiß gehabt, aber mein Exemplar aus der Gärtnerei war rosa ...

Ich bin mir wirklich sicher, dass es wilder Wein ist. Warte einfach bis zur Laubfärbung!

Das Seifenkraut habe ich jetzt am Straßenrand in einem Baumbeet bei uns in der Siedlung entdeckt. Da werde ich mir mal abends Saat holen oder ein kleines Pflänzchen vom Rand mopsen ;-)

Mit den Stecklingen werde ich es jetzt mal bald versuchen, wenn ich meinen sämling vom Hof gerettet habe und meine Rosensaat aus Sangerhausen endlich umgetopft ist! Aber das Weidenwasser, mit dem ich sie dann behandeln möchte, muss ja wohl auch noch ein paar Tage stehen ...

Unsere Rosen waren aber auch komplett im Mulch versenkt & damit angehäufelt - vielleicht ist das der Grund. Und von oben hat der Wald wohl den Frost abgehalten. Aber viel länger hätten sie es ohne Wasser wohl auch nicht ausgehalten.

@ Sara
Nur sind inzwischen ja viele frühere 'Kräuter' nun bedroht oder geschützt, so dass die Zeiten, wo man noch unbedarft Blumen pflückte oder etwas für den Garten ausbuddelte, ja so gut wie beendet sind.

Aber Deinen geheimen Orte interessieren mich dann doch irgendwann einmal. Ich war schon ewig nicht mehr in der Gegend: 20 oder gar 25 Jahre ...

@ Ulrike
Wieso schlechtes Gewissen, ich komme doch auch immer seltener vorbei und besuche Dich dann eben etwas länger!
Der Fröschlöffel ist wirklich ein herrliches Pflänzchen, dass sich bei uns inzwischen auch gut versamt. Nur der schmalblättrige etwas mehr als der späterblühende breitblättrige Froschlöffel (fängt gerade erst an zu blühen). Wo steht denn da was vom essen? Bisher ist mir nur bekannt, dass Schnecken für ihn auch übers Wasser wandeln ...