Freitag, 16. Juli 2010

Aufzuchtprogramm



In den nächsten Tagen soll es weniger Gewitter und Unwetter
geben. Nun dürfen die beiden '
Spirit of Freedom', die ich
vorsorglich rechts und links des
Hochwald-Weges sichergestellt
hatte, wieder
zurück auf die Betonfläche.

Eine Knospe ist im Aufgehen vertrocknet,
eine andere hat braune Spitzen ...

und bei einer Blüte fehlt sogar fast die Hälfte!
Wer hat denn da wieder geknabbert? Zur Zeit
sind sie wirklich noch viel zu muckelig und auch
zu weich. Dabei bekommen sie Licht, Sonne,
Wasser und ganz im Anfang,
als sie ankamen auch
noch etwas guten Rosendünger. Aber im Moment
sind sie weit davon entfernt
hierhin verschenkt
zu werden. Denn das Hotel hat für die Austin Rose
'Spirit of Freedom' eine
Patenschaft im Europa-
Rosarium Sangerhausen
übernommen. Nur, das
Schild, dass wir
hier bestellen möchten, ist ja
auch noch nicht in Auftrag gegeben ...

Also werden die beiden Rosen wohl noch etwas länger auf
der Betonfläche stehen bleiben und uns mit ihrem Duft und
den gefüllten zartrosa bis lilarosa Blüten erfreuen.

Fotos: SchneiderHein


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das mit den im Aufgehen vertrockneten Knospen hatten wir hier auch wegen der Hitze und Trockenheit. Selbst im Vorgarten, wo ich ja bewässere. Und das bei unserem extrem gut wasserspeichernden Boden!!!
Danke für den Link zu den Schildern. Da muß ich mal schauen, so etwas suche ich noch.

Lieber Gruß in den Sonntag
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Hitze vielleicht. Trockenheit passt eigentlich nicht, da ich die Rosen meist 1x am Tag mäßig gieße. Aber auch bei Veichenblau im Topf sind mehrmals ganze Triebe abgestorben. Es scheint allerdings nur bestimmte Rosen zu betreffen. Standortabhängig scheint es auch nicht zu sein. Es geht quer durch den Garten egal ob schattig oder sonnig, im Topf oder im Land ...

Ja, die Schilder. Da war ich ja zuerst versucht meine Mutter mit auszustatten. aber nachdem ich ihr nun eine Liste ihrer Rosen geschrieben habe, hat sie ihre Rosen erstaunlich schnell gelernt.
Und ich sehe es auch als eine Art Gehirnjogging an meine Rosen & Pflanzen mit Namen zu begrüßen. Nur im frühjahr muss ich ein paar dann doch mal wieder nachschlagen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Schon mal an Ozon gedacht?

http://www.espere.net/Germany/ozone/Planteffects/pflanteffectsleaf.html

Direkt trocken sind meine Rosen auch nicht, da ich sie doch gieße, aber nur die Rosen! Unser Boden speichert so gut das Wasser, daß noch Stunden nach dem Gießen in den obersten Bodenschichten Feuchtigkeit zu finden ist.

Nee, zum Merken wollte ich die Schilder auch nicht. Ich finde es einfach nur dekorativ. Sonst mag ich es gar nicht mal so, wenn alles beschriftet ist, zumal man es meist "auch so" weiß. Schön sind natürlich Schilder für Neusaaten ... Da vergesse ich schon mal was, wie mit der weißen Kerrie ;-) Wenn der Keimling nun irgendwo herauskommt oder an verschiedenen Stellen, weiß ich nicht, ob er es ist oder was es ist ;-)

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Doch im Anfang war es ganz hilfreich, als wir viele blaue 6 weiße kleine Stauden gepflanzt hatten, die teilweise komplett einzogen. Sonst hätte ich bestimmt immer wieder versucht etwas anderes darauf zu pflanzen.
Lustig war, dass jemand zur Hochzeitsfeier von Freunden in unserem Garten im Jahr 2001 feststellte, dass wohl trotz der Wildnis es hier eine Ordnung gibt, da diese mitgelieferten Staudenschildchen noch teilweise im Boden steckten ...
Irgendwann bin ich dann auf Steckhasen umgestiegen, die die wenigen neuen Pflänzchen sicherheitshalber markieren sollten. Doch da hatten schon viele Stauden keine Chance mehr nicht als Schneckenfutter entdeckt zu werden. Oder die Standorte waren ungeeignet. Nein, für mich sind es Arbeitsschilder - einen Schaugarten werden wir nie haben. Und seitdem ich so viel fotografiere, weiß ich ziemlich genau, wo was im Garten steht - eben immer unter Aufsicht ;-)

Und irgendwann kommt dann auch der Zeitpunkt, wo fast jeder Sämling schon am Blatt zu erkennen ist. Und bei denen, die ich nicht kenne, warte ich dann einfach ab - notfalls bis zur Blüte.

Ozon, darüber habe ich noch nie nachgedacht, werde mich mal demnächst einlesen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Was sind denn Steckhasen?

Durch das Fotografieren merkt man sich in der Tat besser, wo sich was befindet.

Ozonschäden sind mir schon länger bekannt. Aber da gilt es ja auch zu unterscheiden, ob es ein solcher ist oder doch von etwas anderem herrührt. Zumal es auch gegen Ozon resistente Pflanzen gibt. Das ist wohl so ähnlich wie bei uns Menschen, der eine leidet im Sommer unter dem Ozon, ein anderer bemerkt es kaum.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Eigentlich Pflanzen-Dekostecker in Hasenform. Die 'hoppeln' bei mir auch im Winter durch die Beete - so als Schneehasen. Der hier markiert eine Pfingstrose, die aber wohl leider verschwunden ist: http://3.bp.blogspot.com/_YpDrra82lS8/Sd752g6UkdI/AAAAAAAAJGA/mi_DPMHzvcU/s1600-h/13b-Pfingstrosen-Markierung.jpg

Stimmt, ich glaube bei der weißen Kerrie hatte ich mal etwas von Ozon gelesen. Auf jeden Fall soll sie im Vergleich zu anderen Stäuchern sehr robust sein.
Das Thema ist spannend, mal schauen, wann ich mir da mal Zeit für nehme. Im Moment möchte ich lieber mal mehr Gartenbilder auf Wildwuchs & vom Garten meiner Mutter abarbeiten ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Die sind ja süß! Da hat jeder so seine Vorlieben und ich habe bisher keine oder nur mal das eine oder andere seltene Exemplar an Schild bei Saaten, das ich später meist auch nicht belasse. Aber wenns besonders Hübsche sind, wer weiß ...

Über Ozon selbst in dem Zusammenhang weiß ich bisher auch nicht so viel. Nur daß es das Phänomen gibt, war mir bekannt. Der Tag müßte doppelt so lang sein ...;-) Genauso wie mit der Radioaktivität oder Handystrahlung. Von ersterer meine ich mal gehört zu haben, daß Pflanzen dadurch verstärkt wachsen

http://www.noezsv.at/wastun/akw_unfall/auswirklandw.htm

http://www.elektrosmognews.de/news/dectpflanzen.htm

Liebe Gruß
Sara

luna hat gesagt…

Sowas interessiert mich auch sehr.
Ich hatte vor einem Jahr sehr viele Rosenstecklinge, nicht von Samen also.
Einige blühten auch schon schön.
Dann kam der Winter und durch die langen Frostzeiten sind mir fast alle verdurstet.
Wenn ich je wieder Stecklinge machen sollte, dann werden die, zumindest den ersten Winter, bei 12 Gräder überwintern.
Ewig schade um die Pflänzchen, ich hatte soviel Freude damit.
Die eine, die überlebt hat, denke ich, ist eine englische Rose.
Von der Füllung her.
Ein eigenes Gelb,
Und die andere hatte weiße Blüten, ich glaube, die ist, gl.ich, von einer meiner weißen Kletterrosen ein Abkömmling.
Ansonsten habe ich auch viele große Rosen in Töpfen und, was mich erstaunt, im Frühjahr habe ich einige ins Beet versetzt, die haben sich im Topf teilweise wohler gefühlt.
Aber auch bei den großen Töpfen ist die Verdurstungsgefahr durch Frost sehr gegeben, sicher mehr, als bei denen im Erdboden.
Macht mir jetzt schon Sorgen.
Schön ist auch die weiße Rambler in Deinem neuesten Post.
Vertrocknen tun besonders die Blüten der Red Eden sehr gerne.
Aber auch teilweise, wenn es zuviel regnet.
Deshalb war sie eine der Rosen, die ich wiederum aus dem Erdboden herausgeholt habe, in einem Topf gesetzt und geschützter gestellt habe.
Auch Feuchtigkeit macht das aus.
Angeknabbert sind bei mir auch viele Blüten.
Rosen weniger (Rosenkäfer?),
aber Margeriten haben im Langbeet keine Chance auf weiße Blättchen, auch Dahlien werden gerne abgeknabbert.
(Letzteres denke ich von Schnecken).
So nebenbei, heute bin ich versehentlich auf eine Nacktschnecke gestiegen.
Auch wenn ich die nicht mag, aber das war dann doch zu grauslich....=0(((
Lg von Luna

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Luna
Ja, die Schnecken - ein unendliches Thema, denn es ist immer wieder erstaunlich, was sie alles mögen! Und wo sie sich überall im Garten rumtreiben. da kommt es schon mal vor, dass auf ein Tierchen getreten wird. Aber dann kommen sogleich die lieben Verwandten und putzen die Reste weg ...

Mit Stecklingen werde ich es jetzt auch mal probieren. Meine Rosa Multiflora Stecklinge waren ja nur Dekozweige. Aber wenn es so gut klappt ... die haben ja teilweise sogar unter freiem Himmel bei diesem Extremwinter gewurzelt.

Manchmal kommt es mir so vor, dass je mehr man sich um die Zöglinge kümmert sie auch kümmern können. denn unsere eingeschlagenen Töpfe im Hochwald haben den Winter erstaunlich gut überstanden. Es gab kaum Möglichkeiten zum Gießen, da der Boden lange gefroren war. Und selbst im unbeheizten Wintergarten bei meiner Mutter haben die Kübel lange ohne Wasserauskommen müssen, da die Schiebetür festgefroren war.

Unsere 3 purpurfarbenen Rosen und die Stacheldraht werden wir wieder im Hochwald überwintern - die sind bisjetzt im Kübel noch traumhaft schön. Und 2 kleine Rosen muss ich noch aus einem Schattenbeet retten! Die sollten sich wohl besser im Kübel erholen ...

Die Rosenknospen-Durchnager waren in diesem Jahr leider recht aktiv: Viele Blüten haben ein dezentes Lochmuster. allerdings sind auch bei mir nur die Blüten und sehr selten die Blätter betroffen. Es hält sich aber noch in Grenzen, so dass ich keinen Grund sehe etwas dagegen zu unternehmen.