Montag, 3. Mai 2010

Sommerfliederreste



Zu spät - Zeitpunkt verpasst! Die vertrockneten Triebe
vom
Sommerflieder werden wir in diesem Frühjahr
nicht mehr schneiden. Denn inzwischen hat der
Schling-
knöterich
den
Sommerflieder als Kletterhilfe mißbraucht,
um über die Ligusterhecke in die Zwetschge zu gelangen.
Wenn wir jetzt noch daran rumreißen, steht der Schaden
in den Beeten und am Knöterich in keinem Verhältnis zu
dem unansehnlichen Anblick der braunen Saatstände. Die
werden ohnehin bald überwuchert. Und vielleicht versamt
sich irgendwann auch ein weißer Sommerflieder. Denn im
Moment scheinen alle 5 weißen Sträucher diesen Winter
nicht überlebt zu haben.

Lediglich der
weiße Sommerflieder in meinem Vorgarten in
Braunschweig
hat kräftige Triebe. Und auch der violette
Strauch
bei uns im
Vorgarten, dessen Zweige teilweise unter
der extremen
Schneelast abgebrochen waren, treibt nun
etwas zaghaft aus ...

Für neue, kleine Sträucher ist der Garten jetzt viel zu dicht.
Sie hätten an den Stellen im Beet keine Chance sich nochmals
zu entwickeln. Also muss jetzt die Natur dafür sogen, dass es
weiterhin Sommerflieder in unserem Garten gibt, oder auch
diese sommerblühenden Sträucher gehören bei uns
zur Kategorie 'es war einmal ...'

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Kann ich alles sehr gut nachvollziehen, wenn es auch sehr bedauerlich ist.
Vielleicht habt ihr ja Glück mit dem Sommerflieder ... ich finde es auch toll, was sich von selbst so einstellt, wenn man die Natur einmal ein wenig in Frieden läßt. Nur die Brombeerranken, die allüberall mal auftauchen, werden radikal weggemacht, außer da, wo sie stehen dürfen ...
Gestern bekam ich von meiner Mutter eine kleine Johannisbeere - denn die habe ich hier noch nicht. Bis wir mal einen passenden Platz gefunden hatten ... ;-)
Es ist eben ein alteingewachsener Garten, an dem man nicht mehr allzuviel verändern kann, außer man stellt alles auf den Kopf und das wollen und können wir auch zeitlich gar nicht.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Stimmt, Brombeeren gehen mir im Beet auch auf den Keks. Zumal sie dort nur ranken, kaum blühen und Früchte = ?

Das mit der Platzsuche kann ich mir lebhaft vorstellen, je mehr ich dank Deines Blogs vom Waldgarten zu sehen bekomme.

Wie ich die Natur kenne, wird sich der Sommerflieder-Sämling bestimmt eine Fuge mitten in der Betonfläche aussuchen, so dass wir um ihn herumleben müssen. Er wird sich bestimmt nicht den fast stillgelegten Liegestuhl (nur im Winter noch frei & nutzbar)auf der Betonfläche aussuchen, den die Streublümchen und Glockenblumen als Staudenstütze im Sommer vereinnahmen.
Einen violetten Sommerflieder bekommen wir bestimmt irgendwann einmal wieder, denn der direkt an der Tür zum Garten ist wohl auch hin, aber da ich dort häufiger die Sommerfliederzweige aus dem Vorgarten shreddere kann sich einer versamen. Nur ist mir immer noch nicht klar, wie der dort solange fast ohne Erde leben konnte.

Zeitmangel ist bei uns auch ein Grund, warum wir die Pflanzen, die vorhanden sind lieber stehenlassen und versuchen sie durch Schnitt möglichst lange am Standort zu halten. Auslichten ist mir lieber als Fällen. Eine Neuanlage wäre für uns unvorstellbar, da wir immer noch viele Pflanzen haben, die wir mögen und die über 10 Jahre gebraucht haben um eine angenehme Größe zu erreichen. Das alles schädigen, um etwas zu pflanzen, was dann irgendwann doch wieder eingeht? Nein, denn die Gartenstruktur würden wir wieder genauso anlegen. Bleibt nur die spannende Frage, wann Wolfgang mal Zeit findet, um mit mir Auszulichten und zu hohe Bäume, Sträucher und Immergrüne zu köpfen ...